Friedensgespräche, 3 Fragen: Wie siehst DU es mit dem Frieden?

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Hallo :)

Ich habe grad viel Freude an den aktuellen Friedensgespräche-Videos, sind auf dieser Seite zu finden und es wird laufend aktualisiert: Friedensgespräche

Da wird den Leuten 3 Fragen gestellt, beginnen tut’s immer gleich, dann varierts so ziemlich, je nach Antworten, und die Schlussfrage ist dann meist auch wieder genau gleich.

Gerne würde ich ab und zu ein Video hier reinstellen, evtl. mit kurzen Text-Auszügen, und gleichzeitig fände ich schön, wenn/falls auch hier auf diese 3 Fragen von euch geantwortet wird.

Also ich denks mir eher NICHT als Diskussion, sondern mehr so als eine Art Sammlung persönlicher Reflektion, wo jede Antwort seine Berechtigung hat und für sich selbst stehen darf. Nicht auf Stein gemeisselt, eher so als Momentaufnahme. Darf natürlich auch mehrmalige Wortmeldungen geben. So könnte vielleicht eine schöne bunte Sammlung zustande kommen.

Wie man auch an den Videos sehen kann, können die Antworten höchst unterschiedlich ausfallen.

Ich selbst habs für mich (noch) nicht beantwortet, aber so viel kam mir schon mal:
Frieden ist da, wo es nirgends hin geht.
Wobei dies mehr auf den inneren als auf den äusseren Frieden abzielt. Und wie viel der innere den äusseren Frieden beeinflussen kann oder könnte … ja … das scheint mir eine wesentliche (philosophische) Frage zu sein.

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Die 3 Fragen:

1. Ist Frieden möglich in unserer Welt? Wie ist deine Erfahrung, oder Einschätzung?

2. Falls nein: Welche Entwicklung müsste deiner Einschätzung nach die Menschheit erst machen?
Falls ja: was ist deiner Einschätzung oder Erfahrung nach der Weg? Wie kann sich das ändern, dass da Harmonie rein kommt?
Wie ist es denn mit dir selber? Wie gehst du mit deinem inneren Krieg um? Oder auch mit dem Krieg mit Nachbarn, Freunden, in Beziehungen, aber auch mit dem grossen Krieg, mit den Völkern: wie erlebst du das?

3. Findest du es wichtig, dass man sich über Frieden unterhält und austauscht? Ist das sinnvoll? Inwiefern ist das jetzt gerade für dich wertvoll, wichtig oder sinnvoll, sich über das Thema auszutauschen? Spielt das eine Rolle?


Ich freu mich auf Antworten, wie gesagt vor allem die erste und die letzte Fragen sind so Grundpfeiler, der Rest, die Mitte, das ist eigentlich ein endloses Gebiet, da kann man sehr weit ausschweifen.

Ymoja
 
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Friedensgespräche, 3 Fragen: Wie siehst DU es mit dem Frieden

Das erste Video im Link hat mir so gut gefallen, insbesondere der Schluss, dass ichs mir gleich ganz rausgeschrieben hab (Sprechsprache, ich korrigiere nicht gern rum, ist also kein perfektes Deutsch, dafür "original" ;)):

Friedensgespräche

friedensgespraeche - franz - 2015-07-08 - fi1.mp4​


3 Fragen:

Frage: Ist Frieden möglich in dieser Welt?
Franz: Ich glaube nicht, dass Frieden wirklich möglich ist in dieser Welt, weil wir uns noch längst nicht fortbewegt haben, wie es eigentlich sein sollte. Oder vielleicht möglich sein KÖNNTE. Und mein Gedanke ist, dass wenn man sich die Affen vorstellt, die fast noch eine bessere Gesellschaft haben als wir Menschen untereinander, dass wir uns da eigentlich noch gar nicht weit entwickelt haben. Und wenn man diese (ewige?) Zeitspanne betrachtet, dass da eigentlich nicht wirklich viel passiert ist. Und technologischer Fortschritt und so, das ist für mich wirklich ne Luftblase. Das ist nicht DIE Entwicklung, die eigentlich die Menschheit machen müsste.

Frage: Welche müsste sie denn machen?
Franz: Erst mal, die Menschen müssten sich bewusst sein, von dem was passiert. Was mit IHNEN immer passiert! Und Krieg und jegliche Handlung von Krieg auch innen, bei sich selber, passiert. Und, wenn man in die Innenwelt geht, merkt man eigentlich, wie verdammt kriegerisch man immer noch drauf ist. Und das müsste eigentlich alles gar nicht sein. Die Welt könnte viel schöner sein. (?) Und wenn man das begreifen würde, dass wir uns da auch weiterentwickeln KÖNNEN. Dass wir das hier eigentlich nicht mehr nötig haben.

Frage: Wie ist es denn mit dir selber? Wie gehst du mit deinem inneren Krieg um? Oder auch mit dem Krieg mit Nachbarn, Freunden, in Beziehungen, aber auch mit dem grossen Krieg, mit den Völkern: wie erlebst du das?
Franz: Ich bin mit mir selber da überhaupt nicht zufrieden! Weil ich eben sehe, und das gedanklich begreifen kann, aber trotzdem meine Handlungen nicht ändern kann. So schnell. Ich da auch in einem Entwicklungsprozess bin.
Frage: Und wie würdest du das skizzieren? Da ist ja dann schon etwas passiert, in diesem Entwicklungsprozess? Von wo aus bist du gestartet, wenn man so will, und wie siehst du die Perspektive? Wo geht’s hin?
Franz: Gestartet bin ich in einer absoluten Ich-Haftigkeit. Da war nicht viel mehr als „Ich“. Das ist ziemlich fahl(?)! Wenn eigentlich mehr ist als „Ich“!
(Längere Stille)
Aber sich bewusst ist, dass man … dass der Kosmos so gross ist … ich weiss es nicht … das ist toll, das Gefühl, wenn du in den Himmel guckst und … die Unendlichkeit spürst.
… Und dann wieder zurückkommst.

Frage: Und wie fern ist es wichtig, sich über Frieden zu unterhalten oder auszutauschen? Was gibt dir das?
Franz: Das was der einzigste Weg, für die Menschheit, für einen selber (ist), wach zu werden, geistig wach zu werden, und körperlich wach zu werden, ich weiss es nicht. Also ich alleine kann wenig bewirken! Ich glaube, man muss wirklich sich nicht nur mit den Menschen vereinen, verbinden, also man muss mit jedem Molekül sich verbinden! Mit dem Himmel! Mit allem! Und …

… dann wieder zurückkommen.
 
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Friedensgespräche, 3 Fragen: Wie siehst DU es mit dem Frieden

Es hat inzwischen auf den Youtube-Kanälen der beiden Interviewer schon ganz viele solche Kurz-Interviews, aber ich merke grad, wär vielleicht besser, ich selbst mach hier mal den Anfang, also mit meinen eigenen Antworten. ;) Nicht, dass ich schon gross was parat hätte, ich bin ja eher jemand, die denkend schreibt, gell. :rolleyes: Wollte mich halt nicht so in den Vordergrund stellen, ja, dachte im Ernst, wenn ich schreibe was ICH denke, fühle, ausdrücke bei dieser Frage, dann wäre die Chance, dass überhaupt noch jemand sonst hier reinschreibt, von vornherein vertan. :) Aber ich hab jetzt einige Stunden gewartet, "Chance gegeben" so quasi, nix passiert, okay, dann leg ich ganz spontan mal los:

1. Ist Frieden möglich in unserer Welt? Wie ist deine Erfahrung, oder Einschätzung?Erfahrung und Einschätzung: Vorläufig absolut unmöglich. Ich seh doch, wie die meisten Menschen drauf sind! Fast alles unbewusste Reaktionen auf das, was im Aussen abgeht! Auf das, was im Innern "konditioniert" wurde, wie es Mama und Papa und zurück und zurück schon getan haben! Und auch wenn man "aufarbeitet": Reicht das? Reicht das wirklich? Und wie wenige Menschen das überhaupt erst mal anfangen? Hm? Also in meiner Lebenszeit wirds ganz bestimmt keinen Weltfrieden geben!
Ich las mal, vor Jahrzehnten, in irgendeinem "spirituellen Buch", dass in 200 - 300 Jahren dann das 1000-jährige Reich komme.
Aber hey! Auch WENN das kommen könnte und ja, auch WENN ich finde, es lohnt sich, sich auf so eine Zeit hinzubewegen, wo mal "Frieden" ist, also es keine Kriege mehr gäbe, höchstens Streitereien, aber insgesamt alles viel friedlicher ablaufen würde, viel bewusster, viel gesünder auf allen Ebenen (auch die Schulmedizin also eine radikale Wandlung durchmachen würde, viel weniger auf Konzepte beharren, Geld natürlich eh völlig aus der Welt verschwinden würde, alles anders und viel einfacher ... jajaja, gäbe da schon Utopien, die umsetzbar wären, durchaus!) aber auch dann: 1000 Jahre! Was ist das schon!!! Gab vielleicht ja in der Vergangenheit auch schon 1000 Jahre, vielleicht sogar schon mehrmals 1000 Jahre, wo die Menschen friedlicher zusammen lebten, weniger gierig, weniger barbarisch, mehr ein MIT- anstatt ein Gegeneinander.
Also ich denke, so insgesamt: Es KÖNNTE durchaus sein, dass es friedlichere Zeiten gibt auf Erden (falls die Menschheit nicht demnächst ganz ausgerottet wird, aber ich glaube eher noch nicht, hab davon jedenfalls noch nirgends gelesen, höchstens fast, aber einige Überlebende hier und dort könnte es ja weitergeben ... wer weiss), aber auch diese werden wieder vergehen. Wie alles. Drum: Was wirklich interessant ist, weil bleibend, von den äusseren Wellenbewegungen unabhängig, dünkt mich der innere Frieden. Und das ist ja eh was, worum es in den meisten spirituellen Schulen und Religionen geht - zumindest in meinem Verständnis ist es so.

2. Welche Entwicklung müsste deiner Einschätzung nach die Menschheit erst machen? (...) Wie ist es denn mit dir selber?
Na, ist halt das, worauf schon so viele spirituelle Meister, Führer etc. ernsthaft hinzuarbeiten begannen ... und auch in der heutigen Zeit gibts überall solche Bemühungen (nein, ich bin nirgends aktiv dabei), also es geht um dieses Erkennen, dass es letztendlich nur "einen Gott" gibt, "einen Allah", dieser immer gleiche "Ursprung des Seins", so, wie durch jeden Menschen Blut fliesst, der Aufbau des Körpers mehr oder weniger ähnlich ist. Also in der Tiefe sind wir nicht verschieden. Aber dies gilt es nicht im Aussen zu erkennen (weil im Aussen ist Verschiedenheit, Diversität zu sehen) sondern im Innern. In-dividualität. Unteilbares Sein. Jedes Einzelnen. Jeder Einzelne hat also absoluten Direkt-Zugang. Zu diesem All-Einen. Da, wo wir nicht verschieden sind. (Und aus diesem Erkennen erst kann sich dann doch ganz natürlich Mitgefühl zeigen!)

Yoga, Meditation, (staunendes, respektvolles, liebendes) Naturbewusstsein, Gebetspraxis ... irgendso in dieser Richtung, gibt ja so Vieles ... also die Unterschiede dürfen und sollen auch sein. Aber ich wünschte mir, dass das Bewusstsein der "drunterliegenden" "Einheit" bei möglichst vielen Menschen "erwacht", so dass es im Streitfall friedliche(re) Lösungen gibt als wie es jetzt leider an so vielen Orten geschieht. Nicht bei uns in den deutschsprachigen Ländern ... nicht direkt ... aber wenn man den Krieg "abschiebt" in ein anderes Land, find ichs nicht wirklich "friedlich". Wir gehören doch alle viel mehr zusammen, als wir wahr nehmen. Also auch Griechenland, Afrika, Ukraine ...

Und das andere dünkt mich: Es kann nur "Mächtige" geben, wenn man ihnen die Macht gibt. Sollte also viel mehr mutige Menschen geben. Jeder grad da wo er ist. Es beginnt im Kleinen. Stichwort "Zivilcourage". Da könnten die meisten Leute wohl noch einiges zulegen. Und dies hat wiederum mit Wachheit zu tun. Und ... so nehm ich es zumindest wahr, bei mir, dies geschieht am ehesten, wenn man sich immer wieder Auszeiten nimmt, um "nach innen zu horchen". Mit welcher Technik, welcher Praxis auch immer. Aber es kann dann sowas wie "eine energetische Verschiebung" geben. Eben: zu mehr Wachheit.

Dann noch zu mir selber: Ich lebe ja seit einigen Jahren in einem "Ämterkrieg". Irgendwo weiss ich, dass ich mich selbst, durch meine unbewussten Muster, dahin gebracht habe. Es ist Konfrontation mit meinen inneren Dämonen, die jetzt im Aussen ablaufen. Ich fühlte mich zeitweise regelrecht wie in einem "stillen Krieg". Und wenn ich bedenke, dass täglich z.B. in der Schweiz sich 4 Leute umlegen, in D anscheinend 27, davon 22 Männer Quelle, in A sei es auch über dem Durchschnitt steht hier und weltweit lege sich alle 40 Sekunden jemand um ... also für mich ist das doch genauso "Krieg"! Was mich betrifft, bin ich grad so aktuell dran zu erkennen, wie viel dieser gefühlte "Krieg" mit meinem Innern zu tun hat. Also was die äusseren Tatsachen betrifft, kann ich nicht sagen, wie viel dass sich verändert, wenn ich es innerlich nicht mehr als "Krieg" wahr nehme, also nicht mehr gegen die ganze (ziemlich ungemütliche) Situation ankämpfe. Ich vermute aber, dass manche Szenarien bis jetzt gar nicht nötig gewesen wären, vor allem die als sehr "schlimmen" empfundenen, hätt ich damals schon gewisse "Einsichten" gehabt, die jetzt langsam kommen. THEORETISCH wusste ich damals gleich viel wie jetzt, gell! Aber mich dünkts, manches musste ich wie erst "energetisch auf allen Ebenen" verstehen. Und das braucht Zeit. Lässt sich nicht per Knopfdruck lösen. Hatte auch viel mit Traumamustern zu tun, die sehr tief verankert waren. Manche lösen sich langsam auf, hab ich das Gefühl.

Aber ob das jemals ein Ende nimmt? Wenn ich bedenke, was alles noch in mir steckt, in den Knochen, in der DNA und weiss ich wo überall, in den Genen, von den Ahnen und Urahnen ... zurück und zurück ... was alles irgendwie "aufgelöst" werden möchte ... also so nehm ich das wahr. Das alles erleb ich als Krieg in dem Moment, wo ich Nein dazu sage, wo ich es bekämpfe. Dann entweder "still für mich, innerlich", was eben bis zum Suizid führen könnte. Oder dann ... ists natürlich für viele Menschen erleichternd, aussen einen "Bösen" zu finden (eben wie ich die Ämter, oder im "richtigen" Krieg sind es andere Länder) ... und ja, was mir auch auffiel, bei mir selber aber auch in den Länderkriegen: Ich weiss nicht ob immer, aber sehr sehr oft: gehts um Gier.

Also das bei sich durchschauen, genau angucken, erkennen, mit allem was dazu gehört, ja, so glaub ich schon, kann man was auflösen. Und wenn man es bei sich auflöst, dann hat man so quasi "was aus der Welt erlöst". Es kann leichter werden. Friedlicher. Fröhlicher. ;) Aber wie viel davon reine Theorie ist ... ? Keine Ahnung.

3. Findest du es wichtig, dass man sich über Frieden unterhält und austauscht? Ist das sinnvoll?
Also erst fand ichs ja ehrlich gesagt ein bisschen doof. Ich fand: Bringt doch eh nix! Was soll das! Und auch nachdem ich die ersten paar Videos gesehen hatte, fand ich: Ja, schön. Und jetzt? Ändert sich irgendwas? VERGISS ES!!!

Aber dann merkte ich, als ich mich mit der Frage beschäftigte, ob ich dieser Idee, diese "Friedensgespräche" irgendwie in dieses Forum zu bringen, folgen sollte, wie es ein Hin und Her bei mir war.

Und ja, ich würde fast sagen: am allermeisten bringt es, wenn man sich SELBER auf diese Fragen einlässt! Sich SELBER einbringt. Einfach zum Schauen: was passiert mit mir dabei? Und diesen Fragen, diesen Antworten einfach etwas nachspürt.

Vielleicht gehen sie nirgendwo hin.

Und ... vielleicht: gehts ja grad um das?

Ymoja

:)o) Ich hab GEWUSST, dass es viel Text wird, wenn ich mal anfange! Soll bitte niemanden abschrecken, selbst was zu posten! Danke! :))
 
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04.01.13
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AW: Friedensgespräche, 3 Fragen: Wie siehst DU es mit dem Frieden

Ich denke, daß alles bei einem selbst anfängt. Eben auch der Frieden. Wenn ich mit mir selbst nicht im reinen bin, kann ich auch nicht mit Anderen im Frieden sein.
Das heißt nicht (für mich), daß alles in einem selbst "Frieden/Freude/Eierkuchen" sein muß (bei Dir ja offensichtlich nicht, und vielleicht auch nicht erreichbar?). Ich glaube auch nicht an "Erlösung" von irgend etwas. Wenn auf meiner Festplatte ein Problem ist, dann bleibt das prinzipiell da auch - aber ich kann mir dessen bewußt werden, immer wieder, und damit lernen, daß der Satz stimmt: "Ob etwas ein Problem ist, entscheidest Du". D.h. ich kann durch Bewußtwerden Energie abziehen und damit immer neutraler gegenüber dem Problem werden.
Liebe Grüße!

Iltschi
 
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Friedensgespräche, 3 Fragen: Wie siehst DU es mit dem Frieden

Hey, Iltschi, ganz genau so!
Vielen herzlichen Dank,
fürs Reinschreiben,
und auch fürs Erinnern!

Liebe Grüsse

Ymoja
 
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