Entgiftung / Ausleitung mit Rizinusöl? Erfahrungen

Hierzu noch ein Tip: Am einfachsten, sich an hohe Einläufe einzuüben und zu gewöhnen, dürfte es mit einem KLYSO sein, der über eBay - eine der größten deutschen Shopping-Websites kostengünstig erhältlich sind, so z. B.:
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Man richtet sich ein Wannenbad, legt sich hinein, füllt den KLYSO mit Badewasser, bis keine Luftblasen mehr kommen, schiebt sich das Ansatzstück in den eingefetteten Po und fängt behutsam an zu pumpen, bis man spürt, daß der Dickdarm richtig voll ist.

Alles Gute!

Gerold
 
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Was ist denn das? - Doch nicht etwa die verspätete Antwort auf meine Frage danach, wer "wir" ist? Du und dieses...? :D

Viele Grüße
Reinhard
 
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Hallo,

ich muss auch noch mal etwas zum Thema fragen.

Also ich habe nun schön längere Zeit kein Rizinusöl mehr genommen. Hauptsächlich deshalb, weil ich es nicht nehmen möchte, ohne anschließend Darmeinläufe zu machen. Die brauche ich, damit dadurch noch Ölreste ausgespült werden und durch die Rizinusöleinnahme erzeugte Übelkeit verschwinden.
Einläufe schaden mir aber ansonsten mehr als sie nutzen, da ich nach einem Einlauf (auch ohne vorherige Rizinusöleinnahme) immer etliche Wochen lang wirklich schlimme Blähungen bekomme und einen steinhart aufgeblähten Bauch habe den ganzen Tag lang, nach dem Essen sehr schmerzhaft. Ich nehme immer gute, hoch dosierte Darmbakterien ein. Aber selbst die helfen dann sehr lange Zeit wieder nicht, wenn ich einen Einlauf gemacht habe. Mache ich keinen Einlauf, habe ich das Problem mit dem Magen-Darm nicht (natürlich bei ständiger Beachtung der für mich verträglichen Nahrungsauswahl).
Gibt es dafür noch eine andere Erklärung als die, dass - in meinem Fall - so ein Einlauf anscheinend schon ausreicht, meine Darmflora stark negativ zu beeinträchtigen?
Jedenfalls ist das der Grund, weshalb ich schon längere Zeit kein Rizinusöl mehr genommen habe.

Hatte auch hier darüber berichtet:
Hallo Kathy,

der "Erfolg" war: einige insgesamt eher unspektakuläre Durchfallentleerungen, geruchsarm und von heller Farbe, nicht anders wie auch nach der Einnahme von Rizinus-Orangensaft.

Gegen Abend hatte ich dann noch mehrere Darmspülungen gemacht, da kam dann noch mal eine Ladung Ölgemisch mit raus, dann hatte ich später noch 20 g Kohle eingenommen, am nächsten Mittag und Abend dann auch wieder Darmspülungen, um die letzten Kohlereste auch noch rauszukriegen...

...

Auswirkungen auf die ganze Schmerzsymptomatik hat die ganze Quälerei ja leider doch nie.

Eine weitere Frage ist für mich auch:
Von der Darmproblematik einmal abgesehen... ist Rizinusöl überhaupt sinnvoll in meinem Fall? Denn ich habe bei den Anwendungen (egal ob mit Orangensaft oder mit Alkohol) nie schwarze und / oder stinkende Galle ausgeschieden. Aber genau die zeigt ja lt. Gerold an, dass Gifte ausgeschieden wurden. Wenn bei mir immer alles klar und hell war und nahezu geruchlos, dann werden bei mir durch Rizinusöl anscheinend keine Gifte ausgeschieden. Aber wie kann das sein? Ich denke nicht nur, dass ich stark vergiftet bin, sondern weiß es - nicht zuletzt durch viele stattgefundene Laboruntersuchungen. Ich scheide nach Chelateinnahme deutlich zu hohe Mengen an Schwermetallen im Urin aus (auch ohne Chelatanwendung sind sie bei mir teilweise schon zu hoch). Ich musste - als an MCS Erkrankter - meine Wohnung verlassen, u.a. da auch in meinem Blut und Urin viel zu hohe Mengen an Weichmachern gefunden wurden (gegen die ich dann auch noch stark allergisch bin... Werte im Zytokinprofil mehrere Tausend bei Grenzwert < 10)... meine genetische Situation stellt sich derart dar, dass meine körpereigene Entgiftung in manchen Bereichen gar nicht stattfindet, in anderen Bereichen stark eingeschränkt ist (und in manchen Bereichen auch funktioniert).
Eine vielschichtige Vergiftungssituation ist somit in meinem Fall also nicht nur vermutet sondern belegt. Aber warum scheide ich mit Rizinusöl keine Gifte aus? Habe mich immer an die vorgeschriebene Menge (1 ml/kg KG) gehalten.

Vielleicht ist das ja auch der Grund, weshalb Rizinusöl bei mir nie etwas gesundheitlich verbessert hat... weil bei mir dadurch keine Gifte ausgeschieden werden... aber warum nur wurden keine ausgeschieden?

Grüße
Lukas
 
Moin Lukas,

Vielleicht ist das ja auch der Grund, weshalb Rizinusöl bei mir nie etwas gesundheitlich verbessert hat... weil bei mir dadurch keine Gifte ausgeschieden werden... aber warum nur wurden keine ausgeschieden?

meine 2 Eurocent zum Thema: Rizi macht nur die Müllabfuhr, also vergiftete Galle ausschütten, enterohepatischen Kreislauf weitgehend ausschalten und rausschaffen. Das wird im "Normalfall" (Konzentrationsgefälle) dazu führen, dass der Körper vermehrt entgiftet, weil Kapazitäten freiwerden, die sonst durch die permanente Rückvergiftung gebunden sind. Die Galleauschüttung passiert ja ständig, da kreisen also auch ständig die Gifte.

Voraussetzung ist aber, dass der Stoffwechsel überhaupt entgiftet - wie soll das Zeug sonst in die Galle gelangen? Ich hatte auch eine (lange) Zeit mit meinem starken B12-Mangel, wo die Entgiftung schlicht stillstand und Rizi ergo null Wirkung hatte.

Denn ich habe bei den Anwendungen (egal ob mit Orangensaft oder mit Alkohol) nie schwarze und / oder stinkende Galle ausgeschieden.

Schwarze oder Grüne habe ich bei mir auch noch nicht gesehen - gestunken hats aber auch schon ordentlich. In den (wenigen) Fällen, wo reine Galle nachkam, war die bei mir gelblich/milchig...

..denke, das hängt stark davon ab, was der Körper da grade loswerden will und der lässt sich da nicht in die Karten schaun... :D

Gruss
Karl
 
Ich hatte heute meine 39. Anwendung. Und sie ist gescheitert! Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Das Rizinusöl hat sich gegen den Darminhalt nicht durchsetzen können!

Habe heute früh um halb fünf Uhr ca. 50 ml vom Öl gemischt mit Grapefruitsaft eingenommen. Drei Stunden später tritt bei mir üblicher Weise die erste Entleerung ein. Statt dessen wurde mir um 8 Uhr total schlecht und ich habe mich übergeben. Das war das erste Mal in meiner "Rizinusölkarriere".

Und dabei blieb es bisher. Ich habe kurz nach dem Mittag nun etwas Bittersalz (5 g) genommen und Einläufe wie üblich gemacht. Pumpe.

Der Unterschied zu sonst war, dass ich gestern etwas übertrieben habe und am Nachmittag und am Abend sehr viel gegessen. Ich war richtig vollgestopft, unter anderem mit einem Apfelstrudel, Schlagsahne, Nüssen, Äpfeln, Knäckebrot, Käse... Ich kann leider ungewöhnlich viel essen und habe das gestern auch getan. Ein bisschen auch aus Neugier, ob das Öl das schafft. Hat es offenbar nicht.

Hat jemand eine genauere/bessere Erklärung?

Ich werde jedenfalls heute abend noch einen hohen Einlauf machen und wahrscheinlich (je nach Gefühl) die Prozedur am Dienstag oder Mittwoch wiederholen.

Viele Grüße
Reinhard
 
Voraussetzung ist aber, dass der Stoffwechsel überhaupt entgiftet - wie soll das Zeug sonst in die Galle gelangen? Ich hatte auch eine (lange) Zeit mit meinem starken B12-Mangel, wo die Entgiftung schlicht stillstand und Rizi ergo null Wirkung hatte.

Interessanter Zusammenhang. Hast du den Mangel einfach durch Vitamin-B-komplex korrigiert? Und wie lange hat das gedauert? Und hast du dann auch eine Veränderung gespürt?

Viele Grüße
Reinhard
 
@ExLukas - Wie lange scheidest du denn aus nach einer Rizinusöleinnahme? Der Gestank, die Farbe usw. sind nicht die einzigen Kriterien. Und wie hast du dich anschließend gefühlt? Wenn du Einläufe partout nicht verträgst, würde ich die Anwendung doch einmal ohne anschließenden Einlauf machen. Besser als gar nicht, meine ich.

Ergänzung: Es gibt übrigens viele Dinge, ohne die ich selbst wesentlich schlechter entgiften würde, als ich das normaler Weise tue. Also, da spielen Faktoren ein Rolle, von denen du vielleicht auch nicht so gern hörst. Ich selbst bewege mich sehr viel, und ich spüre, dass ohne das überhaupt nichts funktionieren würde. Es gibt keinen Grund, sich nicht zu bewegen, zu versuchen, den eigenen Bewegungsraum Schritt für Schritt auszuweiten. Dann die Ernährung: Seit ich überwiegend Frischkost esse (Ausnahme: gestern - und so fühle ich mich auch gleich), entgifte ich teilweise von allein, meinem Eindruck nach. Weiter: regelmäßiges Fasten. Ich fast täglich mindestens 14, oft 16 bis 18 Stunden. Und ich fast an zwei Tagen in der Woche entweder für 24 oder 36 Stunden (gerade wieder - bis morgen früh). Diese Dinge geben der Leber die nötige Ruhe, ihre Arbeit zu tun, und sie helfen spürbar auch der Darmflora.

Außerdem: tägliches Ölziehen, Trockenbürsten, kalt-Wasser-Schocks (ich dusche nicht warm, sondern übergieße mich mit Eimern voll kalten Wassers, um alles anzuregen).

Ich selbst mache übrigens seit Februar jeden Tag Einläufe, oft mehrere. Und bisher vertrage ich es ganz gut. Das schiebe ich zum großen Teil auf den Sport, auf das Fasten, auf die Rohkost. Man kann übrigens auch einen Einlauf mit Brottrunk machen. Hast du schon Erfahrungen mit verschiedenen Beimischungen sammeln können?

Viele Grüße
Reinhard
 
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Hat jemand eine genauere/bessere Erklärung?

Ja - weiter oben steht sie schonmal...

KarlG schrieb:
(1) diesmal große Mengen Gifte ausgeschüttet wurden - das passiert ja mit der Galle im Zwölffigerdarm unmittelbar nach den Magenausgang und wenn der sich vergiftet fühlt, verkrampft er und versucht den Kram loszuwerden - auch in die "Gegenrichtung" nach oben. D.h.: Es kann sein, dass vergiftete Galle rückwärts wieder im Magen gelandet ist. Erbrechen ist da sicher nicht die schlechteste Idee, Hauptsache raus...

Man muss sich das einfach mal bildlich vorstellen - die Galle mit der Giftlast rinnt in den Zwölffingerdarm und wird permanent abwärts "befördert". Dabei gibt es die ganze Zeit Rückergiftungen über die Resorption des Dünndarms, die aber im Verhältnis zur ausgeschiedenen (Gift-)Menge relativ klein ist.

Nun steht das System wegen Gegendruck still und es passieren starke Rückvergiftungen an einzelnen Stellen bzw. auf langen Strecken des Dünndarms. Was soll er denn machen? Er zieht sich krampfhaft zusammen, das Zeug rauszubefördern und dann geht es natürlich den Weg des geringsten Widerstandes... :D

Interessanter Zusammenhang. Hast du den Mangel einfach durch Vitamin-B-komplex korrigiert? Und wie lange hat das gedauert? Und hast du dann auch eine Veränderung gespürt?

Nö - nur mit einem B-Komplex wäre ich sicher schon Mausetot oder zumindest ein Pflegfall. Nur der B12-Mangel waren bisher ca. 350 Spritzen a 1,5mg - das Problem ist halt, dass der B12-Mangel auch diverse andere Prozesse stoppt/behindert und auch den Darm kaputt macht - also Beseitigung der Ursache heißt nicht, dass damit die Probleme wegwären. Alleine den Darm wieder einigermassen zum funktionieren zu bringen, hat mich fast ein Jahr gekostet und da sind auch ein paar "unübliche" Methoden :D dabeigewesen...
 
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Mariendistelpräparate helfen sehr.
Wichtig ist ein gutes Präparat zu finden. D.h., ohne irgendwelchen "schlechten" Zusätze.
 
@KarlG - Danke für die Erklärung! Ich hatte mir das nach deiner früheren Darstellung schon so ähnlich gedacht, suchte aber die Bestätigung.

@salute - Ja, das weiß ich im Allgemeinen schon. Hast du konkrete Erfahrungen, eventuell auch im Zusammenhang mit der Rizinusölanwendung? Das war es, wonach ich eigentlich gefragt hatte.

Viele Grüße
Reinhard
 
Hallo Reinhard

@ExLukas - Wie lange scheidest du denn aus nach einer Rizinusöleinnahme?


Das letzte Mal Rizinus dürfte schon gute drei Jahre her sein. Ich weiß leider nicht mehr, wie lange ich als ausgeschieden habe. Es ist auch etwas schwer zu sagen, da ich dann später den Ausscheidungen ja als auch ein Ende bereitet hatte mit den Einläufen...



Der Gestank, die Farbe usw. sind nicht die einzigen Kriterien. Und wie hast du dich anschließend gefühlt?


Fühlen tue ich mich nach solchen Prozeduren (auch z.B. Leberreinigung) immer nur kurz- bis mittelfristig (sehr) geschwächt und übel - und langfristig leider nie besser als vorher. Sonst würde es sich ja wenigstens lohnen.



Wenn du Einläufe partout nicht verträgst, würde ich die Anwendung doch einmal ohne anschließenden Einlauf machen. Besser als gar nicht, meine ich.


Das hatte ich die ersten Male auch gemacht. Und dann irgendwann habe ich die Einläufe gemacht, um die Übelkeit durch das Rizinusöl schneller wieder loszuwerden. Weil es bei der Leberreinigung auch so war, dass die Übelkeit erst dann verschwand, wenn ich Einläufe gemacht habe. So war es dann beim Rizinus ja auch. Also dagegen helfen die Einläufe ja, aber eben machen sie mir die Darmflora auf lange Zeit hin total kaputt...




Ergänzung: Es gibt übrigens viele Dinge, ohne die ich selbst wesentlich schlechter entgiften würde, als ich das normaler Weise tue. Also, da spielen Faktoren ein Rolle, von denen du vielleicht auch nicht so gern hörst. Ich selbst bewege mich sehr viel, und ich spüre, dass ohne das überhaupt nichts funktionieren würde. Es gibt keinen Grund, sich nicht zu bewegen, zu versuchen, den eigenen Bewegungsraum Schritt für Schritt auszuweiten.


Also ich habe meinen Bewegungsraum aus dem Rollstuhl heraus ausgeweitet für den normalen Hausgebrauch oder auch mal einkaufen gehen oder einen kurzen Spaziergang (was aber leider nicht immer möglich ist). Und das war ein harter Kampf. Mehr ist leider nicht drin, nicht weil ich es nicht will, sondern weil es körperlich nicht möglich ist. Auch wenn mein Berufsziel einmal Tänzer war und ich darin wirklich alles Andere als schlecht war... und ich noch nie eine Couchpotatoe war (ich habe noch nicht einmal eine Couch)... und mir die Bewegung schon so lange mehr als alles Andere fehlt...
Es gibt eben manchmal doch Gründe - oder nennen wir es Schicksal -, wenn mehr einfach nicht (mehr) möglich ist.




Dann die Ernährung: Seit ich überwiegend Frischkost esse (Ausnahme: gestern - und so fühle ich mich auch gleich), entgifte ich teilweise von allein, meinem Eindruck nach.


Ich esse seit 2003 nahezu ausschließlich Frischkost.



Weiter: regelmäßiges Fasten. Ich fast täglich mindestens 14, oft 16 bis 18 Stunden.


Also wenn das Fasten ist, dann faste ich seit mindestens 25 Jahren jeden einzelnen Tag. Ich esse nur ein- bis zweimal am Tag etwas, und wenn es zweimal am Tag ist, liegen diese beiden Male zeitlich relativ nah beieinander, so dass ich demnach jeden Tag mindestens 15 - 20 Stunden lang faste.



Und ich fast an zwei Tagen in der Woche entweder für 24 oder 36 Stunden (gerade wieder - bis morgen früh). Diese Dinge geben der Leber die nötige Ruhe, ihre Arbeit zu tun, und sie helfen spürbar auch der Darmflora.


Als ehemalig Magersüchtiger habe ich wesentlich längere Zeiten als nur drei Tage am Stück Nulldiät gehalten. Geholfen hat mir das leider nicht - hat mir nur die ärztliche Androhung von Zwangsernährung eingebracht.




Außerdem: tägliches Ölziehen, Trockenbürsten, kalt-Wasser-Schocks (ich dusche nicht warm, sondern übergieße mich mit Eimern voll kalten Wassers, um alles anzuregen).


Ölziehen habe ich auch mehrere Jahre lang praktiziert. Es hat mir nicht geholfen. Leider helfen mir viele Dinge nicht, die bei Anderen hilfreich sind. Weiß nicht warum. Es gibt aber auch ein paar wenige Sachen, die helfen: Propolis z.B. Wenn ich das jeden Tag einmal am Tag für mehrere Minuten im Mund behalte (so etwa 40 - 50 Tropfen 40%-iges Propolis mit einem Teelöffel Xylit), dann kann ich damit die sonst immer vorhandenen Geschwüre im Mund verhindern. Pausiere ich damit zwei oder drei Tage, erscheinen die Geschwüre wieder.
Kaltes Wasser geht bei mir wegen meiner Muskelerkrankung nicht. Ich kann nicht einmal zum Einseifen das warme Wasser abstellen, weil meine Muskulatur sonst sofort krampft und dann nicht mehr so einfach wieder locker wird und ich es alleine (und ich bin alleine) dann nicht mehr aus der Wanne (Dusche habe ich nicht) schaffe. Ich weiß, dass das für Menschen, die das nicht haben, kaum vorstellbar ist. Und ich wünsche diese Erfahrungen auch niemandem.




Ich selbst mache übrigens seit Februar jeden Tag Einläufe, oft mehrere. Und bisher vertrage ich es ganz gut. Das schiebe ich zum großen Teil auf den Sport, auf das Fasten, auf die Rohkost.


Also als ich noch Leistungssport betrieben habe, hatte ich noch keine Einläufe gemacht. Aber Fasten und Rohkost haben mir jedenfalls nicht geholfen, die Einläufe (besser) zu vertragen.



Man kann übrigens auch einen Einlauf mit Brottrunk machen. Hast du schon Erfahrungen mit verschiedenen Beimischungen sammeln können?


Mit Brottrunk nicht. Als Beimischungen benutzt hatte ich z.B. "Himalaya"-Salz oder Natron oder Basenmischung oder Kombinationen daraus oder auch med. Kohle.




Viele Grüße
Reinhard

Viele Grüße
Lukas
 
Hallo Karl

Moin Lukas,



meine 2 Eurocent zum Thema: Rizi macht nur die Müllabfuhr, also vergiftete Galle ausschütten, enterohepatischen Kreislauf weitgehend ausschalten und rausschaffen.


Also wenn vergiftete Galle schwarz oder grün oder halt dunkel ist, dann ist meine Galle anscheinend nicht vergiftet (auch wenn der ganze restliche Körper es ist).
Vielleicht ist meine Galle auch nicht vergiftet, weil ich seit vielen Jahren hoch dosierte Mariendistel einnehme, was ja eine Leberentgiftung bewirkt (hängt vergiftete Galle vielleicht irgendwie mit vergifteter Leber zusammen? Ich weiß es nicht...) und jeden Tag den rohen Salaten große Mengen an guten Ölen untermenge. Fettreiche Ernährung soll ja immer viel Galle ausscheiden. Da ich zwischen den tgl. Mahlzeiten lange Zeit nüchtern bin, hat sich bis zum Essen dann vielleicht auch viel Galle angesammelt. Vielleicht hat sich die Galle damit über die Jahre ja schon gereinigt. Also klar, dass es auch zu Rückvergiftungen kommt... aber ja nicht zu 100%, d.h. bei fettreicher Ernährung könnte dann ja vielleicht immer ein wenig Gallegift ausgeschieden werden, so dass auf die Jahre gesehen die Galle dann ok geworden ist? Wäre das eine mögliche Erklärung?

Ab und an unterbreche ich den enterohepatischen Kreislauf auch mit der Einnahme von med. Kohle. Aber eher selten.




Das wird im "Normalfall" (Konzentrationsgefälle) dazu führen, dass der Körper vermehrt entgiftet, weil Kapazitäten freiwerden, die sonst durch die permanente Rückvergiftung gebunden sind. Die Galleauschüttung passiert ja ständig, da kreisen also auch ständig die Gifte.

Voraussetzung ist aber, dass der Stoffwechsel überhaupt entgiftet - wie soll das Zeug sonst in die Galle gelangen? Ich hatte auch eine (lange) Zeit mit meinem starken B12-Mangel, wo die Entgiftung schlicht stillstand und Rizi ergo null Wirkung hatte.


Ja gut, das ist dann (leider) die zweite mögliche Erklärung... also dass meine Galle "sauber" ist, weil das Körpergift gar nicht erst in die Gallenblase hinein gelangt...
Dann weiß ich aber auch keine Lösung mehr... so Sachen wie B12 habe ich ja sicher auch schon weit über 1.000 Ampullen gespritzt in den letzten paar Jahren... lange Zeit täglich und derzeit sind es noch 2 Ampullen à 1.000 µg pro Woche.




Schwarze oder Grüne habe ich bei mir auch noch nicht gesehen - gestunken hats aber auch schon ordentlich. In den (wenigen) Fällen, wo reine Galle nachkam, war die bei mir gelblich/milchig...

..denke, das hängt stark davon ab, was der Körper da grade loswerden will und der lässt sich da nicht in die Karten schaun... :D

Gruss
Karl

Viele Grüße
Lukas
 
Hallo ExLukas,

naja, da klingen alle meine Ratschläge ja eher naiv. Tut mir leid!

Trotzdem: Gute Besserung! Ich drücke dir die Daumen.

Viele Grüße
Reinhard
 
Hallo Reinhard,

ich empfand sie nicht als naiv-klingend. Für die Meisten werden sie so auch hilfreich sein...
Das Problem ist, dass ich fast Alles, zu was hier im Forum geraten wird, in all den Jahren halt schon (meist erfolglos) durch habe oder ohnehin schon seit langer Zeit so praktiziere, ich aber trotzdem irgendwie nicht wirklich mal weiter vorwärts komme. Also es geht nicht mehr weiter voran nach ein paar anfänglichen Verbesserungen durch ein selber zusammengestelltes Infusions-Mammutprogramm, die zwar durchaus als wesentlich zu bezeichnen sind (Lähmungen meiste Zeit beseitigt, Hirnfunktionen, die bei einem Totalzusammenbruch wie nach einem Schlaganfall urplötzlich völlig verschwunden waren, teilweise wieder zurück erarbeitet), mir aber nicht genügen, um ein lebenswertes Leben zu haben. Denn gegen die ständigen Ganzkörperschmerzen, gegen den Bechterew, das Fortscheiten der Osteoporose, der Gelenk- und WS-Zerstörung und des Muskelschwundes und die schlimmen Erschöpfungszustände scheint einfach kein Kraut gewachsen zu sein. Und diese Zustände verleiden einem jeden einzelnen Tag.

Aber ich danke Dir und wünsche Dir auch alles Gute.

Grüße
Lukas
 
Alleine den Darm wieder einigermassen zum funktionieren zu bringen, hat mich fast ein Jahr gekostet und da sind auch ein paar "unübliche" Methoden :D dabeigewesen...

Darf ich fragen welche unübliche Methoden da erfolgreich waren. Auch ich kämpfe mit einem total kaputten Darm (Hg, Candida, leaky gut ...). Anscheinend nimmt der zu wenig Nährstoffe auf, bei mir wirken meist nur Infusionen mit Wirkstoffen.

Das Frustrierende ist zum Beispiel, vieles Gesunde (Gemüse und ganz besonders Rohkost!!!) erzeugt bei mir furchtbare und schmerzhafte Blähungen. Zu Weihnachten hatte ich nach monatelangem Diät halten für mehrere Wochen mal so richtig rein gehauen. Viel Zucker, Auszugsmehle, Fertiggerichte, Fastfood, keine Rohkost, kein Gemüse usw. und mir geht es mit der Verdauung dadurch viel besser.
 
Hallo ExLukas,

es überschreitet ja den Rahmen des threads und ist vielleicht auch nichts, was man ständig gern so mitteilt, aber es interessiert mich doch: Gibt es bei dir etwas, was nach deiner Beobachtung die ganzen Symptome zusammenhält, eine Grund- oder Ausgangserkrankung? Wenn du darauf antworten möchtest, vielleicht gerne auch per PN.

Viele Grüße
Reinhard
 
Hallo ExLucas,

Deine Leidensgeschichte macht mich traurig und Danke, dass du sie mit uns teilst. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, gib nicht auf.

MALK
 
Vielleicht ist es als Erfahrung für jemanden von Interesse: Nach meiner fehlgeschlagenen Rizinusölanwendung gestern (Übergeben - und das war es) ging es mir eigentlich nicht schlecht. Ich habe mich also nicht irritieren lassen, bin meine üblichen 15 bis 20 km gejoggt und habe abends noch ein etwas über dreistündiges Basenbad draufgesetzt. Vorher mehrere Einläufe. Gefastet hatte ich gestern ja ohnehin. Ich hatte abends dann noch hervorragende Laune, war nach dem Basenbad putzmunter etc.

Nun hätte ich erwartet, dass es mir heute ähnlich geht. Aber Pustekuchen! Ich habe viel zu lange geschlafen (nach einem Basenbad brauche ich sonst immer nur sehr wenig Schlaf) und bin mit Rücken- und ungewöhnlich starken Gliederschmerzen erwacht. Habe nun einen recht hochdosierten Kaffee-Einlauf gemacht und jogge gleich los. Ich lasse mich zwar nicht durcheinander bringen, aber etwas verwundert bin ich doch. Also ich kann mir das nicht gut erklären. Jedenfalls werde ich spätestens am Mittwoch die Rizinusölanwendung wiederholen.

Viele Grüße
Reinhard
 
Hallo ExLukas,

es überschreitet ja den Rahmen des threads und ist vielleicht auch nichts, was man ständig gern so mitteilt, aber es interessiert mich doch: Gibt es bei dir etwas, was nach deiner Beobachtung die ganzen Symptome zusammenhält, eine Grund- oder Ausgangserkrankung? Wenn du darauf antworten möchtest, vielleicht gerne auch per PN.

Viele Grüße
Reinhard




Hallo Reinhard,

ich kann da nichts wirklich Definitives dazu sagen.

Was ich weiß ist, dass ich (u.a.) ein wirklich großes Problem mit Schwermetallen habe (ich wüsste niemanden, der noch mehr ausgeleitet hätte als ich und dennoch immer noch unverändert hohe Mengen an Schwermetallen ausscheidet... habe ja auch vor Kurzem gerade erst im Forum darüber geschrieben.
2003 war ich auf die SM-Problematik gestoßen.
Über 10 Jahre zuvor wurden mir alle Amalgamfüllungen entfernt - ohne Schutz. Nicht aus einer "Amalgamhysterie" heraus (ich hatte damals mich mit dem Thema Amalgam noch nie beschäftigt gehabt... war ja Anfang der 90er, da war das noch nicht so im Gespräch in der Normalbevölkerung...), es war wegen Karies und ich sagte dann eben aus ästhetischen Gründen, dass ich weiße Füllungen haben wollte (ansonsten wäre mir vermutlich erneut überall Amalgam hineingestopft worden). Kurz daraufhin brach der Bechterew mit allem drum und dran aus (ich hatte zuvor schon WS- und Gelenkprobleme, aber in einem ganz anderen Ausmaß). Dazu verstärkten sich die bereits vorhandenen Depressionen sehr, und die nahezu tgl. Panikattacken, die ich seit Kindheit hatte, steigerten sich ins Unermessliche (hatte als Kind bleibende Metall-Zahnspange für Ober- und Unterkiefer, hatte auf die Metalle allergisch reagiert... weiß ich aber auch erst durch Testungen ab 2003... während der Zahnspange kam eine Amalgamfüllung nach der anderen...vor der Spange hatte ich nie eine Füllung gehabt). Als ich als Erwachsener noch einmal eine feste Zahnspange erhalten musste, musste ich am Abend nach dem Einsetzen der Spange zum Notarzt gebracht werden, da ich zu ersticken drohte, mein Hals war nahezu komplett zugeschwollen. Es hätte beinahe mit einem Luftröhrenschnitt geendet. Wohl in buchstäblich letzter Sekunde halfen die notärztlichen Maßnahmen. NIEMAND kam auf den Zusammenhang mit der gerade frisch eingesetzten Zahnspange! Was soll man dazu noch sagen?! Noch nicht einmal in dem über ein Jahr anhaltenden Behandlungszeitraum der schweren Allergie. Mein gesamter Körper war mit Quaddeln und Striemen übersäht. Wenn ich einen Pullover über das Gesicht auszog, hinterließ der für mehrere Stunden Spuren im Gesicht, als sei ich zusammengeschlagen worden oder hätte mich jemand mit langen Fingernägeln zerkratzt... auf meinem ganzen Körper konnte ich durch leichten Fingerdruck für Stunden irgendwelche Worte oder Zeichen sichtbar "schreiben", weil das schon ausreichte, dass die Stellen stundenlang anschwollen... ich bekam über ein Jahr lang jedes sich auf dem Markt befindende Antihistaminikum, dazu Cortison und UVA-Bestrahlungen wegen den Mastzellen, damit weniger Histamin ausgeschüttet werden solle, nichts half. Und KEINER fragte mal nach meiner Zahnspange, mit deren Einsetzen das Alles angefangen hatte...

... ... ...

Nach meiner ersten DMPS-Spritze 2003 hatte ich (trotz weiterhin Depressionen) bis heute nicht eine einzige Panikattacke mehr. Kein Ganzkörperzittern mit Todesangst im Bett liegend etc. etc. Zuvor täglich seit Kindheit! Ich denke, das ist mehr als eindeutig.
Daher habe ich hier im Forum anderweitig auch geschrieben, dass DMPS für mich so wichtig wäre. Nur ist es eben jetzt, da ich mit starkem Arzneimittelexanthem darauf reagiere, für mich nicht mehr wirklich anwendbar.

Also ich denke, dass Schwermetalle - insbesondere Amalgam - mir das Leben zerstört haben.

Dazu kam noch ein Impfschaden Mitte der 90er durch kombinierte Hepatitis A- und B-Impfung, die damals ja allen jungen Menschen regelrecht aufgedrängt wurde. Man gab mir einen Monat später auch die Wiederholungsimpfung, obwohl ich bereits am Abend der ersten Impfung mit Krampfen begonnen habe und über eine Woche lang nicht mehr selbständig aus dem Bett herauskam und angeblich "wie weggetreten" war. Die Ärztin damals behauptete, das läge nicht an der Impfung. Ab dem Abend der zweiten Impfung waren diese Zustände dann noch länger und verstärkt so vorhanden. Wieder soll es nicht an der Impfung gelegen haben. Wenn ich mich nicht strikt geweigert hätte, hätte die gleiche Ärztin mir dann ein Jahr später noch die zweite Wiederholungsimpfung reingedrückt. Und das, obwohl sogar Jahre später noch stark erhöhte Antikörper gemessen werden konnten...

Man ist denen als junger Mensch, der noch nicht so die Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln konnte (und damals war es eben auch mit dem Internet noch nicht so wie heute) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert...

Grüße
Lukas
 
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