Fettleibigkeit - Ursache ist evtl. nicht nur falsche Ernährung

Freesie

Neuere Studien lassen die Vermutung aufkommen, dass die Tendenz zu Fettleibigkeit sowie zu vielen Krankheiten evtl. bereits im Mutterleib festgelegt werden kann.

Forscher haben unabhängig voneinander untersucht, ob chemische Stoffe, die sich in vielen Produkten des täglichen Lebens befinden, die Tendenz zu Übergewicht erhöhen und sind zu sehr ähnlichen Ergebnissen gekommen.

3sat.online - Mediathek: Fettleibigkeit vorprogrammiert

Grüssle
Freesie
 
wundermittel
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Danke für den Link, Freesie.

Das hier geht in die gleiche Richtung:

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Unterversorgung während der Schwangerschaft

Erstaunlich scheint die Tatsache, dass auch Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht (<2.500 g) ein erhöhtes Risiko haben, an Übergewicht zu erkranken.
Ein wesentlicher Grund für ein geringes Geburtsgewicht kann die Unterversorgung des Fetus durch eine schlecht arbeitende Plazenta, zum Beispiel durch Rauchen oder Alkoholkonsum der Mutter sein.
Auch hier ist der genaue Grund für die spätere Entwicklung von Übergewicht nicht bis ins letzte geklärt. Die Wissenschaftler verfolgen im Wesentlichen zwei Thesen.
So wird zum einen vermutet, dass die fetale Minderversorgung Auswirkungen auf den Stoffwechsel des Ungeborenen hat und es zu rascher und reichlicher Energiespeicherung neigt.
Zum anderen könnte es auch sein, dass die schnelle Gewichtszunahme nach der Geburt ein Grund für die Entwicklung von Übergewicht ist. So ist es wahrscheinlich ratsamer, das Untergewicht des Säuglings langsam auszugleichen, anstatt auf eine sehr schnelle und starke Gewichtszunahme zu setzen.
Erwachsene, die mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht zur Welt kamen, haben im Vergleich zu Menschen mit einem normalen oder hohen Geburtsgewicht häufig eine abdominale Fettverteilung. Das bedeutet, dass das Fett vor allem am Bauch sitzt. Das Risiko für z. B. Herz-Kreislauferkrankungen ist bei dieser Fettverteilung sehr hoch.
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Übergewicht - werden die Weichen schon vor der Geburt gestellt? - bildderfrau

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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Fettleibigkeit vorprogrammiert: Doku auf 3 sat.

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin durch Zufall auf diese Sendung am Mittwoch gestossen.

3sat.online - Mediathek: Fettleibigkeit vorprogrammiert

Hier geht es um den Zusammenhang von Giften im Mutterleib und die spätere Ausbildung von Fettleibigkeit bei den Kindern, aber auch der Einfluss der Gifte, Umweltgifte auf Erwachsene wird kurz angesprochen. Wobei es bei Letzterem nicht um Tierversuche sondern eher um Mutmassungen geht.
Für mich sind diese Mutmassungen nur logisch.

Schöne Osterfeiertage!
Claudia.
 
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Fettleibigkeit vorprogrammiert: Doku auf 3 sat.

Es gibt noch mehr Einflüsse auf das Gewicht des Kindes, z.B. das Eßverhalten der schwangeren Frau:

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Wenig Brot, selten Pasta und um Himmelswillen keinen Kuchen - Diäten mit niedrigem Kohlenhydratanteil sind derzeit im Trend. Sie sollen nicht nur helfen, Gewicht zu verlieren, sondern sind als langfristige Ernährungsstrategie gedacht.

Fötus auf Diät
In der Schwangerschaft allerdings ist eine solche Ernährung tabu, zeigt eine aktuelle Studie. Sie führt dazu, dass das Kind später ein stark erhöhtes Risiko trägt, zu dick zu werden. "Übergewicht hängt nicht nur von den Genen und vom Lebensstil ab, es kann durch Einflüsse gefördert werden, denen das Kind im Mutterleib ausgesetzt war", erklärt Keith Godfrey, Professor von der University of Southampton im Gespräch mit NetDoktor.de.
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Was die Forscher überraschte, war der große Einfluss, den die epigenetischen Veränderungen hatten: Sie waren für ein Viertel der Unterschiede im Körpergewicht der Grundschüler verantwortlich. Evolutionsbiologisch ist eine solche Anpassung sinnvoll: In Hungerzeiten war es von Vorteil, wenn die Kinder der darbenden Mütter besonders gute Futterverwerter waren.

Auch zu viel Zucker schadet
Sollten Schwangere also möglichst Berge von Nudeln, Schnittchen und Mehlspeisen vertilgen? Mitnichten. Denn auch zu viel Kohlenhydrate verdammt die Ungeborenen zum drohenden Moppeltum, haben frühere Untersuchungen anderer Forscher ergeben.
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Wie Schwangere sich ernähren: Hungrige Mutter, dickes Kind - NetDoktor.de

Grüsse,
Oregano
 

Rota

in memoriam
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Fettleibigkeit kommt nicht nur vom Essen

Ich gehe jetzt mal weg von 3 Sat und schreibe von anderen Ursachen der Korpulenz.
Bei mir z.B. lag eine starke Übergewichtigkeit vor, als ich ein Baby von 1-2 Jahren war. In der Zeit hatte ich 4 verschiedene "zu Hause". Ein Heim und 3 Familien die sich nacheinander mit meiner Versorgung engagierten. Ich war ein unruhiges Kind und wollte immer was zu essen.
Als ich in die Schule kam war ich eher mager und bewegte mich viel.
Als Teenager war ich Normalgewichtig. Nach den verschiedenen Geburten nahm ich ab und dann wieder zu bis ich mich auf ca 100 kg eingependelt hatte.

Innerhalb meiner Ehezeit habe ich jedes Jahr 2x versucht mein "Fett loszuwerden.
Vor einem Jahr erfuhr ich, daß ich das Lipödem habe und daß Hunger dieses Bild verschlimmert.

Das Wasser das ich speichere darf ich auch nicht zu oft ausleiten, weil sich danach die Fettzellen immer wieder mit Wasser füllen, bis das programmierte Ziel wieder erreicht ist, wobei sie sich immer weiter auszudehnen scheinen.

Seit 2 Jahren stelle ich mich nicht mehr auf die Waage, ich gehe nach meinem Wohlfühlen. Fühle ich mich VOLL, entwässere ich, schaue ich nur voll aus, verzeihe ich es mir und lasse es sein.

Ich quäle meinen Körper nicht mehr. :)

LG Rota
 
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Rota

in memoriam
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Fettleibigkeit kommt auch nach Hungerzeiten

Anhand unseres Familien Fotoalbums kann ich die Geschichte meiner Korpulenz und auch die meiner Mutter nachvollziehen.

Während des Krieges war meine Mutter schlank. Ab 1945 ging es unaufhaltsam in die Höhe vor allem an den Armen und Beinen zeigten sich bei ihr Ansammlungen von aufgedunsenem Gewebe. Je mehr sie sich zurückhielt mit dem Essen, desto schlimmer wurde der optische Eindruck.

Erst als sie in ihrer Arbeitsstelle im Krankenhaus regelmäßige Mahlzeiten zu sich nahm, sank ihr Gewicht wieder, bis sie als fast schlank zu bezeichnen war.
Jedes Mal, wenn wir im Urlaub waren, nahm sie wieder rasant zu, obwohl sie nicht übermäßig aß.

Sie hatte nie Durst und nahm auch, als sie an ihrem Lebensabend angelangt war, täglich nur 1 - 2 Tassen Kaffee oder Tee zu sich.
Die Tragl Wasser, die ich ihr in die Wohnung stellte, blieben stehen und wurden dann von anderen Leuten aufgebraucht, oder sie hat sie verschenkt.

Ihr Kommentar war immer: Ich hab schon so viel Wasser in mir und muß dauernd aufs Klo, da kann ich nicht noch mehr trinken, da komme ich ja zu nichts anderem mehr als zum Pinkeln.

Genau so geht es heute mir, ich trinke viel zu wenig und muß doch dauernd rennen. Ich esse mäßig und scheine doch Fett zu sein.

Ich habe einmal gehört, daß ein Volk nach Kriegszeiten eine Zeit des Übergewichts durchmacht. Auch Ängste, Lärm und Lieblosigkeit lassen Menschen dicker werden. Auch bei Tieren läßt sich das feststellen.

Anscheinend können Zellen programmiert werden, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Der Natur ist es egal, ob das was dabei herauskommt optisch schön ist. Die Hauptsache ist, daß das Überleben gewährleistet wird.

Rota
 
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Ein wichtiger Ansatz (nebst Stoffwechselstörungen) zu Uebergewicht wäre auch, auf den Schlaf zu achten.
Es gibt Studien dazu (leider nicht gleich zur Hand) welche bestätigen, dass bei Schlafstörungen und zu wenig (guten) Schlaf das Hunger und Sättigungsgefühl nicht richtig funktionieren.
LG Béatrice
 
regulat-pro-immune
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Hallo Rota,

ich kann bei Deiner Schilderung von Mutters Gewichtsproblemen nur daran denken, das sie immer dann zunahm, wenn sie Dinge essen konnte, die sie möglicherweise nicht vertragen hat.

Zöliakiepatienten sind nach dem Lesen hier im Forum wohl oft zart gebaut und später sehr ( zu ) schlank. Genau wie manche mit HIT.

Ich aber fange an aufzuquellen, wenn ich länger Milchprodukte und Getreide verzehre. Inzwischen tut mir mal ein wenig davon nicht mehr viel, aber ich merke sofort Stauungen in den Händen , im Bereich vieler Lymphdrüsen wie Achsel- und Leistenregionen, und hatte früher in unwissenden ZEiten Probleme mit Lymphrückstau.
Dauert ein paar Tage, aber nach ein paar Tagen guter Ernährung normalisiert sich das recht schnell wieder.

Ich kenne nur die Erzählungen über meine Urgroßmutter , die in noch ziemlichen Hungerjahren nach dem Krieg trotzdem zwei Stühle brauchte, um zu sitzen. Von übermäßigem Essen war das garantiert nicht.
Eine Tante , also ihr KInd war zeitlebens auch sehr dick . Obwohl sie vermutlich genug Bewegung hatte. Was mich beruhigt, sie hat ihren immer schlanken Mann um viele Jahre überlebt.
Heute sehe ich an der jüngsten Generation auch wieder diese Tendenzen, trotz teilweise massivem Sport und offiziell ( Vollkorn, Obst und Gemüse, z.T. kein Fleisch usw. , fettarm ) recht ordentlicher Ernährung, werden einige Mädels stetig runder.
Es ist offensichtlich, das auch Ihnen das Gegessene nicht wirklich gut tut.

Ein Lipödem könnte auch aus ähnlichen ZUsammenhängen entstehen, denke ich.

Hallo Karde,

Schlafmangel wie auch Hunger macht dem Körper Stress. Unter massivem Dauerstress werden viele Menschenb dick(er ) . Bei Stress wird auch immer ( zu viel ) Insulin ausgeschüttet und das sorgt dafür, alle verfügbare Energie zu bunkern.

LG:wave:
 
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Rota

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Hallo Kullerkugel,

ich kann bei Deiner Schilderung von Mutters Gewichtsproblemen nur daran denken, das sie immer dann zunahm, wenn sie Dinge essen konnte, die sie möglicherweise nicht vertragen hat.

Sie hat z.B. Paprika nicht vertragen, ich ebenso -
Heute bin ich ja aus dem Forum gewitzt, aber damals, als meine Mutter immer mit Magenschleimhautentzündungen zu tun hatte, beteuerte sie, daß ihr nur eine Tasse Milch mit einer eingebrockten Semmel (Brötchen) helfen würde.

LG Rota
 
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Hallo Rota,

da haben wir etwas gemeinsam. Paprika ist ein Allergen für mich.

Mit der Semmel kenne ich zwar ohne Milch, aber bei merkbar zu viel Säure hilft mir so eine Semmel auch. Im Magen. Im Darm später nicht mehr. Da kommt es langfristig zu Entzündungen und in deren Folge auch zu Wassereinlagerungen um den Darm. Und dann scheint mein Lymphsystem es nicht so schnell zu schaffen.

Das ist jetzt o.t. hier, aber ich habe im Urlaub Gelegenheit gehabt, handgemachten Rohmilchbergkäse zu bekommen.
Verdauungstechnisch nicht der HIT. Aber ich habe nicht bald nach dem Verzehr das typische Herzklopfen und Naselaufen bekommen wie sonst immer bei Industriekäse jeder Art.
Vielleicht war die Milch zu Deiner Mutters Zeiten noch naturbelassen und besser ?
 
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