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Langzeitbehandlung mit Marcumar, bzw Nebenwirkungen

Beitritt
10.01.04
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Bei jeder Medikamenten-Einnahme kann es zu Wechsel- und Nebenwirkungen kommen. Marcumar gehört zu den Medikameten, die häufig über einen längeren Zeitraum oder sogar quasi lebenslänglich eingenommen werden (müssen).

Hier eine Dissertation mit dem Thema „Pharmakovigilanz bei Patienten mit Phenprocoumon-Therapie – Untersuchungen zu potentiellen Interaktionen und Betreuungsqualität“.

Darin finden sich u.a. lange Listen mit Medikamenten, die Einfluß haben auf die Marcumar-Wirkung, die über den INR-Wert festgestellt wird.

Grüsse,
Oregano
 
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Eine Liste der möglichen Nebenwirkungen von Marcumar:

Marcumar
phenprocoumon
3mg TAB (MEDA Pharma GmbH & Co.KG)

Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, wirkstoffprofil (kumulative wirkstoffangaben ohne berücksichtigung des individuellen zulassungsstatus)

Phenprocoumon - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • durch Blutungen bedingte Anämien
  • Endokrine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutungen im Bereich der Bauspeicheldrüse und der Nebenniere
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kalziphylaxie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutungen im Bereich des Rückenmarks und des Gehirns
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Kompressionssyndrom des Nervus femoralis infolge einer retroperitonealen Blutung
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Netzhautblutung
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutungen im Bereich des Herzbeutels
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämatome nach Verletzungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • brennende Schmerzen in den Großzehen mit gleichzeitiger Verfärbung der Großzehen (purple toes)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Epistaxis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutungen im Bereich der Pleurahöhle
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Zahnfleischbluten
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Einblutung in die Darmwand (Antikoagulanzienabdome)
      • Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt
      • Blutungen im Bereich des Retroperitoneums
      • gastrointestinale Störungen wie z.B. Übelkeit, Appetitminderung, Erbrechen, Diarrhö
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hepatitiden mit oder ohne Ikterus
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberparenchymschäden
      • Leberversagen mit erforderlicher Lebertransplantation oder mit Todesfolge
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Exantheme
      • Pruritus
      • Dermatitis
      • reversible Alopecia diffusa
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautnekrosen mit Todesfolge (Purpura fulminans) oder der Folge einer dauerhaften Behinderung
      • allergische Hautreaktionen
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutungen im Bereich von Gelenken, Muskeln
      • nach längerer Anwendung (Monate) kann sich eine Osteopenie/Osteoporose entwickeln, insbesondere bei dazu disponierten Patienten
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hämaturie, einschließlich Mikrohämaturie

Grüsse,
Oregano
 
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