Herzklopfen und Atemnot

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27.09.13
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Hallo,
wegen Unruhe, Herzrasen ging ich 3 Tage nach durchzechter Nacht ins Krankenhaus, Dort wurde Hypertonie und Herzinsuffizienz 1. Grades festgestellt. EKG dazu passend. Kardiologenuntersuchung hat belastungsinduzierte Beinträchtigungen verneint, Belastungs EKG war ok.

Medikamentation durch Hausarzt mit Metoprolol und Ramipril zur Bekämpfung des Bluthochdrucks. Aufgrund weiterhin schwankenden und hohen Blutdrucks wurde nunmehr Valsartan umgestellt, nicht abgeschlossen. Nachwievor zu hoher Blutdruck und Schwankungen. Puls schwankt durch Beta Blocker nur mäßig um 60 p.M.

Die Symptome wurden mit den Monaten ergänzt durch sporadische Atembeschwerden, Atemnot, massives Herzklopfen, kalte Hände, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, flaues Magengefühl, Appetitlosigkeit, Depressionen natürlich dazu.

Aus eher sporadischen Beschwerden wurde nunmehr dauerhafte Atemprobleme und starkes Herzklopfen, 24 Std. am Tag, auch nachts beim aufwachen zum Toilettengang spürbar, beim Aufstehen. Meistens morgens mäßig und Steigerung ab Nachmittag bis Abend.

Es folgten Aufenthalte in der Notaufnahme wegen der Atmung.
Merkwürdig und widersprüchlich für mich und die Ärzte:

1. Bei Beginn im Frühjahr wurden Blutwerte gemessen, soweit ok, etwas erhöhtes Cholesterin, pro-BNP bei 291 ng/l im Juli. Dies bedeutet lt. Arzt keine Beschwerden durch die Herzinsuffizienz. Leider aber doch weiterhin vorhanden. TSH im Juli ebenso niedrig bei 1,5.

2.Es folgten im Juni 1000 Radtour ohne erkennbare sportliche Probleme, gelegentlich Unruhe und etwas Atmungsprobleme abends. Mäßiger Cardio-Sport im Fitness Studio ohne Probleme. Wenn ich bei Atemproblemen stramm spazieren gehe (5-7 km), so komme ich ins Schwitzen, aber die Atemprobleme nehmen nicht zu. Gleiches bei Radfahrten.

3. Weitere Untersuchungen (Lungen Röntgen, Lungenfunktion, Lungenembolietest, Oberbauchsono) o.B., Magenspiegelung noch offen.

4. In der Notaufnahme wurde jetzt im September (also 2 Monate nach obigen Untersuchungen) festgestellt, dass nunmehr TSH=3,98 (Schilddrüse?), pro-BNP bei 927 ng/l ist. Interessant, dass der Sättigungsgrad des Sauerstoffs im Blut bei 98% lag und das bei Atemproblemen.

Was mir so zu schaffen macht, sind natürlich die Atemprobleme. Wenn ich sie bereits auf dem Sofa ohne Bewegung erheblich habe, müßte ich doch fast am Ende sein, wie passt das mit der HI 1. Grades zusammen, die doch gar keine Symtome haben soll? Und mit dem hohen Sättigungsgrad des Sauerstoffs? Kann sich das in 2 Monaten ohne erkennbaren Grund so verschlechtern? Aber auch proBNP von 927 wäre ja "nur" 2. Grades???

Oder habe ich Flöhe und Läuse gleichzeitig? TSH von 3,98 könnte auch Schilddrüse sein mit Nachfolgekrankheiten??? Oder ganz was anderes? Diazepam nimmt die Angst und verbessert die Luftsituation (Placebo Effekt?). Ansonsten nur Wärmeflaschen und Entspannungsübungen, bringt etwas Ruhe.

Ich weiss nicht, was ich tun soll und in welche Richtung ich forschen kann. Habe vielleicht auch den Überblick verloren. Gleichzeitig ist die Lebensqualität mies und keiner der Ärzte hat eine zündende Idee. Natürlich nehmen dadurch die Depressionen zu. Kommt Kieferspannungen in Frage, Hals-Nacken Bereich ist auffällig verspannt? Letzte Erklärungsvariante psychosomatisch. Ich weiss nicht.

Ich bin für jede Anregung dankbar und beantworte auch gerne event. Nachfragen.

Dank und Gruß aus Berlin

Walter
 
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Halllo,


Deine Symptome deuten auch auf eine Leberschwäche hin.
Wie lange geht das schon mit dem Alkohol?
Ist es denkbar, daß Deine Leber anfällig geworden ist auf den Abusus? :schock:

Laß Dir doch mal Legalon forte Mariendistelpräparat) verschreiben, oder kaufe es Dir, es ist frei erhältlich. Damit pflegst Du mal einige Wochen Dein geschundenes Entgiftungsorgan und dann spür mal hin, ob es Dir nicht besser geht.

Liebe Grüße
Rota
 
Wenn Symptome unter Einfluss von Beruhigungsmitteln verschwinden liegt der Verdacht nahe, dass diese psychisch bedingt sind. Ansonsten entspannen Benzodiazepine m.W. die Muskulatur, sie wirken entkrampfend. Sollten da also körperlich bedingte Verkrampfungen gleich welcher Art für die Atemprobleme ursächlich sein, könnte es vermutlich ebenso helfen.

Einige andere Dinge die Du beschreibst (nicht alle) passen symptomatisch zu Panikattacken. Auch Bluthochdruck kann psychisch bedingt sein.

Ich vermute, dass bei Dir sowohl psychische als auch körperliche Faktoren zusammen kommen, die sich gegenseitig hochschaukeln und so zu einem unangenehmen Gesamtbild führen.
 
Liebe Rota,
die Leber ist lt. Ultraschall unauffällig und weich, Leberwerte auch. Das Zecher-Ereigniss liegt 6 Monate zurück. Ich werde mir aber das vorgeschlagene Mittel trotzdem mal ansehen, danke für den Hinweis.
Gruss
Walter


Deine Symptome deuten auch auf eine Leberschwäche hin.
Wie lange geht das schon mit dem Alkohol?
Ist es denkbar, daß Deine Leber anfällig geworden ist auf den Abusus? :schock:
 
Liebe Samuela,

das sind sicherlich alles richtige Hinweise und gehen insgesamt in die richtige Richtung.

Z.Zt. werden die verschiedensten Tests für Autoimmunkrankheiten gemacht und weitere kardiologische Untersuchungen angestellt. Der hohe und in kurzer Zeit massiv veränderte proBNP Wert spricht gegen (alleinige?) psychische Ursachen. Bei Atemnot liegt natürlich die Panik nicht fern. Atemnot durch Hyperventilierung war es aber nicht. Dagegen sprich die Atemfrequenz, die die Notaufnahme gemessen hat.....

Danke für die Hinweise.
Gruss aus Berlin
Walter

Ich vermute, dass bei Dir sowohl psychische als auch körperliche Faktoren zusammen kommen, die sich gegenseitig hochschaukeln und so zu einem unangenehmen Gesamtbild führen.[/QUOTE]
 
Ja richtig! Mit den körperlichen Werten die Du beschreibst kenne ich mich leider nicht aus, deswegen die Vermutung: Da kommt körperlich und psychisch zusammen. Psychotherapeutische Interventionen alleine werden wahrscheinlich das Problem nicht beheben, können aber durchaus Erleichterung bringen und helfen, mit solchen körperlichen Krisensituationen besser umzugehen. Um eben dieses Hochschaukeln zu vermeiden.
 

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