Ich glaub, ich hab´s auch

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03.01.06
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Hallo Ihr Lieben,
mich lässt der Verdacht nicht los, dass ich auch eine Histaminintoleranz habe. Ich habe jetzt schon mehrmals auf Lebensmittel reagiert, wo ich ein ganz rotes Gesicht bekommen habe, auch leide ich unter starken Darmschmerzen und Störungen. Ich blick es langsam echt nicht mehr. Ich habe KPU und eine Mitochondriopathie, aber ich tippe auch ganz arg auf eine HI.
Ich würde jetzt gerne mal für 4 Wochen die Histaminbomben weglassen. ISt das eigentlich einfach? Also, ich finde,da kann man ja fast nichts mehr essen...Aber wenn es hilft.
Meine Bedenken sind jetzt, ich vertrage Gluten auch sehr schlecht, jetzt hab ich gelesen, dass man Mais bei einer HI auch meiden soll. Super, kann ich da keine Maisnudeln mehr essen? Oder darf man das trotzdem noch bei einer HI essen?
Was esst Ihr denn alles so? Z. B. zum Frühstück? Ich stelle mir das echt schwierig vor.
Ich hab jetzt vorhin Mittag gegessen, hab davor leider nicht gelesen, dass Paprika auch nicht gut ist. Jetzt geht es mir total besch....... Was kann man da machen? Aushalten, wahrscheinlich!?
Wie macht Ihr das denn, wenn man mal essen gehen will oder man zum Essen eingeladen worden ist? Kann man da einfach mal ein Pellind oder ein Antihistamin-Präparat einnehmen? Es ist echt alles ziemliches Neuland für mich, aber ich bin mir fast sicher , dass ich HI habe. Wie kann man das denn vom Arzt feststellen lassen? Ich habe übernächste Woche einen Termin in der Uniklinik in der Darmsprechstunde und werde es dort mal evtl. testen lassen.
Liebe Grüße
Nicole
 
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10.01.04
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Es kann doch sein, daß die Mitochondriopathie, die HI und KPU letzten Endes alle zusammengehören? Und daß letzten Endes Quecksilber und andere Gifte schuld daran sind?

Wie auch immer:
Histaminarme Lebensmittel

Lebensmittel mit geringem Histamingehalt. Aufgrund weiterer, ebenfalls vorliegenender Unverträglichkeiten/Kreuzallergien ist zu beachten, daß die Histaminarmut eines Lebensmittels allein noch nichts über seine Verträglichkeit für den Betroffenen aussagt.
  • Fleisch (frisch, gekühlt, gefroren)
  • Fisch (frisch oder tiefgefroren)
  • Frisches Obst (Melone, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Litchi, Mango, Khaki, Rhababer, Kirschen, Blaubeeren, Johannisbeeren, Aprikosen, Äpfel)
  • Frisches Gemüse (Grüner Salat, Kohlsorten, Rote Beete, Kürbis, Zwiebel, Radieschen, Rettich, Rapunzel, Paprika, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Gurke, Lauch, Zuccini, Mais, Spargel, Knoblauch)
  • Getreide, Teigwaren (Dinkel-, Mais-, Reisnudeln, Hefefreies Roggenbrot, Mais-Reis-Knäckebrot, Reis, Haferflocken, Reiswaffeln Mais-, Reis-, Hirsemehl)
  • Milchersatz (Reis-, Hafer-, Kokosmilch)
  • alle nicht zitrushaltigen Obstsäfte, alle Gemüsesäfte (außer Sauerkraut)
  • Kräutertee
  • Grüner Tee
  • Proteine: Eigelb, Lopino (strittig, da ebenfalls Hülsenfrucht)
[Bearbeiten]
http://www.symptome.ch/vbboard/
Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Histaminintoleranz#Unvertr.C3.A4gliche_Nahrungsmittel

Da sind doch eine Menge Nahrungsmittel dabei, mit denen man gut kochen kann. Schwierig ist es vor allem, wenn man Fertiggerichte kauft bzw. ins Lokal essen geht ,weil man da nie so genau weiß, was drin ist.

Wenn es mich mal wieder erwischt hat, gehe ich entweder (wenn möglich) ins Bett und schlafe ein paar Stunden. Meistens hilft das sehr gut. Wenn nicht möglich, nehme ich ein Aerius. DAs hilft, aber nicht sooo toll :mad: .

Liebe Grüsse,
Uta
 

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Kate

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16.11.04
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Hi dolphin, hi Uta,

laut Dr. Kuklinski hängt das alles direkt zusammen:

1. Mitochondropathie, ausgelöst durch "nitrosativen Stress" (=gesteigerte NO-Synthese), z.B. durch Xenobiotika-Intoleranzen (hierunter fallen auch Schwermetalle) oder HWS-Instabilität (hier wird bei Belastungen nachweislich das Hirnschrankeneiweiß S-100 ausgeschüttet, das Hirnschädigunen verursachen kann bzw. anzeigt, die Blut-Hirn-Schranke wird geschädigt)

2. KPU als Symptom(!!!) der Mitochondropathie

3. Histaminose ebenfalls als Symptom der Mitochondropathie, diese wirkt sich u.a. als HIT aus

(KEAC schreibt, bei KPU/HPU würde auch sehr häufig Histapenie=zu niedriger Histamin-Spiegel auftreten, was aber auch zu HI führen kann.)

Literatur: Siehe Kryptopyrrolurie-Forum, Linkliste.

Guten Morgen und schöne Grüße
Kate

P.S. Ich bin auch von allen 3 Sachen betroffen...
 
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10.01.04
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Hallo Kate,
es hängt sicher alles zusammen, nur wissen wir und auch die Wissenschaftler leider immer noch relativ wenig und noch weniger über erfolgreiche Therapien.

Ich habe hier noch einen TExt gefunden, der in die gleiche Richtung geht:
Top
Neurotoxische Substanzen


Neurotoxische Schäden bisher wenig wissenschaftlich erforscht. Neurotoxische Schäden des Organismus und nachfolgende Erkrankungen sind ein bisher wenig erforschtes Problem in der Medizin. Bisher stammt die Kenntnis neurologischer und immunologischer Schäden durch bestimmte Stoffe (Schwermetalle, halogenierte Kohlenwasserstoffe) aus der Kenntnis akuter Erkrankungen oder nach hochdosierten Belastungen / Vergiftungen Einzelner oder überschaubarer Bevölkerungsgruppen.



Untersuchungen belegen additive Schäden und synergistische Effekte. Untersuchungen über die additiven und synergistischen Kombinationswirkungen von Xenobiotika (Pestiziden) in subtoxischen Konzentrationen auf menschliche Fibroblasten [11] belegten bei vielen Chemikalien nicht nur additive Schädigungen, sondern auch vielfache synergistische Effekte. Und dies bei subtoxischen Konzentrationen! So werden die starken Lipophilitätsunterschiede der kombinierten Substanzen als mögliche Ursachen der synergistischen Effekte diskutiert ... [12].


Frühsymptom: Ausfall eines Sinnesorgans. Neben sensiblen und motorischen Störungen gehören die Fehlfunktionen der Sinnesorgane bis hin zum kompletten Ausfall eines Sinnesorgans (z. B. Hörsturz) zu den Frühsymptomen einer neurotoxischen Schädigung. So bedingen Xenobiotika-Belastungen eine Vorschädigung beziehungsweise erhöhte Empfindlichkeit von Sinneszellen (z. B. Innenohr, Netzhaut). Verschärft wird diese Situation durch eine immunotoxische Ödembildung der Endothelien in den Gefäßen mit nachfolgender Verminderung der Durchblutung [13].


Funktionalität der Blut- Hirn- Schranke wird herabgesetzt. Die Permeabilität der Gehirngefäße wird durch die Bluthirnschranke bestimmt und kann manche Substanzen am Übertritt in das Zentralnervensystem (ZNS) hindern [14]. Andererseits können Chemikalien, Metalle und Arzneimittel die Permeabilität der Bluthirnschranke erhöhen [15, 16].


Der Hirnstamm ist häufig betroffen. Sehr häufig betroffen ist der Hirnstamm mit seiner Ansammlung wichtiger Schaltstellen verschiedenster Nerven und Regelkreise. Eine Ursache hierfür könnte sein, daß im Bereich der Formatio reticularis und im Bereich des Hypothalamus [17] keine Bluthirnschranke vorhanden ist.


Untersuchungen belegen eine Verminderung der D2-Rezeptoren. Neueste Untersuchungsergebnisse belegen, daß der Hirnstamm bei Menschen mit entsprechenden Vorbelastungen oder Expositionen am Arbeitsplatz eine statistisch signifikante Verminderung der dopaminergen D2-Rezeptoren im Corpus striatum aufwies. So bestand eine Korrelation mit der Dauer der Schadstoffexposition und der Schädigung der Dopamin-D2-Rezeptoren an den postsynaptischen Membranen [18].


Hypothese für die Wirkung von Schadstoffen im ZNS. Hypothese für die Schadstoffwirkungen im ZNS könnte sein, daß die Schadstoffe an den Hirngefäßen zu chronisch-rezidivierenden Vaskulitiden mit immunogenen Entzündungsstadien führen. Schadstoffe wirken auf das Immunsystem und induzieren eine Antikörperbildung, die zu einer Dopamin-Blockade an der postsynaptischen Membrane führt [19]. So können Chemikalien mit niedrigem Molekulargewicht native Proteine verändern, als Hapten wirken und eine Autoimmun-Reaktion bewirken [20, 21]....
http://www.medizinfo.de/umweltmedizin/bereiche/beitrag1.htm

Eigentlich ist das alles ungeheuer spannend, wenn auch für mich meistens nur teilweise verständlich. Aber so nach und nach setzt sich das Puzzle trotzdem zusammen. Es dauert eben.
Nur schade, daß das Interesse aus Notgründen aufgekommen ist und nicht einfach so...

Gruss,
Uta
 

Ringelblume

@ Uta,Kate

HPU als Symptom einer Mitochondropathie ?????

Ich habe am letzten Wochenende bei Dr.Kamsteeg ein Seminar über HPU belegt. Eine meiner wichtigsten Fragen war, ob man nun dieses Gen gefunden hätte, bzgl.HPU. Herr Kamsteeg bejahte dies. Man hätte das Gen gefunden, evtl. sind auch zwei Gene betroffen, man kennt jedoch nicht die genaue Lokalität auf dem Gen. Damit steht wohl fest, dass HPU für sich allein eine Erkrankung darstellt und nicht die Folge einer Mitochodropathie ist, so stellt es Herr Kulinski dar. Wo nun die Wahrheit liegt weiss ich nicht. Da ist noch Diskussionsbedarf.

Grüsse von Ringelblume
 
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Hallo Ringelblume,
was hast Du denn noch Neues mitgebracht von dem Seminar?:)

Es gibt ja diesen Spruch "Ein Unglück kommt selten allein". - So ungefähr denke ich mir das mit HPU, Mitochondropathie, HI und anderen "Beeinträchtigungen". - Auch wenn ein Gen bzw. eine Mutation vorhanden ist, heißt das ja nicht, daß die entsprechende Krankheit auch ausbrechen muss (s. Brustkrebs-Gen).
Aber wenn ein Körper sowieso schon schlechtere Voraussetzungen mitbringt, z.B. durch mangelhafte Entgiftungsfähigkeit und evtl. eine geschädigten Blut-Hirn-Schranke, dann zieht meiner Meinung nach das eine Übel das andere nach sich :mad: .

Gruss,
Uta
 

Ringelblume

Hallo Uta,

die Inhalte des Seminars deckten sich mit den Inhalten des Buches "HPU- und dann?". Es gibt somit nichts Neues zu berichten. Der Stoff wurde noch einmal eingehend besprochen. Für mich war jedoch schon wichtig klarzustellen, dass HPU eine genetisch bedingte Erkrankung ist. Ich gehe konform mit Deiner Einstellung, dass ´genetisch vorbestimmte Erkrankungen nicht ausbrechen müssen. Ich denke auch, dass die Summe der Einzelaspekte die Summe der Beschwerden ausmacht. Ich mache jedoch immer wieder die Beobachtung, dass der Hauptauslöser Chemikalien sind, insbesondere Dioxin und PCB. Amalgam spielt eine Rolle, nicht die wichtigste. Jetzt bin ich möglicherweise nicht im richtigen Thread, aber da ohnehin irgendwie alles miteinander vernetzt ist, kann eine klare Trennung nicht vorgenommen werden. Ein kurzer Erfahrungsbericht: Die Amalgamentgiftung hat meinen Gesundheitszustand nicht nachhaltig oder nur wenig verbessert. Eine HPU-Behandlung (Depyrrol) hat meinen Zustand immer wieder verschlechtert. Die MCS-Problematik verschärfte sich jedesmal zusehends. Kur-weise Vitamin B 12 brachte immer einen Schub aufwärts. Die Pyrrolwerte wurden grenzwertig, nachdem ich mein Lebensumfeld verädern konnte, d.h. mich nicht mehr in Räumlichkeiten aufhalten musste, die PCB- und Dioxin-belastet waren. Was mir jetzt richtig gut getan hat, war PCB-Entgiftung. Trotz meiner schwierigen MCS-Problematik (von 17 untersuchten Entgiftungsenzymen werden 12 fehlerhaft von Körper hergestellt) war ich jetzt in der Lage, 8 Tage intensiv Ski zu fahren. Abgesehen von der körperlichen Belastung musste sich mein Körper mit normaler Sonnencreme auseinandersetzen, mit chemikalien-belasteten Räumlichkeiten, mit Duftstoffen der mich umgebenden Menschen usw.. Dieses Jahr habe ich es deutlich besser weggesteckt als im letzten Jahr. Auch haben sich verschiedene Symptome deutlich abgemildert.
Ich möchte allen hier im Forum Mut machen, nicht engstirnig zu bleiben und die Kraft aufzubringen den Weg der Gesundung zu gehen, nicht den der Erkrankung.

Grüsse von Ringelblume
 

Kate

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16.11.04
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Hallo Ringelblume,

danke für die interessanten Infos! Ich werde im KPU-Forum darauf antworten, da es dort inhaltlich besser hinpasst (hatte Deinen Beitrag hier auch nur zufällig gefunden).

Gruß
Kate
 
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05.10.05
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Hallo, ich glaub, ich habs eigentlich nicht .?

Da ich versuche rauszubekommen, was außer HPU, FI und Allergien mir evtl. noch Probleme machen könnte, versuche ich gerade zu überdenken, ob eine HI mit im Spiel ist. Ich habe unter http://www.libase.de/thread.html?threadid=11180&boardid=124&rpage=1 eine sehr ausführliche Symptomeliste gefunden. Von diesen habe ich allerdings nur sehr wenig Symptome. Bei mir passt:


Kopfbereich :

-Kribbeln im Mund (nur bei Problemen mit Kreuzallergien)

Rumpf:
-Blähungen
-Verstopfung

Gliedmaßen:
keine

Haut:
keine

Befindlichkeit/ Seelisches:


-Müdigkeit ( auch: ständiges Gähnen)+(extreme Müdigkeit, kann aber meist grade dann unmöglich schlafen! )
-Atemnot
-extremes Frieren über zwei bis drei Stunden (meine Gliedmaßen waren wie Eiszapfen)
-Schwindel manchmal
-Übelkeit manchmal
-plötzliches nächtliches Aufschrecken
-Antriebslosigkeit
-Konzentrationsschwierigkeiten
-Stimmungsschwankungen/Weinerlichkeit/ manchmal (eher ein Ergenis von Müdigkeit)

Weitere Symptome
-Langfristig eine Überempfindlichkeit gegenüber anderer Allergene, macht sich vor allem mit juckender Haut bemerkbar. (nein bei mir keine hautprobleme , nur heuschnupffen)

Hm, wenn ich das sehe, gehöre ich wohl eher nicht zur Risikogruppe. Ich vertrage allerdings keinen Rotwein mehr, was aber mit einer normalen Schwäche der Leber zu tun haben könnte.

Meint ihr, das eine HI hier extrem unwahrscheinlich ist?

Anne
 
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10.01.04
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Hallo Anne,
ich weiß es nicht, ob bei Dir eine HI extrem unwahrscheinlich ist. Ein paar Symptome passen ja.
Wenn Du es genau wissen willst, wäre wahrscheinlich ein Provokationstest aussagekräftig: eine schöne Mahlzeit mit viel Käse und Tomaten z.B., dazu einen Rotwein und zum Abschluß ein Glas Sekt. Wenn Du dann flach liegst, wäre HI schon anzunehmen.

Gruss,
Uta
 
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05.10.05
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Alkohol sollte ich aber nicht hinzunehmen. den vertrage ich defiitiv nicht, aber das kann andere Ursachen haben, denke ich. Schokolade vertrage ich übrigens sehr gut. Da ist glaub ich auch viel Histamin dabei?
 
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10.01.04
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In Schoko ist kein Histamin drin, aber auch ein Amin, das gleiche Wirkungen haben kann. Insofern spricht das gegen eine HI, wenn Du Schoko gut verträgst .

Gruss,
Uta
 
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