Gastritis durch Antibiotika

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Guten Tag!

Am 29.03.2013 hatte ich eine Kieferoperation unter Vollnarkose. Die hat mein Magen schon nicht vertragen, beim Aufwachen hatte ich Magenweh und -druck und mir war sehr übel.
In den folgenden Tagen war mir ständig leicht übel. Ich nahm das aber nicht so ernst und glaubte, das werde sich geben. Ich bekam relativ oft Medikamente (z.B. gegen Schmerzen) und dazu meist Pantoprazol. Antibiotika gab es intravenös.
Nach zwei Tagen wurde ich entlassen und musste das Antibiotika jetzt oral einnehmen. Mein Magen hat das trotz zusätzlichen Hefekapseln überhaupt nicht vertragen.
Ich hatte ständig furchtbare Magenschmerzen und Übelkeit und konnte fast nichts mehr essen. Nachts bekam ich schlimme Atemprobleme: Ich schlief ständig für ca. zwei Sekunden ein und schreckte dann mit einem verzweifelten Luftschnappen hoch. Auch das Absetzen des Antibiotikas brachte keine Besserung.
Nach zwei solchen Höllennächten, in denen ich kaum geschlafen und nur pausenlos nach Luft geschnappt hatte, entschied die Anästhesistin eine Woche nach der OP, dass ich wieder in die Klinik kommen müsse. Dort wurde mein Magen mit Infusionen behandelt, was auch schnell Besserung brachte. In der Nacht schlief ich recht gut und auch das Luftschnappen war fast weg.

Die Ärztin sagte, es handele sich um eine Gastritis und das Luftschnappen komme durch Spasmen des Magens.
Am nächsten Tag wurde ich entlassen und nehme jetzt folgende Mittel:

Esomeprazol (Protonenpumpenhemmer)
Domperidon
Phosphalugel

Ansonsten nehme ich keine anderen Medikamente mehr ein, auch keine Schmerzmittel (nicht mehr nötig). Es geht dem Magen besser und ich kann auch wieder etwas essen, aber es ist noch lange nicht in Ordnung. In den Pausen zwischen den Einnahmen kommen Übelkeit und Schmerzen manchmal etwas wieder. Ich schlafe ganz gut und schnappe nur noch selten nach Luft.

Sind diese Mittel ausreichend, um eine Gastritis zu kurieren? Hat jemand Erfahrung damit?
Ich habe Angst, dass es wieder anfängt, wenn ich die Mittel irgendwann absetze, kann die ja nicht ewig einnehmen. Ich muss dazusagen, dass ich in Frankreich lebe, wo Ärzte für Naturheilkunde eher selten sind, sonst könnte ich zu einem gehen.

Vielleicht kann mir jemand etwas nennen, was hier noch zusätzlich helfen könnte? Welche Nahrungsmittel sind da günstig?
Allerdings habe ich derzeit wegen der Operation noch fünf Wochen lang Kauverbot, bin also mit der Nahrung etwas eingeschränkt.

Ansonsten bin ich recht gesund und vertrage normalerweise fast alles... Bin weiblich, 1,65 m groß und wiege ca. 48 kg (jetzt wahrscheinlich weniger). Letztes Jahr hatte ich bereits eine solche Magengeschichte durch Antibiotika, allerdings weniger schlimm. Dennoch hat es wochenlang gedauert, bis das wieder in Ordnung war.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.

Grüße aus Paris,

Iris
 
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Darf ich fragen, welches Antibiotikum Du genommen hast? Doxicyclin kann sowas verursachen, wenn man es nicht nach einem reichhaltigen (zwei dick beschmierte Butterbrötchen z.B.) nimmt.

Wenn ich mich nicht sehr irre, sollte man alle Antibiotika nach dem Essen nehmen.

Grüße von Datura
 
Hallo Datura!

Klar darfst Du fragen:

Man hatte mir zwei Antibiotika verschrieben (ob das überhaupt nötig war?)

Amoxicillin (vertrage ich erfahrungsgemäß einigermaßen) und
Metronidazol (vertrage ich wohl überhaupt nicht)

Die habe ich immer zusammen beim Essen genommen, das allerdings seit der OP recht spärlich ausfiel, da mir ständig leicht übel war. Zusätzlich nahm ich auf Anraten der Apothekerin Hefekapseln ein, die das aber wohl nicht abfangen konnten...

Im Moment geht es mir dank den Magenmitteln recht gut, habe nur Angst, dass das wiederkommt... und will auf keinen Fall deswegen wieder in der Klinik landen.
 
Ach so, Amoxi iost eigentlich wirklich gut verträglich, dann kann es nur am Metronidazol gelegen haben und am zu wenig vorher essen.

Gut, dass es Dir schon wieder besser geht.

Durch das abtöten "guter" Darmbakterien können sich die krankmachenden Darmbakterien wie Chlostriedien vermehren, deshalb nehmen manche diese Hefekapseln, um durch die Hefezellen die Vermehrung der Chlostridien Z.B. zu verhindern.

Aus meiner Sicht ist es besser, gleich gute Darmbakterienzu nehmen (Orthica Flora Original z.B., da sind eine ganze Reihe von Stämmen der Bifido- und Laktobazillen drin). Das hat den selben Effekt wie Hefe, aber gleichzeitig den Effekt, dass die "Guten wieder aufgefüllt werden.

Zu viel Hefe hat im Darm nichts zu suchen.

Fürs nächste Mal, wenn wieder mal ein Antibiotikum unbedingt nötig sein sollte.

Grüße von Datura
 

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