Die Sucht nach einem asketischen Leben

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Hallo
Ich hatte glaub ich schon öfterer über einige Verhaltensweißen und gewissen Strebzielrichtungen von mir geschrieben. U.a. die Sucht von dem Glücklich sein. Es fällt mir schwer mein Empfinden wie immer in Worte zu fassen. Nach meinen eigenen Verhaltensmustern,stelle ich mir immer mehr die Frage: Ist es gut oder schlecht seinen eigenen Willen und bis zu einer gewissen Grenze seinen eigenen Körper wie ein eisernes Stück Stahl immer mehr zu transformieren? Gehört dass mit zur Form der gestörten Selbstbestrafung?
 
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Hallo Nelly

Da ich davon ausgehe, dass der mensch eben nicht nur gut ist und der mensch auch geistlichj wachsen sollte, ist es gut, wenn man sich, seinen Willen und mehr, in die richtige Richtung transformiert, ohne sich dabei selbst zu verkleugnen, denn schliesslich ist jeder Mensch einmalig.
Die Frage ist dann nur noch was ist die richtige Richtung?

Wenn man es aber um der Bestrafung, oder des Schmerzens Willen macht, dann ist es m.E. nicht richtig, auch wenn es speziell Hinduisten aber auch Buddhisten während îhrer "Ausbildung" tun.
 
Hallo Nelly,

sich zu "transformieren" in dem Sinne wie du es meinst heisst nicht sich alles zu versagen oder wegzunehmen was man mag oder vielleicht sogar noch braucht, sich etwas streng zu verbieten.
Das käme einer Selbstbestrafung gleich, und das tut nicht gut.
Dir selber nicht, und da du durch so eine Selbstbestrafung immer unruhiger, unglücklicher und gereizter wirst, auch nicht deinem Umfeld.

Verzicht muss immer etwas freiwilliges sein. Ein wirklich asketisches Leben kann nur jemand leben, der in sich selber so gefestigt ist, so zufrieden dass er diese Dinge, auf die er verzichtet gar nicht mehr benötigt um glücklich zu sein. So kann er das lassen, ohne dabei das Gefühl zu haben etwas aufgeben zu müssen.

Jeder Mensch braucht etwas, dass ihn glücklich macht, ihn freut.
Und nur wenn man etwas (in sich) gefunden hat, dass glücklicher und froher und freier macht als das, was man bisher hatte, kann man frohgemut und ganz gelassen "Askese" leben.

liebe Grüße
Hexe:hexe:
 
sich zu "transformieren" in dem Sinne wie du es meinst heisst nicht sich alles zu versagen oder wegzunehmen was man mag oder vielleicht sogar noch braucht, sich etwas streng zu verbieten.
Find ich sehr schön gesagt. Transformieren heisst ja umwandeln nicht wegwerfen.

Verzicht muss immer etwas freiwilliges sein. Ein wirklich asketisches Leben kann nur jemand leben, der in sich selber so gefestigt ist, so zufrieden dass er diese Dinge, auf die er verzichtet gar nicht mehr benötigt um glücklich zu sein. So kann er das lassen, ohne dabei das Gefühl zu haben etwas aufgeben zu müssen.
Denke auch das trifft zu. Freiwliig kann es nur werden, wenn man eben seine Persönlichkeit auf ein anderes/neues ziel/Weg ausrichten konnte.
Bis man beim asketisches Leben ist, gibt es aber fast immer gewisse Prozesse, wo etwas sterben muss, damit neues aufspriessen kann. Bsp: Eine geburt ist schmerzhaft, aber wenn sie vorbei ist, ist die mutter so froh und dankbar über das Neue, dass alles doch so schmerzhafte völlig irrelevant geworden ist.

Und nur wenn man etwas (in sich) gefunden hat, dass glücklicher und froher und freier macht als das, was man bisher hatte, kann man frohgemut und ganz gelassen
Genau, manchmal beginnt aber damit auch erst ein Prozess, dh immer mehr wird gerne (zu guinsten von was besserem) gelassen.
 
Hallo,

Beat, du hast recht, es sind immer Prozesse. so etwas wächst sehr langsam und man sollte dabei schon ein wenig Geduld mitbringen.:)

Askese leben ist nichts Starres, Fertiges.
Es ist der Beginn eines Weges der immer mehr in einem "freilegt", je mehr man Altes loslassen kann und will.

Ich finde das ist ein schöner Weg.

lieben Gruß
Hexe
 
Askese leben ist nichts Starres, Fertiges.
Es ist der Beginn eines Weges der immer mehr in einem "freilegt", je mehr man Altes loslassen kann und will.

Genau das wollte ich,aber dazu kommt gleichzeitig der immer wiederkehrende Hass vom Vergangenem.
 
Hallo Nelly,

wenn Vergangenes uns verletzt hat, wehgetan hat, ist es besonders schwer das zu überwinden und loszulassen.

Askese ist da eigentlich erst der zweite Schritt, oder der Dritte.
Zuerst kommt der Versuch, sich selbst, die Anderen und auch unser ganzes Erleben mit all dem Schlechten darin zu akzeptieren, anzunehmen. Ohne es abzulehnen und etwas anderes zu erwarten.

Das schreibt sich so leicht, ist aber total schwer und kann unter Umständen ein ganzes Leben lang dauern.:rolleyes:

Aber jeder noch so kleine Schritt in diese Richtung ist wichtig und hilft uns weiter um unser Glück zu finden.

(Vortrag Ende!!:D ;) )

Ganz liebe Grüße
Hexe:hexe:
 

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