Hilfe meine Frau trinkt.....

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04.08.14
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Hallo zusammen,
ich bin mit meiner Frau seit 11 Jahren zusammen und seit dieser Zeit ist Ihr Alkohol Konsum auch immer wieder ein Thema. Wir hatten schon etliche schlimme Auseinandersetzungen, bei denen Sie auch schon gewalttätig wurde. Immer wieder finde ich leere Flaschen Wein und wenn ich Sie darauf anspreche werde ich jedes Mal angelogen. Wir haben bereits mehrfach über dieses Thema diskutiert und Sie hat mir das Gefühl gegeben, dass Sie dies eingesehen hat. Ich bin jedoch soweit, dass ich Ihr nicht mehr vertraue. (Sie hat mich schon so oft angelogen) Wie muss ich mich verhalten, wenn ich das Gefühl habe das Sie getrunken hat? Wenn ich Sie damit konfrontiere (wenn Sie getrunken hat, Tagsüber) Flippt Sie Komplet aus. Wir haben zusammen zwei Buben (6+8). Es kam schon so weit, dass ich mit meinen Kindern flüchten musste, weil Sie ausgerastet ist. Diese Thema beschäftig mich den ganzen Tag, jedesmal wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, habe ich Angst das Sie wieder getrunken hat..... Ich bin sehr verzweifelt, kann mit niemanden darüber reden und weis einfach nicht mehr weiter......
Vielen Dank
 

ullika

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27.08.13
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.... Ich bin sehr verzweifelt, kann mit niemanden darüber reden und weis einfach nicht mehr weiter......
Vielen Dank
Hallo,
ich glaube, es gibt viele Gründe, warum ein Mensch nach Alkohol süchtig wird.
Ich war viele Jahre in der Gastronomie tätig, im Nachtgeschäft, hab da viel mit Menschen zu tun gehabt, die viel trinken, manche können jederzeit aufhören, manche entwickeln eine Sucht.

Sucht kommt meiner Meinung nach dann, wenn dem Menschen etwas fehlt, körperlich oder psychisch, wobei man das nicht immer trennen kann.

Ich würde herausfinden versuchen, gemeinsam mit deiner Frau und vielleicht einem Arzt, was der Grund sein könnte. Gerade bei Frauen kommen nach Geburten oft Hormonprobleme, Schilddrüsenunterfunktion, Mangel an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, ... können die Ursache sein, die dann zu Depressionen führen und schließlich in einer Sucht enden.
Frauen sind auch oft mit dem Haushalt und den Kindern überfordert, fühlen sich selber vernachlässigt und suchen Trost in einer Sucht, Trinken oder Rauchen sind eine Möglichkeit, andere werden kaufsüchtig, spielsüchtig, magersüchtig oder esssüchtig..... es gibt viele Möglichkeiten, sich täglich Glücksgefühle zu verschaffen, wenn man nicht unzufrieden ist.

Frag sie mal, ob sie glücklich ist, bzw. was sie glücklich machen würde und wofür es sich lohnen würde, die Sucht aufzugeben.
Vielleicht ist sie aber wirklich krank und ihr Körper versucht, den Mangel an Botenstoffen oder ein Gift, das den Körper belastet, mit Alkohol auszugleichen.

Hat sie Amalgan (Quecksilber) im Mund, Aluminium (durch Deos, Dosen, Rieselhilfen, beschichteten Pfannen.....) im Körper, verwendet ihr die Mikrowelle, Produkte mit Geschmacksverstärker Glutamat, künstlichen Farbstoffen, Konservierungsmittel ... und anderen fragwürdigen Zusatzstoffen?

Vielleicht sucht ihr euch ein gemeinsames Hobby "gesund Essen" oder "Essen, was glücklich macht", gemeinsame Ausflüge, Pilze und Wildkräuter sammeln?
 
Zuletzt bearbeitet:

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Datura

in memoriam
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09.01.10
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Wenn Du "Suchtberatung" bei Google eingibst, findest Du viele Adressen, an die Du Dich wenden kannst. Such Dir was in Deiner Umgebung und ruf an!

Datura
 

kopf

Sucht kommt meiner Meinung nach dann, wenn dem Menschen etwas fehlt, körperlich oder psychisch, wobei man das nicht immer trennen kann.

Ich würde herausfinden versuchen, gemeinsam mit deiner Frau und vielleicht einem Arzt, was der Grund sein könnte. Gerade bei Frauen kommen nach Geburten oft Hormonprobleme, Schilddrüsenunterfunktion, Mangel an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, ... können die Ursache sein, die dann zu Depressionen führen und schließlich in einer Sucht enden.
Frauen sind auch oft mit dem Haushalt und den Kindern überfordert, fühlen sich selber vernachlässigt und suchen Trost in einer Sucht, Trinken oder Rauchen sind eine Möglichkeit, andere werden kaufsüchtig, spielsüchtig, magersüchtig oder esssüchtig..... es gibt viele Möglichkeiten, sich täglich Glücksgefühle zu verschaffen, wenn man nicht unzufrieden ist.

Frag sie mal, ob sie glücklich ist, bzw. was sie glücklich machen würde und wofür es sich lohnen würde, die Sucht aufzugeben.
Vielleicht ist sie aber wirklich krank und ihr Körper versucht, den Mangel an Botenstoffen oder ein Gift, das den Körper belastet, mit Alkohol auszugleichen.

Hat sie Amalgan (Quecksilber) im Mund, Aluminium (durch Deos, Dosen, Rieselhilfen, beschichteten Pfannen.....) im Körper, verwendet ihr die Mikrowelle, Produkte mit Geschmacksverstärker Glutamat, künstlichen Farbstoffen, Konservierungsmittel ... und anderen fragwürdigen Zusatzstoffen?
Hallo ,
ich finde das total toll was da geschrieben wurde !

LG kopf.
 
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22.07.08
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Hallo Wengen,

Ich kann mich in Deine Lage sehr gut einfühlen und möchte Dir helfen, die Ursachen für das Trinken Deiner Frau zu durchleuchten.

Zuerst einmal einige Fragen zu der Geschichte Deiner Frau.
Ihr seid jetzt 11 Jahre zusammen und habt zwei Kinder. Ich nehme an, Deine Frau geht nicht zur Arbeit sondern ist "selbständige Hausfrau".

Kannst Du dir vorstellen, daß Deiner Frau ihre Pflichten über den Kopf wachsen und daß Alkohol für sie Erleichterung bringt? Ihr geht dann alles leichter von der Hand und sie denkt, das wäre die erwünschte Lösung ihres Problems.

Hat Deine Frau vor euerer Ehe auch schon getrunken?

Alkohol hat auf die Menschen die glauben ihn zu brauchen einen wesensverändernden Einfluß. Ich denke, Deine Frau weiß ganz genau, daß das Zeug Gift für sie ist. Wenn Du dann kommst und ihr Vorwürfe machst, rastet sie aus, weil sie keinen Ausweg sieht, aus der Sache rauszukommen ohne in einen Entzug zu kommen, der noch viel schmerzhafter ist, als Du dir vorstellen kannst.

Trinkt sie denn andauernd, jeden Tag, auch wenn es manchmal nur wenig ist, wichtig ist für die Einschätzung, ob sie auch mal davon Pause machen kann.

Um vom Alkohol loszukommen und ihn nicht mehr als "Problemlöser" zu betrachten muß Deine Frau eine Veränderung wollen.
Entzug beginnt im Kopf. dauert erst 3 Tage, dann 30 und anschließend ist andauernde Wachsamkeit ihrerseits nötig, daß sie nicht wieder auf ihre alten Argumente hereinfällt, warum sie Alkohol braucht.

Kannst Du dir vorstellen eine Situation herzustellen zu helfen, in der Deine Frau einmal 3 Tage lang keinen Alkohol bekommt, anstattdessen jede Menge von Vitaminen und anderen guten Sachen, die ihr schmecken?

Die erste Entgiftung muß so sein, daß sie nicht zu sehr darunter leiden muß, daran hängt sich dann die Zeit der tieferen Reinigung für Gehirn und Nerven von 30 Tagen.

Die andere Möglichkeit ist ein Krankenhaus, aber da muß auch sie selbst es wollen. Das kommt aber nicht von selbst, schon gar nicht, wenn Du ihr Vorwürfe machst.

Könnt ihr die Kinder mal für einige Zeit anders unterbringen?
Es wäre gut, wenn einmal etwas Druck der Pflichten von Deiner Frau weggenommen würde, anstattdessen könnte sie sich dann auf sich besinnen und einen Weg finden, wie sie aus dem Dilemma rauskommt.

Dann wäre es wichtig zu erkennen, welcher Typ Abhängigkeit bei ihr vorliegt.
Das können viele Sachen sein. Sogar Freude läßt zur Flasche greifen, das ist für einen Alkoholkranken genau so gefährlich wie Leid.

Gibt es bei Euch die sehr gute Vereinigung der "anonymen Alkoholiker"? Die haben auch die Möglichkeit mit Angehörigen Gruppen zu machen, damit Du erst einmal klar siehst, wie Du mit Deiner Frau weiter vorgehen könntest.

Vielleicht suchst Du erst mal in Googel unter der Rubrik nach ersten Lösungen und dann entscheide Dich erst war Du tun kannst.

Den Löwenanteil wird Deine Frau selber leisten müssen und das ist kein Pappenstiel.

Ich hoffe, Du findest einen Weg ohne Vorwürfe, die helfen Deiner Frau nämlich nicht aus der Abhängigkeit heraus, die treiben sie vielleicht nur noch mehr hinein.

Alles Gute für Dich und Deine Familie
Rota
 
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27.11.09
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Ich empfehle dir sehr, dich auf dich selber zu besinnen und auf das Wohl deiner Kinder. Wenn du "Al-Anon" als Google-Suchbegriff eingibst, findest du Informationen zu Selbsthilfe für Angehörige von Alkoholkranken. Du kannst deine Frau nicht ändern, nur gut für dich selber schauen. Manchmal ist das sogar der Schlüssel, dass ein Mensch einsichtig wird.

Die Gründe für die Sucht sind schon wichtig, aber im Moment hilft dir wohl mehr Information über Suchtmechanismen und die Dynamik von Beziehungen/Familien, in denen ein Mitglied von Alkohol abhängig ist.

Das Verhalten deiner Frau ist sehr typisch für jemanden mit Alkoholsucht, deine Gefühle von Verzweiflung als Angehöriger auch.

Nochmals, ich kann dir nur empfehlen, dir selber Hilfe zu holen (Suchtberatung, Beratungsstelle für Angehörige, Al-Anon etc.) und zu lernen mit dem konstruktiv umzugehen, was die Sucht deiner Frau mit dir macht. Es ist auch sehr wichtig für deine Kinder.

Alles Gute und herzliche Grüsse
fauna
 
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01.06.10
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Hallo Wengen,

Du klingst sehr verzweifelt . Und hast schon viele Ratschläge bekommen.

Ich würde gerne mehr wissen. Wie oft trinkt Deine Frau denn Wein ? Ist sie denn betrunken , wenn Du nach Hause kommst ?

Trinkst Du gar keinen Alkohol ? Oder trinkt Ihr auch einmal zusammen ein Glas Wein ?

Ich frage das jetzt deshalb, weil hier schon in den ersten Antworten von Sucht/ Klinik usw. geschrieben wird.

Also ich kenne ein Paar, das an sich sehr strenge Richtlinien bezüglich Ernährung setzt. Dieser Mann ist total ausgeflippt, als eines Tages eine leere Bierflasche im Haushalt auftauchte. Aus der die Frau wohl auch mit Besuch getrunken hatte .

Ich möchte Dein Problem nicht verniedlichen, aber Deine Anfrage gibt noch nicht viele Infos über das Ausmaß des Problems .
 
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07.08.10
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Phu....da gehen mir ganz viele Dinge durch den Kopf:

Ich bin geschieden wegen Alkohol: Ich soff - zuviel und zu oft. (ich hab dann die Ursache gelöst und hab kein Verlangen mehr)
Meine jetzige Mitbewohnerin trank ebenfalls viele zuviel.....sie ist es am beenden, ich hoffe es klappt, denn ich ertrag sie immer weniger wenn sie auch blos 2 Bier hatte und schon gar nicht wenn sie abgestützt ist.

meiner Meinung nach: sprich deine Frau an wenn sie getrunken hat, her nicht im Kater. Die heftige Reaktion zeigt doch dass sie selber sehr unzufrieden ist dass sie säuft. Das sie ein schlechtes Gewissen hat. (Heftige Reaktionen hat man blos wenn einem etwas trifft, berührt - ist es in Ordnung bleibt man gelassen)
Ich kann nur von mir reden, aber ein Partner der trinkt (und es einem selber stört) passt nicht! Etwas weniger trinken wird niemals klappen - früher oder später steigert sich der Alkoholkonsum einfach wider. Man muss die Ursache des Problemen lösen. (muss man ja immer)
Was ist der Grund? Wie oben schon erwähnt können das Körperliche Dinge sein..Quecksilber etc.
Ich denke der Grund ist mangelte Liebe, Selbstbewusstsein, Misshandlung. In der Kindheit, Babyalter, als Jugendlicher.........es muss ja noch nicht mal wirklich etwas passiert sein - aber jeder Mensch interpretiert Sachen die geschehen sind anders: es kommt blos darauf an was der betreffende fühlte.
Egal was ihr unternehmt: wenn es nicht von ihr selber auskommt wird's wohl scheitern. Sie muss begreifen dass sie nicht blos ihr eigenes Leben wegschmeisst, auch deines und das der Kinder............
Sorry, wenn ich nicht nett sondern direkt bin - aber mit Süchtigen kann man nicht nett sein.....bis sie sind es auch nicht ;-)
Viel Erfolg, viel Kraft und ganz viel Geduld.

LG Therakk
 
Beitritt
26.02.14
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Hallo,

Vielleicht findest du in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern. So könntest du mit Leuten sprechen, die gleiche oder ähnliche Erfahrungen haben.

Liebe Grüsse, moon1
 
Beitritt
07.02.11
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Schuldigung, dass ich diesen alten Thread nochmal aktiviere. Nur würde mich brennend dieser hier zwei Mal erwähnte Zusammenhang zwischen Quecksilber und Alkohol interessieren.

Wäre nett, wenn ihr das näher erleutern könntet. Oder evtl. einen Link zum Thema hättet.
 
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