Ist das Asperger?

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Hallo!
ich bin neu hier. Ich möchte kurz den Charakter meiner Tochter (7) schildern, weil sie in der Schule scheinbar nur körperlich anwesend ist und ich das Gefühl habe, dass sie mir emotional entgleitet. Nachdem sie bereits wegen einer Sammelleidenschaft beim Psychologen war, wurde dort ein IQ von 124, mit besonderer (Hoch-)Begabung auf Merkfähigkeit diagnostiziert. Ihre Emotionen flachen seit längerem ab, Berührungen duldet sie nicht am Kopf (seit Geburt). Im Grunde genommen entspricht ihr Verhalten einem Aspi, allerdings möchte ich nun gern im Ausschlussverfahren arbeiten, da sie zudem Verhalten zeigt, dass in meinen Augen eben NICHT einem Asperger entspricht und hoffe, dass mir jemand helfen kann. Wir haben Autismus und "Freaks" (bitte den Ausdruck nicht persönlich nehmen! Andere Menschen aus dem Dorf hatten die beiden aus unserer Familie dahingehend charakterisiert! eine Diagnose bei diesen beiden steht aus, der Autismus wurde diagnostiziert!) in der (meiner) Familie, sie hat einen guten IQ, sie ist sehr eloquent, sie sortiert und hält an Ritualen fest, auch die Geburt war sehr schwer für sie.... ABER:

sie spielt ausschließlich Rollenspiele und zwar den ganzen Tag, für sich allein "ich spiel grad Hund" aber auch mit einer Freundin. Sie ist kreativ und bastelt sehr viel, allerdings nur allein! Sie hat einen extremen Fable für Fantasy, liebt Harry Potter Bücher, alles Magische... Bei dramatischen Szenen in Filmen beginnt sie zu weinen. Wenn Sie stinksauer auf mich ist, dann schaut sie mir drohend über längere Zeit in die Augen - sonst tut sie das nicht, schaut nur kurz in die Augen

So! Könnte so etwas ein Asperger können? Der Beratungslehrer in der Schule meinte, dass er bei der Diagnose in diese Richtung tendieren würde, genaueres würde sich noch ergeben...
ich bin so traurig, ich will ihr endlich helfen, aber wie, wenn ich gegen Windmühlen kämpfe? könnt ihr mir bitte helfen?
 
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ist das Asperger?

Hallo Lockenlicht!
Wie gut kennst du dich mit dem Thema Asperger aus?Wie bist du darauf gekommen,dass deine Tochter Asperger hat?Du sprichst von Autismus in deiner Familie.Sind dort noch andere Asperger bei?Oder liegen andere Fälle von Autismus vor?
Es gibt auch bei Asperger verschiedene "Formen".Je nachdem,wie stark Asperger ausgeprägt ist.Du hast gesagt,sie spielt Rollenspiele(sehr Asperger untypisch) mit ihren Freundinen.Hat sie viele Freundinen oder ist sie lieber alleine?Was sind das für "Rollenspiele"? Sowas wie Vater/Mutter/Kind oder macht sie ehr ein Verhalten nach(wie Hund spielen).Wie kommt sie in der Schule klar?Auch mit den Klassenkameraden!Gibt es dort Probleme,oder sehen auch andere dass deine Tochter evtl. auffällige Verhaltensformen an den Tag legt?Kann deine Tochter zB neue Dinge/Aufgaben sofort umsetzen oder braucht sie mehr Erklärungen.Du schreibst schon einige Dinge,die an Asperger Verhalten erinnern.Nur kann man Aufgrund deines Berichtes leider keine Diagnose stellen.Es ist immer schwer für Aussenstehende eine Situation richtig einzuschätzen,wenn man nur so wenig Informationen hat und nicht die Situationen Tag täglich erlebt,so wie du.Deshalb stelle ich dir so viele Fragen.
Ich kann gut nachempfinden wie du dich (hilflos?)fühlst.Selber habe ich auch über Jahre gemerkt,dass meine Tochter anders ist als Gleichaltrige.Als Mutter fühlt man das,wenn was nicht stimmt(auch wenn die "Umwelt" das oft ganz anders sieht,weil die nicht Tag täglich das sehen,was man selber sieht).Leider wird man damit auch oft nicht ernst genommen und bekommt so blöde Ratschläge wie-das wird schon,oder jeder ist anders,sie bekommt das auch noch hin.Aber wenn einer miterleben würde,was man jeden Tag dafür machen muss,das es einigermaßen "normal" wie bei anderen läuft.:mad:
Hast du nur in der Schule mit dem Lehrer gesprochen,oder wart ihr auch bei einem Arzt/Psychologen?Leider können noch lange nicht alle Psychologen Asperger diagnostizieren und ich glaube Lehrer können das auch nicht.Wir waren selber bei einer Psychologin(ist auf Asperger spezialisiert) und sogar die hatte große Probleme Asperger bei meiner Tochter festzustellen.Gerade bei Mädchen kommt Asperger nicht so häufig vor und je nachdem wie schwer oder leicht es ausgeprägt ist,können besonders Mädchen das sehr gut "verstecken".Ich habe festgestellt,dass meine Tochter woanders immer eine "Rolle" spielt.Sie möchte so sein oder wahrgenommen werden wie jeder andere in ihrem Alter auch.Nur mir ist es aufgefallen,dass sie eigentlich ganz anders ist(Asperger halt!).
Hast du das Gefühl bei deiner Tochter,dass sie sich in andere gut reinversetzen kann?Was hat sie für Mimiken und Gestigen und wie kann sie Körpersprache von anderen "deuten"?Ist deine Tochter Einzelkind?Wenn nicht wie ist das Verhältnis zu den Geschwistern?Wie sieht es aus mit Körperkontakt(ausser am Kopf),lässt sie Nähe/Berührungen zu und mag sie es?Kann sie zB sagen das sie dich lieb hat?Reagiert sie Gefühlsmäßig angemessen in verschiedenen Situationen(zB weint sie,wenn etwas traurig ist,lacht sie über Witze,versteht sie Witze?)
Du sagst deine Tochter liebt Harry Potter.Liest sie schon lange(liest sie viel?).Bevor sie lesen konnte hat sie sich anders Verhalten?
Vielleicht kommen dir einige Fragen komisch vor,aber es könnte helfen eure Situation besser einzuschätzen.
Ich freue mich von dir zu hören und wünsche dir viel Kraft:kraft:
Viele liebe Grüsse:wave:
Maya3
 
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ist das Asperger?

Hallo Maya3,
zuerst mal 1000 dank für deine antwort. ich will das jetzt mal so der reihe nach beantworten:

mit asperger befasse ich mich erst seit kurzem, hab im studium etwas darüber gelernt, allerdings nur oberflächlich, als eine leichte Form des Autismus. Ich persönlich bin nicht darauf gekommen, dass meine Tochter das haben könnte, ich wurde von einem beratungslehrer in diese richtung "angestupst". Diesen hatte ich aufgesucht, weil meine tochter im unterricht nicht mitmacht, den sportunterricht von der bank aus zuschaut und reli verweigert, mit der begründung, dass sie dort neben jemand sitzen müsse, den sie nicht kennen würde (hat sich im nach hinein herauskristallisiert!)

Die schriftlichen leistungen sind durch die bank gut bis sehr gut, sie ist klassenbeste im lesen, rechtschreibung gutes mittelfeld, mathe auch sehr gut. sie bringt nie vollständig die hausaufgaben mit nach hause.

zwecks autismus in der familie: im rahmen meiner recherchen bin ich auf merkmale gestoßen, die auf 2 cousins innerhalb unseres dorfes 1A zutreffen würden, allerdings nichts diagnositiziert. aber aus derselben "linie" wurde wohl nun ein enkelkind mit autismus bestätigt, dieses kind spricht nicht.

ihre "Rollenspiele":
sie will entweder die spiele bestimmen (super dominant! wobei sie immer so indirekt einem die option geben will: wie willst du heißen? sag ich aus blödsinn "franziska", sagt sie "nee, nori ist doch schöner"). Ablauf: "und du siehst halt ,dass ich eine meerjungfrau / Hexe / prinzessin bin und du wunderst dich halt, warum ich so schöne lange haare habe... du willst halt wissen, ..." - die anderen machen mit, wenn nicht, bricht das spiel ab, meine tochter schreibt irgendwann einen zettel, wo sie dem anderen kind die option gibt, "ja" oder "nein" anzukreuzen, so dass das spiel wieder weitergeht. sie spielt auch "hund" oder "pferd", v.a. wenn sie allein ist. sie hat nicht viele freundinnen, ich würde 3 sagen.

diese 3 freundinnen sind auch in ihrer klasse. in der schule wird sie als sehr zurückhaltend, jedoch selbstbewusst beschrieben, "die sehr wohl auch ihren kopf hätte". dem lehrer ist das ziemlich egal, er kämpft gegen die ganze klasse, ist froh, dass meine tochter leise ist und leistung bringt. er sagt, dass alle rumrennen, sie lieber ein buch lesen würde, auf dem pausenhof gehört sie auch nicht zu den wilden, sondern steht lieber da und schaut zu. sie ist die zweitjüngste in der klasse, viele sachen könnten auch mit reife erklärt werden.

es ist manchmal schon schwer, der alltag und so. ich will halt, dass sie sich erwachsenen gegenüber "normal" verhalten soll, sie ist stellenweise extrem zickig, die zickerei geht manchmal los beim anziehen und hört auf abends beim zudecken, weil ich ihr an solchen tagen quasi ununterbrochen sagen musste, was wie zu laufen hätte.... wenn ich jetzt natürlich ihr so kollosal unrecht getan hätte, bricht es mir das herz...

der lehrer ist kurz vor der rente, ich hatte den auch schon, er lacht darüber. der beratungslehrer hatte eben den verdacht, weil das zu dem gesamten bild mit dem IQ und der besonderen ausprägung auf merkfähigkeit und eloquenz passen würde. ich war mit ihr bei einer psychologin, weil sie alle möglichen müll und krimskrams gesammelt hatte und den in ihrem zimmer (alleine) verbastelt hatte. die meinte, dass ihr verhalten aus unterforderung resultiert, ich solle mehr anbieten. im musischen zeigt sie gute begabung. auch der psychologin fiel auf, dass ihr wunsch nach "familie und kind" sehr häufig und auffällig ist (unsere familie ist intakt, wir spielen abends, leben in finanziellen stabilen verhältnissen, tun alles - vielleicht zuviel ? - für unsere kinder).

sie nimmt anteilnahme, allerdings kann ich nicht sicher sagen, ob sie gerlernt hat so zu reagieren, oder ob sie anteil "nimmt". mimik und gestik sind ausgeprägt, stellenweise zu sehr, sie hat als kind sehr viel vor dem spiegel geübt! (auch normal, oder?) wenn sie weint und ein spiegel ist in der nähe ist die konzentration nur noch beim spiegel, wobei dann nahezu nervtötend gekreischt wird.
anlass und gefühlsausbruch stehen stellenweise nicht im verhältnis zu einander. so wird in ihrem beisein die katze überfahren, was ihr 10 minuten lautes weinen abverlangt. sie frägt mich ab und an, ob ich wohl sauer wäre, weil sie meint, dass mein gesicht gerade so aussehen würde - auch wenn das gar nicht der fall ist. sie lacht über witze, die sich komisch anhören, mag slapstick, ich denke, dass für richtige witze das alter noch nicht da ist. muss ich mal mit einem ausprobieren.

von fremden menschen mag sie grundsätzlich nicht berührt werden, sie umgeht das, weicht aus. manchmal kann sie zu einem "anstandshändeschütteln" überredet werden. manchmal glaub ich, dass sie stellenweise - nur um mir zu gefallen - dann überzogen jemandem auf den arm springt und leicht komisch dazu lacht. wenn sie kuschelt, dann stellenweise "brutal", ihre zähne knirschen und sie reißt fast nen kopf ab. sie patscht auch lieber anderen menschen im gesicht rum.

sie hat einen 4,5 jahre jüngeren bruder, der sehr quirlig und freundlich ist, sehr viel aufmerksamkeit natürlich im bekanntenkreis von ihr automatisch abzieht. ich beobachte bei ihr sehr strenges verhalten ihm gegenüber, nur wenn sie alleine sind dann spielt sie mit ihm, bzw. sie spielt ein Tier oder eine figur und knüpft ihren bruder mit seinen reaktionen in ihr spiel ein. sie fühlt sich stellenweise von ihm gestört, er ärgert sie auch leidenschaftlich gerne, weil er merkt, dass er sie so bis an die decke schießen kann. sie sagt, dass sie mich lieb hat, ich sage es zu den kindern jede nacht, wenn ich aus dem zimmern gehe, wenn sie weg gehen oder wenn ich sie verabschiede. sie antworten darauf.

meine tochter liest schon länger - vor schuleintritt. mittlerweilen sitzt sie gerne mal auf der couch und liest "das magische baumhaus". ich lese den kindern vor seit dem sie 2 sind - sie konnte die bücher blitzschnell auswendig, sind jahrelang jede woche in die bücherei und haben bücher für eine woche ausgeliehen. dann hatte sie von harry potter gehört, einem jungen, der irgendwann mitbekommen hat, dass er zaubern kann - ihre wunschvorstellung! Bücher mit versteckten Botschaften muss ich allerdings häufig erklären, sie kann diese nicht entschlüsseln.

hui, das war jetzt viel - hoffentlich kannst du was damit anfangen. ich danke dir auf alle fälle jetzt schon einmal vorab für deine hilfe. hattest du deiner tochter über die jahre hinweg viele dinge abverlangt, die sie vielleicht gar nicht bringen konnte? ich kämpf halt immer gegen den vorwurf, dass ich sie net richtig erziehen würde, dass sie zuviel bekommt und zuviel dürfte... aber das ist es denke ich nicht!
ich danke dir jetzt schon für deine antwort!
 
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11.08.10
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Hallo Lockenlicht!
Ja das ist doch Mal ein Hoffnungsschimmer,wenn sogar Beratungslehrer Asperger-Symtome kennen;).Kannte eure Psychologin sich damit denn auch aus?Asperger kann nicht jeder Psychologe diagnostizieren.Einiges was du schreibst deutet darauf hin,anderes wieder garnicht(das kann aber auch Ansichtssache sein-so das du das anders wahrnimmst)
So ungefähr war das bei uns auch.Da meine Tochter Asperger nicht sehr stark ausgeprägt hat,dazu aber noch ADS(Träumerchen-Syndrom) kommt,war die Diagnose nicht leicht.Da ich mich intensiev mit dem Thema beschäftigt habe,war mir klar-sie hat es.Nicht jedes Symtom kommt ja gleichstark bei Asperger vor und manchmal sehen wir(ohne Asperger) einige Dinge durch eine andere "Brille".
Wenn wir zB meinen-man ist die heute wieder zickig-folgt sie vielleicht ihr eigenem Ablauf(zB beim Anziehen),den Ablauf können wir aber garnicht nachvollziehen .Sie macht für sich nichts falsch,nur wir meinen es läuft(normal) anders.Wenn sie für sich nun nichts falsch macht,du als Mutter aber ihren Ablauf störst(Asperger folgen eigentlich immer einen gleichen Schema,das von uns nicht immer erkannt wird).
Ich möchte dir mal ein Beispiel geben:Meine Tochter hatte ein lila Pulli,ein pinkes Tuch und eine rote Jacke darüber an:eek: und ich sprach sie auf diese (für mich) merkwürdige Farbauswahl an.Es war ihr egal,aber ich empfand ihr Verhalten als "wütend" mir gegenüber,da ich sie darauf angesprochen habe.Ich hatte das Gefühl,sie wusste absolut nicht was ich meine.Etwas später habe ich rausgefunden,das ich selber an dieser Farbkombi Schuld war.Meine Tochter folgte ihrem Schema-Sie zog immer das an,was in ihrem Schrank gerade oben auf den "Stapeln" lag.Da ich die Sachen so reingelegt habe,habe ich dafür gesorgt,dass sie diese so anzog.Also wusste ich,ich kann steuern was sie anzog(halt immer das oberste-bei den Pullis,bei den Jacken-den Hosen...).
Auch weiß ich wie anstrengend so ein Alltag sein kann und mit wieviel Unverständnis man rechnen kann.Jeder noch so kleine alltägliche Schritt,den andere Kinder(Jugendliche) erlernen,musste ich Tag täglich wieder erklären oder nachhaken,damit ganz normale Dinge nicht vergessen werden.
Menschen,die das nicht mitmachen,wissen nicht wovon man da spricht.
Besonders ist es schwer,wenn du als Mutter spürst,da ist etwas anders,da läuft etwas anders-du dann helfen willst-und weißt nicht wie.
Ich finde man sollte da Gewissheit bekommen,um optimal richtig Eingreifen zu können.Nur so kannst du deiner Tochter(und dir) helfen.
Meine Tochter hat auch einiges was Asperger eigentlich nicht können,mit der Zeit erlernt.Es ist schwer zu erklären!
Wenn wir viel mit Mimik und Gestig sprechen,ist es bei ihr oft unangemessen(entweder zuviel-lautes extremes Lachen,wenn es garnicht lustig war,kaum Anteilnahme wenn sich jemand verletzt,kann sich schlecht "mitfreuen" wenn andere was tolles erlebt haben,hat nicht geweint,obwohl sie sich mal schlimm verletzt hat).
Ich glaube durch konsequentes Wiederholen und Erinnern können Asperger "normales" Verhalten mehr oder weniger gut erlernen.Aber gerade wenn man so konsequent "wiederholt" und sie es erlernen,ist die Diagnose noch schwerer.
Arbeite dich ins Thema Asperger genau ein und beobachte deine Tochter.
Hast du irgendwelche konkreten Fragen,dann versuche ich diese zu beantworten(soweit ich das kann).
Liebe Grüsse:wave:
Maya3
 
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29.07.09
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Das ist kein Asperger.

Versuch nicht ihr etwas aufzuzwingen, es würde sich bitter rächen.


liebe Grüße
der Postbote
 
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11.08.10
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Hallo Postbote!
Meinst du mich?
Im Bezug auf meine Tochter kann ich nur sagen,sie hat definitiv Asperger.Vielleicht habe ich die Verhaltensformen nicht richtig, für jederman nachvollziehbar, beschrieben.Ist auch immer schwer,dass anderen zu erklären.Besonders da Asperger nicht gleich Asperger ist.
Ich habe versucht,nur ein Ausschnitt meiner "Wahrnehmungen" von mir wiederzugeben.Auf keinen Fall will ich Lockenlicht in Richtung Asperger bestärken.Wenn du das aus meinem Text gelesen hast,ist es gut das du mich darauf hinweist.Ich selber lese nämlich jeden Text sehr kritisch(und mache mir dann meine eigenen Gedanken) und bin wohl davon ausgegangen,dass das andere auch tun.Ich habe (genauso wie du?) kein sehr großes Vertrauen in die meisten Ärzte.Deshalb ist es Wichtig sich selber zu informieren,wenn es einem Nötig erscheind.

Viele liebe Grüsse:wave:
Maya3
 
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29.07.09
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Liebe Maya,

ich meinte die ursprüngliche Fragestellerin lockenlicht.
Sie hat ihre Frage gestellt und ihre Antwort bekommen.


liebe Grüße
der Postbote
 
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Hallo postbote, hallo maya3,
danke für die antworten.

meine frage an den postboten:
an welcher stelle ist für dich klar, dass es das definitiv nicht sein kann?

ich wollte nur kurz klar stellen, dass ich keineswegs auf der suche nach krankheitsbildern für mein kind bin. ich frage mich jedoch, warum manchmal das verhalten so gar nicht nachvollziehbar scheint, wo doch intellekt vorhanden ist. ich möchte auch ehrlich gesagt gar keine diagnose von einem psychologen bekommen - ich will sie in die private KV bekommen, mit so einer diagnose ist das höchst unwahrscheinlich. ich will nur irgendwie abklären, was evtl. betroffene von diesen vermutungen halten. wenn sie tatsächlich an irgendetwas erkrankt ist, dann werde ich natürlich intervenieren - doch so lange alles so unsicher ist, verfolge ich das übergeordnete ziel - für sie!
deshalb bin ich dankbar, wenn jemand pauschal das so aus dem ärmel geschüttelt, ausschließen kann - doch würde mich interessieren, was der springende punkt ist, an welcher stelle ist es sonnenklar, dass es das nicht sein könnte.

zu was soll ich sie nicht zwingen? wenn es ihre "macken" sind, weil sie eben nicht unter einer störung leidet, dann meine ich, dass man einem kind sehr wohl abverlangen kann, dass es jemandem die hand gibt und anschaut - ein gesundes kind! wenn es an etwas leidet, dann natürlich nicht. ich denke, leichter zwang, bzw. eine klare erwartungshaltung an das kind bei der erlernung von sozialen verhaltensregeln ist nötig!

viele grüße und vorab danke!
 
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29.07.09
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Deine Worte sagen mir, daß Dein Kind bereits im Zustand des Autismus befindlich ist. "Asperger" beschreibt nur einen Weg dorthin. Bipolare Entwicklungsstörungen tun selbiges, führen zum selben Ziel.

In diesem Zustand schützt der Körper die darin befindliche Intelligenz. Sie kann isoliert von der Außenwelt sich regenerieren und einem irrsinnigen Ausmaß jenseits menschlicher Erfaßbarkeit eine Größenordnung wie der meinen erreichen.

Eine Art flüssiges Schwert. Ein spannendes Spielzeug mit Wurmlochfunktion.

Weit entfernt von dem, was man durch mangelnde, äußere Erkennbarkeit vermuten kann. Die Hand aus dem Jenseits ist durchaus in der Lage mit der Hand im Diesseits zu kommunizieren. Du mußt mit Ihr kommunizieren wollen. Erkaufen kannst Du dies Geschenk nicht. Diesseits und Jenseits haben nichts mit Tod und Leben zu tun. Sie sind beide Bestandteil des Lebens. Die falsche Art des Umgangs damit, basierend auf fehlendem Bewußtsein in der Gesellschaft blockiert diese Zugänge.

Die Frage ist, wie lange die Menschen an ihrem Glauben festhalten wollen, ohne ihn zu hinterfragen. Es macht keinen Spaß, die Elemente sprechen zu lassen, um Euch darin zu mahnen.

Es gefällt mir nicht, wie wenige sich an vielen Vergehen.
Fragt nicht immer mich, warum ich Dinge zulasse, die Ihr nicht versteht.
Fragt Euch selbst, was Ihr gegenüber Euch selbst zulaßt.


liebe Grüße
der Postbote

ps: An die Aufmerksame Fraktion der Einbruchsspezialisten. Ich bin immun gegen Eure Technologie. Es macht keinen Sinn eine flächendeckende Bevölkerungsreduktion in Kauf zu nehmen, nur um mich kontrollieren zu können. Es kostet mich nur ein Lächeln und den Gedanken daran und ihr erlebt bewußt, wie ihr selbst entgegen Eurem befohlenen Ziel diese HAARP-Anlagen zur Bewußtseinsmanipulation demontiert. Euch nicht dagegen wehren könnt. Wie weit wollt Ihr gehen um zu begreifen, daß ich auf Krieg keinen Wert lege? Einfache Spielregel: Je länger Ihr die Kraft der Dummheit ausdehnt, desto intensiver werden die Elemente auf angemessener Augenhöhe antworten. Das Vakkum ist die natürliche Null. Baut Ihr Druck auf, hat das Konsequenzen. Wenn man sich nicht selbst bewußt ist, dessen man tut, kommt das dabei heraus, dessen Ihr einander gegenübersteht. Sich der Spalt zwischen Euch weiter und weiter ausdehnt. Es keine Rolle spielt, in welcher sozialen Ebene es Euch berührt, begegnet. Gewalt wird da keine Lösung sein. Wer das verstanden hat wird finden keine Furcht in sich und haben den Mut, mir zu begegnen.

Durch das Hinterherrennen hinter Statussymbolen entfernt man sich immer weiter von sich selbst. Nur, um dort keine negativ empfundene Ausgrenzung zu erfahren. Aber wieso eigentlich bei Dummheit unbedingt dazugehören wollen? :bang:
 
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29.10.10
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ich will ja net nörgeln oder so, aber ich fand deine antwort schwer zu interpretieren - lässt zu viel interpretationsspielräume, daher meine bitte: kannst du deine botschaft noch etwas entschlüsseln?
außerdem trotzdem die frage, an welchem punkt du asperger ausschließen und wiederum autismus vermuten kannst.

viele grüße
 
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29.07.09
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Hallo lockenlicht,

lies Deine eigenen Worte und achte auf die Präsentation Deines Anliegens. Deine Worte beschreiben einen stabilen Zustand, der sich in seiner Stabilität ausdehnt.
Der Punkt schrieb:
Berührungen duldet sie nicht am Kopf (seit Geburt).

Deine Worte, nicht meine. Auch wenn es Dir so vielleicht noch nicht bewußt war. Eine Mutter, die für Ihr Kind um Hilfe bittet, sendet subtil alle nötigen Informationen. Alle. Sie befindet sich in einem ähnlichen Zustand wie ihr Kind.

Es ist keine Aussage enthalten, wie Dein Kind dorthin gekommen ist.

Fühle meine Worte, wenn Du sie mit Betonung und in friedlicher Ruhe liest. Achte auf die Feinheiten im Gefühl. Meine Worte kommen in symbolischer Darstellungsform. Metaphern ähnlich. So ist es mir möglich ein Gefühlsmuster zu transportieren. Die Information selbst ist relevant, nicht das Kopfkino, was auf emotionaler Ebene daraus erwachsen kann.

Die symbolische Botschaft wird hier über statische Worte transportiert. Du mußt sie in Dich aufnehmen und in Dir wirken lassen. Eine neutrale Veranschaulichung dessen Du an Herausforderung Dir gegenüber siehst. Eine Wertung, sprich Interpretation ist nicht nötig. Es ist die Elementarinformation selbst.

Nur so vermag ich jeden zu erreichen, autonom vom Diktat des gesellschaftlichen Status oder der sonst verfügbaren Möglichkeiten. Nicht immer setze ich Sprache in Worten ein. Ich kann es mit Fotos oder auch mit Musik machen, es spielt keine Rolle. Wo ein Wille, da ein Weg. Wo kein Wille, da gibt es Ausreden.


liebe Grüße
der Postbote
 
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29.10.10
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hey postbote,
dachte schon, dass du einen ausgeprägten hang zu metaphern hast, jedoch sind diese - für mich als forums-laie, ohne mimik und gestik sehr schwer zu interpretieren. du meinst also, den unterschied zwischen einem autisten und einem asperger an der tatsache entschlüsseln zu können, ob etwas seit geburt da ist? darf ich dich fragen, ob du asperger oder autist bist? ich meinte, da sie sehr bei der geburt am kopf gezogen wurde (glocke und zange), könne sie berührungen deshalb nicht dulden. den ersten eklatantischen schuhkauf (ausgerastet und schuhe aus dem regal geworfen?!) mit 11 monaten tat ich als tatsache, dass es das erste mal ist, ab. danach hab ich ihre füße auf schablonen gemalt und bin damit alleine schuhe für sie einkaufen gegangen. interessant ist aber, dass zum beispiel das thema "schuhe kaufen" sich mittlerweilen entspannt hat - ich kann sie jetzt mitnehmen und sie probiert an (mehr oder weniger geistig "anwesend", weil ich sie ja vorher vor ner winnie pooh glotze im geschäft geparkt hab....) auch das thema "mütze" konnte akzeptiert werden. halt nur eine bestimmte, aber immerhin. Sie trägt auch seit kurzem die farbe schwarz. hatte versucht, ihr ein schwarzes t-shirt mit 2,5 jahren anzuziehen, wo sie total ausgeflippt ist, das geht aber jetzt. ich weiß, dass ich mich schon seit längerem in eine art "Co-abhängigkeit" begeben habe, indem ich meine tochter um "brenzlige Situationen" herumschiffe, bzw. ihr vorher detailliert einimpfe, was ich in kürze von ihr erwarte. ist nicht auch asperger ein genetisches ding? vielleicht hab ich wirklich so wenig ahnung - bitte klär mich auf! ist es nicht gefährlich, in der hinsicht dem wort einer mutter zu glauben - mütter können sehr oft blind sein, denke ich. sehe ich vielleicht das wesentliche nicht? ich frage mich, ob ich erziehungsfehler begangen habe - oder warum stellt mich das kind bei jedem kontakt zur außenwelt mit zickerei und patzigkeit dar, als wüsste ich nicht einmal, wie erziehung geschrieben wird? (übertrieben und überspitzt!)
ich will sie zu nichts zwingen, was sie nicht bringen kann! soviel ist klar.
Meine Frage ist immer wieder dieselbe: leidet mein kind an etwas, was ich nicht verstehen kann, oder bin ich unfähig ihrem intellekt das abzufordern, was die gesellschaft erwartet???
viele grüße
 
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29.10.10
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so, ich habe mich heute morgen spontan mit meiner tochter über die berührungen am kopf unterhalten und gefragt, warum ich sie denn berühren dürfe und andere menschen nicht:

sie mag es überhaupt gar nicht, von alten menschen berührt zu werden, sie sagt, alte menschen leben in alten häusern. in alten häusern stinkt es ein wenig. der gestank der häuser überträgt sich auf die hände der alten menschen und wenn sie dann berührt wird, dann gelangt der gestank auch auf ihre haare und an ihren körper.

ein kuss von ihrem bruder mag sie auch nicht, weil er schleimen würde und sie nicht den schleim auf ihrer haut haben möchte - ich soll sie, wenn dann, nur am hals küssen.

das ist das erste mal, dass ich sowas aus ihrem mund gehört habe. sie hat ihre urgroßeltern nie kennen gelernt, ihre großeltern sind alle anfang 60.
kann jemand den gedankengang verstehen? das sind wieder so momente, da stoß ich an grenzen,... da will ich ihr erklären und reden und verständnis abfordern, sie bleibt stur wie ein esel!
 
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hallo lockenlicht,

ich bin selbst betroffen, doch derart, dass ich gerade zu alten leuten einen besseren bezug hatte als zu mittelalterlichen.

ich persönliche habe mich lieber von alten leuten berühren lassen, da ihre hände oft voll rosenpuder und sehr trocken - nicht so schweissig wie bei den anderen altersklassen - sind. auch habe ich persönlich erfahren, dass alte leute eher reinlich mit den händen sind. sie haben oft feuchttüchlein bei sich, damit sie überall die hände säubern können. im gegensatz zu den anderen, welche meist klebrige und nach der toilette nicht gewaschene hände haben.

ich habe mich trotzdem nicht gerne auf dem kopf berühren lassen. ich empfinde das als respektlos, kinder ohne zu fragen zuberühren.

kinder sind keine hunde oder katzen! hunde und katzen streichelt man, ohne sie zu fragen!

bei küssen ist es bei mir eher umgekehrt gewesen: alte und mittelalterliche leute haben ihre spucke nicht mehr im griff, spucken beim sprechen und nässen beim küssen. das heisst, ohne sich danach zu waschen geht schon mal gar nichts.

die einzigen, welche ihre spucke noch so im griff haben, das sind jugendliche und kinder. wangenküsschen von kindern waren okay. die sind trocken und sanft mit weicher haut.

wobei ich heut zu tage bei meinen neffen erfahren musste, dass meine erfahrung mit kinderküssen eingeschränkt war. die küssen so nass wie damals der 60 jahre alte onkel.

bei mir waren aber schmutzige hände und nasse küsse weniger der grund, dass ich berührungen nicht mag. es geht mehr darum, dass leute durch die berührungen in "meine welt" eindringen und sie "beschmutzen". um andere in "meine welt" zu lassen, brauche ich eine vorbereitung. deswegen schaffe ich es, freundinnen zu umarmen. deswegen kann ich auch leute, welche ich nur kenne, aber nicht befreundet bin in gewissen momenten umarmen. weil ich ihnen dann meine welt für einen moment öffne.

in physiotherapie aber mag ich berührungen nicht. vor allem nicht die von männern. doch sie ist nötig, wenn ich beim gehen gestützt werden muss und so. wenn ich physiotherapeutisch mich auf das arbeiten konzentrieren muss, so ist es schwer, da noch meine welt auf oder zu zu machen. deswegen sind diese berührungen störend und ich muss mich danach waschen, damit ich keine fremde dna abbekomme und durch die fremd-dna nicht mutiere.

massage hingegen geht wieder. weil da lege ich mich hin, entspanne, tauche ab und mache ein türchen meiner welt für den physiotherapeuten auf.
da bleibt dann auch nicht so viel fremde dna an mir haften, weil in massage haben die leute ja meist öl oder crème zwischen ihren genen und meinen.

von einer gewissen therapeutin lasse ich mich aber gerne berühren, wenn ich nackt bin, weil sie durch ihre art und unsere beziehung die erlaubnis hat, in meine welt auf besuch zu kommen.

ich utnerscheide allgemein zwischen "reinen" und "unreinen" menschen. die argumente dazu sind die farben, welche sie haben, die formen und die musik in ihnen. und ja; auf den geruch kommt es auch an. auf das ganze eben.

reine menschen dürfen schnell und mehr in meine welt kommen, bei unreinen menschen muss ich danach alles desinfizieren, mit was sie in kontakt kamen. wie gesagt: ich will durch ihre dna und gene, welche sich durch den kontakt mit mir sich mit meiner dna und meinen genen vermischen, nicht zum mutant werden.

was ich auch nicht ab kann: wenn ich im bett liege und mir fremde leute ihre hand geben. ich finde das gedankenlos, wenn menschen in ein krankenbett ihren schmutz bringen. da muss ich danach meine hände desinfizieren.
ist eine krankenschwester aber ein paar stunden bei mir, desinfiziert dauernd ihre hände und arbeitet mit meinen sachen, wscht sich mit meiner seife die hände; da hat sie schon so viel dna und gene von mir aufgenommen, dass es ihr dann je nachdem auch erlaubt ist, mir im krankenbett meine hand zu geben.
so musste ich auch lernen, dass es okay ist, wenn mir eine krankenschwester beim duschen hilft. mit meiner seife, mit meinem shampoo und so.

ich brauche an fremden orten auch nicht gerne handseifen. da ist zu viel fremd-dna drauf.
gleiches gilt mit dem aus fremden tassen trinken und mit fremdem besteck essen.

was aber alles übertroffen hat, das war sushi essen bei einer freundin.
wo so viele menschen das essen berührt haben und ich das dann schlucken muss. echt schlimm! da muss man so abschalten und trotzdem bekommt man mit, wie man fremdes von anderen menschen in sich auf nimmt.
bei gekochtem essen ist das fremde - also die fremde dna - dann wenigstens gekocht und nicht mehr so lebendig.

mist; das ist jetzt alles zu viel text geworden und ich habe keine zeit und kraft mehr, in zu kürzen.

ich hoffe; es hat dir trotzdem ein wenig geholfen, wenn du lesen kannst, wie es bei einem anderen betroffenen diesbezüglich ist.

:wave:
 
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28.09.05
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hallo lockenlicht,

mir kam noch etwas in meinen kopf:

da gab /gibt es einen mann, welcher mir nicht so nahe ist. wir telephonierten und sahen uns zweimal.

schon beim ersten mal sah ich, dass dieser mann dringend umarmt werden muss und liebe braucht.

bei ihm hätte ich es geschafft, mich so abzuschalten, dass ich ihm geben kann, was er braucht. also mich für ihn zur verfügung zu stellen.

in solchen situationen betrachte ich mich objektiv, emotionslos.

ich denke, dass deswegen autistische leute vergewaltigungen nicht so tragisch nehmen wie andere leute. weil sie abschalten und die sache objektiv, emotionslos von aussen betrachten.

ich habe den mann dann doch nicht umarmt, weil er weiss, dass ich autistisch bin und ich mich unsicher fühlte, wie man sich verhält, wenn jemand weiss, dass man autistisch ist.

er hat auch so eine schutzmauer vor sich und ich hätte sie zu seinen gunsten schon durchbrochen aber irgendwie habe ich es dann doch nicht gemacht. "weil man so etwas eben nicht macht". habe ich gelernt; käme mir aber nicht in den sinn...

viele liebe grüsse von shelley :wave:
 
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23
ich danke dir für deine antwort.
ich habe nur zu wenig ahnung, dass ich mir die dimensionen der gedankengänge vorstellen bzw. nachempfinden könnte. aber ich gebe mir mühe und im ansatz gelingt es mir, denke ich. ich dachte, dass autismus / asperger, etwas grundsätzlich nicht akzeptieren können, stellenweise dafür aber keine erklärung parat haben, ähnlich wie Tics, oder so. man tut es, damit man ruhiger wird, ähnlich umgekehrt, man lässt es nicht zu, um nicht beunruhigt zu werden. aber bei dir steckt ja die problematik mit dem dna-material dahinter - du kannst theoretisch das ganze "variabler" händeln, indem du hier und da abstriche duldest, bzw. vielleicht bei anderen menschen stricktere bedingungen stellst. ich dachte, dass asperger, bzw. autisten eher so (nicht bös nehmen) mehr so "ferngesteuert" reagieren, also nciht nachvollziehbares, teilweise unabhängig von vorangegangen aktionen reagieren?! es tut mir halt im herzen weh, wenn ich die anderen menschen reden höre, "dein sohn ist aber ganz anders als deine tochter, ... so unterschiedlich, er ist so lustig, sie ist so zickig..."
wie würdest du das verhalten meiner tochter interpretieren - könnte sie ein asperger oder autist sein?
 
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es tönt widersprüchlich:

man erträgt keine berührungen, weil sie da dna und gene vermischen und man nicht mutieren will.

eine vergewaltigung nimmt man nicht so tragisch, weil man das geschehen objektiv, emotionslos betrachtet.

doch dieser widerspruch ist so erklärbar:

bei normalem kontakt ist man sich in seiner welt und lebt sich.

bei einer vergewaltigung stellt man sich dem geschehen zur verfügung. man gibt sich der welt als instrument für das, was auf der erde immer geschah, geschieht und geschehen wird. man stellt sich zur verfügung, damit es nicht ein anderer tun muss. jemand muss es tun. warum also nicht jemand, der damit umgehen kann?

klar muss man sich danach von der fremden dna und den genen materiell körperlich und geistig-seelisch reinigen, damit man nicht mutiert. das sehe ich als selbstverständlichkeit an.

:wave:
 
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ich dachte, dass autismus / asperger, etwas grundsätzlich nicht akzeptieren können, stellenweise dafür aber keine erklärung parat haben, ähnlich wie Tics, oder so.

im gegenteil!

es gibt nichts ohne grund! auf alles gibt es ein "darum"!

normale menschen aber - die haben nie gründe. die sind unberechenbar! die können oft die einfachsten "warum"-fragen nicht beantworten.

werde ich "warum" gefragt, kann den grund aber nicht erklären, so ist es der, dass der grund ist: "so ist die regel; das muss so sein!"

ein beispiel:

ich war mit meiner mutti auf der herbstmesse. wir gingen so ein spezielles "leckeressen" kaufen. meine mutti musste es mir aussuchen, weil ich mit dem rollstuhl nicht bis zum stand kam. ich ermahnte sie: "achte ganz gut, dass du keines mit einem sprung nimmst!"

die verkäuferin fragte: "warum darf das keinen sprung haben? hey! das macht doch nichts! es wird eh gegessen."

doch! es macht was! ein leckerding, welches zerstört ist, kann nicht gegessen werden! das ist die regel. das muss so sein. kaputte leckerdinge sind nicht lecker. die kann man nicht essen. das ist so. das entspringt dem gesetz der ästhetik. zumal man das leckerding vor dem essen ja auch noch lange zeit betrachtet und unbewusst in sich aufnimmt. ist eines kaputt, stört das die innere ordnung. vom ästhetischen her.

kann man das einem normalen menschen so erklären?

nein; ich denke nicht. die würden das nicht verstehen. die würden einem für verrückt erklären.

also ignoriere ich ihre frage.

meine mutti übernahm den part und fand und sagte: "das muss einfach so sein! nichts darf den kleinsten defekt haben".

viele grüsse; shelley :wave:
 
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hm, ok, ich hab jetzt mich noch einmal mit ihr unterhalten (sie ist krank zu hause heute):
wegen berührungen:
sie hat mir ein beispiel von einer frau gesagt, bei der das mit dem haus zutrifft, aber weil sie ja befreundet sind, darf sie sie manchmal trotzdem anlangen. spontan hat sie auch zugegeben, dass wenn ich sie manchmal berühre, sie woanders hingeht und dort das abstreift, was ich ihr draufgeschmiert habe. ich hab sie gefragt, ob ich sie wohl gar nimmer anlangen darf, dann meinte sie: doch, wollen doch auch manchmal kuscheln. da meinte ich, dass das stimmt und sie zum ersten mal seit längerer zeit: ich hab dich lieb....

andere frage:
wenn du sagt, dass autisten vergewaltigungen besser akzeptieren könnten (schlimme sache, niemand darf vergewaltigt werden!), dann hat das doch ganz viel mit zwang zu tun. der könnte wohl akzeptiert werden, aber meine forderung und zwang, anderen menschen die hand zu geben zu begrüßung, als form der "misshandlung" eingestuft werden?
 
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sorry, shelly, hatte deine antwort vorher überlesen. die letzte frage hat sich erübrigt.
was soll ich denn jetzt mit meiner tochter machen?

zum psychologen? oder lieber zu hause schaffen, dass das miteinander funktioniert, sie vor der "außenwelt schützen", ohne dass jemals eine diagnose gefunden oder gestellt würde, immer mit der möglichkeit, dass sie entweder leidet, oder dass ich sie einfach viel, viel strenger erziehen hätte müssen?
 
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