Kann das Candida Albicans sein?

Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
Hallo miteinander,

erst mal ein dickes Danke an euch. Hier konnte mir schon bei einigen Sachen nur durch Lesen geholfen werden. :bier:

Leider geht es mir jetzt schon seit 4 Monaten im wahrsten Sinne des Wortes beschissen. :traurig:

kurz zu mir: bin männlich, 24 Jahre


Ich war vor ca. 4 Monaten bei meinem Hausarzt wegen einem ziehen Schmerz im rechten Hoden. Mein HA meinte es wäre eine Nebenhodenentzündung und gab mir das erste Mal Antibiotika, Ciprofloxacin 100 mg. Nach kurzer Besserung kam das Ziehen aber wieder. Nochmal zum HA, nochmal Ciprofloxacin bekommen, diesmal mit 250 mg.

Nach kurzer Besserung kam das Ziehen erneut wieder, teilweise sogar heftiger. Also bin ich letztendlich zum Urologen gegangen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon einen leicht stechenden punktuellen Schmerz im Unterleib unterhalb des Bauchnarbels und mein Stuhl war schon erweicht.

Beim Urologen wurde dann eine Blasen- und Prostataentzündung festgestellt :eek: und zudem, dass ich eine schwache Leiste habe, deswegen auch das Ziehen im Hoden. Außerdem wurde durch den Bluttest erhöhte Werte der Bauchspeicheldrüse festgestellt, worauf einen speziellen Diät-Plan bekam.

Zudem hat der Urologe auf der Eichel durch Abstrich eine erhöhte Menge an Candida Albicans festgestellt.

Vom Urologen habe ich dann erneut für 3 Wochen Antibiotiaka verschrieben bekommen, Cefuroxim 500 mg sowie Siros Anti-Pilz-Kapseln (1-Tages-Therapie)
Die erste Woche Cefuroxim ging noch gut, aber der zweiten bekam ich dann aber starke Unterleibsschmerzen und Durchfall. Ich hab da alles auf das Cefuroxim geschoben, da dass laut Beipackzettel mögliche Nebenwirkungen sind.

Nachdem ich mit der Antibiotika-Therapie fertig war, nahm ich diese Siros-Kapseln als 1-Tages-Therapie.

Die Durchfall ging zurück in einen weichen Stuhl, die Unterleibsschmerzen blieben.

Nach 2-wöchiger Wartezeit mit der Hoffnung auf Besserung, die leider nicht eintrat, Unterleibsschmerzen nach wie vor vorhanden und der Stuhl wechselte zwischen butterweich und hart bröckelnd, bin ich dann doch zum Gastroenterologen gegangen.

Dort hat er mir erstmal gesagt, dass das noch dem Antibiotika-Programm alles Mögliche sein könnte. Ultraschall und Magenspiegelung wurden gemacht, jedoch waren bei in Ordnung.

Der Bluttest zeigt erhöhte Werte der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse. Also bekam ich vom Gastroenterologen Tabletten, der den "Reflux" normalisiert.

2 Wochen später bei der Nachuntersuchung, Unterleibsschmerzen noch immer vorhanden und Stuhl abwechselnd weich / hart bröckelnd, schienen die Werte der Galle und der Bauchspeicheldrüse sich wieder normalisiert zu haben.

Die Werte der Leber waren weiterhin erhöht. Aufgrund der Unterleibsschmerzen habe ich nochmal ein Antibiotika verschrieben bekommen, Doxycyclin 200 mg.


Leider hatte ich ab dann keine Zeit mehr zu irgendwelchen Ärzten zu laufen, da ich schon mitten im Prüfungsstress der Uni war.

Während der Prüfungszzeit (knappe 4 Wochen) nahm ich fast täglich Iberogast zu mir um die Unterleibsschmerzen einigermaßen im Zaun zu halten.

Mittlerweile hat sich der Stuhl wieder, für meinen Geschmack, normalisiert, jedoch sehe ich des Öfteren so schleimige Fäden im Stuhl.


Jedoch sind in den vergangen Wochen folgende Beschwerden aufgetreten:

- fast täglich Kopfschmerzen

- weiß / gelblicher Belag auf der Zunge mit teilweise tagelangen Schluckbeschwerden.

- Rötungen / Reizungen in den meisten Hautfalten (Achselfalte, Leisten-Genital-Falte, Gesäßfalte, Halsfalte)

- Rötung der gesamten Hodensacks

- Juckreiz der Mundwinkel

- Juckreiz an den Augenlidern (das ist besonders lästig)

- teilweise Brennen beim Urinieren

- Müdigkeit / Unlust

- nach kohlenhydrahtreichen Mahlzeiten leichte Übelkeit und Schwindel

- ständig wiederkehrender Fusspilz

Seit letzter Woche:

- beidseitig eingerissene Ohrläppchen

- leichte Ohrenschmerzen / Druck auf den Ohren, werden aktuell mit Panotile Cipro behandelt, aber irgendwie keine Besserung in Sicht.


Und ständig diese beschissenen Unterleibsschmerzen. Am Abend im Bett kann ich die ersten 5 Minuten nicht auf dem Rücken liegen, weil da die Unterleibsschmerzen am stärksten sind.


Genommene Antibiotika:

- 100 mg Ciprofloxacin, ca. 4 Tage
- 250 mg Ciprofloxacin, ca. 1 Woche
- 500 mg Cefuroxim, ca. 3 Wochen
- 200 mg Doxycyclin, ca. 1 Woche


Nach diesem Odyssee habe ich langsam keine Lust mehr auf irgendwelche Ärzte, zudem spielt die Krankenkasse allmählich auch nicht mehr ganz so mit, da meine ERFOLGLOSE Behandlungen mittlerweile 6000 Euro gekostet haben.

Meine bisherigen 2 Stuhlproben waren negativ auf alles, auch auf Candida Albicans.


So und jetzt aber meine Frage an auch:

Kann mein Darm trotzdem mit diesem Candida Albicans "verseucht" sein???


Ich danke euch schon mal für euer Durchhaltevermögen beim Durchlesen. :eek:)
 
wundermittel

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Hallo cabanossi,

es wäre ein Wunder, wenn man nach diesen vielen Antibiotika-Behandlungen ohne Probleme mit Pilzen wäre. Lies mal hier nach:Antibiotika ....dann wirst Du verstehen was ich meine!
Auch die Darmflora dürfte geschädigt sein, es ist nach meiner Meinung sehr wichtig, dass diese wieder aufgebaut wird denn sie stellt einen großen Baustein des Immunsystem dar.
Das alles betrifft erst mal nur die Schäden durch die AB-Behandlungen...leider nicht die Ausgangs-Probleme.
Eventuell hat ja einer unserer User ähnliche Erfahrungen.
 
Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
Hallo cabanossi,

es wäre ein Wunder, wenn man nach diesen vielen Antibiotika-Behandlungen ohne Probleme mit Pilzen wäre. Lies mal hier nach:Antibiotika ....dann wirst Du verstehen was ich meine!
Auch die Darmflora dürfte geschädigt sein, es ist nach meiner Meinung sehr wichtig, dass diese wieder aufgebaut wird denn sie stellt einen großen Baustein des Immunsystem dar.
Das alles betrifft erst mal nur die Schäden durch die AB-Behandlungen...leider nicht die Ausgangs-Probleme.
Eventuell hat ja einer unserer User ähnliche Erfahrungen.
Tut mir leid wenn ich jetzt ein bisschen dumm anstelle, aber was meinst du genau mit "Schäden durch die AB-Behandlung" und vor allem was meinst du mit "Ausgangs-Probleme".

Ich habe immer gedacht, dass man bei Candida Albicans weder Darmschmerzen noch Ohrenschmerzen bekommt. Ich habe solche unangenehme punktuell stechende Unterleibsschmerzen.

Ich habe schon ernsthaft überlegt, ob ich nicht ein Selbstmedikation mit Anti-Pilz-Diät und Nystatin starte.

Ich meine, schaden könnte das nun wirklich nicht.

Kann ich aber auch trotz negativer Stuhlprobe einen massiven Candida-Befall haben??
 
regulat-pro-immune
Beitritt
14.09.09
Beiträge
983
Ich habe schon ernsthaft überlegt, ob ich nicht ein Selbstmedikation mit Anti-Pilz-Diät und Nystatin starte.

Ich meine, schaden könnte das nun wirklich nicht.

da candida für den körper auch hilfreich sein kann (entlastet den körper, indem er schwermetalle wie quecksilber "schluckt"), wäre es fatal auf "gut glück" anti-pilzmittel einzunehmen!

die absterbenden candidapilze könnten einerseits ihre mykotoxine abgeben und andererseits das gebundene quecksilber, was deinen körper sehr hart belasten könnte.

ich denke, dies meinte auch james: ein übermäßiger candidabefall ist nicht die hauptursache, sondern irgendetwas hat deinen darm und immunsystem so "durchgeschüttelt", dass der pilz überhaupt sich vermehren konnte.
 
Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
da candida für den körper auch hilfreich sein kann (entlastet den körper, indem er schwermetalle wie quecksilber "schluckt"), wäre es fatal auf "gut glück" anti-pilzmittel einzunehmen!

die absterbenden candidapilze könnten einerseits ihre mykotoxine abgeben und andererseits das gebundene quecksilber, was deinen körper sehr hart belasten könnte.

ich denke, dies meinte auch james: ein übermäßiger candidabefall ist nicht die hauptursache, sondern irgendetwas hat deinen darm und immunsystem so "durchgeschüttelt", dass der pilz überhaupt sich vermehren konnte.
Aber gibt es dafür nicht genau diese Chlorella Algen, die die absterbenden Pilze bindet??

Ja aber was kann das dann sein??? Mein Gastroenterologe weiß auch nicht mehr weiter, weil alle Tests negativ waren. Die ganzen Symptome sprechen doch eigentlich für eine Canidia-Albicans-Befall??

Die Unterleibsschmerzen haben nach den 250 mg Ciprofloxacin angefangen.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich zur der Zeit wo ich schon die 100 mg Ciprofloxacin eingenommen haben, etwas gekränkelt habe (Husten, Schnupfen)

Aber gibt es dafür nicht genau diese Chlorella Algen, die die absterbenden Pilze bindet??
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
ich denke, dies meinte auch james: ein übermäßiger candidabefall ist nicht die hauptursache, sondern irgendetwas hat deinen darm und immunsystem so "durchgeschüttelt", dass der pilz überhaupt sich vermehren konnte.
Das wären dann doch die knappen 5 Wochen Antibiotika, oder nicht??

Wie schon erwähnt, war ich bei der Einnahme vom Ciprofloxacin schon etwas geschwächt mit Husten, Schnupfen und Co.

Danach hat langsam der Schmerz im Unterleib begonnen.

Hinzu kamen nochmal 4 Wochen Antibiotika, teilweise in einer hohen Dosierung.

Während der Zeit habe ich lediglich ab und zu Perenterol gegen den Durchfall genommen und etwas Omniflora, sonst nichts.

Meine ganzen Probleme haben wie schon gesagt erst mit den Antibiotika angefangen.

Übrigens habe ich heute Morgen diesen Speicheltest gemacht und laut dem müsste ich einen Candida-Befall haben, da sich haufenweise von diesen Fäden gebildet haben und der Speichel am Schluss zu Boden sank.
 

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Hallo cabanossi,

leider hast Du scheinbar weder das Wiki Antibiotika noch Kurzfassung Darmflora gelesen. Da werden die Zusammenhänge ganz genau beschrieben. Nach einer solchen starken Antibiose sind Pilzerkrankungen völlig normal. Sie gehören neben weiteren unerwünschten Nebenwirkungen zu den Schäden, die man dann in Kauf nimmt. Dies ist der Grund, warum viele Menschen eine solche Behandlung nur in den dringensten Notsituationen -ganz im Gegensatz zu vielen "Schulmedizinern"- zulassen!
Wenn jetzt noch mit dem großen Hammer auf die Pilze drauf gehauen wird, kommen eben zu den jetzt schon vorhandenen Schäden noch einige nette Dinge hinzu: Gifte entstehen, Schwermetalle werden frei ....
Deshalb setzen manche Patienten VOR der Behandlung schwermetall-ausleitende Mittel wie Algen ein. Dies setzt aber voraus, dass mit dieser Behandlung einige Monate VOR der Pilzbehandlung begonnen wird. Momentan würde ich an Deiner Stelle die Pilze als HILFREICH betrachten und sie LANGSAM durch eine Ernährungsumstellung und Aufbau der bakteriellen Darmflora in normale Bahnen lenken...
 
Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
Hallo cabanossi,

leider hast Du scheinbar weder das Wiki Antibiotika noch Kurzfassung Darmflora gelesen. Da werden die Zusammenhänge ganz genau beschrieben. Nach einer solchen starken Antibiose sind Pilzerkrankungen völlig normal. Sie gehören neben weiteren unerwünschten Nebenwirkungen zu den Schäden, die man dann in Kauf nimmt. Dies ist der Grund, warum viele Menschen eine solche Behandlung nur in den dringensten Notsituationen -ganz im Gegensatz zu vielen "Schulmedizinern"- zulassen!
Wenn jetzt noch mit dem großen Hammer auf die Pilze drauf gehauen wird, kommen eben zu den jetzt schon vorhandenen Schäden noch einige nette Dinge hinzu: Gifte entstehen, Schwermetalle werden frei ....
Deshalb setzen manche Patienten VOR der Behandlung schwermetall-ausleitende Mittel wie Algen ein. Dies setzt aber voraus, dass mit dieser Behandlung einige Monate VOR der Pilzbehandlung begonnen wird. Momentan würde ich an Deiner Stelle die Pilze als HILFREICH betrachten und sie LANGSAM durch eine Ernährungsumstellung und Aufbau der bakteriellen Darmflora in normale Bahnen lenken...
Danke für Info, aber leider sehe ich doch irgendwie einen Widerspruch darin.

Mein Symptom ist der Candida Albicans, die Ursache ist eine gestörpte/kaputte Darmflora.


Ich könnte doch jetzt als erstes eine Anti-Pilz-Kur machen (Anti-Pilz-Diät, Nystatin-Tabletten und-Suspension inklusive Mitteln die die Schwermetalle und Gifte binden), dann den Darm mit Glaubersalz durchspülen und als die 3. Punkt die Darmflora wieder aufbauen mit Mutaflor, GKE, Caprylsäure, etc. etc.

Ich will als erstes erstmal die Kopfschmerzen und die Hautreizungen losbekommen, wofür höchstwahrscheinlich die Candida-Überwucherung verantwortlich ist.


Ich verstehe ja, dass ich meine Darmflora wieder aufbauen muss, jedoch muss ich doch erstmal denn Darmpilz wieder in den Zaun kriegen, oder täusche ich mir grundsätzlich??
 
regulat-pro-immune

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Das ist doch kein Widerspruch. Das Symptom ist der Pilz, die Ursache die durch die AB-Behandlung gestörte Darmflora. Es muß also nicht der Pilz bekämpft, sondern die Darmflora in Ordnung gebracht werden! Das ist mit der richtigen Ernährung (wenig Zucker und Stärke - viele Ballaststoffe), animpfen fehlender Bakterienstämme, dem günstigen Säuremillieu und weiteren unterstützenden Maßnahmen möglich. Der Pilz wird dadurch auf das (bei fast jedem Menschewn vorhandene) normale Maß zurückgedrängt. Man kann natürlich den Pilz (mit den oben genannten Nebenwirkungen) vernichten. Der Freiraum wird dann aber in der Regel eben nicht von der günstigen Darmflora übernommen sondern bietet dann sogar verschiedenen Fäulnisbakterien eine ideale Angriffsfläche.
 
Themenstarter
Beitritt
07.08.12
Beiträge
13
Das ist doch kein Widerspruch. Das Symptom ist der Pilz, die Ursache die durch die AB-Behandlung gestörte Darmflora. Es muß also nicht der Pilz bekämpft, sondern die Darmflora in Ordnung gebracht werden! Das ist mit der richtigen Ernährung (wenig Zucker und Stärke - viele Ballaststoffe), animpfen fehlender Bakterienstämme, dem günstigen Säuremillieu und weiteren unterstützenden Maßnahmen möglich. Der Pilz wird dadurch auf das (bei fast jedem Menschewn vorhandene) normale Maß zurückgedrängt. Man kann natürlich den Pilz (mit den oben genannten Nebenwirkungen) vernichten. Der Freiraum wird dann aber in der Regel eben nicht von der günstigen Darmflora übernommen sondern bietet dann sogar verschiedenen Fäulnisbakterien eine ideale Angriffsfläche.
Ok, danke für die Aufklärung. :eek:)

Aber bitte beantworte mal, warum es dann dutzende Nystatin-Präparate gibt??

Ich danke euch ja sehr für die Hilfe, da die Darmflora neu aufzubauen, dauerte ja Monate. Kann nicht noch länger mit den ganzen Leiden rumlaufen.

Wäre ist daher nicht sinnvoll, jetzt zuerst die Candida-Überwucherung mit einer 3-Wochen-Nystatin-Therapie einzudämmen und dann sofort eine Darmsanierung zu starten?


Das ist die Darmflora "reaktivieren" muss, ist mir klar. Was für unterstützende Mittelchen gibt es da so zu empfehlen (Mutaflor, etc.)

Ist eine Schwermetall-/Toxine-Entschlackung auch hilfreich??

Ich habe daheim noch gefühlte 5 kg Basen-Pulver. Sollte ich das auch einnehmen für den Säure-Basen-Haushalt??


P.S.: Kann dieser punktuell stechende Unterleibschmerz überhaupt durch einen Pilz kommen bzw. kann dann dort sogar das "Pilznest" liegen??? Das was ich bis jetzt gelesen habe, sollen sich die Pilznester am häufigsten im unteren Dünndarm bilden. Würde also zu meiner Stelle gut passen.
Oder kann an dieser Stelle (direkt unter dem Bauchnarbel) nicht auch der Darm entzündet sein oder ähnliches??
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
18.10.13
Beiträge
4
ich hatte vor ungefähr 2 Jahren Nystatin verschrieben bekommen,nach dem meine Nagelpilzprobe untersucht wurde und Candida Albicans festgestellt worden ist. Nach einen halben Jahr war der Nagelpilz weg,leider hielt es nicht lange an,seit 4 Monaten habe ich Probleme mit meiner Haut(Entzündungen und inzwischen Narben die nicht verheilen wollen),seit 3 Monaten eine Landkartenzunge mit Weissbelag und natürlich ist der Nagelpilz auch wiedergekehrt!Ich nehme seit 2 Monaten Grapefruitkernextrakt in Tablettenform und Lavendelöl,die Landkartenzunge sowie der Belag ist weg,nur sobald ich wieder was Süßes esse,oder Wein trinke oder Gruyere esse,zeigen sich aufs neue Flecken auf der Zunge,ich arbeite als Aupair und da ist es mir nicht möglich mich so zu ernähren wie ich es sollte,ich denke aber sobald Zucker komplett aus der Speisekarte gestrichen ist und ich mich überwiegend aus Gemüse ernähren werde,sowie bestimmten Obstsorten,vor allem Zitrusfrüchte ,LM tierischen Herkunft,wirken sich negativ auf die Darmflora bzw. belasten die Leber,die genug belastet ist bei einen Pilzbefall der Art(Ausnahme Joghurt mit niedrigen Fettgehalt) auch eine Basenkur mache,viel Lavendeltee trinke ,stirbt der Pilz ab.
 

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Hallo esia,

tatsächlich hängt in vielen Fällen eine übermäßige Candida-Belastung mit Ernährungsfehlern zusammen, sofern keine häufigen Antibiosen der Auslöser waren. Gerade diese Ernährungsfehler sind schwer zu überwinden, da sie oftmals Gewohnheiten, die über Jahre bestehen beinhalten. Zumeist sind es die kurzkettigen Kohlenhydrate (Zucker, Stärke...) und der Mangel an Ballaststoffen, die die Probleme erzeugen. Wir sehen deshalb Candida lediglich als ein Symptom an...die Ursache ist an anderer Stelle zu suchen. Hat Du schon unsere Wiki-Seite Candida Albicans - Hefepilz und Erreger der Kandidose entdeckt ? Da sind diese Zusammenhänge und unsere Erfahrungen ausführlich dargestellt.
 
Beitritt
18.10.13
Beiträge
4
Nein noch nicht,aber danke für ihren Tipp :) ich werde es mir gleich Zeit nehmen und es durchlesen.

NOCH EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR WüSCHE ICH :fans::daumendrueck::kiss:
 
regulat-pro-immune
Beitritt
04.09.15
Beiträge
2
Hallo liebe Eisa,

nach langem Stöbern im Internet bin ich auf deinen Beitrag gestoßen. Ich weiß dein Eintrag ist schon 2 Jahre alt aber ich dachte mir ich probiers einfach mich mit dir in Verbindung zu setzten. Mir geht es ähnlich wie es dir gegangen ist. Darm- und Hautprobleme habe ich schon seit ich denken kann. Doch dann hat sich meine Situation verschlechtert. Angefangen hat alles 2013, bekam rote Pickel im Gesicht mit gelben Krusten, mir war schwindelig, hatte keinen Appetit, unregelmäßigen Stuhlgang. Nach einer Zeit besserte sich die Situation. Plötzlich bemerkte ich eine Art Landkartenzunge, die ich davor noch nie hatte. Monate vergingen, ich hatte immer oft Blähungen und Mundgeruch. Schließlich suchte ich eine TCM-Ärztin auf, diese diagnostizierte "Reizdarm". Ich war endlich glücklich überhaupt eine Diagnose zu bekommen, da ich mir mein Unwohlsein nicht erklären konnte.. Kurz darauf folgte eine Nagelbettentzündung am Zeh (mit Eiter unter dem Nagel, der entfernt werden musste), kurze Zeit darauf bekam ich Nagelpilz. Mittlerweile geb ich mich nicht mehr mit Reizdarm zufrieden, da muss mehr dahinter stecken. Ich vermute auch, dass ich Candida habe aber ich weiß nicht woher oder warum. Habe auch einen Speicheltest gemacht, welcher positiv ausfiel. 2011 war ich öfters krank, hatte chronische Blasenentzündungen - bekam viele Antibiothika. Seit dem hatte ich oft einen Blähbauch und Schmerzen. Ich vermute, dass durch zusätzlich Stress und ungesunde Ernährung der Pilz 2013 vielleicht überhand genommen hat? Ich hatte damals eine Arbeit, die mir echt Bauchschmerzen verursache, auch eine furchtbare Beziehung... Naja möchte nicht zu sehr ins Detail gehen und wollte Fragen, ob du den Pilz in den Griff bekommen hast? Ich habe mir Nystantin und Grapefruitextrakt bestellt.. und mache dann eine Basenkur. Würden mich sehr freuen von dir zu hören!

Liebe Grüße
 

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Hallo kerstilinchen,

erst einmal ein herzliches Willkommen hier in unserer Rubrik auch wenn der Anlass weniger erfreulich ist. Schön, dass Du uns gefunden hast!
Bei so vielen Antibiotika-Behandlungen ist eine Candida-Besiedlung schon fast die Regel. Es sterben nämlich dabei nicht nur die "bösen", sondern auch viele der "guten" Bakterien ab. Ist das System dadurch geschwächt, machen sich Pilze breit und nehmen diese frei werdenden Plätze ein. Auskunft gibt da auch unsere Wikis Antibiotika – Symptome, Ursachen von Krankheiten und Candida Albicans - Hefepilz und Erreger der Kandidose – Symptome, Ursachen von Krankheiten .
So einfach bekommt man die Pilze nicht in den Griff. "Radikalkuren" mit Nystatin & Co töten zwar schlagartig die Pilze ab, es entstehen jedoch giftige Zerfallsprodukte und...falls vorhanden werden in ihnen gespeicherte Schwermetalle frei. Das Ergebnis kann dann eine schwere Herxheimer-Reaktion sein, die meist sehr übel ist. Deshalb raten wir immer sehr vorsichtig gegen die Pilze anzukämpfen. Meist spielen noch andere Ursachen eine Rolle. Vielfach ist Fehlernährung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit mit im Spiel. Jetzt erst mal diese Möglichkeiten überprüfen um die Ursachen (außer Antibiotika) zu ermitteln.
Bei der Ernährung möglichst auf Zucker (alle Zuckerarten) und sehr kurzkettige Kohlenhydrate (Stärke, Weißmehl) verzichten, denn Zucker ist der Treibstoff für die Pilze. Gib mal in unsere Suchfunktion den Begriff "resistente Stärke" ein. Da findest Du das Futter der "guten" Bakterien und diese kann man so fördern.
Mit dem Grapefruitkernextrakt kann man Schwermetalle ausleiten. Unkenrufe sagen zwar dass dort nur das enthaltene Konservierungsmittel eine positive Wirkung entfaltet aber es ist besser als nichts zu tun. Hast oder hattest Du Amalgam in den Zähnen? Wenn ja, dann erst lange ausleiten ehe man an die Pilze geht!
 
Beitritt
04.09.15
Beiträge
2
Hallo James,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Ja ich habe wirklich eine Amalgamfüllung. Allerdings nur eine. Die habe ich aber schon jahrelang. Sicher schon 5 Jahre oder länger. Glauben Sie eine einziger dieser Füllung kann ausschlaggeben für Candida sein?

Ich werde heuer 24, finde es sehr ungewöhnlich, dass ich bereits Nagelpilz habe. Allerdings liegen Hautleiden bei mir in der Familie, mein Papa meinte dazu nur scherzhaft: "Wir haben zwar Hautprobleme, die nicht schön sind - dafür aber andere Werte" :zunge: Ich kann zwar auch darüber lachen, finde es aber trotzdem ungewöhnlich.. Candida würde aber natürlich einiges erklären, seit 2 Jahren plötzlich Allergien, wie Heuschnupfen, Gräser, Pollen.. Dieses Jahr dazu gekommen allergisches Asthma.. meine Liste ist sehr lange.

Über was ich mir auch schon länger Gedanken mache, aber nicht wirklich etwas dazu finde ist: ist Candida ansteckend? Ich lebe nun fast 3 Jahre mit meinem Freund zusammen, wir sind nicht oft krank - mein Freund hat generell ein gutes Immunsystem - dennoch hat er seit unserem heurigen Urlaub in Äygpten Hautpilz am Rücken..

Bin echt schon am Verzweifeln, habe immer das Gefühl es stimmt etwas nicht mit uns...

Liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

James

Moderator, Leiter WIKI
Teammitglied
Beitritt
20.05.08
Beiträge
6.561
Mit dem Amalgam ist das so eine Sache...
der Abrieb enthält Quecksilber- ein stark gifiges Schwermetall. Liegt ein völlig intaktes Immunsystem vor, wird es zusammen mit der Darmflora in vielen Fällen den Abbau schaffen und dafür sorgen, dass es ausgeschieden wird. Oft treten Probleme erst nach Jahren auf. Ist der Darm großflächig mit Candida besiedelt, nimmt der Pilz das Schwermetall auf und speichert es. In diesem Moment wirkt Candida sogar als "Helferlein". Der Crash kommt erst wenn der Pilz abstirbt...eben auch bei einer Nystatin-Behandlung. Dann nämlich steht die gesammelte Giftmenge zur Verfügung uns zu schaden. Obendrein sind auch die organischen Zerfallsprodukte für uns giftig. Aus diesem Grund warnen wir immer nicht überhastet was zu machen sondern mit System vor zu gehen: Erst Ausleiten, dann den Pilz langsam zurück drängen indem man den Bakterien günstige Bedingungen bietet. Das alles ist zwar langwierig aber dann auch dauerhaft, denn wir sehen Candida eher als Symptom. Mögliche Ursache ist wie ich schon schrieb AB-Behandlung + Ernährung.
Menschen, die zusammen leben haben meist eine qualitativ sehr ähnliche Flora während die Quantität der Keime unterschiedlich sein wird. Eine geringe Candida-Besiedlung ist normal. Die Stärke der Darmbesiedlung lässt sich labortechnisch feststellen. Es wäre gut, wenn ein erfahrener Arzt oder HP alles begleitet.
Mögliche Ursache könnte auch zB Schimmel im Wohn- oder Arbeitsumfeld sein.
 
Oben