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Hitzewallungen - Wechseljahre

Themenstarter
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Meine Mutter (60) hat wegen Wechseljahren Hitzewallungen.
Auf Anrate ihres Arztes hat sie die Hormone abgesetzt und nimmt jetzt Yamswurzel und Mönchspfeffer.
Ich habe mal was von Rotklee gelesen, hat da jemand Erfahrungen, was frau tun (und ich meiner Mutter raten) kann?

Danke

Matthias
 
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10.01.04
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Hallo Matthias,
ich dachte, mit 60 wären die Wechseljahre eigentlich schon vorbei ? Oder halten die Beschwerden schon viele Jahre an?
Wenn Deine Mutter die Hormone abgesetzt hat: hat sie sie "ausgeschlichen", wie das heute empfohlen wird? Wenn nicht, reagiert der Körper ziemlich sauer, weil ihm plötzlich die Hormone auf einen SChlag entzogen werden.

Yamswurzel gilt als natürliches Progesteron, und es gibt Leute, die darauf schwören
Bücher von Amazon
ISBN: 3980570606
. Das muss Deine Mutter wohl ausprobieren :) .

Der Mönchspfeffer ist so lange ein gutes Mittel wie überhaupt noch Hormone in den Eierstöcken produziert werden. Wenn da aber die Produktion schon eingestellt ist, bringt Mönchspfeffer nichts mehr.
Der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) kann den Eierstock und damit die Hormonproduktion anregen.
Die Isoflavone haben Östrogen-ähnliche Wirkung und sind in Sojabohnen, im Rotklee oder auch in der Traubensilberkerze enthalten.
Diese Präparate haben eine sehr gute Wirksamkeit, wenn man sie frühzeitig einsetzt.
Präparate zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden werden häufig mit Johanniskraut, Baldrian, Hopfen und anderen kombiniert.
https://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/frauenheilkunde/menopause.xml

Aus Japan und China importiert, weil dort die Frauen weniger WEchseljahrsbeschwerden haben: Soja. Da gibt es in der Apotheke und in der Drogerie etliche Präparate.
Bücher von Amazon
ISBN: 3980570606

Dazu: viel Bewegung, viel Grünzeugs, evtl. frische selbstgemachte Säfte wegen der Vitamine, Entspannung. Evtl. Calcium und Vitamin D, um Osteoporose vorzubeugen, Omega-3-Fettsäuren usw.
www.aerztezeitung.de/medizin/frauengesundheit/wechseljahre/

Gruss,
Uta
 
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13.03.05
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Danke Uta,

da hast Du Dir ja ganz schön Mühe gegeben mit Deiner Antwort.
Ich habe mich auch schon gewundert, dass mit 60 die Wechseljahre noch nicht vorbei sind, aber sie hat das schon eine Weile.
Ich werde ihr mal alles Ausdrucken, da kann sie sich selber entscheiden.

Viele Grüße

Matthias
 
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14.05.05
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Hallo Matthias
Meine Mutter, inzwischen 81 Jahre alt, hat bis vor ein paar Jahren unter diesen auch stark schwächenden Hitzewallungen und Schweißausbrüchen gelitten. In diesem Alter noch von Wechseljahrsbeschwerden zu sprechen, halte ich für absurd, obwohl die Ärzte ihr nichts anderes angeboten haben, als die übliche Hormontherapie.
Als es bei mir damit losging, habe ich es erst gar nicht mit Hormonen probiert. Mir haben die homöopathischen Tropfen für Wechseljahre von Apozema sehr geholfen. Das ist eine österreichische Firma, von der man die Produkte auch in Deutschland bekommen kann (auf Umwegen). Es ist ein Komplexmittel, das die wichtigsten Mittel gegen Wechseljahrsbeschwerden enthält(Cimicifuga, Ignatia, Lachesis, Pulsatilla, Sepia und andere).
Außerdem habe ich aber auch festgestellt, dass mir Diäthalten die Beschwerden gelindert hat. Eine Erklärung dafür habe ich nicht, Vielleicht hängt das auch mit meinen Intoleranzen zusammen.
Solltest du Interesse an den Tropfen haben, kann ich dir per PN die Bezugsadresse nennen.

Liebe Grüße
Gaby
 
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13.03.05
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Danke Gaby,

ich muss erst mal meine Mutter fragen, was sie davon hält.
Sie geht auch zur Heilpraktikerin und nimmt verschiedene homöopathische Sachen.
Wenn Sie Interesse hat, werde ich Dir eine PN schreiben.
Leider ist es immer schwierig, meine Mutter privat zu erreichen, weil die nur unterwegs ist, ich habe gerade angerufen, da war keiner da.#

Viele Grüße

Matthias
 
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13.03.05
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Hallo Uta, hallo Gaby!

Ich habe gerade mit meiner Mutter telefoniert, also die macht ja fast schon alles. Traubensilberkerze nimmt sie auch (Remiferin), trinkt Soja (ich habe ihr gesagt, sie soll da mal was mit Qualität kaufen und nicht das Billige vom Discounter) und ihre Heilpraktikerin hat ihr auch homöopathische Mittel verschrieben. Rotklee kannte sie noch nicht, will sie mal probieren.
Vitamin D hat sie sich auch gekauft.
Mit neuen homöopathischen Mitteln will sie nicht anfangen, sie befasst sich gerade mit Schüssler-Salzen und hat sich da was zusammengestellt, was sie ausprobieren will. Ein dickes Buch über Wechseljahrsbeschwerden hat sie auch.
Wieso sie mich da gefragt hat, wenn sie fast alles selber weiß???
Jedenfalls: das Mönchspfeffer die Eierstöcke anregt und bei ihr nicht mehr so sinnvoll ist, das hat ihr eingeleuchtet.
Noch mal Danke für Eure Antworten.

Matthias
 
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10.01.04
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Noch ein Mittel bei Wechseljahrbeschwerden, nachdem die Hormonersatztherapie in Verruf geraten ist:
Phytoöstrogen aus heimischem Rotklee
Rotklee als heimischer Lieferant von Phytoöstrogenen wurde in einer rezenten doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Studie mit standardisiertem Rotklee-Extrakt an der Universitätsfrauenklinik Wien untersucht. Ausgewählt wurden 63 postmenopausale Frauen ohne Hormonersatztherapie. 46 erhielten das Verum, also den Rotklee, 17 erhielten Placebo.
Die Frauen wurden drei Monate lang behandelt. 84 % der Frauen berichteten über eine signifikante Besserung ihrer Beschwerden, lediglich 14 % erklärten, sie hätten keine Änderung ihrer Symptome bemerkt. Verglichen wurden auch die so genannten "Umsteigerinnen" mit den "Einsteigerinnen", also Frauen, die zuvor schon eine Hormontherapie bekommen hatten, mit solchen, die keine solche Therapie gehabt hatten. Von den Umsteigerinnen waren über 90 % zufrieden, bei den Einsteigerinnen war die Zufriedenheit mit etwas unter 80 % leicht geringer.

Regelmäßig und ausreichend viel Phytoöstrogen
Damit Phytoöstrogene ihre protektive Wirkung entfalten können, müssen sie langfristig und in ausreichender Menge in die Ernährung integriert werden. Nur, wer regelmäßig Phytoöstrogene zu sich nimmt, kann mit ihrer Schutzwirkung rechnen. Das bedeutet für die meisten Menschen in den Industrieländern eine konsequente Ernährungsumstellung, die dauerhaft eingehalten werden muss. Dabei ist Disziplin und Durchhaltevermögen erforderlich.
https://frauen.qualimedic.de/Wechseljahre_phytotherapie.html

Gruss,
Uta
 
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30.06.05
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Hallo Rohi!

Rotklee in den Wechseljahren soll noch viel positiver sein, als die Sojaprodukte.
Warum gibt es eigentlich die Wechseljahrsbeschwerden?
Ich denke es kommt hauptsächlich davon, das der Frau nun die monatliche Blutung fehlt als Entgiftungsventil.
Deshalb auch diese Hitzewallungen - der Körper katapultiert durch diese Schweissausbrüche die angefallenen Schlacken aus.
Ähnlich wie beim Nachtschweiss, bei dem manche am nächsten Tag ein völlig durchschwitztes Kopfkissen haben.

Dafür spricht auch, das nach den Wechseljahren die Frauen auch oft recht schnell einen erhöhten Harnsäurespiegel bekommen und die Disposition für Gicht schlagartig nach der Menopause zunimmt - bei Männern liegt das Erkrankungsalter wesentlich niedriger.

Unterstützend zu den pflanzlichen Hormonpräparaten ist für Deine Mama bestimmt positiv ein Basenpulver einzunehmen, zu entsäuern und auch regelmässig Ausleitungsbäder durchzuführen.
Auszug aus dem Buch: Die Entsäuerungsrevolution von Hannelore Fischer-Reska

Wechseljahrebeschwerden
Wenn man davon ausgeht, dass die Frau mit der monatlichen Regelblutung einen grossen Teil der im Organismus gespeicherten Säuren und sauren Schlacken ausscheidet (siehe auch Prämenstruelles Syndrom), dann führt die Umstellung während der Wechseljahre unter Umständen auch zu einem Übersäuerungsproblem, weil diese Ausscheidungsmöglichkeit schliesslich entfällt. Die jetzt häufiger auftretenden Hitzewallungen und Schweissausbrüche sind als Versuche des Organismus zu werten, die Säuren zu verbrennen oder verstärkt über die Haut auszuscheiden.
Jede Frau sollte diese Übersäuerungssignale sehr ernst nehmen und gegebenfalls entsprechende Entsäuerungsmassnahmen ergreifen. Sonst kann es geschehen, dass die Pufferkapazität des Organismus bald derart überlastet ist, dass auf innere Mineraliendepots - beispielsweise die Knochen - zurückgegriffen werden muss, was letztendlich zu einer Osteoporose führen kann.

Meine Mama hab ich dazu bewegt, vor etwa 2 Jahren anzufangen zu entsäuern und die Ernährung umzustellen mit dem Ergebnis, das sie so weitermachen wird, weil es ihr enorm gutgetan hat bisher.

Wenn ich kurz vor der Regel so ein basisches Bad mache, dann hab ich manchmal nur eine sehr schwache Blutung von 2 Tagen. Wenn ich keines mache und nicht so sehr auf meinen Säure-Basenhaushalt achte, dann kann sie schon mal 5 Tage dauern und von den Schmerzen her etwas deftiger sein. Das zeigt mir viel!

Lieber Gruss Karin
 
Themenstarter
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13.03.05
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Danke für Eure Ratschläge,

aber seit das von mir empfohlene Depyrrol bei meiner Mutter zu Depressionen geführt hat, legt sie auf meine Ratschläge keinen Wert mehr.
Inzwischen nimmt sie wieder Hormone.
Ich rede ihr da auch nicht mehr rein.

Alles Gute

Matthias
 
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30.06.05
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Hallo Rohi!

Schade, das Deine Mama gleich wieder aufgegeben hat. Kann verstehen, das Du Dich da nicht mehr einmischen möchtest.

Lieber Gruss Karin
 

vittella

Hallo ihr Lieben,
ich will nur mal meine Erfahrung mit der Yamswurzel reinstellen, der Thread ist zwar etwas alt, aber er kam bei der Yamssuche hier.....:)

Diese unerträglichen Hitzewallungen überkamen mich wie angeschossen anfang August....kein Schlaf mehr möglich, keine Lust mehr zu essen und Unruhe total....Hitze im ganzen Körper und alles was es erleichterte war das Baden am See, weshalb ich auch die meiste Zeit dort verbrachte...

Dann hab ich im Netzt nach einem Mittel gesucht und die Yamswurzel entdeckt, hab sie mir in der Abderhalden-Drogerie gekauft und nehme sie seit 7 Tagen.....bereits am Zweiten Tag gab es weniger Wallungen....jetzt, eine Woche später hab ich höchstens noch ein-zwei Halb- Hitze-Wallungen, also kaum noch spürbar...ich schlafe wieder normal und die unruhe ist weg....das hätte ich nicht gedacht, wo ich immer denke, dass absolut alles einen psychischen Grund hat.....unglaublich diese Wurzel....:)
 
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01.06.10
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Hallo , ich denke auch das mit 60 Jahren Hitzewallungen wegen der Wechjseljahre nicht mehr sein sollten . Durch die Hormoneinnahme könnte das aber etwas anders sein, weil sich die Umstellung ja verschiebt.

Es kann aber auch ganz andere Zusammenhänge haben. Meine Hitzewallungen sind weg , seit ich streng histaminarm esse. Ich war noch viel zu jung , als man mir Wechseljahresbeschwerden einreden wollte.
Und im Urlaub habe ich eine 82-jährige Tante besucht, die auch noch fürchterlich unter Hitzewallungen leidet. Sie hat aber aus meiner Sicht ein großes Histaminproblem. Alle anderen Symptome wie Herzrasen und Kreislaufprobleme hat sie auch. Und eine gestörte , schmerzende Verdauung....
Ich hatte die Tage gesehen , was sie gegessen hatte, kein Wunder .... ich habe dann die Symptome voraussagen können und recht behalten.

Histaminprobleme können in dem Alter auch durch Medikamente usw. ausgelöst werden...

LG K.
 
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