HWS, Nitro/Neurostress, Psyche? Hashimoto

Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo an alle Forumsmitglieder,

Vielen Dank im voraus schon mal an alle die sich die Zeit nehmen meine Geschichte zu lesen.
Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und positiv überrascht über das Wissen mancher Leute hier. Hoffentlich habt ihr auch für mich ein paar gute Tipps oder Ideen die mir noch weiter helfen könnten.

Ich bin 25 Jahre alt und leide seit mehreren Jahren an einer Vielzahl von Symptomen.

Ich will mich kurz fassen.
Angefangen hat eigentlich alles so richtig nach meinem Autounfall vor ein paar Jahren und einem Sturz ein Jahr später. Es folgten mehrere Krankenhausaufenthalte wegen Schmerzen im Nackenbereich und im Kopf, Schiefhals, Schwindel, Taubheitsgefühle usw., mal Neurologie mal Orthopädie, gefunden wurde allerdings nichts konkretes.
2007 ging es dann richtig bergab.
Eine Odyssee von Ärzten folgte, doch keiner konnte mir wirklich helfen, vom Neurologe zum Psychiater zum Orthopäden zum Internisten usw.
Auch alternativ habe ich einiges versucht, doch leider hat dies nur wenig gebracht.
Mittlerweile gehe ich aufgrund von starken Schmerzen und Zwängen kaum mehr aus dem Haus und bin wirklich verzweifelt.

Die letzten 2 Jahre verbrachte ich auch 2 mal mehrere Wochen in psychosomatischen Kliniken, was mich allerdings nicht wirklich viel weiter brachte.
Auch eine ambulante Psychotherapeutin habe ich. Nur denke ich das mit Sicherheit nicht alles von meiner Psyche kommt, kommen kann. Denn auch an guten Tagen, welche schon länger nicht mehr vor kamen, sind meine körperlichen Beschwerden genau so wie auch an schlechten Tagen.
Zu meiner Therapeutin werde ich auch weiterhin gehen um noch mehr an mir zu arbeiten und doch soll es nicht der einzige Weg für mich sein. Ich möchte psychisch und physisch an mir arbeiten.

Als ich vor einigen Monaten mehrere Bücher bezüglich HWS gelesen habe, fiel mir auch Kuklinskis Buch in die Hände und seit dem ist mir einiges klar. Auch Patrick Holfords Buch war sehr aufschlussreich für mich. So nun aber wie soll ich das alles umsetzen?

Was bisher gemacht wurde:
-mehrfach “normales” Röngten und MRT (ohne Befund laut Schulmedizin, laut Heilpraktiker verschobener Atlas + Faserrisse Bänder)
-EEG (ohne Befund)
-Blutuntersuchungen (siehe unten)
-Ultraschall Schilddrüse (siehe unten)
-Ultraschall Abdomen (ohne Befund)
-Augenuntersuchungen (WinkelfehlsichtigkeitàBrille)
-Kieferuntersuchung (Aufbissschiene)



Symptome:
-Schmerzen Halswirbelsäule, Kopf, Kiefer, Nebenhöhlen eigentlich ständig
-Schmerzen im Bauch krampfartig 3-4 in der Woche
-öfter Blasenschmerzen
-extreme Regelschmerzen
-trockene, unreine Haut
-extrem blass, auch keine-minimale Bräunung der Haut in der Sonne, auch :) kein Sonnenbrand
-verstopfte Nase, besonders schlimm nach dem Aufstehen
-geschwollene Augen nach dem Aufstehen
-chronische Nasennebenhöhlenentzündung
-viel Schleimbildung
-Mundtrockenheit
-permanente Müdigkeit aber trotzdem extreme Schlafstörungen ( bin hundemüde und kann trotzdem nicht schlafen, wenn dann schlafe ich 4-5 Stunden und dann bin ich wieder wach, nach 3 Stunden wach sein wieder extrem müde)
-schlechte Konzentration
-Augen brennen, jucken
-Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Schleier vor den Augen
-Schmerzen beim Stuhlgang
-abwechselnd Verstopfung und Durchfall - Reizdarm
-Kloßgefühl im Hals
-schlechtes Schlucken mit Schmerzen, oft verschlucken
-häufig Lichtblitze bei Kopfdrehung
-Empfindliche Reaktion auf Lärm, Zugluft
-Schreckhaft
-Panikattacken
-nervöser/angespannter Dauerzustand
-Depressionen
-viel Durst, häufiges Wasser lassen auch nachts muss ich raus
-Schlafstörungen, Alpträume
-Ameisenlaufen/Missempfindungen an Armen oder Beinen
-Schwindel bei HWS Streckung nach hinten, Bewegungseinschränkung
-Schwindel bei starker Kopf Drehung mit leichter Bewegungseinschränkung
- Krampf der Nackenmuskeln bei stärkerer aber nicht extremer Kopfbeugung
-ständig geblähter Bauch
-Schwäche/Erschöpfung
-ständige Angst mit all ihren Symptomen
-Zwangsgedanken und Zwangshandlungen
-ziehen einzelner Zähne die wurzelbehandelt sind
-PMS mit all seinen Symptomen
-CMD
-Winkelfehlsichtigkeit

Seit ein paar Jahren habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion, ca. 3 Jahre hab ich Euthyrox 50 genommen, dann aber selbständig abgesetzt da ich keine Besserung bemerkte und ich damals noch nicht wusste wie wichtig das vielleicht für mich wäre.
Nun habe ich mich endlich überwunden und war beim Endokrinologen, eigentlich wollte ich nur meine aktuellen Werte nach Jahren mal wieder wissen und dachte mir ich nehme dann wieder Euthyrox und damit ist das mit der Schilddrüse wenigstens noch mal abgeklärt, doch weit gefehlt.
Beim Ultraschall wurden Knoten entdeckt, der Arzt meinte allerdings das ist kein Ding die sind klein man müsse sie nur beobachten. Doch als dann meine Blutwerte vor lagen, bat mich mein Arzt telefonisch nochmals zu kommen, für weitere Untersuchungen, einen Pentagastrintest. Da mein Calzitoninwert erhöht wäre. Jetzt hab ich natürlich Angst das ich Krebs habe, aber ich habe auch Angst vor diesem Test, deshalb war ich bis jetzt noch nicht bei der Untersuchung.
Kann denn auch bei Hashimoto das Calzitonin erhöht sein? Im Befund steht nämlich unter anderem Verdacht auf Autoimmunthyreoiditis, doch Ak steht negativ, kann das sein? Warum kann das Calzitonin noch erhöht sein? Ich sollte wieder mit Euthyrox anfangen und langsam steigern.
Jetzt geht es mir seit Jahren schlecht, wenn ich jetzt auch noch Krebs habe…..

Hier mal meine Werte:
ACTH pg/ml 5,6 (5-50)
Calzitonin pg/ml-0 21,5p+ (0-5)
Cortisol ug/dl 3,4p- (6,2-19,4)
Freies T3 pmol/l 3,87 (3,1-6,8)
Freies T4 pmol/l 13,7 (12-22)
Mikr. SD-AK TPO IU/ml 8,6 (0-32)
Parathormon pg/ml 32,32 (15-60)
TSH-Rezeptor-AK IU/l <0,300 (0-1,8)
TSH basal mlU/l 4,390p+ (0,17-2,5)
25-OH-Vit-D3 nmol/l 10,2p- (70-120)


Des weiteren habe ich vor einigen Monaten so einen DCMS “Neuro-Check” machen lassen, dabei kam folgendes raus: (das schreib ich nicht so ausführlich)

-Calcium Norm
-Mg Norm
-Ferritin mangel
-Zink Mangel
-Selen Mangel
-Vitamin B1 Mangel
-Vit B2 untere Norm
-B6 untere Norm
-B12 leichter Mangel
-Folsäure Norm
-Vitamin C Mangel
-Vitamin D unterste Norm
-Carnitin gerade noch Norm
-Q10 gerade noch Norm
-Lithium erheblicher Mangel
-Serotonin Norm
-Homocystein Toleranz
-Alanin untere Norm
-Arginin Norm
-Asparagin Norm
-Asparaginsäure Norm
-Citrullin Norm
-Glutamin untere Norm
-Glutaminsäure Norm
-Glycin Norm
-Histidin Norm
-Isoleucin Norm
-Leucin Norm
-Lysin, Methionin, Ornithin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Taurin, Theronin, Tryptophan, Tyrosin, Valin auch alle in der Norm

Folgende Therapieempfhelung gaben Sie mir:
-Pulver mit Glutamin, Threonin, Arginin 7gtgl.
-Selen 100
-Eisengluconat
-Milgamma Mono 50 (B1)
-B12 1000 Mikrogramm
-Vit C 2x1g
-Vigantoletten 1000 2x1
-Biocarn 1g
-Lithium carbonicum D3 1x1


Ich nehme das meiste davon noch, doch so eine großartige Verbesserung bemerke ich nicht.
Dieser Test war nicht gerade billig ich hatte mir mehr davon erhofft.
Ist auf diese Tests denn verlass? Sollte ich noch was anderes testen lassen?

Momentan nehme ich folgendes ein: (Hoffentlich darf ich das so schreiben!? Will keine Werbung machen)

Vit B12 Ankermann 1000 1xtgl
Vigantöl (D3) 1Tropfen tgl
Milgamma Mono 50 1xtgl
Cefasel 200 (Selen) 1/2tgl
Vitamin C 1000 1xtgl
Omega 3 Öl Kapseln 1xtgl
Magnesium Verla 300 1xtgl
Unizink 50 1xtgl
Cranberrykapseln 1xtgl
Schmerzmittel (unterschiedlich, bei Bedarf)

Einige Homöopathische Sachen zur Beruhigung und Mönchspfeffer, sowie Sanum Mittel (alles nicht immer).


Ich habe einen Bericht über eine Studie in neu York glaube ich gelesen in dieser wurde Zwangserkrankten Menschen Glycin in hochdosierter Form gegeben und laut dem Bericht gab es eine deutliche Verbesserung der Zwangssymptome im Gegensatz zur Placebogruppe. Leider finde ich den Link nicht mehr, aber ich hab das auf mehreren Seiten gelesen. Was meint ihr ist das einen Versuch wert oder kann Glycin für mich schädlich sein? Wie viel könnte ich pro Tag einnehmen? Sind andere Aminosäuren sinnvoll?

Das seltsame ist wenn ich Antibiotika (musste ich vor ca. einem halben Jahr das letzte Mal nehmen wegen einem eitrigem Zahn, der gezogen wurde ) nehme geht es mir psychisch und auch von den Schmerzen her besser, das ist doch komisch, was denkt Ihr warum das so ist? Bei Schmerztabletten ist es ähnlich allerdings in abgeschwächter Form. Normalerweise bin ich nicht für Antibiotika aber da hat es mir gut getan.

Zur Zeit habe ich noch 3 wurzelbehandelte Zähne, einer ist bereits gezogen, es waren 4. Die ich mir auch so bald wie möglich raus machen lassen will, allerdings habe ich Schiss davor, denn beim letzten Mal hatte ich eine trockne Alveole und das tat höllisch weh und wollte nicht heilen. Noch dazu sind es im Oberkiefer die letzten jeweils die raus sollen, doch wo soll ich denn dann noch beißen? Unten sind es jeweils die dritten von hinten. Mein Zahnarzt meint unten müssten unbedingt Implantate rein, sonst kann ich gar nicht mehr kauen und der Kieferknochen bildet sich zurück, doch sind Implantate die Lösung? Und wenn ja welche? Ich möchte mir ja nicht noch mehr Probleme machen. Das andere ist, ich hab hier gelesen erst muss die Wunde frei von Entzündungen sein und richtig abheilen, doch der Zahnarzt meint man müsse das Implantat so bald wie möglich nach dem entfernen des Zahns einsetzen sonst würde der Kieferknochen schwinden.
Amalgam hab ich so weit ich weiß keines im Mund. Allerdings hatte meine Mutter welches während sie mit mir schwanger war, aber das macht wohl nichts, oder?

Ernährung:

Ich versuche mich gesund zu ernähren, was leider nicht immer gelingt.
Es gelingt mir immer 4-5 Wochen keinen Zucker zu essen, (nur Stevia) doch dann kommt wieder so ein starker Heißhunger (meist auch vor den Tagen) das ich wieder in alte Muster verfalle. Auch versuche ich wenig bis keine Kohlenhydrate wie Nudeln, Brot, Reis usw.. zu essen, doch das ist noch schwerer. Ich liebe Gemüse und Obst doch wenn ich auf Reis uns so verzichten muss fehlt mir extrem was. Ich esse also Mittags dann doch öfter Kartoffeln, Reis, Hirse, …. Mit Gemüse. Ab und an gibt’s Fisch, den liebe ich sehr, doch wegen den Belastungen esse ich ihn nicht so oft. Fleisch esse ich auch, jedoch sehr selten. Morgens esse ich meist Obst mit Naturjoghurt und Mandeln, mittags Gemüse mit Beilagen und abends auch Gemüse oder mal Omelett oder so was. Es gibt auch Wochen in denen ich kaum was vertrage und mir vieles Bauchschmerzen macht, allerdings weiß ich noch nicht genau was, denn das ist so unterschiedlich. Äpfel, Zwiebeln vertrage ich z.B. nur gekocht. Fertiggerichte esse ich so gut wie nie, die würde ich auch nicht vertragen und Brot bekommt mir auch nicht.

Was ich mache im Moment mache zur Genesung:

-Nährstoffe + andere Sachen nehmen wie oben beschrieben
-Entspannungstechnicken/Meditation/Eft
-leichter Sport, Radfahren und leichte Kräftigung, manchmal Yoga
-frische Luft, Sonne ( so gut es geht)
-Osteopathie ab und an
-neues Nackenstützkissen und gute Matratze (denke ich zumindest)

Sport mache ich eigentlich gern und bin danach immer etwas ruhiger, doch die Schmerzen sind meist nachher mehr, deshalb bin ich da immer im Zwiespalt. Wie macht Ihr das?
Vor einiger Zeit habe ich mit Kampfsport angefangen, das würde mir Spaß machen und auch psychisch was bringen, doch leider musste ich erst mal wieder unterbrechen, da die Schmerzen dann einfach unerträglich werden.
Und ich kann nicht nur von Schmerzmittel leben.

Was haltet Ihr von Gaba, hat jemand damit Erfahrungen?
Mit welchen Nährstoffen habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Würde gerne auf welche umsteigen, die weniger Zusatzstoffe enthalten.
Könnte ich einen Vitamin B Komplex hoch dosiert einnehmen oder sollte ich lieber einzelne B Vitamine einnehmen? Können die schaden?

Jetzt ist der Bericht doch länger geworden als gedacht, bitte entschuldigt das Ihr so viel lesen musstet. Das hat mich einiges an Kraft gekostet, ich lese ja schon lange immer wieder im Forum, doch ich wollte erst schreiben wenn ich schon einige Infos gesammelt habe, damit ich nicht alles erfragen muss. Aber jetzt weiß ich leider nicht mehr weiter.

Mein Arzt meint ich sollte Psychopharmaka nehmen dann wären die Schmerzen weg und psychisch ging es mir so wieso viel besser. Das möchte ich aber überhaupt nicht. Jetzt hab ich so lange gekämpft, es wird doch hoffentlich irgend einen anderen Weg geben.
Mein Heilpraktiker hingegen geht davon aus das die meisten meiner Beschwerden von meiner HWS kommen. Er möchte was am Atlas machen, doch da bin ich sehr skeptisch, den es wurde schon mal was gemacht und danach waren die Schmerzen wesentlich schlimmer. Der Mensch besteht doch nicht nur aus dem ersten Halswirbel, deshalb halte ich nichts von Atlasprofilax oder ähnlichem das nur einmal ausgeführt wird. Ich denke man sollte schon die ganze Anatomie beachten und vor allem den Rest der Wirbelsäule nicht vernachlässigen. Was meint Ihr?
Habt ihr auch psychische Symptome von einer instabilen HWS?

Ich hatte mir auch überlegt zu Dr. Kuklinski zu gehen, doch das ist einfach zu teuer das geht nicht. Habt Ihr gute Erfahrungen mit seiner Arbeit gemacht?

Was kann ich tun? Warum bringen die Vitamine nicht mehr bei mir?
Kennt sich jemand mit der Beurteilung von MRT Bildern aus? Die hätte ich da.

Ich hätte noch viel mehr Fragen, aber jetzt reicht es.
Ich hoffe so sehr Ihr könnt mir weiter helfen. Vielen Dank fürs lesen!

Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
wundermittel

Malve

Hallo AlexWe,

herzlich willkommen hier bei uns:)!

Sicher wirst Du noch weitere Antworten bekommen; ich möchte mich auf Deine Schilddrüsenwerte beziehen:

Freies T3 pmol/l 3,87 (3,1-6,8)
Freies T4 pmol/l 13,7 (12-22)
Mikr. SD-AK TPO IU/ml 8,6 (0-32)
TSH-Rezeptor-AK IU/l <0,300 (0-1,8)
TSH basal mlU/l 4,390p+ (0,17-2,5)

Deine freien Werte (fT3, fT4) sind sehr niedrig, das TSH ist zu hoch; aus diesem Grund wäre es wichtig, auch noch die restlichen Untersuchungen machen zu lassen (beim Facharzt: Nuklearmediziner/Endokrinologe):
Antikörper Tg-AK
Ultraschalluntersuchung


Du scheinst Dich in einer latenten Unterfunktion zu befinden; nun wäre die Frage, ob es möglicherweise erhöhte Tg-Antikörper gibt und ob die Struktur Deiner Schilddrüse Auffälligkeiten zeigt, um festzustellen, ob zusätzlich eine Autoimmunerkrankung besteht oder nicht.

In diesem Zusammenhang könntest Du Dich in unserem Wiki informieren (dort findest Du auch die Symptome der jeweiligen Störung/Erkrankungen):
Schilddrüse ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Liebe Grüße,
uma
 
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo uma,

vielen Dank für deine Antwort.

Mein Endokrinologe hat einen Ultraschall gemacht, da wurden eben die kleinen Knoten fest gestellt und dieser Ultraschall war echoarm. Was laut ihm auf Hashimoto hindeutet.

Ich dachte die AK hat er mitgemacht und die waren unauffälig, er meinte allerdings es könnte trotzdem diese Autoimmunthyreoiditis sein. Oder meinst du noch andere AK?

Hast du irgendwelche Erfahrungen mit diesem Tumormaker Calzitonin, der bei mir erhöht ist?

Vielen Dank, Gruß,
Alex
 
regulat-pro-immune

Quittie

in memoriam
Beitritt
20.12.09
Beiträge
3.092
Hallo AlexWe,

aufgrund deiner Symptomenpalette würde ich einige Erreger testen lassen, und zwar auf jeden Fall Borrelien, Chlamydien und Yersinien ,letztere können Darmprobleme verursachen.

Hattest du mal einen Zeckenstich? Man bemerkt diese auch nicht unbedingt.

Das seltsame ist wenn ich Antibiotika (musste ich vor ca. einem halben Jahr das letzte Mal nehmen wegen einem eitrigem Zahn, der gezogen wurde ) nehme geht es mir psychisch und auch von den Schmerzen her besser, das ist doch komisch, was denkt Ihr warum das so ist?

Dieses könnte somit auch für eine bakterielle Infektion sprechen. Borrelien und auch Chlamydien können psychische Störungen/Depressionen verursachen.

Viele Grüße Quittie
 

Malve

Hallo AlexWE,

der Arzt hat zwei von drei Antikörpern bestimmt, deshalb fragte ich nach den dritten. Da die beiden unter der oberen Normgrenze liegen, wäre es interessant, ob möglicherweise die fehlenden Antikörper (Tg-AK) erhöht sind.

Bei Hashimoto KANN der Calzitoninwert schwanken, jedoch sollte man auf jeden Fall abklären, weshalb der Wert bei Dir erhöht ist. Gründe dafür können z.B. eine perniziöse Anämie sein, eine Niereninsuffizienz oder aber ein Tumor. Da Du Knoten hast (die jedoch klein sind, wie Du geschrieben hast), sollte sicherheitshalber weitergeforscht werden, um ein Schilddrüsenkarzinom auszuschließen.
Der Pentagastrintest könnte weiteren Aufschluss geben, deshalb würde ich ihn machen lassen.
Lass Dich trotzdem nicht beunruhigen - lass alles untersuchen, damit Du Klarheit hast:). Es muss nicht immer das Schlimmste dahinterstecken.

Liebe Grüße,
uma
 
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo Quittie,

vielen Dank für deine Antwort.

Chlamydien hab ich nicht, das habe ich schon mal untersuchen lassen.

Borrelien könnte ich mal testen lassen, eine Zecke hatte ich zwar mal, aber das hatten wahrscheinlich schon die meisten. Aber da ich einen Hund habe, war vielleicht die ein oder andere unbemerkte Zecke dabei. Würde denn das der Hausarzt im Blut feststellen können, oder müsste ich zu einem spezielln Arzt? Allerdings kann man das wenn es nicht frisch entdeckt wird sowieso nicht mehr behandeln oder?

Yersinien machen doch relativ häufig Durchfall und die haben die meisten Menschen mal in ihrem Leben oder? Soweit ich weiß können die Spätfolgen Arthritis an den Kniegelenken und so sein, da hab ich aber keine Beschwerden, sondern weiter oben.


Viele Grüße,
AlexWe
 
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo uma,

ja, entschuldige stimmt er hat nicht alle untersucht, das habe ich übersehen. Hm komisch wenn er das schon macht und einen Verdacht äußert warum bestimmt er dann nicht alle AK? Ja das werd ich ihn nochmal fragen und nochmal testen lassen. Oder wird das in der Regel nicht so einfach gemacht?

Ne, du hast Recht es muss nicht das schlimmste dahinter stecken aber es kann, das macht mir schon zusätzlich Angst.

Hast du schon mal so einen Pentagastrintest machen müssen, oder weißt du ob es hier jemanden gibt der schon einen hatte? Das würde mir weiterhelfen.

Liebe Grüße,
AlexWe
 

Quittie

in memoriam
Beitritt
20.12.09
Beiträge
3.092
Borrelien könnte ich mal testen lassen, eine Zecke hatte ich zwar mal, aber das hatten wahrscheinlich schon die meisten. Aber da ich einen Hund habe, war vielleicht die ein oder andere unbemerkte Zecke dabei. Würde denn das der Hausarzt im Blut feststellen können, oder müsste ich zu einem spezielln Arzt? Allerdings kann man das wenn es nicht frisch entdeckt wird sowieso nicht mehr behandeln oder?

Yersinien machen doch relativ häufig Durchfall und die haben die meisten Menschen mal in ihrem Leben oder? Soweit ich weiß können die Spätfolgen Arthritis an den Kniegelenken und so sein, da hab ich aber keine Beschwerden, sondern weiter oben.

Hi AlexWe,

eine Borreliose kann man immer behandeln und sollte das auch! Allerdings sind die Heilungschancen umso besser,je eher mit der Antibiotika- Therapie begonnen wird.

Ersteinmal könnte dein HA einen Antikörpertest auf Borrelien durchführen lassen ,und zwar am besten einen Elisa ( ein quantitativer Antikörpertest) und dazu einen Westernblot (qualitativer Bestätigungstest) ,letzterer könnte auch positiv ausfallen,selbst wenn der Elisa negativ sein sollte.Zu einem Spezi kannst du danach dann immer noch gehen.

Ja die Durchseuchungsrate mit Yersinien ist ziemlich hoch,allerdings erkranken meist vorbelastete Menschen daran,ist sozusagen eine opportunistische Infektion,welche sich z.B. auch oft zu einer Borreliose gesellt.
Es sind oft die unteren Gelenke getroffen,aber es kann z. B. auch das Kreuz befallen sein.

Ein Indiz für eine Infektion könnte halt das Ansprechen von Antibiotika auf deine Beschwerden sein.
Ein Hashimoto kann auch von einer Borreliose ausgelöst werden.

Ich würde dies zumindest abchecken lassen.
 
regulat-pro-immune

Dora

in memoriam
Beitritt
05.07.09
Beiträge
2.840
@...Alex We zunächst herzlich Willkommen an Bord.

Wenn ich deine Geschichte hier lese, scheinst Du ja überall hier
gerufen haben?

Hast Du mal daran gedacht, dass vieles womöglich auch mit Schimmel
zu tun haben könnte? Ist Dir auf diesem Gebiet etwas bekannt?

Hausstaubmilben? Hausstaubmilben ? Wikipedia

Das könnte die Situation der Nasennebenhöhlen, Ohren und Augen erklären.

Viele Infekte oder keine Stimme, würden ebenfalls dafür sprechen.

Es könnte unter Umständen zu einem EBV kommen.

Chlamdydien hast Du ja schon selbst ausgeschlossen.

Auch Amalgam, sowie ein Enzym oder Gendefekt sollte nicht ausgeschlossen werden.



Ich gehe davon aus, dass Du die meisten Labortest selbst bezahlt hast?



lg Dora
 
Beitritt
05.02.10
Beiträge
804
Hallo Alex,

ich habe auch seit Jahrzehnten solche Beschwerden und zahlreiche HWS-Schädigungen hinter mir. Seit meinen letzten Stürzen vor 3 und vor 1 1/4 Jahren ist die HWS besonders empfindlich und wegen jedem Stoß am Kopf oder nach langen Zahnbehandlungen habe ich bereits wieder akute Symptome der nervalen Störungen, die eindeutig den jeweiligen Wirbeln zugeordnet werden können.

Meine Halswirbel haben zuletzt bereits ordentlich Krach gemacht, laut geknackt, blockiert und geschmerzt (erstmals nach einer nicht abgesprochenen Einrenkaktion der HW bei einer Dornbehandlung). Ich hatte eindeutige Hirnsymptome und nachts schliefen mir Gliedmaßen ein. Eine gute manuelle Therapie brachte schnell Besserung der Akutsymptome und die HW sind wieder wackelfrei gewesen. Trotz der Beschwerden brachte ein MRT keinen Befund, was nicht untypisch ist.

Nach einer Zahnbehandlung (2stündiges Nackenüberstrecken) habe ich nun neue, teils andere akute Symptome incl. einer Trigeminus-Nerv-Reizung. Auch hier half bereits die manuelle Behandlung beim Physiotherapeuten die schlimmsten Symptome zu beseitigen.

Meine morgendlichen Beschwerden wie verquollene Augen, Benommenheit und lange Anlaufzeit verbessern sich, wenn ich nur sehr wenig Zeit im Bett verbracht habe, wenn ich mal ein falsches Kissen verwende verschlechtern sie sich deutlich. Ich bin hier noch am testen aber man merkt die Unterschiede.

Eine einzige Putzaktion mit viel Bücken kann bei mir bereits einen akuten und heftigen allergischen Schnupfen und Krankheitsgefühl auslösen. Das hat aber nichts mit allergischen Auslösern sondern nur mit der Bewegung zu tun. Sobald ich zur Ruhe komme hört es auf.

Wenn du K.s Buch genauer liest wirst du feststellen, dass auch Entzündungen zum Krankheitsbild gehören. Daher helfen dir Antibiotika, bei mir war das auch schon öfter so. Gelenk- und Muskelschmerzen, aber keine Borreolose, doch erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Die HWS-Komplextherapie ist ebenfalls sehr gut beschrieben. Du solltest beginnen mit Vitamin B12, danach mit Mineralien und dann erst mit Mikronährstoffen weitermachen. Erst zum Schluss Q10, um den Organismus nicht zu überfordern. Es ist empfehlenswert die Kapitel gründlich zu lesen.

Wenn die Mikronährstoffe nicht wirken könnte es daran liegen, dass der Magen sie nicht aufnehmen kann. Dann kämen Spritzen, Infusionen oder Lutschtabletten in Frage, wo die Wirkstoffe über die Schleimhaut aufgenommen werden.

Magnesium könnte dir erste Linderung bei den Angstsymptomen bringen. Hierzu gibt es Berichte im Forum. Es ist so, dass es in den üblichen Mengen nichts bringt sondern hoch dosiert werden muss. 3 x tgl. 300 mg Magnesiumzitrat in heißem Wasser gelöst können Wunder bewirken. Wenn man zuviel hat, kriegt man harmlosen Durchfall und man dosiert etwas zurück.

Mit Sport sehr vorsichtig sein solange der Verdacht auf HWS-Trauma besteht. Jede Erschütterung und Überstreckung kann die Problematik verstärken und Weichteilverletzungen nach sich ziehen. Joggen ist Gift für die HWS.

Mir hat vor ein paar Jahren moderates Krafttraining mit Übungen für den Schulter- und Nackenbereich sehr geholfen. Muskelaufbau ist wichtig und stützt die HW. Das sollte man aber erst machen, wenn eine gewisse Stabilisierung schon gegeben ist, sonst kann es kontraproduktiv sein. Ich war wieder fit und konnte Sport machen und schwimmen ohne dass mir jedesmal gleich die Nebenhöhlen verstopften und ich kurzatmig wurde. Leider bin ich später wieder gestürzt und der Sch.... ging von vorne los.

Wichtig ist es, die Schlafqualität zu verbessern und möglichst keine Schaumstoffnackenkissen sondern Hirse- oder Dinkelspelzkissen zu verwenden, da Schaumstoff beim Atmen mitschwingt und so bereits neue Reizungen auslösen kann. Ganz wichtig ist die manuelle Behandlung der HWS und auch der Wirbelsäule. Meine Schweißausbrüche, Herzrasen und Magenschmerzen waren nach einer Behandlung der Brustwirbelsäule weg, die Hirnsymptome und Nervenreizungen verschwanden ebenfalls nach wenigen Behandlungen. Die Behandlungen brauche ich aber immer wieder, vor allem weil ich einen bewegungsintensiven und damit HWS-gefährdenden Beruf ausübe. Oft reicht schon ein mittelmäßiges Anstoßen des Kopfes an einem übersehenen Hindernis.

Manuelle Therapie oder craniosacrale Osteopathie sind hier wirkungsvoll, K. beschreibt noch mehr Methoden. Auch Dorntherapie ist hilfreich zur Behandlung von Beinlängendifferenzen und Wirbelblockierungen. Doch keinesfalls Manipulationen an den Halswirbeln vornehmen lassen! Mein Dorntherapeut hat mir die Halswirbel erst richtig ausgerenkt. HWS-Behandlung gehört in sehr erfahrene Hände. Ich habe sogar schon von Schäden durch Atlasprofis gehört.

Ich habe die Mikronährstofftherapie angefangen und kann bereits gefühlte Verbesserungen verzeichnen, doch mache ich es noch nicht lange und kann es noch nicht richtig beurteilen. Die manuelle Behandlung, die Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität und Vermeidung abrupter Halsbewegungen zeigen hingegen deutliche Wirkung.

Deine Symptomliste liest sich wie von mir abgeschrieben... ich hatte diese Beschwerden fast 30 Jahre lang mit wechselnden Beschwerdebildern und besseren und schlechteren Phasen. Ich bin glücklich und froh, dass ich endlich einen Ansatz gefunden habe, der Wirkung zeigt.

Liebe Grüße
Gabi
 
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo uma,

danke für den Link, die Seite hatte ich auch schon gefunden. Wie der Test abläuft weiß ich mittlerweile, doch habe ich von Übelkeit, Kreislaufschwäche, bis hin zu Kreislaufkollaps während dem Test gelesen, das macht mir Angst.
Bald habe ich wieder einen Termin bei meinem Endo, sollte ich noch andere Werte als die Tg-AK mitbestimmen lassen?
 
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hi Quittie,

das wusste ich gar nicht das Borreliose hashimoto auslösen kann, interessant.
Ja ich werde versuchen diesen Test durchführen zu lassen.

Hi Dora,

vielen Dank. Ja da hast du Recht, bei sehr vielen Sachen scheint das so zu sein.

Milben hm das hoffe ich nicht, eigentlich habe ich extra Bettwäsche , ich glaube auch dagegen, da ich als Kind Asthmaanfälle hatte. Eine relativ neue Matratze habe ich auch wegen der HWS. Schimmel das könnte durchaus sein, nur könnnte ich dagegen nichts machen. Oder kann man so was alleine beseitigen?
Ja einen Teil, nicht alles (das könnte ich mir nicht leisten) habe ich selbst bezahlt und wie gesagt ich hatte mir mehr davon erhofft.

Liebe grüße
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
07.03.10
Beiträge
31
Hallo Gabi,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort, leider konnte ich die letzten Tage nicht schreiben.
Meine Halswirbel haben zuletzt bereits ordentlich Krach gemacht, laut geknackt, blockiert und geschmerzt (erstmals nach einer nicht abgesprochenen Einrenkaktion der HW bei einer Dornbehandlung). Ich hatte eindeutige Hirnsymptome und nachts schliefen mir Gliedmaßen ein. Eine gute manuelle Therapie brachte schnell Besserung der Akutsymptome und die HW sind wieder wackelfrei gewesen. Trotz der Beschwerden brachte ein MRT keinen Befund, was nicht untypisch ist.

Eine solche "Einrenkaktion" habe ich auch schon hinter mir, allerdings von einem Orthopäden! der mir sagte er wolle nur meine Wirbel abtasten - und zack hatte er schon meinen Kopf rum gerissen. Einige Stunden später wurde ich wegen Schwindel, Übelkeit tauben Finger und allgemeiner Verschlechterung bestehender Symptome + Verdacht auf Schlaganfall! ins Krankenhaus eingeliefert. Seit dem lasse ich ungern jemanden an meine HWS, auch nicht zum tasten!
Manuelle Therapie hat bei mir bisweilen eher Verschlechterungen gebracht oder gar nichts.


Meine morgendlichen Beschwerden wie verquollene Augen, Benommenheit und lange Anlaufzeit verbessern sich, wenn ich nur sehr wenig Zeit im Bett verbracht habe, wenn ich mal ein falsches Kissen verwende verschlechtern sie sich deutlich. Ich bin hier noch am testen aber man merkt die Unterschiede.

Trotz meinem eigentlich guten Kissen (denke ich zumindest) und der neuen Matratze bestehen diese Symptome genau so, vor allem morgens.

Eine einzige Putzaktion mit viel Bücken kann bei mir bereits einen akuten und heftigen allergischen Schnupfen und Krankheitsgefühl auslösen. Das hat aber nichts mit allergischen Auslösern sondern nur mit der Bewegung zu tun. Sobald ich zur Ruhe komme hört es auf.

Geht mir ganz genau so...

Wie beschrieben habe ich auch schon viele viele Osteophatische Behandlungen hinter mir, (nur jetzt geh ich nur noch ab und an) das hat zwar immer gut getan und es ging mir 1 oder 2 Tage besser doch langfristig etwas bewirken konnten die Behandlungen leider nicht.
Wie gesagt habe ich ähnliche Erfahrungen mit Manueller Therapie und auch Dorn, beides hat auf längere Sicht nicht zu einer Besserung geführt.
Wenn ich jeden Tag eine Osteophatische Behandlung in Anspruch nehmen könnte, würde es möglicherweise durchaus zu mehr Beschwerdefreiheit führen. Doch das ist utopisch und wahrscheinlich auch gar nicht so sinnvoll für die geschädigten Strukturen.

Ein Hirse - oder Dinkelspelzkissen habe ich noch nicht ausprobiert, das wäre einen Versuch wert, jedoch hab ich Angst das ich da nicht liegen kann weil es mir zu flach ist. Ich bin es gewohnt eine bisschen höher zu liegen, sonst bekomm ich noch weniger Luft und grade auch in Seitenlage sollte der Kopf in Verlängerung der WS sein, ist das denn bei einem Hirsekissen der Fall? Eher nicht oder?

Es freut mich das dir die Mikronährstoffe so viel bringen. Das hätte ich auch gerne.

Spritzen, vor allem B12 hab ich mir auch schon überlegt, aber wieder so oft zum Arzt oder HP, ich weiß nicht ob ich die Kraft dazu habe.

Kann es denn länger dauern bis die Nährstoffe anschlagen? Allerdings nehm ich sie schon einige Zeit.

Ich hab auch deinen Bericht über deine Tochter gelesen, das ist wirklich erstaunlich wie viel bei ihr Mg und so bewirkt haben und noch bewirken.

Magnesium werde ich auf jeden Fall ein anderes und auch höher dosiert ausprobieren.
Kann ich das machen obwohl ich keinen Mangel habe? (Zumindest laut Bluttest)
Nur wird mir immer schlecht wenn ich Mg zu mir nehme, woran kann das denn liegen?
Warum sollte Mg in heißem Wasser getrunken werden? Da ist es ja noch komischer im Magen.

Hast du denn auch psychische Symptome von deiner HWS?

Ich kann das immer noch nicht glauben das es dir und deiner Tochte so viel besser geht und das "Zeug" bei mir nicht richtig anschlägt......

Hast du noch weitere Tipps für mich oder jemand anderes? Wäre euch sehr dankbar für weitere Anregungen.

Lieben Gruß,
Alex
 
Beitritt
05.02.10
Beiträge
804
Hallo Alex,

die Mikronährstoffe sind nur ein Teil der ganzen Geschichte. Ich merke die Wirkung deutlich, aber nicht kurzfristig sondern längerfristig. Das B-12 habe ich sehr deutlich gespürt, nehme es aber als Vitasprint oder als Lutschtablette. Ich persönlich brauche kaum Magnesium, aber meine Tochter massiv. Ich glaube das ist individuell verschieden. Sie hat eine viel heftigere und vielfältigere Problematik als ich. Du vermutlich eine ganz andere. Da muss man, denke ich, rumprobieren.

Das Magnesiumzitrat dringt in aufgelöstem Zustand und in warmem Wasser besser und schneller in die Zellen ein und wirkt sofort. Falls du überdosierst, passiert gar nichts außer dass du Durchfall bekommst. Das ist auch ein Zeichen, dass du weniger brauchst. Wenn du keinen Durchfall mehr bekommst, stimmt die Dosierung. Vielleicht brauchst du auch gar keins.

Dass dir davon übel wird, kann verschiedene Gründe haben. Es könnte am Produkt liegen oder an den Zusatzstoffen, die häufig dabei sind. Die NEMs sollten bei Defiziten durch länger anhaltende HWS-Probleme in mehreren Schritten aufgebaut werden, weil der Stoffwechsel sonst überfordert ist. Beginnen mit Vit. B12, erst nach einer Woche mit Magnesium, Zink und anderen Mineralien fortfahren und erst später die anderen Vitamine geben. Erst ganz zum Schluss, wenn ausreichend Vitaminschutz vorhanden ist, Coenzym Q10 dazu nehmen. Entscheidend sind dabei auch die Mengen. Manche Mikronährstoffe braucht der HWS-Patient in solchen Mengen, dass die üblichen Dosierungen nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Das ist ein Teil der HWS-Komplextherapie von Kuklinski und sollte m. E. systematisch durchgezogen werden. Er beschreibt das ja alles sehr ausführlich und übersichtlich in seinem Buch.

Der andere Teil ist die funktionale Beeinträchtigung, wenn Hirnnerven gereizt oder das vegetative Nervensystem und Organe davon und von den Fehlstellungen der Wirbel beeinflusst werden. Hier muss man manual ansetzen, der Erfolg hängt wohl von der individuellen Situation und vom Können der Therapeuten ab. Ich bin da wohl ein Glückskind. Zur Zeit habe ich akute HWS-Beschwerden, die ich mit manuellen Methoden und Schonung versuche zu behandeln, was langwierig und schwierig ist. Erst wenn die Ursache für die Beschwerden ausgeschaltet ist, können sich diese abbauen. Manche Symptome brauchen eine Zeit bis sie abklingen, auch wenn sie behandelt werden. Das gilt auch für die NEM-Supplementierung.

Ich bin aber guter Dinge, dass sich wieder Besserung einstellt, denn ich habe gelesen, dass sich Weichteilschäden wie Kapsel- und Bänderverletzungen sehr wohl heilen könnnen, wenn sie absolut ruhig gestellt werden. Muskelaufbau und Muskelentspannung kann oft schon helfen, die "verrückten" Wirbel wieder hinzukriegen wo sie hingehören, aber erst sollte eine bildgebende Diagnostik erfolgen. Solange alles unklar ist, kann Muskelaufbau, Dehnen und rumfingern auch sehr schaden. Manipulieren darf man auf keinen Fall.

Dein Kissen ist dann richtig, wenn die morgendlichen Beschwerden abklingen. Mein Dinkelkissen ist groß genug, dass ich es wie ein Nackenkissen formen kann. Es ist aber nicht so angenehm, weil es in den Hals drückt, daher nehme ich es flacher. Ich habe gelesen, das Dinkel- oder Hirsekissen sollte etwa 5 cm hoch sein. Der Effekt liegt wohl in der Stabilität und Schwingungsfreiheit. Gefühlt schlafe ich auf meinem Federkissen besser, aber der morgendliche Blick in den Spiegel spricht seine eigene Sprache.

Hier ist eine Seite, die alles sehr gut beschreibt, auch Diagnosevorgaben und Zusammenhänge der Wirbel, Bänder usw.: Kopfgelenke.de
Meine Erfahrungen decken sich mit den Empfehlungen auf der Seite: Ich habe selbst schon erlebt, dass sich meine Beschwerden legten, wenn ich (aufgrund massiver Antriebsschwäche und dem Bedürfnis nach Ruhe, und wegen der zahlreichen Beschwerden) längere Phasen der Ruhe hatte und dann langsam wieder mit einem Aufbau meiner Muskulatur und Konstitution begann. Ich machte Hatha-Yoga oder Muskeltraining nach Anleitung im Fitnessstudio, Ausdauertraining und zunehmend mehr Sport, nur NICHT Joggen. Dabei ernährte ich mich für mich gesünder und nahm meine Multivitamine von Orthomol, ohne dass ich die Zusammenhänge mit dem HWS-Trauma gekannt hätte.

Auffallend dabei ist, dass sogar jahrzehntelange Symptome wie Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Unlust, Allergien und sogar die starke Verschleimung beim Schwimmen aufhörten, wenn ich mich richtig fit gemacht hatte. Ich war wie neu geboren, schwamm problemlos jede Woche 1000 bis 2000 m Brust und bin sogar Pässe mit dem MTB rauf und runter gefahren und hatte keine Probleme. Dann stürzte ich und flog mit einer Bauchlandung über das Rad, schlug mit dem Kinn auf und die Beschwerden bauten sich wieder neu auf. Zuerst ein Krankheitsgefühl als würde sich ein Infekt ankündigen, dann Unlust auf alles, mit Müh und Not noch den Alltag geschafft und ansonsten die üblichen Beschwerden. Psychische Beschwerden habe ich nicht so schlimm, früher aber schon. Ich bin aber normalerweise eine ausgeglichene Frohnatur und merke auf jeden Fall eine starke Verschlechterung meiner Laune und zunehmenden Missmut und Genervtsein, auch schon mal Ängste bzgl. wie das weiter gehen soll, aber das kommt vllt. auch aus dem Widerspruch zwischen dem was ich gerne tun möchte und mir gut tut (Raus, Sporteln, Aktiv sein) und dem Umstand, dass ich körperlich und mental dazu in keinster Weise mehr in der Lage bin.

Ich hatte schon mehrmals solche Phasen, wo mit dem Aufbau der Muskeln und der Konstitution meine Beschwerden sich besserten oder verschwanden und ich fit, glücklich und äußerst leistungsfähig war. Immer nach einem Sturz oder Unfall war es plötzlich zu Ende wie oben beschrieben, da sind psychosomatische Ursachen völlig ausgeschlossen.

Erst seit dem Ausrenkmanöver und zuletzt der Zahnbehandlung habe ich solche Probleme, die direkt an der HWS spürbar sind. Ich glaube aber trotzdem, dass ich es wieder stabilisiert kriege und dann wieder in Form komme. Solange die Halswirbel so instabil sind mache ich nichts, um Schäden oder neue Reizungen zu vermeiden. Hier ist die Zeit wohl auch ein Teil der Behandlungsstrategie. Momentan kann ich nicht mal beschwerdefrei längere Zeit spazieren gehen. Aber ich sehe mich schon wieder mit dem MTB durch den Wald rauschen - allerdings nicht mehr so schnell und riskant. ;)

:kraft::kraft::kraft:

Meine Erfahrung und mein Austausch mit meinem Manualtherapeuten lassen mich zu dem Schluss kommen, dass langfristig, auch wenn der Auslöser in den HWS-Traumen liegt, der Wiederaufbau einer guten Konstitution und die Optimierung aller stabilisierenden, kräftigenden und stärkenden Aspekte für den Stoffwechsel und den gesamten Bewegungsapparat wichtig und möglich ist und auch Erfolg bringt. Das wirkt sich zwangsläufig auch auf die mentale Verfassung, aber auch auf die HWS aus. Eine gute, dehnungsfähige Muskulatur stabilisiert und schützt vor Verletzungen und einseitigen Belastungen, fördert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung und beeinflusst den Organismus positiv, Bewegung und frische Luft wirken sich zusätzlich günstig auf die Stoffwechselvorgänge aus.

Ich wünsche dir alles Gute!

LG Gabi
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
6.884
Hallo Alex,

Eine solche "Einrenkaktion" habe ich auch schon hinter mir, allerdings von einem Orthopäden! der mir sagte er wolle nur meine Wirbel abtasten - und zack hatte er schon meinen Kopf rum gerissen. Einige Stunden später wurde ich wegen Schwindel, Übelkeit tauben Finger und allgemeiner Verschlechterung bestehender Symptome + Verdacht auf Schlaganfall! ins Krankenhaus eingeliefert. Seit dem lasse ich ungern jemanden an meine HWS, auch nicht zum tasten!
Manuelle Therapie hat bei mir bisweilen eher Verschlechterungen gebracht oder gar nichts.

Ehrlich gesagt, würde ich nach dieser Erfahrung erstmal vorsichtig sein.

Wie sieht es denn mit Deiner Rumpfmuskulatur aus. Wenn HWS-Beschwerden bestehen, ist häufig auch eine geschwächte Rumpfmuskulatur vorhanden. Sodass die BWS und HWS die ganze Arbeit leisten müssen und es somit zu Defiziten kommt. Es wäre sinnvoll wenn eine Krankengymnastin erstmal dahingehend eine Analyse macht. So war es jedenfalls bei mir. Wenn die Rumpfmuskulatur erstmal gestärkt ist, verschwinden die Probleme mit der HWS meist von allein . Eine gute Krankengymnastin sollte darauf achten, dass keine Rumpf-Übungen gemacht werden, die die HWS belasten.

Die HWS macht vor allem psychische/vegetative Symptome. Manche Menschen müssen direkt nach einer HWS-Behandlung weinen und wissen erstmal garnicht warum.


Herzliche Grüße
Kayen
 
Oben