Entgiftung / Ausleitung mit Rizinusöl? Erfahrungen

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Hallo an alle,
heute war meine 4. Rizi-Anwendung. Mischung aus 65 ml Rizinusöl, 100 ml Grapefruitsaft von Aldi und 15 ml gepreßten Zitronensaft noch mit O-Saft bis 250 ml aufgefüllt. Wieder unter allen "Schutzmaßnahmen" eingeflößt und Equipment im Geschirrspüler verstaut. Ich weiß daher immer noch nicht, wie`s schmeckt, Gott-sei-Dank. Trotzdem ist mir seit der Anwendung etwas übel, eigentlich den ganzen Tag. Nach 3 Stunden folgten etwa 10 unspektakuläre Entleerungen.
Auch diesmal, wie die ersten drei Male wieder keine Galle zu erkennen. Auch nach 10 Entleerungen noch dünnflüssiger Stuhl, enormer Geruch, immer nur leichtes Brennen, durch Pressen und Hämorrhoiden. Fühle mich wie erschlagen gar und nicht fit. War die anderen drei Male auch so. Keinerlei Besserung hinterher, auch die darauffolgenden Tage nicht. Bin nach dem 4. Mal jetzt etwas enttäuscht, daß gar nichts spektakuläres passiert. Im Großen und Ganzen fühl ich mich auch zwischen den Anwendungen jetzt eher schlechter als vorher.
(Meine Diagnosen: chron. system. Borreliose, Leaky-Gut-Syndrom, extreme Übersäuerung des Gewebes, sowie enorme Quecksilberbelastung durch Amalgam.)
Muß dazu vermerken: habe vor 3 Wochen den ersten Quadranten unter 3-fach Schutz ausbohren lassen, und nahm vorher ca. 4 Wochen täglich Bärlauchpesto zu mir mit Zeolith zum Binden der Gifte. Es melden sich sämtliche 6er-Zähne (ich denke durch den Bärlauch), zwei davon bereits wurzelbehandelt. Nächste Woche Termin für den zweiten Quadranten Amalgamausbohrung.
Ich erhoffe mir nach dem ganzen Amalgam-Zeugs Besserung.

Weitere Berichte folgen.
 
gerdima71,

nach vier Anwendungen darf man noch nicht viel erwarten. Bei mir hat es 225 Anwendungen von Rizinusöl bedurft, daß ich - ohne darum zu wissen - meine Sonnenallergie samt allen anderen bei mir jemals vorhanden gewesenen Allergien auf Dauer losgeworden bin. Es gilt, sich in Geduld zu fassen - schnelle Lösungen gibt es nicht.

Weiter alles Gute!

Gerold
 
@gerdima - Führst du zufälligerweise auch die "normale" Leberreinigung (also nach Clark, Moritz oder sonstwem) durch? Im Moment mache ich selbst nur Rizinusölkuren, aber besonders am Anfang hat sich bei mir eine Kombination beider Verfahren als wirkungsvoll erwiesen. Ich habe im Grunde wöchentlich abgewechselt und werde das bald auch wieder tun. Vielleicht würde so auch bei dir noch mehr passieren? Ansonsten stimme ich Gerold zu. Denn es kann sogar sein, dass du bestimmte Veränderungen noch gar nicht merkst, weil du mit den gelösten Giften beschäftigt bist.

Noch eine Frage: Wie bereitest du eine Rizinusölanwendung nach? Davon hängt ja nun sehr viel ab.

Viele Grüße
Reinhard
 
Hallo ReinhardX,
wie meinst Du nachbereiten?
Wenn Du Vorbereitung meinst: Am Abend vorher Leber- Galle Tee mit Wärmflasche,
am Morgen (7.00 Uhr) diesmal auch noch Leber- u. GalleTee, diesmal umständehalber erst um 10.45 Uhr (immer noch nüchtern außer dem Tee) die Rizinus-Anwendung. Halbe Stunde hinterher auch L-u.G.-Tee.

Und, wenn Du zubereiten meinst, ich hatte ja geschrieben, 65 ml R-Öl, 15 ml Zitronensaft, 100 ml Grapefruit-Saft, Rest mit O-Saft auffüllen bis ca. 250 ml und in meinem Thermomix, den man auf 10.000 Umdr./min. hochdrehen kann, ca. 30 sec. gemixt.
Das erste Mal vor 3 Wochen mit ca. 45 ml Rizi und jetzt drei Mal mit 65 ml.) Also die Zubereitung müßte schon stimmen. Ich hab auch letztes mal und diesmal am Abend noch zwei Einläufe mit je einem halben Liter lauwarmen Wasser gemacht, was ich beide Male aber nicht lange halten konnte und es kam auch jeweils fast nur das Wasser wieder heraus. Ich weiß nicht, wie man sich dabei hinlegt, auf der linken Seite hatte ich nach 500 ml so einen Druck, daß ich sofort entleeren mußte.
Ich hatte aber vor dem Einlauf noch immer so ein Gurgeln und Geräusche im Bauch, daß
ich den Eindruck hatte, ich bin noch lange nicht leer und mach jetzt diesen Einlauf.
Ob es gut war, weiß ich nicht. Verkehrt wars bestimmt nicht.

Zu Gerold,
ich weiß, ich bin ungeduldig und hab noch `zig mal vor mir, bevor etwas geschieht. Darum verstehe ich nicht, daß Du nach ein paar Mal nicht gleich aufgegeben hast, wer hat Dir denn gesagt, daß Du das, was weiß ich, 20 oder 30 Mal machen mußt, bevor Du das erste Mal was spürst? Wo hast Du denn die Grund-Info überhaupt her, ich
hab den ganzen Thread gelesen, aber ich weiß nicht mehr, ob Du es irgendwo geschrieben hast, wer Dich so motiviert hat es zig mal zu machen. Nach der wievielten Einnahme hast Du denn wirklich das erste Mal eine Veränderung gespürt? Bei mir ist es fast gleich geblieben, aber ich würde eher sagen, sogar noch einen Tick schlechter, vor
allem die Haut.
P.S. Es ist unglaublich nett von Dir, so lange in diesen Thread für Fragen zur Verfügung zu stehen, ich danke Dir hierfür.

Viele liebe Grüße
 
Ich hab auch letztes mal und diesmal am Abend noch zwei Einläufe mit je einem halben Liter lauwarmen Wasser gemacht, was ich beide Male aber nicht lange halten konnte und es kam auch jeweils fast nur das Wasser wieder heraus. Ich weiß nicht, wie man sich dabei hinlegt, auf der linken Seite hatte ich nach 500 ml so einen Druck, daß ich sofort entleeren mußte.
Ich hatte aber vor dem Einlauf noch immer so ein Gurgeln und Geräusche im Bauch, daß
ich den Eindruck hatte, ich bin noch lange nicht leer und mach jetzt diesen Einlauf.
Ob es gut war, weiß ich nicht. Verkehrt wars bestimmt nicht.

Nein, es war nicht verkehrt, aber auch nicht ausreichend. Das Rizinusöl wirkt im Dünndarm, aber nicht im Dickdarm. Den muss man nach der Anwendung extra reinigen. Und dafür genügen 500 ml nicht. Ich selbst mache gelegentlich "hohe Einläufe" mit bis zu vier Litern! Und das wiederhole ich noch einmal. Nach dem dritten Mal ist der Darm dann einigermaßen "clean". Und dann kommt bei mir noch ein Kaffee-Einlauf, der die Leber weiter zur Entgiftung anregt und mich wieder aufbaut. Und den wiederhole ich am nächsten Morgen nach der Anwendung. Außerdem trinke ich ein Glas mit gemahlenen Flohsamenschalen und nehme abends oft noch Luvos-Heilerde.

Wenn du mit dem Einlauf technische Schwierigkeiten hast, es gibt hier einen speziellen thread dazu. Sollte dann schon klappen. Auch hier ist aller Anfang schwer, und es ist ja auch nicht jedes Mal genauso. Auch bei mir geht es oft noch "schief" - dass ich die Flüssigkeit nicht lange genug halten kann usw....

Viele Grüße
Reinhard
 
ReinhardX,
nein, eine Leberreinigung nach Clark etc. habe ich noch nicht gemacht, viele schreiben aber hier in diesem Thread, daß dies eigentlich auch die Rizi-Anwendung erreicht. Ich habe ja auch keine Beschwerden mit Leber oder Steine in der Galle.
Lediglich ist meine Verdauung etwas langsam. Ich habe zwar regelmäßig täglich Stuhlgang, aber scheide mit Sicherheit erst am übernächsten Tag, teilweise am 3. Tag erst die Sachen aus, die ich gegessen habe. Das hab ich schon oft festgestellt.
Bitter- und Glaubersalz wirken bei mir auch nicht. Habe es schon öfter beim Heilfasten
erfahren, daß ich die 3-4-fache Menge hernehmen muß und dann noch nicht zu der gewünschten ganzen Entleerung kommt. (Meine Erklärung, der Darm ist im Ar...! "Leaky-Gut" heißt der gesuchte Begriff.

Viele liebe Grüße
 
Liebe Gerdima,

ob du Steine in der Galle hast oder nicht, kannst du im Grunde kaum wissen. Explizite Leberbeschwerden hatte ich auch nicht, aber zahlreiche Allergien, ebenfalls einen kaputten Darm usw. - und das alles hat sich eben durch die Leberreinigungen absolut verbessert bzw. ist verschwunden. Die Wirkung der Rizinusölanwendung und der klassischen Leberreinigung ist nicht dieselbe. Sie putzen nach meiner Erfahrung (und der vieler anderer) auch in der Leber selbst unterschiedliche Dinge aus, was mit dem anderen Öl zusammenhängen mag. Ich selbst mache es oft so, dass ich erst eine Leberreinigung nach Moritz durchführe und dann ein bis zwei Tage später eine Rizinusölkur. Damit geht es mir am besten. Du solltest vielleicht noch etwas experimentieren.

Wenn du mit der Darmsanierung weiter bist, könnte dir auch Schwarzwalnusstinktur helfen. Mir wurde gesagt, dass die den Darm abdichtet. Ich selbst habe sie noch nicht probiert, mache das aber bald.

Viele Grüße
Reinhard

PS: Dass deine Haut "schlechter" geworden ist, ist ein recht sicheres Zeichen dafür, dass du entgiftest. Aber es geht offenbar noch zu wenig über den Darm (bzw. auch die Lunge) ab. Ich selbst hatte monatelang Hautbeschwerden (ständiges Jucken am ganzen Körper, von dem ich sogar nachts wach wurde). Das ist völlig weg - durch mehr Darmreinigungen und bessere Hautpflege (Trockenbürsten, keine Chemie, keine Seife mehr, Einreiben von Sesamöl in die noch feuchte Haut). Dass dein Darm so träge ist... wie ernährst du dich, wenn ich fragen darf? Denn eine Nahrungsumstellung ist nach meiner Erfahrung das A und O bei dem Ganzen. Und bewegst du dich genug? Treibst du Sport, fährst Fahrrad? Auch das ist absolut essentiell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ReinhardX,
Das erste Mal vor 3 Wochen mit ca. 45 ml Rizi und jetzt drei Mal mit 65 ml.) Also die Zubereitung müßte schon stimmen. Ich hab auch letztes mal und diesmal am Abend noch zwei Einläufe mit je einem halben Liter lauwarmen Wasser gemacht, was ich beide Male aber nicht lange halten konnte und es kam auch jeweils fast nur das Wasser wieder heraus. Ich weiß nicht, wie man sich dabei hinlegt, auf der linken Seite hatte ich nach 500 ml so einen Druck, daß ich sofort entleeren mußte.
Ich hatte aber vor dem Einlauf noch immer so ein Gurgeln und Geräusche im Bauch, daß
ich den Eindruck hatte, ich bin noch lange nicht leer und mach jetzt diesen Einlauf.
Ob es gut war, weiß ich nicht. Verkehrt wars bestimmt nicht.

Also falsch war es bestimmt nicht, ich hatte das am Anfang auch konnte nicht mal 500ml innehalten. Ich habe mir das Set dann selbst gebaut mit einem Darmrohr das ich ca 30-40 einführen kann.Erst lasse ich in der Ellenbogen- Knieposition ca. 300-500 einlaufen (Körpertem!) dann lege ich mich auf den Rücken führe den Schlauch weiter ein und lasse es wieder laufen. Beim einlaufen lasse ich mir Zeit und kann auch die Durchflussmenge selbst mit nem Rädchen bestimmen.
ich masiere meinen Bauch mit den Händen udn merke regelrecht wie ich das Wasser umherscheibe bzw nach oben masiere.
Ich schaffe so ca 3-4 Liter die ich mittlerweile recht lange halten kann.
Habe nen richtigen kleinen Bauch :-) Das ganze wiederhole ich ca 3-4 mal. Immer mit der Ruhe glucken tut es bei mir auch heute noch und wenn ich ehrlich bin so richtig leer bin ich damit irgendwie nie.!
 
... und wenn ich ehrlich bin so richtig leer bin ich damit irgendwie nie.!

Das wollte ich eigentlich schon zum "Gluckern im Bauch" bei Gerdima sagen: Ein Einlauf - ebenso wie die Colon-Hydro-Therapie - reinigen ja nur den Dickdarm (500 ml sogar nur den Enddarm). Das "Gluckern" aber kommt wahrscheinlich woanders her. Wichtig ist für mich selbst auch, nach einem Einlauf die Flüssigkeit aus dem Darm auszumassieren (auch durch mehrmaliges Aufstehen, Hinhocken usw.). Dann bin ich nach meinem Eindruck schon leer. Eine andere Möglichkeit: Es gibt bei Ayurveda... auch eine Darmreinigung, die mit bestimmten Bewegungen verbunden ist, die das dabei eingenommene Salzwasser durch den Körper treiben. Das funktioniert, ich habe es selbst ausprobiert.

Viele Grüße
Reinhard
 
ReinhardX,
nein, eine Leberreinigung nach Clark etc. habe ich noch nicht gemacht, viele schreiben aber hier in diesem Thread, daß dies eigentlich auch die Rizi-Anwendung erreicht. Ich habe ja auch keine Beschwerden mit Leber oder Steine in der Galle.
Lediglich ist meine Verdauung etwas langsam. Ich habe zwar regelmäßig täglich Stuhlgang, aber scheide mit Sicherheit erst am übernächsten Tag, teilweise am 3. Tag erst die Sachen aus, die ich gegessen habe. Das hab ich schon oft festgestellt.
Bitter- und Glaubersalz wirken bei mir auch nicht. Habe es schon öfter beim Heilfasten
erfahren, daß ich die 3-4-fache Menge hernehmen muß und dann noch nicht zu der gewünschten ganzen Entleerung kommt. (Meine Erklärung, der Darm ist im Ar...! "Leaky-Gut" heißt der gesuchte Begriff.

Viele liebe Grüße

Da über die innere Anwendung salinischer Lösungen viel Unsinn geschrieben worden ist, sei nachstehend auf diverse biochemische Grundlagen verwiesen.

Zwar vermag man durch die Einnahme einer Bittersalzlösung gleichfalls die Leber zu aktivieren, nicht jedoch durch die Einnahme einer Glaubersalzlösung. In beiden Fällen ist auf die Körperisotonie zu achten; allgemein bedeutet das:

- Ist die Konzentration einer salinischen Lösung höher als jene des Körpers (hypertonische Lösung), geht vom Körper Flüssigkeit in den Darm über, wodurch das Elektrolytgleichgewicht des Körpers gestört wird.

- Ist die Konzentration einer salinischen Lösung niedriger als jene des Körpers (hypotonische Lösung), geht vom Darm Flüssigkeit in den Körper über, wodurch das Elektrolytgleichgewicht des Körpers gleichfalls gestört wird.

- Nur dann, wenn die Konzentration einer salinischen Lösung mit jener des Körpers übereinstimmt (isotonische Lösung), findet zwischen der salinischen Lösung im Darm und dem Körper kein Flüssigkeitsaustausch statt, wodurch das Elektrolytgleichgewicht des Körpers nicht gestört wird.

Konkret:
Eine wässrige Lösung von Glaubersalz (Natriumsulfat) ist bei 3,2 % istonisch. Damit hat man in 250 ml Wasser 8 g Glaubersalz zu lösen, in 500 ml Wasser 16 g.
Eine wässrige Lösung von Bittersalz (Magnesiumsulfat) ist bei 4,0 % isotonisch. Damit hat man in 250 ml Wasser 10 g Bittersalz zu lösen, in 500 ml Wasser 20 g.

Anmerkungen:
Mit einer digitalen Küchenwaage oder mit einer Briefwaage läßt sich die oben genannte Dosis von Glaubersalz bzw. Bittersalz genau abmessen.
Je größer die in einer Viertelstunde einzunehmende Flüssigkeitsmenge ist, desto stärker ist die abführende Wirkung.

Alles Gute!

Gerold
 
Vielen Dank an euch Gerold und Reinhard,

Ihr seid ja wandelnde Lexika, oder habt Ihr das alles gegoogelt? ;)

Ja Reinhard, die Ernährung ist bei mir schon ziemlich schlecht, sehr viel Fleisch, Süßes, etc. Das macht sicherlich sehr viel aus. Ich hatte aber schon alles ausprobiert, Wochen lang nichts Süßes, wenig Kohlehydrate, viel Grünzeug, Rohkost etc. Da geht mir aber immer schnell der "Atem aus". Geduld ist das Schlüsselwort.
Sport dto., nur noch ein bisschen Hometrainer so dreimal/Wo. 3/4 Std.
Bin aber nicht übergewichtig. (64 kg bei 1,69 Körpergröße)

Das mit der Isotonie wußte ich nicht. Ich hab das ganze P mal Daumen mit Teelöffel gemacht, so wie es in meiner Heilfastenanleitung von 1997 stand, damals hatte es noch funktioniert. Aber mit den Jahren wird der Darm irgendwie immer träger.

Eine Heilpraktikerin sagte mir, Kaisers Natron würde mir auch in 0,nix helfen, den übersäuerten Körper wieder ins Lot zu bringen. Frühmorgens 2 TL in 200 ml Wasser auflösen und dann gehts ab die Post.
Das hat auch überhaupt nicht funktioniert. Ich könnte zwischen der Einnahme und der Entleerung noch in Urlaub fahren :-))) und dann kommt
einen Tag später ein normaler Stuhlgang.
Ich hab das bestimmt schon 10 mal versucht. Immer dasselbe.

Wegen der Einläufe mit den "Stellungen", Equipment usw. muß ich jetzt nochmal googeln und wegen der diversen Leberreinigungen auch.
Ich dank Euch allen einstweilen und werde weiter berichten.

Schönes Wochenende.
 
Liebe Gerdima,

dass du einen trägen Darm hast, wenn du seit Jahren "sehr viel Fleisch" und Süßes isst, klingt für mich nicht weiter rätselhaft. Kohlehydrate musst du übrigens nicht weglassen, nur richtig aussuchen und kombinieren. Ich selbst habe an eine Leberreinigung einmal ein Basenfasten von ca. zwei Wochen angeschlossen. Das fiel mir so leicht und ist mir sehr gut bekommen. Vielleicht würde dir das weiterhelfen?

Wenn du schon am googeln bist, guck doch vielleicht einmal unter ayurvedischer Darmreinigung. Da trinkt man in größeren Mengen isotonisches Wasser und vollzieht bestimmte Bewegungsabläufe. Ich finde, das reinigt das gesamte System wesentlich besser als etwa eine Colon-Hydro-Therapie und sollte auch bei dir nicht versagen.

Ich messe das Salz ketzerischer Weise übrigens auch mit dem Teelöffel ab (ein leicht gehäufter Teelöffel = ungefähr 4 g) , da ich über keine elektronische Küchenwaage verfüge. Für mich selbst genügt diese Genauigkeit. Wenn das bei den dabei auftretenden geringen Abweichungen überhaupt passieren sollte, dann glaube ich eigentlich, dass andere Dinge das elektrolytische Gleichgewicht des Körpers mehr durcheinander bringen.

Viele Grüße
Reinhard
 
Vielen Dank an euch Gerold und Reinhard,

Ihr seid ja wandelnde Lexika, oder habt Ihr das alles gegoogelt? ;)
...

Das mit der Isotonie wußte ich nicht. Ich hab das ganze P mal Daumen mit Teelöffel gemacht, so wie es in meiner Heilfastenanleitung von 1997 stand, damals hatte es noch funktioniert. Aber mit den Jahren wird der Darm irgendwie immer träger.

Schönes Wochenende.

Irrtum, da habe ich nichts gegoogelt, vielmehr war es mir geschenkt, eine solide mathematisch-naturwissenschaftliche Grundausbildung zu erfahren, um das in den Vorlesungen und Übungen erworbene Wissen in Klausuren überprüfen zu lassen; und da hat dies in Chemie auch dazu gehört.

Weiter alles Gute!

Gerold
 
hallo liebe rizianer ;)

hatte am donnerstag meinen zweiten rizitag (nach 3 jahren pause) und es war fürchterlich!

ich hatte es diesmal mit kapseln - 50 stück :rolleyes: - probiert, da ich die andere mischung kaum mehr runter bekomme.

allerdings wars mir den ganzen früh so fürchterlich übel... dass ich mich nach zwei stunden erstmals übergeben mußte. eine stunde später dann nochmal. ich denke es ist wieder ziemlich viel rizinusöl damit rausgekommen. während des brechens hatte ich immer ein ganz starkes zwicken - als ob sich was stark zusammenzieht - in der nähe des brustbeins und mir wurde extrem schwindelig!

im anschluß hatt ich dann trotzdem 6 sitzungen auf dem wc.

wie kann man das deuten? hab ich für die zweite anwendung zuviel kapseln genommen (ich wiege 57 kg)? oder liegt generell an den kapseln?

grüße, marie
 
Was ist denn so unangenehm, Rizinusöl in Karottensaft emulgiert aus dem Kühlschrank hastig in 2min zu trinken und nach 2h zu frühstücken? Damit verfahre ich ganz gut, ohne mich erbrechen zu müssen, weil der Geschmack stark minimiert ist.
 
marielou,

möglicherweise verbessert sich die Verträglichkeit nach der Einnahme von Rizinusöl dadurch, indem man einerseits die Dosis auf 30 ml herabsetzt, andererseits eine Viertelstunde nach der Einnahme mindestens eine Stunde lang eine möglichst warme Wärmflasche auf den Leber-/Gallenbereich legt.

Weiter alles Gute!

Gerold
 
marielou,

möglicherweise verbessert sich die Verträglichkeit nach der Einnahme von Rizinusöl dadurch, indem man einerseits die Dosis auf 30 ml herabsetzt, andererseits eine Viertelstunde nach der Einnahme mindestens eine Stunde lang eine möglichst warme Wärmflasche auf den Leber-/Gallenbereich legt.

Weiter alles Gute!

Gerold

OK, danke! Ich werds mal versuchen!

vielleicht war auch ein problem, dass wir an diesem vormittag die garage aufgeräumt haben und ich mich des öftern gebückt habe!
 
OK, danke! Ich werds mal versuchen!

vielleicht war auch ein problem, dass wir an diesem vormittag die garage aufgeräumt haben und ich mich des öftern gebückt habe!

Vorsicht! Ein jeder Tag, an dem Rizinusöl eingenommen worden ist, ist ein Kurtag, an dem man sich schonen sollte. Man sollte sich vor allem darauf konzentrieren, was hierbei bei und in einem vorgeht, was sich verändert, was einem bewegt, dies im umfassenden Sinn und nicht nur auf den Bauch bezogen.

Weiter alles Gute!

Gerold
 
Ich hatte gestern - nach einer Woche - meine 20. Rizinusölanwendung. Diesmal habe ich die Dosis auf etwa 120 ml gesteigert (bei 75 kg Körpergewicht). Ganz genau weiß ich es nicht: ich habe ein Caelo-Fläschen für 100 ml randvoll gefüllt, das dürfte ungefähr der genannten Menge entsprechen.

Da ich das Öl in etwas Alkohol löse (ca. 40 ml + den Saft einer großen Grapefruit + zwei Teelöffel Bittersalz), wird bei den Stuhlgängen kein unaufgespaltenes Öl sichtbar. Aber das ist mir auch nicht so wichtig. Die abführende Wirkung des Öls wird nach meiner Erfahrung auch schon bei einer Dosis von nur 30 ml vollständig erreicht. Alles, was darüber hinaus eingenommen wird, erfüllt - so denke ich jedenfalls - in erster Linie einen anderen Zweck: die Leber zum Ausstoß der Gallenflüssigkeit anzuregen und damit ihre Reinigung zu bewirken. Ob das Öl aufgespalten wird oder nicht, ist dafür wohl gleichgültig.

Ich führe wesentlich öfter Rizinusölanwendungen durch als klassische Leberreinigungen (nach Clark, Moritz oder sonstwem). Das hat vor allem den Grund, dass Rizinusölanwendungen für mich einfacher sind: Ich kann, zum Beispiel, morgens um zwei oder drei Uhr spontan beschließen, dass ich eine Anwendung mache - und am frühen Nachmittag schon ist alles vorbei. Eine Leberreinigung dagegen erfordert eine tagelange Vorbereitung und blockiert bei mir zwei ganze Tage, in denen ich mich weitgehend damit beschäftigen muss. Dafür fehlt mir meist die Ruhe. Andererseits empfinde ich die Leberreinigungen für die Leber selbst als sehr viel effektiver. Die Rizinusölanwendung hat zwar den Vorteil, dass sie das, was sie aus der Leber an Giften löst, auch weitgehend vollständig abführt. Aber was sie löst, ist eben normalerweise nicht so viel.

Dass die klassische Leberreinigung für die Leber effektiver ist, hat meines Erachtens vor allem drei Gründe. Der erste ist die bessere Vorbereitung der Leber, wie ich sie jedenfalls durchführe: Apfelsaft- bzw. Apfelessigeinnahme fünf Tage vorher, drei Tage vegane und fettarme Ernährung, genaues Einhalten der vorgeschriebenen Zeiten usw. Zu dieser Vorbereitung gehört zweitens auch das Bittersalz, das ja nicht nur abführt, sondern auch die Gallengänge der Leber aufweitet (und später zu den Klümpchen beiträgt, die dann als "Gallensteine" thematisiert werden). Und der dritte Grund ist einfach die Menge des Öls: Nicht die Art des Öls, sondern schlicht die Menge führt m.E. zu einem mehr oder weniger großen Reinigungseffekt. Und diese Menge ist bei der klassischen Leberreinigung mit ihren 120 ml meist fast zweimal, oft aber sogar viermal so groß wie bei der Rizinusölanwendung.

Um zu testen, ob meine Annahmen stimmen, habe ich eben die Menge des Rizinusöls nun schon das zweite Mal erhöht. Das Ergebnis gestern war, dass erstens meine Ausscheidungen deutlich länger gedauert haben als sonst. Ich habe die Lösung/Mischung um zwei Uhr nachts eingenommen und konnte das Ganze gestern erst am späten Nachmittag (ca. 17 Uhr) mit einem Kaffee-Einlauf abschließen. 14 bis 15 Stunden war ich noch nie vorher mit den Ausscheidungen einer Rizinusölanwendung beschäftigt gewesen (sonst nur zwischen 7 und 9 Stunden). Zweitens waren meine Müdigkeit und die Kopfschmerzen - das sind meine üblichen Entgiftungzeichen - ebenfalls deutlich stärker als sonst. Im Grunde war ich gestern bis 16 Uhr völlig "kampfunfähig" und auch den ganzen Abend über noch recht schwach. Teilweise mag das an der Hitze hier (in Budapest, wo ich gerade bin) gelegen haben: 40 Grad im Schatten. Aber auch heute ist es etwa so warm und mir geht es wesentlich besser.

Zur Wirkung des Bittersalzes kann ich nichts Genaues sagen. Für die Leber scheint es mir jedenfalls nicht zu schaden (für die Niere ist es wohl problematisch - ich habe gestern zu ihrer Entlastung besonders viel getrunken). Ich denke, dass es auch beim Abführen aus dem Dickdarm, wo das Rizinusöl ja eigentlich nicht greift, hilft. Das nächste Mal werde ich das Bittersalz weglassen und sehen, ob sich etwas verändert.

Viele Grüße
Reinhard
 
Zuletzt bearbeitet:

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