Foodwatch-Newsletter

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Hallo und guten Tag, XXXXXXXXXXXXX
27.06.2013

Facebook beeindruckend: Weit mehr als 65.000 Verbraucher unterstützen mittlerweile unsere Kritik an versteckten Tierbestandteilen in Lebensmitteln wie Saft, Chips oder Brot! Und unser gemeinsamer Protest zeigt erste Erfolge: Einige Hersteller haben mittlerweile reagiert und zum Teil ihre Produktion umgestellt. Eckes Granini zum Beispiel verwendet in seinem Multivitaminsaft "Hohes C" keine Fischgelatine mehr, der "Frühlingsquark leicht" von Milram kommt neuerdings ohne Schweinegelatine aus.

Wieder zeigt sich: Wenn wir Verbraucher uns zusammenschließen, können wir Lebensmittelkonzerne zum Handeln bewegen! Aber längst nicht alle Hersteller reagieren: Während Hohes C auf Gelatine verzichtet, kommt sie bei Konkurrent Valensina weiter zum Einsatz - ohne Kennzeichnung. Denn das grundsätzliche Problem bleibt: Noch immer fehlt eine klare Kennzeichnungsregelung, noch immer ist es für Verbraucher nahezu unmöglich, Tierprodukte in Lebensmitteln zu meiden. Unser Protest geht daher weiter! Seien auch Sie dabei und unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Protestaktion. Fordern Sie Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) auf, endlich eine Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile durchzusetzen:

www.foodwatch.de/aktion-verstecktetiere

Im deutschen Lebensmittelgesetz gibt es nach wie vor keine lückenlose Regelung zur Kennzeichnung von Zutaten und Zusätzen tierischen Ursprungs in Produkten. Ob Aroma aus Geflügel in Kartoffelchips, Fischgelatine in Multivitaminsaft oder Cystein, meist hergestellt aus Schweineborsten, zur Mehlbehandlung in Großbäckereien - auf der Verpackung muss dies bislang nicht angegeben werden. Selbst wenn Hersteller Produkte freiwillig als "vegetarisch" oder "vegan" kennzeichnen, ist Irreführung möglich. Denn die Begriffe sind juristisch nicht definiert. Das muss sich ändern!

Um echte Transparenz und Wahlfreiheit zu erreichen, haben wir deshalb im April 2013 gemeinsam mit dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und der Veganen Gesellschaft Deutschland einen Gesetzentwurf vorgelegt. Helfen Sie uns, dass unser Vorschlag für eine klare Kennzeichnung von Tierprodukten umgesetzt wird und unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion:

Jetzt hier Protestaktion gegen versteckte Tiere unterzeichnen!

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

PS: Je mehr Menschen hinter foodwatch stehen, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe - bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Liebe Grüße Tarajal :)
 

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Danke oregano, perfekte Ergänzung!

Liebe Grüße Tarajal .-)
 
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Hallo und guten Tag, XXXXXXXXXXXXX,
04.07.2013

Facebook wie gefährlich sind Energy Shots, die kleinen, zuckersüßen Fläschchen mit hohen Dosen an Koffein und Taurin? Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat diese Frage schon vor Jahren einmal bewegt. Frau Aigner hat beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein Gutachten in Auftrag gegeben, als die hochkonzentrierten Wachmacher in Deutschland gerade neu auf den Markt kamen. Seit Ende 2009 hat Frau Aigner das Ergebnis vorliegen: Energy Shots sind "nicht sicher", die BfR-Wissenschaftler empfahlen ein Verkaufsverbot. Doch seit Ende 2009 hat Frau Aigner nichts unternommen. Unglaublich, aber wahr: Fast vier Jahre lang lässt die Ministerin das Gutachten, das ihr eigenen Haus beauftragt hatte, auf ihrem Tisch liegen - und die womöglich riskanten Energy Shots, die sogar in Verbindung mit mehreren Todesfällen gebracht werden, bleiben einfach im Handel. Vor allem Jugendliche greifen gerne zu.

Wir fordern Frau Aigner auf: Nehmen Sie die Warnungen endlich ernst und handeln Sie: Energy Shots müssen verboten werden! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion unter:

www.foodwatch.de/aktion-energyshots

Erinnern Sie sich? Im vergangenen Jahr sprang "Basejumper" Felix Baumgartner aus einer Kapsel in 39 Kilometern Höhe mit einem Fallschirm Richtung Erde. Schneller als der Schall, ein viel beachteter Rekordsprung - gesponsert und beauftragt von Energy-Drink-Hersteller Red Bull. 7 Millionen Zuschauer verfolgten das Spektakel allein in Deutschland live, perfektes Marketing. Doch was den Millionen Zuschauern nicht gesagt wurde: Sowohl herkömmliche Energy Drinks als auch ihre hochkonzentrierte Form, die sogenannten Energy Shots, stehen in Verdacht, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen, Krampfanfälle und sogar Todesfälle zu verursachen. Vor allem in Verbindung mit Sport und für Risikogruppen warnen Wissenschaftler vor den Nebenwirkungen. Nicht allein wegen des erhöhten Koffeingehalts, sondern auch wegen möglicher Wechselwirkungen mit Taurin oder zusätzlich konsumiertem Alkohol. Solange die Risiken nicht geklärt sind, fordern wir deshalb:

Altersgrenze ab 18: Herkömmliche Energy Drinks dürfen nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.
Verkaufsstopp: Die hochkonzentrierte und potenziell noch riskantere Form der Energy Shots muss verboten werden.

Bitte unterstützen Sie unsere Forderungen und unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Verbraucherministerin Ilse Aigner:

www.foodwatch.de/aktion-energyshots

Dass Frau Aigner jahrelang die Warnungen ihrer Wissenschaftler ignoriert, ist schon empörend genug - aber längst nicht alles. Haarsträubend ist die Geschichte, warum Energy Shots überhaupt verkauft werden dürfen: Sie enthalten nämlich, umgerechnet auf den Liter, viermal so viel Koffein und Taurin, als es die vom Aigner-Ministerium erlassenen Höchstwerte vorsehen. Auch deshalb halten Wissenschaftler die Gefahr einer Überdosierung bei den Shots für besonders hoch. Die Aigner-Grenzwerte gelten jedoch nur für "Getränke" - und Red Bull hat seine Energy Shots als "Nahrungsergänzungsmittel" definiert. Im Lebensmittelrecht ist das etwas anderes - ein billiger Taschenspielertrick, mit dem sich die Grenzwerte einfach umgehen lassen. Und ein Beispiel für völlig verfehlte politische Regulierung.

Damit muss Schluss sein! Fordern Sie mit uns Ministerin Ilse Aigner auf, endlich ein Verbot der Energy Shots zu erlassen:

Schreiben Sie hier jetzt an Frau Aigner: Energy Shots verbieten!

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seit zwei Jahren finanziert das Bundesverbraucherministerium das Portal lebensmittelklarheit.de. Seit zwei Jahren kann auch Ministerin Aigner dort anhand ganz konkreter Beispiele sehen, wie die Hersteller uns im Supermarkt Tag für Tag in die Irre führen. Doch seit zwei Jahren macht Frau Aigner dagegen praktisch nichts! foodwatch meint: Es ist zwar gut, dass es die Info-Seite gibt, aber die Verantwortung einer Verbraucherministerin liegt nicht darin, uns Verbraucher im Internet zu informieren, wie wir belogen werden - die Verantwortung liegt darin, Verbraucher vor solchen Täuschungen zu schützen!

foodwatch hat in einem 15-Punkte-Plan konkrete Vorschläge gemacht, um die häufigsten Fälle von Verbrauchertäuschung im Lebensmittelmarkt zu verhindern. Helfen Sie uns: Unterschreiben Sie jetzt unsere E-Mail-Protestaktion an Ilse Aigner und fordern Sie die Ministerin auf, unseren Aktionsplan endlich umzusetzen:

www.foodwatch.de/aktion-15punkte

Mehr als 360 Beispielprodukte, von denen sich Verbraucher getäuscht fühlen, wurden bisher auf lebensmittelklarheit.de veröffentlicht. Zwar hat jeder dritte Hersteller auf die Kritik reagiert und die Aufmachung seines Produkts angepasst. Aber es reicht nicht, wenn ein paar Produkte ehrlicher werden - es geht um einen effektiven Schutz vor Täuschung für alle hunderttausend Lebensmittel in den Supermärkten. Dafür brauchen wir endlich bessere gesetzliche Vorgaben.

Wie dringend notwendig Gesetzesänderungen sind, hat jetzt ein Gerichtsurteil gegen die Großmolkerei Friesland-Campina wieder mehr als deutlich gemacht: Die Firma vermarktet in Berlin und Umgebung Milch unter dem Namen "Mark Brandenburg", mitsamt einem selbstgebastelten Fantasiesiegel "Mark Brandenburg-Qualitätsgarantie". Doch wer hier an ein regionales Produkt von Milchbauern aus Brandenburg denkt, liegt falsch: Die Milch stammt von Höfen aus ganz Deutschland und wird in Köln abgefüllt. Das steht aber nur im Kleingedruckten. Der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat deshalb geklagt - und Recht bekommen: Campina muss die Verpackung ändern und deutlicher machen, dass die Milch nicht aus Brandenburg kommt.

Neu waren die Vorwürfe gegen Campina indes nicht: Auf lebensmittelklarheit.de hatten sich Verbraucher bereits über den Regionalschwindel beschwert. Aber selbst solche Fälle, die auf dem von ihrem eigenen Ministerium finanzierten Portal veröffentlicht werden, sieht Frau Aigner offenbar nicht als Anlass, aktiv zu werden. Mit verbindlichen Herkunftsangaben (wie im foodwatch-15-Punkte-Plan gefordert) wäre ein solcher Etikettenschwindel gar nicht möglich. Und: Sollen Verbraucherschützer wirklich erst gegen ALLE Fälle von Verbrauchertäuschung klagen müssen? Wohl kaum... Deshalb: Unterstützen Sie uns und fordern Sie von Verbraucherministerin Ilse Aigner endlich wirksame Gesetzesänderungen gegen Etikettenschwindel:

Hier jetzt protestieren gegen Verbrauchertäuschung!

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PS: Bei foodwatch gibt's keinen Etikettenschwindel. foodwatch ist unabhängig von Staat und Lebensmittelwirtschaft und finanziert sich aus Förderbeiträgen und Spenden. Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe - bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

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https://www.foodwatch.org/de/informieren/werbeluegen/e-mail-aktion/

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Jetzt Förderin/Förderer werden!letzte Woche hat Monsanto bekannt gegeben, dass es sich teilweise aus dem Geschäft mit dem Verkauf von gentechnisch verändertem Saatgut in Europa zurück ziehen werde, weil der Konzern hier keine kommerzielle Perspektive sieht!

Mais, Gut so, sagen wir - einerseits. Aber verbessert es die gegenwärtige Situation hier? Leider nein! Denn das in den USA angebaute, gentechnisch veränderte Futter wird weiter nach Europa exportiert. Essen, das mit Hilfe von Gentechnik hergestellt wurde, landet so auch weiterhin in unseren Mägen. Allerdings bestätigt der Rückzug Monsantos etwas, das uns schon lange bekannt ist: Nämlich dass die überwiegende Mehrheit der Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnt. Einer Umfrage der Europäischen Kommission zufolge werden es in den meisten europäischen Ländern sogar kontinuierlich mehr. In Frankreich sind es überwältigende 84 Prozent, und auch in Deutschland möchten 78 Prozent keine Gentechnik auf ihrem Teller. Dafür gibt es gute Gründe: Niemand weiß, was diese Technologie langfristig bewirkt. Das werden erst unsere Kinder und Kindeskinder erfahren! Welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut von Nahrungsmittelpflanzen haben, lässt sich erst nach Generationen feststellen.

Doch die großen Gentechnikkonzerne fahren Jahr für Jahr Rekordgewinne ein. Mit anderen Worten: Die Konzerne verdienen prächtig, aber die Natur ist ihr Versuchslabor und wir sollen die Versuchskaninchen spielen! Den Politikern scheint das allerdings völlig egal zu sein. Seit Jahren bewegt sich nichts und Tiefkühltruhen sind nach wie vor voll mit Gen-Food.

Milch Wir von foodwatch sagen: Schluss mit der Zwangsernährung mit Gentechnik! "Zwangsernährung" deshalb, weil Gentechnik im Essen nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn es sich um pflanzliche Produkte handelt. Für tierische Produkte, die mit Gentechnik erzeugt werden, gilt dies jedoch nicht. Aber gerade in diesen Produkten steckt die meiste Gentechnik drin! Über 80 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Futtertrog. Für uns als Verbraucher bedeutet das konkret: Die Eier, das Fleisch, der Joghurt und die Milch, die wir im konventionellen Handel erwerben, stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Tieren, an die genveränderte Soja verfüttert wurde. Aber das steht nirgends drauf!

Echte Wahlfreiheit wird es nur geben, wenn große Teile des Fleischmarktes gentechnikfrei werden. foodwatch hat deshalb die "Burgerbewegung" ins Leben gerufen. Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass McDonald's Hamburger ohne Gentechnik herstellt. An McDonald's wenden wir uns deshalb, weil gentechnikfreie Hamburger von McDonald's den Fleischmarkt umkrempeln würden. Denn in den McDonald's-Restaurants in Deutschland essen täglich etwa 2,69 Millionen Menschen. Für sie werden jeden Tag mehr als 120.000 Kilogramm Hackfleisch zu Burgern verarbeitet. Im Klartext heißt das: Fast jeder dritte (!) Landwirt in Deutschland beliefert auch McDonald's.

Junge mit BurgerSeit Jahren sammeln wir dafür im Internet und auf der Straße Unterschriften gegen die Verwendung von Gentechnik bei McDonald's und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mehr als 100.000 Verbraucher haben sich an McDonald's gewandt und Burger ohne Gentechnik gefordert!

Zuerst hat der Konzern versucht, uns mit der Behauptung abzuspeisen, es gäbe nicht genügend gentechnikfreie Soja auf dem Markt. Nachdem wir nachgewiesen haben, dass diese Behauptung nicht stimmt, erklärte der Großkonzern, dass er leider nicht dazu in der Lage wäre seine Fleischlieferanten so konsequent zu kontrollieren, dass er Gentechnikfreiheit gewährleisten könne. Das ist merkwürdig. Wieso kann der Konzernriese nicht das, was immer mehr Molkereien können: Von ihren Lieferanten Gentechnikfreiheit verlangen?

Die Antwort ist klar: McDonald's verwechselt "Können" mit "Wollen", und um das nicht zugeben zu müssen, tischt er uns faule Ausreden auf.

Wir wollen uns das nicht länger gefallen lassen und den Druck auf McDonald's und die Politik weiter erhöhen. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir möchten, dass McDonald's den Wunsch von 100.000 Verbrauchern nicht länger ignoriert und die Hamburger gentechnikfrei macht. Unterstützen Sie uns und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch: In Kampagnen wie der "Burgerbewegung" steckt eine Menge Arbeit - Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei!

Liebe foodwatch-Interessierte, wir wissen: Konzerne wie McDonald's oder Monsanto, aber auch die Politik, reagieren nur auf drohende Gewinneinbußen oder Imageverluste. Mit unserer "Burgerbewegung" und anderen Kampagnen können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie bitte Förderin/Förderer von foodwatch.

Deshalb bitten wir Sie, uns mit 5, 10, oder 20 Euro monatlich zu unterstützen. Gehen Sie direkt jetzt auf unsere Website und werden Sie Förderer/Förderin:

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Jetzt Förderer/Förderin werden!

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr
Thilo Bode, Geschäftsführer
Thilo Bode
Geschäftsführer

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht!

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01.08.2013

heute müssen wir leider über die zwei Seiten der Firma Hipp berichten. "Kindgerecht" und "gesund" sollen ihre Produkte sein, schließlich wollen Eltern für ihre Kinder nur das Beste. Einen Kleinkind-Tee in Form von Granulat aus fast purem Zucker anzubieten widersprach freilich nicht nur allen Ernährungsempfehlungen - es passte auch so gar nicht zu Hipps eigenen Anspruch. foodwatch hatte dies vor einem Jahr kritisiert, tausende Verbraucher haben sich beim Unternehmen beschwert, am Ende verliehen wir ihm den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Claus Hipp reagierte auf die Kritik und ersetzte die Zucker-Tees durch kindgerechte Tees im Beutel - ohne Zuckerzusatz. Ein fantastischer Erfolg des Verbraucherprotests - dachten wir...

Heute wissen wir: Claus Hipp hatte sich keineswegs von den süßen Tees für Kleinkinder verabschiedet! Mit einer Tochterfirma vermarktet er süße Instant-Tees einfach weiter - versehen auch noch mit einem überflüssigen Zusatzstoff, den Hipp selbst als "zahnschädigend" bezeichnet.

Der "Kinder-Früchtetee", um den es geht, hört auf den Namen Bebivita. Und auch wenn es keinen Hinweis auf dem Etikett gibt: Wo Bebivita draufsteht, ist Hipp drin! Es handelt sich um Claus Hipps Billig-Sparte, eine hundertprozentige Tochterfirma. Das Produkt ist mit dem vom Markt genommenen Instant-Tee der Stamm-Marke Hipp nahezu identisch: ebenfalls mit der Empfehlung ab dem 12. Monat; ebenfalls aus Zuckergranulat; ebenfalls jeglichen Ernährungsempfehlungen für Kleinkinder widersprechend. Anders als beim Original ist dem Bebivita-Tee auch noch Zitronensäure (E 330) beigemischt. Dabei handelt es sich um ein Säuerungsmittel, das Hipp selbst als "zahnschädigend" bezeichnet - und sich deshalb rühmt, es bei den Produkten der Stamm-Marke nicht einzusetzen. Bei Bebivita spielt die Gesundheit der Kinder offenbar keine so große Rolle - aber steht ja auch nicht "Hipp" auf der Verpackung, und kaum jemand weiß, dass sich hinter Bebivita Claus Hipp verbirgt…

Gesundheit predigen, Zucker und Zusatzstoffe trinken lassen - das passt nicht zusammen. Wir finden: Ein Unternehmer mit dem Anspruch von Herrn Hipp sollte solche Produkte nicht für Kleinkinder empfehlen. Weder unter der Marke Hipp noch unter der Marke Bebivita. Bitte unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion an Claus Hipp und fordern Sie ihn auf, die Bebivita-Zucker-Tees ebenfalls vom Markt zu nehmen:

www.abgespeist.de/bebivita_fruechtetee[/URL]

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Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen.

Wenn Sie den Newsletter abbestellen oder Ihre E-Mail-Adresse ändern
möchten, klicken Sie bitte hier.
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Impressum

Herausgeber
foodwatch e.V.
Martin Rücker
Brunnenstr. 181
10119 Berlin
Germany
E-Mail: [email protected]
Telefon: 030 - 28 09 39 95

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

Liebe Grüße Tarajal :)
 

Windpferd

Hallo Tarajal,

danke für Deine Mühe.

Foodwatch scheint ja wirklich ein fitter Verein zu sein. Hatte mich mit denen noch nie beschäftigt - denkend, ich esse ja sowieso Kräuter und Gras von hinterm Haus und eben Zeug vom Bioladen. Etwas egoistisch.

Und dann immer wieder mein Gedanke: ach, diese Petitionen. Bewirken doch nichts. Aber wir wissen ja, daß das auf Dauer nicht stimmt.

Wichtig ist wohl v.a., Mitglied zu werden. (Stelle mir vor, die brauchen die - eigentlich geringen -Beiträge.) Und die Informationen schneeballmäßig weiter zu verbreiten - so wie Du hier.

Liebe Grüße
Windpferd
 
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Den foodwatch-newsletter bekommt man natürlich auch ohne Mitglied zu sein.

Foodwatch wurde gegründet von Thilo Bode, vorher Geschäftsführer von Greenpeace International bzw. Greenpeace Deutschland.


Ein schönes Wochenende

Gerd
 
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Gleerndil hat vollkommen recht, den Newsletter bekommt man natürlich auch ohne Mitglied zu sein. :bang:

Zumindest kann man aber die Eine oder Andere Petition mit unterschreiben, denn es ist ja unser Druck als Bevölkerung die in der Öffentlichkeit dafür sorgt, dass Firmen ihre verlogenen Versprechen und Produkte vom Markt ziehen. :kraft:

Den besten Beweis lieferte ja erst das kürzlich gekippte Vorhaben der EU, das europäische Wassergesetz zu unterminieren und die Wasserversorgung zu privatisieren.

Klingt ja goldig, aber die Leute z. B. in Portugal zahlten für das gleiche Wasser gleich 400 % mehr und hatten keinen freien Zugang mehr.

Die Firmen wollen doch alle nur unser Bestes, das wir dafür mit unserer Gesundheit zahlen müssen ist denen doch sch.....egal.

Liebe Grüße tarajal :hexe:
 
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26.07.09
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Jetzt also hier Startseite - foodwatch rechts in der Mitte der Seite, bei Bedarf den Newsletter per E-Mail-Adresse abonnieren - hex hexx - aktuell sind es 245.654 Abonnenten.



Gerd
 
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Gleerndil, Du bist ein Schatz!!!

Danke :)

Liebe Grüße tarajal :)
 
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26.07.09
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. . . seltsam ist schon, dass die Abonnentenzahl um 1 gesunken ist, nachdem ich diesen Hinweis-Link gebracht habe,

ich wollte der Sache bestimmt nicht schaden . . .


Danke und sonnige Grüße nach Spanien, Tarajal

Gerd :)
 
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Hihi, der verrechnet sich vermutlich gerade, ich hoffe es melden sich gleichzeitig mehrere an und der Zähler hat sich vor lauter Freude glatt überschlagen.... :D

Danke für die sonnigen Grüße, seit gestern ist es Gott-sei-Dank auf unserer Seite der Insel ein wenig wolkiger und es hat seit Monaten das erste mal sanft geregnet. :fans:

Ich bin so froh, das mildert die Brandgefahr um etliche Prozent (zumindest hier in der Region).:rolleyes:

Liebe Grüße Tarajal:) :hexe:
 
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Für die Zeit zwischen den Newslettern (?) - engl. newsletters - vielleicht die Seite von Hans-Ulrich Grimm

Dr. Watson - der Food Detektiv "Chemie im Essen kann Ihre Gesundheit gefährden"

Seine Bücher zum Thema sind zum Teil sehr schön "bissig" geschrieben. Sozusagen al dente.


Ich denke mal, die beiden passen ganz gut zusammen.


Bissige aber auch leckere Grüße

Gerd
 
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Jawollja!!! :kiss: :idee: :kraft: :bang:

Liebe Grüße Tarajal :freu:
 
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Hallo und guten Tag, xxxxxxxxxxxx 12.08.2013

Jetzt Förderin/Förderer werden!unsere Verbraucherministerin Ilse Aigner und ihre Verbündeten der Lebensmittelindustrie haben eine Standarderklärung für Lebensmittelskandale, die mich regelmäßig auf die Palme bringt: Schuld am Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne, an falsch deklarierten Bio-Eiern und an Dioxin Futtermitteln seien letztlich die Verbraucher. Die bräuchten sich schließlich nicht zu wundern, wenn sie immer nur billig wollen.

Nein, nicht die Billigmentalität der Verbraucher ist das Problem, sondern es ist diese billige Ausrede der Politiker und Hersteller. Mit einem einzigen Zweck: abzulenken von notwendigen politischen Maßnahmen! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, natürlich haben wir Verbraucher Verantwortung. Aber bitte dann, wenn wir diese auch wahrnehmen können. Ich muss wissen, was ich wirklich kaufe! Und ich muss mich drauf verlassen können, dass Hersteller und Händler mich nicht ungestraft täuschen können. Das ist aber beileibe nicht der Fall!

Beispiele gefällig?

PferdBeispiel eins: Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne! Beim letzten großen Lebensmittelskandal fand sich Pferdefleisch in Lasagne, Tortellini, Cannelloni und Ravioli. Und wer wurde zur Verantwortung gezogen? Etwa die großen Handelsketten, die uns diese Produkte unter ihrem eigenen Namen verkauften? Nein, weit gefehlt. Angeblich ist der eigentlich Schuldige der Verbraucher. Denn wer Lasagne für 1,80 Euro kauft, muss nach dieser Logik damit rechnen, dass nicht drin ist, was drauf steht.

Aber wussten Sie, dass die Handelsketten selbst bei Eigenmarken nicht gezwungen sind, den Inhalt zu überprüfen, und deshalb wegen Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne auch nicht bestraft werden können?

Beispiel zwei: Zuckerbomben statt gesunder Lebensmittel! Sogar in der Schule heizen die Lebensmittelkonzerne den Konsum von Süßigkeiten und Softdrinks an, mit Unterrichtsmaterialien, gesponserten Schwimmabzeichen und Abenteuer-Camps. Verantwortlich für Übergewicht und Fettleibigkeit? Natürlich die Eltern!! Weil sie angeblich nicht in der Lage sind, der aufdringlichen Allgegenwart dieser Werbung selbst in Schulen genügend erzieherisches Geschick entgegen zu setzen!

ZuckerbombenAber wussten Sie, dass Sponsoring der Lebensmittelkonzerne in Schulen nicht verboten ist und dass es für Kindertagesstätten überhaupt keine gesetzlichen Vorschriften gibt, um sich gegen die Übergriffigkeit der Lebensmittelkonzerne zu wehren?

Beispiel drei: wir Verbraucher, die Lebensmittelverschwender! Ein harter Vorwurf: Weil wir zu viele Lebensmittel wegschmeißen, schaden wir der Umwelt und trügen auch noch zum Welthunger bei. Das ergibt eine "Studie" von Ilse Aigner. Demnach sind nämlich die Privathaushalte mit stattlichen 61 Prozent die Haupt-Lebensmittelverschwender. Die Großverbraucher und die Industrie schlagen mit jeweils nur 17 Prozent zu Buche, der Handel soll mit gerademal fünf Prozent an der Verschwendung beteiligt sein.

Aber wussten Sie, dass Frau Aigner in die Lebensmittelabfälle auch UNVERMEIDBARE Reste wie Bananen- oder Eierschalen, Käserinden, Tee-Abfälle und Kaffeesatz hineingerechnet - und den Anteil der privaten Haushalte damit künstlich aufgebläht hat?

Unvermeidbare ResteBei der Ermittlung der Müllmengen von Industrie, Großverbraucher (Gastronomie, Hotels, Kantinen) und Einzelhandel war unsere Ministerin jedoch weniger gründlich. Mangels eigenen Datenmaterials legte sie bei Letzteren eine Hochrechnung auf Basis der Daten des EHI-Retail-Instituts zugrunde, das unter anderem von REWE, Edeka, Tengelmann, Metro - also vom Lebensmittelhandel selbst (!) - getragen wird!

Die Strategie von Ilse Aigner ist so bequem wie zynisch. Denn damit muss die Politik sich nicht mit der Lebensmittelindustrie und dem Handel anlegen.

Wenn der Einzelne Verantwortung übernehmen kann, muss er es auch tun. Aber uns zu Sündenböcken dafür zu machen, dass die Politik vor den Lebensmittelkonzernen in die Knie geht, das werden wir nicht akzeptieren. Deshalb ist der Druck auf Politik und Lebensmittelkonzerne so wichtig! Deshalb, liebe foodwatch-Interessenten, habe ich foodwatch gegründet. Helfen Sie uns und werden Sie Förderin/Förderer!

Unterstützen Sie mich und das gesamte foodwatch-Team, damit unsere Organisation noch stärker wird und wir zu einer wirksamen Verbraucherlobby werden. Damit wir nicht einer Nebelkerzen werfenden Pseudo-Verbraucherministerin und den Lebensmittelkonzernen unser Schicksal überlassen! Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Helfen Sie uns dabei, den Druck auf Politik und Konzerne zu verstärken, indem Sie sich foodwatch als Förderin/Förderer anschließen. Damit strikte Regeln Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne verhindern, unmoralische Werbemethoden in Schulen und Kindergärten unterbunden und die Lebensmittelverschwendung schon bei Industrie und Handel eingedämmt werden. Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Um wirksam die Gesetze beeinflussen zu können, müssen wir Gutachten und Studien und manchmal auch teure Gerichtsverfahren finanzieren. Deshalb brauchen wir Ihre Hilfe. Gehen Sie diese Ziele gemeinsam mit uns an. Wir Verbraucher müssen uns zusammentun, damit unsere Stimme endlich gehört wird! Werden Sie foodwatch-Förderin/Förderer:



Jetzt Förderer/Förderin werden!

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr
Thilo Bode, Geschäftsführer
Thilo Bode
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Liebe Grüße tarajal :)
 
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... eine Standarderklärung für Lebensmittelskandale, die mich regelmäßig auf die Palme bringt: Schuld ... seien letztlich die Verbraucher. Die bräuchten sich schließlich nicht zu wundern, wenn sie immer nur billig wollen.

Nein, nicht die Billigmentalität der Verbraucher ist das Problem ...

Einmal ist es sogar "offizielle" Aufgabe des Käufers in der Marktwirtschaft, den Preis nach unten zu verhandeln, als eine Kraft des Marktes, über den sich Preis und Angebot und Nachfrage bestimmen. Der Verkäufer muss dann entscheiden, ob er den Preis bieten, halten kann. Der Verkäufer muss seine investierten Kosten kennen, die er über den Preis ja decken muss, incl. Gewinn, zu zahlende Steuern usw. Das heißt dann Kalkulation, Preis-Kalkulation. Wenn der Verkäufer keinen Gewinn (Verdienst) mehr erzielt, keine Steuern oder Löhne mehr zahlen kann, oder auch die vom Ver-käufer gewünschte Qualität nicht mehr halten kann, muss er den Preis, bzw. das Geschäft ablehnen. Wenn er realistisch kalkuliert hat, dann wird der Käufer die entsprechende Qualität auch so schnell nirgendwo anders bekommen.

Vor einiger Zeit hörte ich, dass die großen Lebensmittel-Konzerne einen "ruinösen Wettbewerb" betreiben, sich also wohl gegenseitig ruinieren wollen.
Unter dem Stichwort Ruinöser Wettbewerb kann man bei Wikipedia ganz interessantes lesen:
... der Versuch die eigene Marktmacht zu vergrößern, indem durch Dumpingpreise die Mitbewerber aus dem Markt gedrängt werden (sog. Kampfpreisunterbietung). Hierbei verringert sich der Gewinn des Unternehmens bis hin zum Verlust (negativer Gewinn). Außerdem entsteht eine Preisspirale nach unten, da die Konkurrenzunternehmen darauf mit niedrigeren Preisen reagieren.
Das scheint mir wahrscheinlicher, als dass große Konzerne Preise, Qualität, Handels-Moral und alles ruinieren, nur weil Käufer nach niedrigeren Preisen fragen, was wie gesagt eigentlich zu den Grundregeln der Markt-Wirtschaft gehört.


Gerd
 

Clematis

Wenn er realistisch kalkuliert hat, dann wird der Käufer die entsprechende Qualität auch so schnell nirgendwo anders bekommen.

Das scheint mir wahrscheinlicher, als dass große Konzerne Preise, Qualität, Handels-Moral und alles ruinieren, nur weil Käufer nach niedrigeren Preisen fragen, was wie gesagt eigentlich zu den Grundregeln der Markt-Wirtschaft gehört.
Hallo Gleerndil,

deine Ausführungen zur Kalkulation in der Wirtschaft sind wahr. Doch sind sich z.B. alle einig kurzlebige Güter zu produzieren - etwa Elektrogeräte gehen zwei Tage nach Ablauf der Garantiefrist kaputt und können nicht repariert werden. Damit erreicht man einen kontinuierlichen Bedarf, Produktion und Umsatz. Innerhalb der Preisspirale nach unten bleibt nicht aus, daß dann die Qualität reduziert werden muß und das tun dann wieder alle, dazu bedarf es nicht einmal einer Kartellabsprache. Bis zu diesem Punkt hat der Verbraucher noch gar nicht mitgewirkt.

Das beginnt erst, wenn der Kunde Qualität verlangt und auch bereit ist dafür zu bezahlen. Läßt er die Billigware liegen und greift nur zu qualitativ hochwertigen Waren, zwingt er die Hersteller bessere Qualität zu liefern. Beispiel die vielen Billigscheren - schneidet man damit mal dünne Pappe ist der Plastikgriff zerbrochen, sie kostet aber nur 3,- Euro. Also kauft man eine neue, bald noch eine usw. Eine Qualitätsschere, mit Stahl in den Griffen kostet hingegen 30,- Euro, dafür hält sie ein Leben lang und schneidet auch dicke Pappe ohne zu murren. Rechnet man nach, wieviele Billigscheren man im Leben wohl verbraucht, ist die Qualitätsschere letztlich billiger. Würde der Verbraucher also auf Qualität achten und mal kurz rechnen, bliebe die meiste Billigware, auch die aus China, ein Ladenhüter.

Meine Waschmaschine, teuer weil mit 1A rostfreier Stahltrommel, ist nach 30 Jahren immer noch voll dabei - ohne jegliche Reparatur und trotz drei Umzügen! Billig ist auf längere Sicht teurer! Das gilt auch für Kleidung und vieles mehr. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, auch ein Gesetz des Marktes zwischen Anbieter und Käufer. Daher sind die Argumente zu Pferdefleisch und Co. nicht ganz von der Hand zu weisen. Das zeigt sich ebenfalls daran, daß Bioware vermehrt bei den Discountern auftaucht, ist zwar nicht ganz so Bio wie im Bioladen, aber immerhin.

Gruß,
Clematis
 
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Ich sehe es kurz gesagt so, dass Produzenten wenig bis gar kein Interesse mehr an der Qualität der Produkte und auch nicht mehr an ihren Kunden haben, die früher mal "Könige" waren, heute aber zum "Verbraucher" degradiert wurden, und entsprechend schlecht(er) behandelt werden.

Bei Firmen-Fusionen hört man immer was von "größter Hersteller sowieso", "Nr. 1 bei sonstwas" - aber eigentlich nie, dass ein neuer Konzern etwa jetzt die beste Qualität aller Zeiten herstellt, nach irgendeiner Fusion. Also wird's dabei auch nicht mehr um Qualität gehen.

Und man müsste das den Unternehmen und Unternehmern wieder beibringen, zwangsweise, da sie freiwillig sich scheinbar viel lieber mit allem möglichen anderem Zeug beschäftigen, wie Marktmacht etc.


Gerd
 
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