Herzkatheter

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28.10.19
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Hallo in die Runde,
da ist es wieder, das berühmt, berüchtigte Thema Herzkathederuntersuchung und die Angst davor.
Hintergrund ist eine pathologische Myokardszintigraphie. (siehe Anlage)
Ich hätte gern Kontakt und bitte um Erfahrungen von Betroffenen, die ähnliches hinter sich haben oder
sich mit der Problematik auskennen. Danke im voraus.
LG Laura


 

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18.03.12
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Liebe Laura,
vor vielen Jahren hatte ich eine Herzkathederuntersuchung und man stellte eine Koronare Herzerkrankung fest.
Nach einem langen Weg durch viele Arztpraxen war ich damals froh, dass endlich etwas passierte und es kam keine Angst bei mir auf. Internet hatte ich noch nicht und wusste dadurch nichts weiter von Risiken. Meine Untersuchung erfolgte über die Leiste und verlief ohne Komplikationen.

Heute bin ich aufgeklärter und würde mich für ein Herz CT entscheiden.


Ich wünsche dir alles Gute🍀

Liebe Grüße von Wildaster
 
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28.10.19
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Liebe Wildaster,
danke für Deinen aufschlussreichen Beitrag.
Ist schon traurig, dass man von so einer Möglichkeit aus dem Internet und nicht vom Kardiologen oder Hausarzt erfährt. Die GKV bezahlt in der Regel keine Herz CT von ca. 400 Euro, aber eine Herzkathederuntersuchung die lt. Google mit 700 Euro veranschlagt ist, wird bezahlt, nur mal nebenbei. Hätte ich es früher gewusst, ich hätte die Herz CT gewählt. Nun steht die Herzkathederuntersuchung aber terminlich direkt vor der Tür und ich laufe schon ein halbes Jahr mit Schmerzen herum. Also werde ich es dabei belassen. Drei Kreuze wenn es vorbei ist. Nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe.
LG Laura
 
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18.03.12
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Liebe Laura,
mir ging es ja erst nach der Herzkathederuntersuchung, mit der richtigen Diagnose, besser und das wünsche ich dir auch von Herzen.🍀🍀🍀
Wenn nun der Termin vor der Tür steht, dann versuche gelassen zu bleiben und denke nicht an die Risiken sondern, dass sie deinen Schmerzen auf die Spur kommen und es dir hoffentlich bald beser geht.

Melde dich doch bitte einmal danach.

Nochmals liebe Grüße
 
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28.10.19
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Liebe Wildaster,
mit der Gelassenheit, ja das ist so ein Problem für sich. Allein die Vorstellung, dass man im Herzen tätig wird, reicht bei mir schon aus um Panik zu bekommen. Am 30.10. darf ich mir dann noch die Risiken anhören, ehrlich ich wäre gelassener, wenn ich nichts wüsste. Heute in einer Woche, also am 2.11. ist die Untersuchung. Ich soll 3-4 Tage im Anschluss noch im KH bleiben. Die meisten werden nach einer Nacht wieder entlassen. Naja, wie auch immer. Ich melde mich wieder bei Dir, wenn alles überstanden ist.
Liebe Grüße
Laura
 
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18.03.12
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Liebe Laura,
ich wünsche dir sehr, dass du ohne Panik über das Wochenende kommst. Hast du einen Park oder einen Wald in deiner Nähe? Vielleicht gelingt es dir dort bei einem Spaziergang etwas Ruhe zu finden und gestärkt und mit Zuversicht den Montag entgegen zu sehen.
Ich finde es übrigens gut, dass du noch 3-4 Tage im Krankenhaus unter fachlicher Beobachtung stehst.

Ich schicke dir liebe Grüße und für den Montag toi, toi, toi.🍀🍀🍀

Die Wildaster
 
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16.02.18
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Hallo Laura,

ich kann gut verstehen, dass du Angst hast; ich hatte auch große Angst.
Bei mir wurde vor einem Jahr eine Herzkatheter-Untersuchung gemacht um einen Lungenhochdruck auszuschließen (da ich eine Autoimmunerkrankung / Skerlodermie habe).
Zum Glück ist alles gut verlaufen und ich habe keinen Lungenhochdruck.

Bei mir wurde die Untersuchung über den Hals durchgeführt
Dort wurde der Katheter reingeschoben bis zum Herzen und gleichzeitig hat die Ärztin das auf dem Monitor beoabachtet.
Es tat nicht weh, lediglich etwas unangenehm muss ich sagen.
Das Ganze dauerte 35 Minuten, dann wurde der Katheter wieder entfernt und ich bekam einen Druckverband an den Hals. Ich musste sicherheitshalber eine Nacht bleiben, falls Nachblutungen auftreten würden.
Am nächsten Mittag wurde ich wieder entlassen.

Weißt du obs über den Hals oder über die Leiste gemacht wird?

Ich wünsche dir alles Gute Laura, innere Ruhe und Gelassenheit und Zuversicht, dass es gut wird.
Liebe Grüße von Mara

P.S.: Bitte berichte doch auch, wies verlaufen ist.
 
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28.10.19
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Liebe Mara,
über Deine Zeilen habe ich mich ganz sehr gefreut.
Der Arzt sagte im Vorgespräch, 95 % werden über den Arm und 5 % über die Leiste gelegt. Auf meine Frage, warum 5 % über die Leiste, erhielt ich die Antwort, die Blutgefäße über die Leiste sind größer. Den Arm nimmt man nur nicht, wenn die Arterien verkrümmt und das Endoskop nicht durchzuführen ist. Die Entscheidung trifft man aber nur vor Ort im Herzkatheterlabor.
Ich habe seit Juni Brustkorbschmerzen, erst beidseitig, seit Ende August nur noch links. Ich habe der Reihe nach alle Untersuchungen durchlaufen, beim Hausarzt EKG, unauffällig, beim Kardiologen Echo, wieder unauffällig und dann kam die Nuklearmedizin mit einer Herzszintigraphie in Ruhe und mit Stress. Dann war es vorbei mit den Unauffälligkeiten, unter Ruhe arbeitete mein Herz noch so am Rande der vorgegebenen Parameter, aber mit Stress stellte sich heraus, dass ich eine Erkrankung der Herzkranzgefäße und Angina pectoris habe.
Unter Belastung reicherte sich das gespritzte Medikament im spitzennahen bis mittleren Drittel der Seitenwand, dem klappernahen Drittel der Hinterwand und dem spitzennahen Drittel der Vorderwand des Herzens an. Das kann ein Hinweis dafür sein, dass das Gewebe an dieser Stelle nicht normal arbeitet.
Nächster Schritt, Überweisung zum Herzkatheter, der nun am Montag, 2.11.2020 durchgeführt wird. Am Freitag war ich von 10.00 - 15.00 Uhr in der Klinik, um alle Voruntersuchungen, Formalitäten und das Arztgespräch zu absolvieren. Durch die Myokardszintigraphie steht so ziemlich fest, dass Gefäße erweitert und Stents gesetzt werden müssen Wie viele kann im Moment kein Mensch sagen. Ich hatte 4 Wochen Zeit, um mich auf die Untersuchung und deren Risiken vorzubereiten, was mich nun aber am Freitag noch restlich aus der Bahn geworfen hat, ist die Tatsache, dass beim ausdehnen der Gefäße Ablagerungen in's Herz geraten und somit einen Herzinfarkt auslösen können. Wenn ich es richtig verstanden habe, passiert das relativ häufig. Ich hatte bei Facebook Kontakt zu einer ehemaligen Patientin, die hatte doppeltes Pech, Herzinfarkt und Schlaganfall gleich noch dazu.
Nun kann ich hier herum heulen wie ich will, es gibt keinen Weg daran vorbei. Ich habe bereits in Ruhe Schmerzen, bin Null leistungsfähig und irgendwann ist das/die Gefäße ganz zu, dann droht ebenfalls der Herzinfarkt.
Ja und da wäre noch die Angst. Leider bin ich seit Jahren chronisch angstkrank. Da empfindet man alles noch schlimmer. Es soll jetzt keinesfalls in's Selbstmitleid abrutschen, aber umgehen kann ich mit der Situation nicht wirklich. Für mein Umfeld ist es nur eine Lappalie und ich muss ganz allein damit zurecht kommen.
Ist was viel Text, ich hoffe ich überfordere Dich nicht.
Danke für die guten Wünsche und wenn es mir wieder besser gehen sollte, melde ich mich.
Liebe Grüße
Laura
 
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16.02.18
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Guten Morgen liebe Laura,

es tut mir leid, dass du grad so viel Angst und Kummer hast. Ich hoffe ich kann dir ein bisschen Mut zusprechen.:)

Zuallererst möchte ich dir sagen, dass es vollkommen in Ordnung ist im Vorfeld IMMER vom Guten auszugehen, egal was du im Leben angehen musst.

Sollte es dann anders kommen, könntest du dir immer noch einen Kopf machen. Mit der Facebookgenossin würde ich nicht mehr schreiben, es ist sehr schlimm was sie erleben musste, jedoch, Gott sei Dank, die Ausnahme.

Deine Angsterkrankung kommt natürlich noch belastend hinzu. Aber schau Laura, falls eine Komplikation entstünde, wärst du doch gleich Vorort und die Ärzte könnten sofort eingreifen. Klar gibt es Komplikationen, aber, das sind zum Glück die Ausnahmen, generll verläuft alles routinemäßig.

Mir hilft in solchen Situationen am meisten beten, das beruhigt mich ungemein. Vielleicht kannst du heute noch was finden, was dich ein wenig ablenken wird und dich auf andere Gedanken bringt und du diesen Sonntag ein bisschen genießen kannst 🌻.

Vorteil des Ganzen ist doch, dass dir Stents gesetzt werden und es dir hinterher wieder besser geht und genau darauf hin gilt es jetzt deine Gedanken zu lenken und darauf hin zu arbeiten und dich vielleicht sogar ein wenig zu freuen, dass es dir hinterher wieder besser geht.

Klar ist das schlimm, ausgeliefert sein zu müssen und dich morgen früh auf den Weg zu machen in dieses Krankenhaus und diesen beschwerlichen Weg gehen zu müssen. Aber stell dir vor, in ein paar Tagen vielleicht, wird es dir viel, viel besser gehen. Und das wünsche ich dir.

Ich denk an dich, bis bald
Mara
 
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28.10.19
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Liebe Mara,

danke für diese tröstenden, aufmunternden Worte. Das hilft wirklich sehr. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die soviel Gutes bewirken können. Danke dafür. Du bist ein Herzensmensch.

Was mir als nächstes durch den Kopf ging, warum kommt sowas nicht von den Menschen, die mir nahe stehen. Entweder kommt Gleichgültigkeit oder man ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Da kommen mir die Tränen.

Was ich heute mit dem Tag anstelle und wie die Nacht sein wird, keine Ahnung. Zu erledigen habe ich nicht mehr viel. Sitze auf gepackten Koffern. Ich bin heilfroh, wenn es morgen vorbei sein wird. Ich hatte einen ganz netten Kardiologen zum Aufklärungsgespräch, der aber leider meine Behandlung nicht übernehmen kann. Dann hätte ich noch sowas wie einen kleinen Sonnenstrahl gesehen. Er hatte so eine ruhige Ausstrahlung, die sich halb auf mich übertragen hatte und hat mir soviel Verständnis entgegen gebracht, wie ich es bei Dir fühle.

Dann will ich einfach Mal hoffen, dass ich am Dienstag Nachmittag oder am Mittwoch wieder an meinem Laptop sitzen und Dir sagen kann, war alles halb so schlimm. Ob ich im Krankenhaus über Handy Internet bekomme, weiß ich nicht. War genau vor einem Jahr in zwei verschiedenen Krankenhäusern, da ging nichts über "mobile Daten".
Mit mit WLAN kenne ich mich nicht aus, will ich auch nicht im KH.

Tausend Dank nochmals für Deinen lieben Beitrag. Wenn ich kann, melde ich mich aus dem KH. Ich denke, Du wirst die erste sein, der ich schreibe, wie gesagt, falls ich überhaupt kann. Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche und bleib gesund, ist ja auch wichtig in diesen schwierigen Zeiten.

Liebe Grüße
Laura
 
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16.02.18
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Liebe Laura,
ich denk an dich, wies dir wohl grad geht?
Ich freu mich, wenn du erzählst wies war und was du erlebt hast.(lass dir Zeit, ich weiß wie kompliziert es im Khs mit WLAN ist)

Ich hoffe, du hast eine nette Zimmerkollegin, die nicht schnarcht :)
und kannst heute Nacht gut schlafen im Krankenhaus; wo bist du denn, wenn dus sagen magst?, ich war seinerzeit im Juliusspital in Würzburg.

Herzliche Grüße
von Mara
 
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28.10.19
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Liebe Mara, liebe Grüße aus dem Krankenhaus, es ist vorbei. Gestern Abend alles reibungslos abgelaufen. Mit ein wenig Glück darf ich heute nach Hause, ist aber nur eine Vermutung meinerseits da der Befund sehr gut ausgefallen ist. Visite ist erst heute Vormittag. Kein Stent, kein Nichts und eine minimale verkalkung der H K G. Alles andere später. Google haut mein Handy mit Werbung voll, kann kaum lesen was ich schreibe. Sei ganz lieb gegrüßt Laura
 
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28.10.19
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Liebe Mara,
nun bin ich wieder zu Hause und natürlich froh, dass alles so gut verlaufen ist.
Zur Herzkatheteruntersuchung selbst muss ich sagen, dass ich kaum etwas gemerkt habe. Der Arm wurde betäubt, deshalb minimale Schmerzen beim einführen des Katheters, vom Verlauf in den Arterien nichts gemerkt, wie angekündigt, da Arterien keine Nerven haben, nur leichtes Herzstolpern, aber nicht beängstigend.
Was hätte nicht sein müssen, war die beinahe 1 1/2 stündige Wartezeit im Ruheraum mit einer schwer herzkranken älteren Dame vor der Untersuchung. Die Dame hatte die Untersuchung hinter sich und ich habe nur gedacht OMG, was steht dir jetzt bevor.
Mit dem Ergebnis kann ich mehr wie zufrieden sein. Der Arzt meinte nur, ich bekäme wahrscheinlich in den nächsten 10 Jahren keinen Herzinfarkt.
Allein mit den Nieren habe ich Probleme, einfach weil ich dieses Jahr zu viele Untersuchungen mit nuklearen Medikamenten bzw. Strahlen hatte. Das muss unbedingt nachkontrolliert werden. Ohne Diuretika könnte ich wohl gar nicht zur Toilette gehen und selbst mit habe ich noch Probleme.
Ja, liebe Mara, nun weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, wie ich Dir danken soll, denn Du warst "mein Fels in der Brandung". Du hast so viele liebe, verständnisvolle Worte gefunden, wie sonst keiner. Mir bleibt nur nochmals ein großes danke an Dich, ich weiß es zu schätzen und sehe es nicht in irgend einer Weise als selbstverständlich an.
Liebe Grüße
Laura
 
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16.02.18
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@Laura1812
es freut mich selbst doch ganz besonders, dass ich dich ermutigen konnte, du alles gut überstanden hast und die Untersuchung positiv ausgefallen ist. Das schenkt dir bestimmt wieder mehr Lebensqualität, da nun die Angst vor der Ungewissheit wegfällt.

Was deine Nieren betrifft kannst du bestimmt selbst unterstützend agieren.

Hier zwei interessante Artikel dazu:



Liebe Grüße
Mara
 
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