DMPS und DMSA Testergebnisse! Wie geht´s jetzt weiter?

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Hallo zusammen!

Vor kurzem habe ich meine Testergebnisse bekommen. Beide Tests MEA TOX.
Der DMPS Test wurde mit 300 mg Kapseln über den Urin gemessen.
Der DMSA Test ebenfalls mit 300 mg Kapseln über eine Stuhlprobe (3.Stuhl).

Mein Arzt meinte DMPS scheidet mehr über die Nieren und DMSA eher über den Darm aus. Was mich wirklich stutzig macht sind die unterschiedlichen Ergebnisse. Hier wie folgt (nur) meine erhöhten Werte:

nach DMPS: Nickel = mein Resultat: 2.7µ/g Referenz: <2.2
Quecksilber = mein Resluat: 39.3 µ/g Referenz <16.0

nach DMSA: Cadmium = mein Resultat: 150 µg/kg Refenerenz: <60
Kupfer= mein Resultat: 11480 µg/kg Referenz: <10800
Molybdän= mein Resultat: 560 µg/kg Referenz: 10-410
Zink= mein Resultat: 69800 µg/kg Referenz: 34000-69000

Ist es überhaupt sinnvoll, das eine nur über den Urin zu messen und das andere nur über den Stuhl? Beim DMPS was Quecksilber ja eindeutig. Und bei der DMSA Stuhlprobe waren keine Quecksilberwerte überhalb des Referenzbereichs bei mir 5.3 µ/kg Referenz: < 10.0

Mich würde interessieren, ob ich vielleicht beim DMSA auch z.B Quecksilber über den Urin ausgeschieden habe. Tagelang hat er stark nach Schwefel gerochen.

Zudem meinte mein Arzt, das wir DMPS und DMSA testen um zu gucken, womit ich mehr Schwermetalle ausscheide. Um somit das Mittel der Wahl für mich zu finden. Da aber beide so unterschiedlich ausfallen, weiß ich nicht, womit ich jetzt anfangen bzw. weitermachen soll.

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht Tips für mich? Wäre wirklich toll, wenn ihr mir weiterhelfen könnt.

Viele Grüße,
Holly
 
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Verehrte, liebe Waldfee,

tut mir sehr leid aber m.E. ist mit beiden Tests nicht viel anzufangen. Dein Arzt sollte sich an den Standardprozeduren orientieren. Die sind schließlich hinreichend publiziert.

(Ich schreib natürlich nur von meinen Erfahrungen, vom Hörensagen, von Gelesenem. Kein ärztlicher "Rat".)

Auch daß es ausgerechnet der 3. Stuhl sein muß. Hm. Die Darmpassage kann sehr unterschiedlich rasch sei

Mein Arzt meinte DMPS scheidet mehr über die Nieren und DMSA eher über den Darm aus.
Ja, das meinen manche. Belegt ist es m.W. nicht. Und begründbar auch nicht. (Natürlich wirkt, was wir essen, zuerst im Darm. Aber sowohl DMSA als auch DMPS gelangen von dort ins Blut und werden dann über die Nieren ausgeschieden; zum Teil kommen sie über Leber und Galle wieder in den Darm. Ich wüßte nichts von diesbezüglichen Unterschieden zwischen den beiden - ja chemisch sehr ähnlichen Dithiolen.)

Bei ordnungsgemäß durchgeführtem Provokationstest würde ich wesentlich höhere Werte bei Dir vermuten.

Ni kann von Nüssen kommen. Hg - das ist noch eine Baustelle. Cd kann evttl. noch von Zahnbehandlung kommen. Cu ist normalerweise bei Schwermetallbelastung erhöht. Es behindert tendenziell die Hg-Ausscheidung.
Zn darf ruhig erhöht sein; es kann Hg verdrängen.

Ist es überhaupt sinnvoll, das eine nur über den Urin zu messen und das andere nur über den Stuhl?
Ich glaube nicht.

Zudem meinte mein Arzt, das wir DMPS und DMSA testen um zu gucken, womit ich mehr Schwermetalle ausscheide. Um somit das Mittel der Wahl für mich zu finden.
Das scheint ein Neuling zu sein. DMPS chelatiert ganz allgemein ein Vielfaches an Hg, verglichen mit DMSA. Braucht man nicht individuell zu ermitteln.

Ich würde überhaupt nicht soviel auf diese Tests geben sondern Deine Beschwerden beachten. Und eben fragen, wieviele Füllungen Du im Durchschnitt wieviele Jahre im Mund hattest. Und wie der Zustand des Kiefers ist,

Da aber beide so unterschiedlich ausfallen, weiß ich nicht, womit ich jetzt anfangen bzw. weitermachen soll.
Beides mit DMPS, m.E.

Liebe Grüße,
Windpferd
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo liebes Windpferd!

Erstmal vielen Dank für deine umfangreichen Antworten. Das ist echt löblich!
Was meinst du genau mit den Standardprozeduren? 10 mg DMPS je kg? Bei mir waren es demnach ca. 5,4 mg/kg.
Hätten dann auch Urin und Stuhl nach DMPS untersucht werden sollen? Das kommt mir nämlich sinnvoll vor. Mit DMPS/ DMSA kenne ich mich (noch) nicht so wirklich gut aus.

Zu meinen Beschwerden, hm ja...ist schwer zu sagen, ob das vom Amalgam kommt. Da ich aber schon als Kind Amalgamfüllungen hatte und dann einige im Laufe der Jahre ohne Schutzmaßnahmen raus und rein kamen, lässt sich zumindest vermuten, dass das eine Rolle spielt. Gerade in den letzten Jahren sind ja viele bei mir ohne Schutz gewechselt worden. Die letzten 6 jetzt zum Glück unter allen Schutzmaßen. Seit Anfang Juli sind meine Zähne jetzt Amalgamfrei.
Meine lästigsten Beschwerden sind Dauermüdigkeit, ich sage auch gerne "Kopfmüdigkeit", Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme.

Liebe Grüße,
Holly
 

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