Histidin

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Histidin

Wissenswertes
Beim Histidin, auch als L-Histidin bezeichnet, handelt es sich um eine Aminosäure, also einen Eiweißbestandteil. Histidin gehört zur Gruppe der unentbehrlichen Aminosäuren. Zwar können Erwachsene, aber nicht Säuglinge und Kleinkinder, Histidin selbst herstellen, doch kommt es bei Histidin-freier Ernährung auch bei Erwachsenen zu einer verringerten Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin). Früher war das nicht bekannt, weshalb Histidin bis vor kurzem als bedingt unentbehrliche Aminosäure galt. Neben Säuglingen und Kleinkindern sind auch Kranke mit chronischem Nierenversagen auf eine ausreichende Histidin-Zufuhr von außen angewiesen.

Histidin spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und damit im Säure-Basen-Haushalt
- beeinflusst den Stoffwechsel von Prostaglandinen
- verringert das Thromboserisiko (weil es die Thrombozytenaggregation vermindert)
- ist eine Vorstufe des Histamins, das im Organismus als Gewebshormon und Nervenbotenstoff wirkt und eine Rolle bei allergischen Reaktionen spielt (dabei wird Histamin aus den so genannten Mastzellen freigesetzt)
- ist im Gehirn an der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt
- bessert die Aufnahme von Zink und Eisen
- verhindert möglicherweise die Überladung des Gewebes mit Schwermetallen
- beeinflusst möglicherweise das Krankheitsbild der rheumatoiden Arthritis günstig

In der orthomolekularen Medizin werden deshalb bei rheumatoider Arthritis 1-6 g Histidin pro Tag plus Vitamin C empfohlen.
Histidin - Nährstoffe-Lexikon A-Z - jameda
---------------

Da Histamin aus Histidin entsteht, ist Histidin als Aminosäure interessant bei der Histaminintoleranz:
Histamin-Intoleranz Vortrag PD
http://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/13460-wirkung-l-histidin.html

Ich sehe das Problem für Menschen mit Histaminintoleranz darin, daß sie einen Mangel an Histidin haben können, dennoch aber Histidin nicht vertragen. Gibt es da andere Erfahrungen?

Auf jeden Fall klingt die Werbung für ein Histidin-Produkt genau anders, nämlich so, als ob Histidin dabei helfen könnte, die allergische Reaktion zu vermindern. Die allergische Reaktion wird ja u.a. durch das Histamin verursacht.
Die ZINC-HISTIDINE Kapseln sind eine Kombination aus Zink-Gluconat und L-Histidin. Sie können hilfreich und wirksam eingesetzt werden zur Reduzierung allergischer Reaktionen.

ZINC-HISTIDINE Kapseln können hilfreich eingesetzt werden:
- Zur Reduzierung von allergischen Reaktionen durch Verbesserung der Haut- und Schleimhautfunktion.
- Zur Reduzierung von Autoimmun-Reaktionen durch Erhöhung der Aktivität der T-Suppressor Zellen.
- Zur Stärkung der körpereigenen Abwehr.
- Als starkes Antioxidans, dadurch Zellschutz gegen Freie Radikale.

Beschreibung der Hauptbestandteile von ZINC-HISTIDINE:

L-Histidin
L-Histidin eine essentielle Aminosäure, kann äußerst hilfreich bei allergischen Reaktionen eingesetzt werden. L-Histidin erhöht die Aktivität der T-Suppressor Zellen, welche Autoimmunreaktionen natürlich reduzieren, indem aktivierte Immunzellen inaktiviert werden. Außerdem erhöht L-Histidin die Aufnahmefähigkeit von Zink im Körper, wodurch die körpereigene Abwehr gestärkt wird.
Zink-Gluconat
Zink-Gluconat ist eine Zinkverbindung, die vom Körper besonders gut resorbiert werden kann. Bei Zinkmangel wird das körpereigene Immunsystem geschwächt und die Haut- und Schleimhautfunktion ist gestört. Durch Zink-Gluconat können entzündliche und allergische Reaktionen wesentlich reduziert werden.
ZINC-HISTIDINE - Vitaplex 362 enthält Zink-Gluconat, L-Histidin | Vitabon - pflanzliche Nahrungsergnzungsmittel fr Gesundheit und Wohlbefinden

Zink wird ja auch oft in Kombination mit Histidin angeboten. Auch da wäre interessant, wie es Menschen mit HI geht, die Zink-Histidin nehmen?

Zink-Histidin: Besonders gute Bioverfügbarkeit

Der Komplex aus Zink und der Aminosäure Histidin bietet die wohl beste Bioverfügbarkeit. Das liegt daran, dass der körpereigene Stoff Histidin der natürliche Transportpartner von Zink im menschlichen Körper ist. Histidin ist z. B. in den Eiweißbestandteilen der Muskeln zu finden. Die Aminosäure ist ein wesentlicher Bestandteil der Enzyme, die im Organismus für die Aufnahme, aber auch für den Transport, die Verteilung und die Ausscheidung von Zink verantwortlich sind. Mit anderen Worten: Zink wird im Körper an Histidin gebunden transportiert. Somit ist Zink-Histidin die natürliche Form des Zinks im Körper.

Aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit reichen bei Zink-Histidin vergleichsweise geringe Dosierungen aus, um die gewünschte Zinkzufuhr zu gewährleisten. Zusätzlich ist das Zink im relativ stabilen Zink-Histidin-Komplex gut geschützt gegen negative Nahrungsmitteleinflüsse wie sie z. B. durch die Phytinsäure (in Vollkornprodukten) hervorgerufen werden. Aus diesem Grund ist es auch möglich - anders als bei den anderen Zinkverbindungen - Zink-Histidin ohne nennenswerten Resorptionsverlust zu den Mahlzeiten einzunehmen.
Curazink® - Zink ist nicht gleich Zink: STADA Arzneimittel AG
(Hier werden auch die anderen Zink-Verbindungen beschrieben).

Gruss,
Oregano
 
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Danke für diese Ausführungen. Das ist sehr interessant. Ich leide unter extremen Histaminauswirkungen und habe jahrelang gebraucht überhaupt auf das Histamin zu kommen. Seit das klar ist, frage ich mich natürlich, woher es derart vermehrt kommt, wenn ich bereits Histamin in der Nahrung weitgehend vermeide. Bei Ausnahmen weiß ich inzwischen auch gleich, woher dann die Syptome kommen. Grundsätzlich gilt: alles Leiden liegt an einem zuviel und/oder zuwenig. (in der Vergangenheit oder von Außen)

Wenn also zuviel Histamin, gilt dann doch eher auch zuviel Histidin? Denn daraus entsteht es ja. Ich hab mit Aminos bereits ausgiebig probiert und eher schlechte Erfahrungen gemacht bezüglich HiT, was für diese These sehr subjektiv zwar, aber hindeuten könnte.

Was ist eigentlich wiederum der "Gegenspieler" von Histidin? Gibts das? Das wär toll, wenn da jemand weiter wüsste.

de.wikipedia.org/wiki/Histidin:

L-Histidin ist in proteinreichen Nahrungsmitteln enthalten. Die folgenden Beispiele geben einen Überblick über Histidingehalte und beziehen sich jeweils auf 100 g des Lebensmittels, zusätzlich ist der prozentuale Anteil von Histidin am Gesamtprotein angegeben:[6]

Lebensmittel Gesamtprotein Histidin Anteil
Rindfleisch, roh 21,26 g 0 678 mg 3,2 %
Hähnchenbrustfilet, roh 21,23 g 0 791 mg 3,7 %
Lachs, roh 20,42 g 0 549 mg 2,7 %
Hühnerei 12,57 g 0 309 mg 2,4 %
Kuhmilch, 3,7 % Fett 0 3,28 g 0 0 89 mg 2,7 %
Walnüsse 15,23 g 0 391 mg 2,6 %
Weizenkeime, getrocknet 23,15 g 0 643 mg 2,8 %
Weizen-Vollkornmehl 13,70 g 0 317 mg 2,3 %
Mais-Vollkornmehl 0 6,93 g 0 211 mg 3,0 %
Reis, ungeschält 0 7,94 g 0 202 mg 2,5 %
Sojabohnen, getrocknet 36,49 g 1097 mg 3,0 %
Erbsen, getrocknet 24,55 g 0 597 mg 2,4 %

Es ist auch Bestandteil mancher Medikamente und Vitaminpräparate.

(...) L-Histidin kann entweder zum biogenen Amin Histamin decarboxyliert oder vollständig zu L-Glutamat abgebaut werden. Dabei ist das Enzym Urocanase beteiligt.

Dann würde uns ein Enzym fehlen?

weiter: Biochemie und Pathobiochemie: Histidin-Stoffwechsel
und: Biochemie und Pathobiochemie: Pyridoxalphosphat-Stoffwechsel

Pyridoxalphosphat (PLP, PALP) ist das zentrale Vitamin des Aminosäurenstoffwechsels. Je nach Proteinanteil (Apo-Enzym) werden folgende Reaktionen katalysiert:

Transaminierungen durch Transaminasen z.B. Alanin-Transaminase, Aspartat-Transaminase (Aspartatzyklus), Ornithin-Aminotransferase (Ornithinsynthese aus und -abbau zu Glutamat), Phosphoserin-Transaminase (Biosynthese von L-Serin und Glycin), Alanin--Glyoxylat-Transaminase, α-Aminoadipat-Transaminase (Lysin-Abbau), Tyrosin-Transaminase und Verzweigtkettige-Aminosäuren-Transaminase.

Decarboxylierungen: Synthese biogener Amine wie z.B. GABA aus Glutamat, Tyramin aus Tyrosin und Dopamin aus L-Dopa, Histamin aus Histidin, Serotonin aus 5-Hydroxy-Tryptophan. Weiterhin Decarboxylierung von Phosphatidylserin zu Phosphatidylethanolamin und Biosynthese von Putrescin.
Aldolspaltung: Aldolasen spalten Serin in Glycin und eine Hydroxymethylgruppe sowie Threonin in Glycin und Acetaldehyd.

α-,β-Eliminierung: Die L-Serin-Deaminase (syn. L-Serin-Dehydratase) deaminiert Serin zu Pyruvat, die Threonin-Ammoniak-Lyase (syn. L-Threonin-Dehydratase) deaminiert Threonin.

Transsulfurierung und Cystein-Biosynthese im Abbauweg des Methionins.
Erster Schritt der Häm-Biosynthese als Cofaktor der δ-Aminolävulinat-Synthase.
PLP ist außerdem ein Bestandteil der Glycogen-Phosphorylase, wobei PLP hier etwas anders arbeitet als im Aminosäurenstoffwechsel (Säure-Basen-Katalyse durch die Phosphat-Gruppe).
 
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Hallo KeepSmiling,

Wenn also zuviel Histamin, gilt dann doch eher auch zuviel Histidin?
Da würde ich sagen: teilweise.
Denn Histidin ist, wie oben geschrieben, eine Aminosäure in proteinreichen Lebensmitteln (Fisch, Fleisch usw.). Aber Histamin wird ja auch ausgeschüttet bei Stress, Pollen- und Lebensmittelallergie und auch bei Mastozytose. Also ist Histidin eine Ursache für Histamin, aber es gibt mehrere.

Einen Gegenspieler zu Histidin kenne ich nicht. Allerdings glaube ich eher nicht, daß es ihn gibt, denn das müßte ja dann etwas einem "Frische-Enzym" sein, weil ja das Histidin sich vermehrt, je älter/gelagerter ein Lebensmittel ist?

Grüsse,
Oregano
 
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01.06.10
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Hallo , es ist jetzt ca 1 1/2 Jahre her , da hat ein Doktor mein Aminosäurenprofil untersucht. Ich hatte von fast Allem zu wenig . Nur Ornithin und Histidin waren die Werte hoch. Fast zu hoch im Vergleich zu den angegebenen Normwerten. Das war zur Zeit , als ich endlich mein "Histaminproblem" entdeckt hatte.
Mein Gedanke dazu , da ich ständig viel zu viel Histamin ausschütte , wandelt der Körper eventuell alles verfügbare Eiweiss in dieses Histidin um , um dann daraus Histamin zu machen ? ???
Also ich würde kein Histidin zusätzlich nehmen.
LG K.
 
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Gerade zufällig gefunden:

Mir hilft Q10 sehr, es verhindert, dass Histidin in Histamin umgewandelt wird.
Mir bringt es große Erleichterung....
http://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/5542-hilft-reaktion.html#post54330
-----------
Bei den Histadelie-Patienten (zu viel Histamin) verschlechtert sich der Zustand nach Verabreichung von Folsäure eindeutig. Diese Patienten sprechen jedoch gut auf Supplementierung mit Methionin und Kalzium, kombiniert mit Mangan und Zink an. Da das Kupfer den Abbau von Serotonin, Dopamin und Histamin fördert, kann man einen zu hohen Histamin-Blutwert mit vorsichtiger Kupfer-Supplementierung und gleichzeitigen Zink- und Mangan-Gaben reduzieren.
Ø Die wirksamste Ernährung für Patienten mit hohem Histamin dürfte eine eiweissarme, Vitamin C reiche Kost mit ausreichend Gemüse und Obst sein. Auch die Einnahme von Vitamin B12, das natürlicher Antagonist der Folsäure ist, kann hilfreich sein, in schweren Fällen gibt man Phenytoin (ein Antikrampfmittel) als Folsäure-Hemmer.
Ø Oligomeres Procyanidin (OPC) ist das wirksamste Antioxidationsmittel überhaupt. 1985 konnte in einer japanischen Studie gezeigt werden, dass OPC die Freisetzung und Synthese von Histamin verhindert, indem es die Aktivität des Enzyms Histidin-Decarboxylase hemmt.
Ø Weihrauchextrakt mit Boswelliasäure kann als entzündungshemmender Naturstoff verhindern, dass Entzündungs-mediatoren (auch Histamin) synthetisiert oder freigesetzt werden. Boswelliasäure hemmt das Enzym 5-Lipoxygenase und dadurch die Synthese von Leukotrienen, die eine wichtig Rolle als Entzündungsvermittler spielen, und erzielt so sehr gute Resultate bei der Behandlung von allergischen Erkrankungen.
http://www.orthomedis.ch/biogene amine neu.htm

Zu Q10: http://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/23728-co-enzym-q10.html

Gruss,
Oregano
 
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17.09.10
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Q10 hab ich auch ausprobiert - gemerkt hab ich ehrlich gesagt nix. Es ist bestimmt so gut wie es beschrieben wird für die Zellmembran etc. Beim vollen Histaminschub hats leider keinerlei direkte auswirkung und langfristig ist das Histamin immer noch da offenbar. Nährstoffe sind sicher immer sinnvoll, aber der Mangel kommt glaub ich eher von dem, was das Histamin anrichtet, als dass das Histamin von so einem Mangel käme.

Aber was ich doch sehr sensationell entdeckt habe ist, dass die Antihistaminika nicht allein Histamin sondern auch Prostaglandine 2 blocken.

Und die haben aber auch natürliche Gegenspieler. Ich bin echt schlecht gewesen in Biochemie, aber das klingt sehr logisch sogar für mich. Vielleicht hilft es hier auch weiter.

Prostaglandine sind eine Gruppe von Gewebshormonen. Sie entstehen durch
Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) und nachfolgenden verschiedenen
Prostaglandin-Synthasen aus der DGLA, der Arachidonsäure oder der
Eicosapentaensäure.

Das Hauptaugenmerk in der Pharmaforschung liegt auf den Prostaglandinen
aus der Arachidonsäure (Serie-2), da diese für Schmerz, Blutgerinnung,
Entzündungen und vieles andere verantwortlich sind. Man versucht durch
Medikamente (beispielsweise Acetylsalicylsäure) die Ausprägung der Serie-2-
Prostaglandine zu hemmen.

Allerdings hemmen diese Medikamente auch deren natürliche Gegenspieler,
die Serie-1- und die Serie-3-Prostaglandine.

Da diese Medikamente gegen die Prostaglandine der Serie 2 auch die
natürlichen Gegenspieler, die Serie-1- und die Serie-3-Prostaglandine hemmen,
ist es umso interessanter, wie diese gebildet werden und was somit jeder selbst völlig Nebenwirkungsfrei tun und lassen kann.

Prostaglandine werden im Organismus aus Fettsäuren gebildet, es handelt sich
dabei um hormonähnliche Substanzen. Diese werden nicht wie andere Stoffe
mit dem Blut transportiert, sondern sie gelangen über die extrazelluläre
Körperflüssigkeit in die sechzig Billionen Zellen des Körpers.

Die Fettsynthese erfolgt aus zwei essentiellen Fettsäuren, der
Omega-6 und der Omega-3 FS, mithilfe mehrerer im Organismus selbst
46 gebildeter Enzyme. Diese Fettsynthese, bildet weitere zehn neue Fettsäuren, durch Dehydration und Kettenverlängerung, und aus drei dieser von unserem Organismus gebildeten Fettsäuren, werden durch die Prostaglandisynthese insgesamt drei verschiedene Serien Prostaglandine gebildet.

Die Serie-1 PG entstehen aus der DGLA (Dihomo-Gamma-Linolen-Säure).
Die Serie-2 PG entstehen aus der AA (Arachidonsäure).
Die Serie-3 PG entstehen aus der EPA (Eicosapentaensäure).

Die Serie-3 PG sind in ihrer Wirkung ähnlich wie die Serie-1 PG. Die Serie-1
PG sind schnellwirkend und Serie-3 PG sind langsamer, dafür haben sie
zusätzlich einen modulierenden Effekt, sie kooperieren miteinander, um die
Serie-2 PG „in Schach“ zu halten.

Wenn es jedoch zu einem Mangel an Serie-1 und Serie-3 PG in unseren Zellen
kommt, und ausschließlich Serie-2-PG in den Zellen sind, dann können diese
völlig unkontrolliert bis zu siebzig verschiedene allergisch bzw. chronische
Erkrankungen auslösen, Erkrankungen, für die es eigentlich keinen Grund gibt.

Wenn die Serie-2 PG die alleinigen PG in unseren Körperzellen sind, können
Entzündungen, Schwellungen, Gefässverengungen, Niessreize, Trombozyten
(rote Blutkörperchen) miteinander verkleben, Trombosen entstehen,
Neurodermitis, Lupus Erythematodes, rheumatoide Arthritis, zu hohe
Triglycerid- und LDL-Werte, sämtliche Allergien, Alzheimer, MS, PMS, sämtl.
48 arteriosklerotischen Krankheiten wie Herzkranzgefäßverengungen, auch alle
chronischen Erkrankungen wie Asthma und chron. Entzündungen entstehen.

Die Serie-2 PG werden immer gebildet, ohne Ausnahme.

Egal warum die Fettsynthese nicht funktioniert, ob das Enzym D6D nicht
gebildet wird, oder zu wenig Omega-3 FS aufgenommen wird, oder ob es an
essentiellen Aminosäuren mangelt, immer werden trotz dieser widrigen
Zustände die Serie-2 PG in allen Zellen gebildet.

Noch einmal die Begründung, weil AA-bildende und AA-enthaltende Speisen
den Stoff liefern, aus dem die Serie-2 PG gebildet werden, und sowohl das
Enzym Cyclooxigenase als auch Lipoxygenase immer, und selbst bei
vorliegender Intoxikation von Schwermetallen gebildet werden.

Nachdem die Prostaglandin-Synthese gestartet ist, werden aus den beiden
essentiellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 weitere zehn Fettsäuren
gebildet. Anscheinend bereitet gerade das wichtigste Enzym unserem
Organismus besondere Schwierigkeiten, fällt es doch relativ häufig aus. Es gilt
als erwiesen, daß nur dieses Enzym, das D6D, besondere Anforderungen an
unseren Organismus stellt.

Ein Mangel an essentiellen Aminosäuren führt dazu, dass das wichtigste
Enzym (D6D) das für den Start der Fett-Synthese benötigt wird, nicht gebildet
werden kann.
Dann stoppt die Fett-Synthese, die Folge, nur noch Serie-2 PG in allen 60 Billionen Zellen unseres Körpers, allergisch chronische Erkrankungen können sich bilden.

Ich weiß nicht, da ich noch ganz neu hier bin, ob das schon irgendwo vorkam? Sonst kann ich gern mehr darüber schreiben oder stehe für Fragen zur Verfügung.

Eine einfache Ernährungsregel und alle anderen Ge- und Verbote scheinen unwichtig. Irgendwie gilt vielleicht doch: alles was kam, kann auch wieder gehen. Irgendwann hats ja mal begonnen mit dem zuvielen Histamin, oder?

Habs heut endlich mal wieder getestet und bin total erstaunt. Es hilft wirklich, blödsinnigerweise hab ichs schon vor ca. einem halben Jahr entdeckt und mit Erfolg probiert und dann... vergessen!??? Gibts sowas bescheuertes? Mein Mann staunt nur immer wenns mir oft so schlecht geht, dass es mir doch damals so gut gegangen war über 3 Monate konstant...?! Ich bin grad völlig happy, konnte endlich mal wieder den ganzen Tag arbeiten und fühl mich immer noch frisch und munter ohne Medis. Wow.

Herzlich
KeepSmiling
 
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01.06.10
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Hallo KeepSmiling ,das sind Deine Worte :

Habs heut endlich mal wieder getestet und bin total erstaunt. Es hilft wirklich, blödsinnigerweise hab ichs schon vor ca. einem halben Jahr entdeckt und mit Erfolg probiert und dann... vergessen!???
Aber Du hast auch vergessen , zu schreiben , was Du wieder so erfolgreich getestet hast ?

Meinst Du die Aminosäuren ? Und dann dazu Omega 3 in ordentlicher Menge ?
Da fällt mir nur die "Budwigcreme" aus Quark und Leinöl ein. Das Problem dabei ist , einen Quark zu finden , der bei HIT geht. Da gibt es nicht viele Sorten . Normaler Quark ist heute ein furchtbares Gemansche , erst extrudiert ,entrahmt, dann wieder zusammengemischt um verschiedene Fewttstufen zu erreichen. Das Ergebnis ist jedenfalls für mich eine üble Histaminbombe.


LG K.
 
Beitritt
17.09.10
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Hallo Kullerkugel

achjeh ja klar - genau Budwigs Leinöl - Quark hatte nämlich auch bei mir nicht wirklich funktioniert, weil mir davon erst recht alles brannte.

Stattdessen und weils für unterwegs auch viel praktischer ist nehm ich schlicht leckere Hanfsamen. Schmeckt leicht wie Nüsschen und in der geschälten Form kann ich sie gut nehmen. Heut hab ich jedesmal wenn ich ein Symptom bekam einen Teelöffel gegessen und ca. 20 Minuten später war alles wie weggepustet. Ich brauch so alle 3 Stunden einen Schupps für die Synthese, weil das bei mir bestimmt schon angeboren ist und meine beiden Elternteile und die Großeltern schon keine funktionierende Prostaglandinsynthese hatten. Naja, das weil ist vielleicht etwas zu gradlinig, aber beided für sich passt scho.

Um die Aktivität der Delta-6-Desaturase aufrecht zu erhalten, ist eine
ausreichende Zufuhr von Magnesium, Calcium, Vitamin B6, Biotin und Zink
notwendig. Ist die Aktivität dieser Desaturase eingeschränkt, so kann weder
Gamma-Linolensäure, Dihomo-Gamma-Linolensäure noch Arachidonsäure
gebildet werden.

Die Aktivität des Enzym Delta-6-Desaturase wird gehemmt durch

• Erhöhte Aufnahme gesättigter Fettsäuren
• Vitalstoffmangel an Calcium, Magnesium, Zink, Vitamin B6 und Biotin
• Alkoholkonsum in hohen Dosen und über einen längeren Zeitraum,
chronischer Alkoholkonsum
• Hypercholesterinämie (erhöhte Cholesterinspiegel)
• Insulinabhängiger Diabetes mellitus
• Neurodermitis
• Virusinfektionen
• Stress – Adrenalin/Cortisol
• Altern

Die physiologische Wirkung der Gamma-Linolensäure basiert auf ihre Funktion
als Ausgangssubstanz von Eicosanoiden und auf ihre Eigenschaft als
Bestandteil von Zellmembranen.

Vorstufen von Eicosanoiden – Immunmodulation
Gamma-Linolensäure ist das Ausgangssubstrat für die Dihomo-Gamma-
Linolensäure. Aus der letzteren entsteht unter dem Einfluss des Enzyms
Cyclooxygenase die Prostaglandine der Serie 1 – PGE1, PGD1, PGI1 und
TXA1. Prostaglandine gehören neben den Prostazyklinen, Thromboxanen und
Leukotrienen zu der Gruppe der Eicosanoide. Das sind hormonähnliche
Substanzen, die nur aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet werden.

Eicosanoide sind demnach oxygenierte Derivate folgender Fettsäuren
• Dihomo-Gamma-Linolensäure – Omega-6
• Arachidonsäure – Omega-6
• Eicosapentaensäure (EPA) – Omega-3

Eicosanoide besitzen vielfältige hormonähnliche Funktionen und sind an
folgenden physiologischen Prozessen beteiligt
• Regulation des Gefäßtonus – Blutdruck
• Blutgerinnung
• Regulierung der Blutplättchen – Thrombozyten-Aggregation, Prozess
der Atherogenese
• Regulierung des Lipoproteinstoffwechsels
• Allergische und entzündliche Vorgänge
• Beeinflussung der Herzfrequenz und des Schmerzempfindens
• Einfluss auf die glatte Muskulatur und die Muskulatur des Uterus

Je nach Ausgangssubstanz weisen Eicosanoide unterschiedliche
beziehungsweise entgegengesetzte Wirkungsmechanismen auf. Während
Prostaglandine der Serie 1, die aus der Dihomo-Gamma-Linolensäure
hervorgehen, im Wesentlichen anti-inflammatorisch, das heißt
entzündungshemmend wirken, fördern Prostaglandine der Serie 2, welche als Vorstufe die Arachidonsäure aufweist, entzündliche Prozesse, wie Schmerzen, Schwellungen, gesteigerte Durchblutung und Fieber.

Speisehanf-Saat (geschält oder ungeschält) liefert
• alle lebensnotwendigen Aminosäuren (essentielle wie nicht essentielle)
• im Samenöl – 75-90% ungesättigte Fettsäuren in genau richtigem Verhältnis
• 2-4 % Gamma-Linolensäure für gesunde Blutwerte
• die meisten Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Phospor, Eisen u.v.a.)
• verdauungsstärkende Ballaststoffe
• viele Vitamine (wie B-Vitamine, Vitamin E, etc.)
Speisehanf unterstützt mit seinen lebensnotwendigen Inhaltsstoffen den
gesunden Stoffwechsel aller Zellen.

Die Vollwertigkeit der Speisehanf-Saat ist ernährungsphysiologisch kaum zu
überbieten. Sie versorgt den menschlichen Körper mit allen benötigten
ungesättigten Fettsäuren, die eine lebenswichtige Rolle bei der Erhaltung
vitaler Zellen, bei der Synthese bedeutsamer Hormone und für einen ausgewogenen Lipidgehalt im Blut spielen.

Die biologische Wertigkeit des Proteins im Speisehanf erreicht Spitzenwerte
und ist vergleichbar mit Volleiweiß oder Fleisch, aber frei von Cholesterin und
ungesunden trans-Fettsäuren. Die Vielfalt an Mineralsalzen und
Spurenelementen versorgt den Körper mit Bau- und Vitalstoffen, die ebenso wie die wichtigsten Vitamine einen ungestörten Zellstoffwechsel garantieren. Ein Drittel der Inhaltsstoffe sind Kohlenhydrate, die ausreichend Brenn- und
Ballaststoffe liefern für die gesunde Verdauungsarbeit im Körper. Da praktisch
alle diese wertvollen Bestandteile des Speisehanf-Korns im täglichen
Stoffwechsel des Körpers unmittelbar als Vorstufen oder Hilfsstoffe verwertet
werden, besteht kaum die Gefahr, dass sie als „Dickmacher“ in Fettpölsterchen
abgelagert werden.

Die Rauschdroge Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC, das aktive Prinzip in
Marihuana oder Haschisch) kommt in Hanfsamen nicht vor.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des überdurchschnittlich hohen Anteils von über
70% an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Hanföl ist die Verwertung im
menschlichen Stoffwechsel. Fett und Öle mit gesättigten Fettsäuren werden
überwiegend abgebaut zur Gewinnung von Energie und bei Überschuss zum
Aufbau neuer Speicherstoffe (z.B. körpereigenem Fett in den
Fettspeicherzellen) verwendet.

Die im Hanföl überwiegenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren setzt der
Körper dagegen zur Herstellung von kurzlebigen, regulativen Hormonen (z.B.
Prostaglandinen, s.o.), zur Erhaltung des Immunsystems und zum Aufbau
neuer Zellstrukturen (insbesondere Zellmembranen) ein, um die stetigen
Umwandlungsprozesse und den laufenden Neuaufbau von Zellen zu
ermöglichen.

Quelle: Lebensmittel, Kosmetik und Taschen aus Hanf im hanf-natur-shop
Ich bin echt fasziniert, denn es ist so erstaunlich, wie wenn man ein Antihistaminika einwirft - bisserl warten und weg. Genau gleich, nur ohne Nebenwirkungen.

Würde mich sehr interessieren, ob das auch schon jemand kennt oder probiert hat?

Herzlich
KeepSmiling
 
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Beitritt
01.06.10
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Hallo KeepSmiling,

herzlichen Dank , das werde ich probieren!
Ich hatte mal Hanföl gekauft, aber manches ÖL von guten Firmen vertrage ich nicht. Aber nach dem Samen schaue ich mal , ich habe bisher nur Sesamsaat.

LG K:
 
Beitritt
17.09.10
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Kann es vielleicht sein, dass wenn die Fett- bzw. Prostaglandinsynthese ruht, fehlen ja Enzyme und es kommt zu Entzündungen etc. Wenn diese dauerhaft und immer stärker werden "eilt das Histamin hinzu" um ebenfalls Alarm zu schlagen? Nicht sehr professionell ausgedrückt, aber womöglich treffender als "kann nicht sein", "gibts nicht", bestenfalls "weiß ich nicht" oder "glaub ich nicht", was mir überall entgegnet wurde. Vielleicht hilfts auch anderen weiter.

Alles Liebe
KeepSmiling
 
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10.01.04
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Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Immer wenn das Körper-Orchester aus dem Takt gerät, geht ja alles mögliche durcheinander, und die Körper-Harmonie stimmt einfach nicht mehr.
Mich erinnert Deine Frage an die Intoleranzen, die ja auch durch fehlende Abbaumöglichkeiten von Stoffen im Körper entstehen und dadurch auch zu Entzündungen z.B. von Magen und Darm führen können. Und eben nicht nur von Magen und Darm sondern praktisch von sehr vielen Stellen im Körper.

Gruss,
Oregano
 
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Beitritt
10.01.04
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Hallo Adele Ruth,

ein Histidinmangel entsteht wohl am ehesten bei eiweißarmer Ernährung, wenn ich das richtig sehe. Insofern spielt die Ernährung dabei eine wichtige Rolle ...

Die Frage, welcher Zusammenhang genau zwischen der Aminosäure Histidin und der Histaminintoleranz besteht, ist für mich immer noch unklar.
http://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/77846-histidin.html

Vielleicht wäre es eine Idee, mit einem Aminosäuren-Präparat, in dem Histidin enthalten ist, auszuprobieren, ob das etwas verändert?

Hier wird Histidin und seine Funktion noch einmal beschrieben:
Aminosäuren - welche wichtigen Funktionen haben sie und welche Aminosäuren gibt es?

...
Besondere Bedeutung hat Histidin beim Aufbau eisenhaltiger Moleküle, so etwa beim Speicherprotein Ferritin und in verschiedenen Enzymen. Aufgrund seiner Struktur ist es aber nicht nur Baustein vieler Proteine, sondern auch an verschiedensten Stoffwechselvorgängen und Mechanismen beteiligt. Nahrungsmittel, die viel Histidin enthalten sind beispielsweise Thunfisch und Lachs, Filetfleisch und Käse, aber auch Sojabohnen, Erdnüsse und Weizenkeime.

Da Histidin im roten Blutfarbstoff Hämoglobin und im muskulären Myoglobin Bindungsort für das Eisenatom ist, ist es für den Sauerstofftransport im Körper, aber auch für die Pufferung des pH-Werts im Blut von hoher Bedeutung. In den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, bindet es ebenfalls Metallionen und ist dadurch an so wichtigen Stoffwechselvorgängen wie der für die Energiegewinnung nötigen Atmungskette beteiligt.

Auch für die Wundheilung und Gewebereparatur ist Histidin entscheidend.
...
Aminsäure Histidin | Anwendung - Wirkung und Nutzen

Die hier genannten Nahrungsmittel sind bei einer HIT ja kritisch und mit Vorsicht zu sehen :confused:...

Grüsse,
Oregano
 
Beitritt
12.06.11
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Hallo Oregano
Danke für die Informationen. Ein mehrtägiger Selbstversuch (Beschwerden Haut und Nerven) ergab folgendes Ergebnis:
1.) Keine Veränderung bei Einnahme von L-Histidin 500mg
2.) Sofortige Besserung bei täglich mehrmaliger Einnahme von Histidin C 200.
Gruß
Adele Ruth
 
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10.01.04
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Hallo Adele Ruth,

das ist ein interessanter Versuch. Glückwunsch, daß das Histidin in der C200 Dir hilft. -
Ich habe manchmal gute Erfolge mit dem Antihistaminum in der C200 ...

Grüsse,
Oregano
 
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12.06.11
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Hallo Oregano
wahrscheinlich ist nicht ein M a n g e l an Histidin eine der Ursachen einer HIT, sondern eine Störung bei der Umwandlung von Histidin in Histamin. Das würde auch erklären weshalb eine homöophatische Verdünnung wirkungsvoller ist als die Einnahme von Histidin Kapseln.
Grüsse
Adele Ruth
 
Beitritt
12.06.11
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Vor einigen Jahren konnte ich in Selbstversuchen ermitteln, dass die Wirkung von L-Histidin Kapseln 5x 500 mg völlig übertroffen wird von einigen Globuli C200. Die Erklärung ist folgende:
Durch die Potenzierung wird das Histidin von seiner Materie gereinigt. Übrig bleibt die reine Information, die durch Resonanz Frequenz in jede Körperzelle Heilung bringt.
(Auf dieselbe Weise wirken Nosoden)
Adele Ruth.03.09.2018
 
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