Interessantes Interview, hier wird auch der Fall Exxon angesprochen. Und die Gründe, warum Deutschland auch auf erneuerbare Energien setzen und sich noch mehr in Klimaschutzmaßnahmen einbringen sollte.
- relativ hoher CO2 pro Kopf Anteil
- historische Verantwortung (hoher Ausstoß von Treibhausgasen in der Vergangenheit)
- Sich nicht abhängen lassen in Wirtschaft und Forschung, Stichwort Solaranlagen, Elektromobilität etc.
- Deutschland hat in der Vergangenheit gute Technologien entwickelt, das es weiter verfolgen sollte in einer Art globaler Impuls, als Vorreiterrolle. (Siehe internationales Tankstellennetz begann in Heidelberg)
Auch wenn es nicht um Klimaschutzmaßnahmen ginge, andere Länder wie China sind Vorreiter in erneuerbaren Energien, in der Automobilindustrie, in der Herstellung von Solaranlagen, Entwicklung neuer Technologien. Und Deutschland hat einige Trends verschlafen oder beharrt eigensinnig auf Konzepten, die woanders bereits überholt sind. Der große Markt verändert sich und alte Modelle sind nicht mehr gefragt.
Mojib sagt auch, Deutschland tut sich schwer mit Veränderungen, aber auch dass das Vertrauen in die Wissenschaft gebrochen ist.
20% der Menschen verbrauchen 80% der Ressourcen. Eigentlich wäre es nicht so schwer energieeffizienter zu wirtschaften. Und schon allein der Einzelne kann mit Geschwindigkeitsreduktion beim Autofahren den Spritverbrauch senken und damit auch den CO2 Ausstoß. Oder die ganzen unnötigen Energieverschwender einfach reduzieren. Dafür Anreize setzen, statts Verbote.
Privatisierung von Bahn, Post, Wohnungsbau, Gesundheit, Energie etc - war ein großer Fehler. Was für Daseinsfürsorge wichtig ist, sollte nicht unter Profitabschöpfung laufen.
Er glaubt, dass das 2 Grad Ziel nicht haltbar ist, 3 Grad globale Erderwärmung ist das wahrscheinlichere Szenario.