Die guten Haferflocken

Werden sie im Reiskocher nicht schleimig?

Die Konsistenz und Dauer hängt von der Wassermenge ab, da muss man ein bisschen experimentieren. Ich mache die kernigen Flocken mit relativ wenig Wasser, so dass sie weich sind, aber noch nicht auseinanderfallen. Das scheint laut Video die optimale Konsistenz zu sein, wenn man Wert auf die gesundheitlichen Vorteile von Hafer legt.

Von den Instant-Flocken wird übrigens abgeraten, weil die im Grunde schon verkocht sind und ähnlich wie Zucker oder Weissmehl zu schnell vom Körper aufgenommen werden (schnelle Kohlenhydrate -> Heisshunger -> Übergewicht -> Diabetes).
 
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Wenn alles versagt an Lebensmitteln von der Verträglichkeit, dann waren Haferflocken das einzige, was mich über Wasser gehalten hat. Immer verträglich auch trotz HIT.

Ich weiche sie jedoch nur 1/2 Std vorher in lauwarmen Wasser ein - laut Empfehlung von einem Video. Mehr braucht es auch nicht, meiner Meinung nach. Wenn man sie kocht, geht doch auch einiges an Vitaminen verloren?

Über Nacht eingeweicht, wie auch schon bei Mandeln probiert - bekommt mir gar nicht.

Meine Mutter schwörte auf (Schmelz)Haferflocken. Sie meinte, so wäre ich als Kind trotz Problemen bei der Geburt, gesund aufgewachsen und fast nie wirklich krank gewesen.
 
ich denke mir, wenn der Körper keine Haferflocken verträgt, sollte man auch keine essen.
Es hat ja bestimmt eine Bedeutung, wenn der Körper sie ablehnt.
Naja, das gibt's aber schon öfter mal, dass die Verträglichkeit eines Lebensmittels von der Zubereitung abhängt (bei Hülsenfrüchten gibt Tricks, um die "Tönchen" nach den "Böhnchen" zu vermeiden; manch einer verträgt Äpfel oder Tomaten gekocht, aber nicht roh usw.; Fermentierung ist auch noch ein Beispiel). Ich sehe nichts nachteiliges, ein Lebensmittel bei Verträglichkeit in der jeweiligen Zubereitungsform zu essen.

Ich weiche sie jedoch nur 1/2 Std vorher in lauwarmen Wasser ein - laut Empfehlung von einem Video. Mehr braucht es auch nicht, meiner Meinung nach. Wenn man sie kocht, geht doch auch einiges an Vitaminen verloren?
Das steht ja so in meinem Link/Beitrag auch drin und steht meine ich nicht in Frage. Nur der Lektin-Abbau ist wohl nach 8-12 Stunden noch größer - allerdings auch die Möglichkeit von Bakterienvermehrung/Verderb, so dass die Aufbewahrung im Kühlschrank öfter mal empfohlen wird. Vielleicht lag das:
Über Nacht eingeweicht, wie auch schon bei Mandeln probiert - bekommt mir gar nicht.
daran - zumal Du in einem warmen Land lebst. - Ich weiß das übrigens auch erst seit heute und werde es ab jetzt wohl im Kühlschrank machen.
 
Bei den Hafertagerezepten, die bei mir jeweils gut den hohen Zuckerwerten entgegenwirkten, sollen die Haferflocken gekocht werden.
Ich bilde mir ein, daß meine früheren Haferflockenfrühstücke mit frischem Hafer durch die Flockenpresse nicht diese Wirkung hatten. Ist aber eher Spekulation....
 
Ich hatte diesen Tipp mal von Dr. Simone Koch (Gynäkologin, funktionelle Medizinerin aus Berlin). Das soll die Menge an sogenannten Antinährstoffen bzw. einiger schwer verdaulicher Bestandteile wie z.B. Phytinsäure und Lektine verringern. Außerdem soll eine Art Vorverdauung der Stärke stattfinden.
Das funktioniert mit 'lebenden' Körnern auf jeden Fall, weil das, was dann passiert, die Vorstufe zur Keimung ist. Haferflocken sind aber meines Wissens meistens erhitzt worden, und ihre Enzyme sind tot (dient der Haltbarmachung, damit die Flocken nicht sofort ranzig werden). Da findet beim Einweichen vermutlich viel weniger Stoffwechsel statt.

Es gibt im Handel aber auch Haferflocken in Rohkostqualität, die aus angekeimtem Hafer hergestellt werden, z. B.:

Da hat das Einweichen mit seinen Effekten dann also schon bei der Produktion stattgefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
allerdings auch die Möglichkeit von Bakterienvermehrung/Verderb, so dass die Aufbewahrung im Kühlschrank öfter mal empfohlen

Hier achtet man vor allem und besonders darauf, nichts draussen stehen zu lassen 😉. Das habe ich auch schnell gelernt, als mein erstes Brot hier ruckzuck verschimmelt war.

Ich weiß auch nicht warum, habe es mit verschiedenen Dingen probiert, da eben wegen Phytin usw. Aber jedes Mal Probleme damit. Vielleicht wegen Histamin Entwicklung? Laut KI sollen dabei auch Bakterien entstehen, die Histamin produzieren.
 
Ich weiss nicht. Früher hat man sich um solche Sachen nicht gekümmert. Die Leute waren gesünder, weniger gestresst, haben ihr Leben mehr genossen. Heute mit dieser Medien-Informationsflut sind viele Leute in einen wahren Optimierungswahn verfallen, dümpelt aber weiter in den sozialen Netzwerken rum, weil es Ihnen nicht wirklich besser geht.
Gut, unser lieber Staat schützt uns leider nicht ausreichend vor dem ganzen Dreck im Essen und bauchpinselt lieber die Industrie.

Manchmal wünsche ich mir meine frühere „Dummheit“ zurück, da gings mir besser. Heute versuche ich Medien weitesgehend zu meiden. Nur ab und an schaue ich noch rein. Aber ich habe gelernt, mich nicht mehr beeinflußen zu lassen und gewisse Themen gar nicht mehr zu lesen.
 
Als ich 6 Jahre alt war, konnte man nicht einfach in den Laden gehen und einkaufen. Für die meisten Lebensmittel musste man Marken abgeben. Magermilch war frei. Vollmilch musste der Arzt verschreiben, was unserer für uns Kinder tat. Wir machten Salat aus Löwenzahn und Spinat aus Brennnesseln. Wir sammelten Bucheckern im Wald und ließen sie in der Ölmühle zu Öl pressen. Wir sammelten Aehren auf abgeernteten Feldern, und mahlten die gerösteten Körner zu Kaffee. Und wir waren gesünder als die Bevölkerung heute. In der Schule gab es die Hoover-Schülerspeisung, bei der vor allem Haferflocken zum Einsatz kamen. Es kam nicht vor, dass Obst ungeerntet vergammelte. NEMs hatte man keine, brauchte man auch nicht. Es ist nicht unbedingt gut, dass es uns heute so gut geht.
 
Bei den Hafertagerezepten, die bei mir jeweils gut den hohen Zuckerwerten entgegenwirkten, sollen die Haferflocken gekocht werden.
Offensichtlich gibt es dazu unterschiedliche Meinungen:
Muss man die Haferflocken unbedingt kochen?
Nein, die Hafertage kann man auch "kalt durchführen". Jedoch wäre empfehlenswert, die Haferflocken dann etwa 30 Minuten einzuweichen. Hafer enthält Phytinsäure, die Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink bindet. Durch das Einweichen vor dem Verzehr wird der Hafer besser verdaulich und verringert sich der Phytinsäure-Gehalt.

Überraschend für mich (wegen des höheren Beta-Glucangehaltes in -Kleie):
Kann man statt Haferflocken auch Haferkleie benutzen?
Haferkleie ist nicht so gut geeignet. Sie hat viel mehr Ballaststoffe - dadurch wäre sie schwerer verdaulich und würde den Brei auch deutlich zäher machen.
Gleiche Quelle
 
Hallo Locke,

die damalige Zeit kann man aber wohl kaum mit der heutigen vergleichen. Ich gehe davon aus, dass Du Jahrgang 1938 bist? Das heißt, 1944 ein Jahr vor Kriegsende war sicherlich der Stresslevel der Menschen natürlich auch sehr hoch, aber grundsätzlich gab es doch noch viel mehr Unterschiede! Außerdem sind damals sehr viele Menschen an Hunger gestorben und Ihr hattet wirklich Glück, dass Ihr offensichtlich immerhin noch das nötigste bekommen habt. Sicher ist weniger oft mehr, aber die Leute heute nehmen Nahrungsergänzungen eben auch, weil die Böden durch die intensive Landwirtschaft ausgelaugt sind und durch Glyphosat und andere Unkrautvernichter mit Schwermetallen und Mangel an guten Bakterien leiden!

Dann ist die Milch heutzutage wohl auch in keiner Weise mit der von damals zu vergleichen. Die Kühe heute leben meist in irgendwelchen Intensivbetrieben, entsprechend enthält die Milch auch Keime, die man nicht einmal mehr durch das Pasteurisieren weg bekommt und dafür aber umso weniger lebenswichtige Antioxidanzien, Vitamin D, Fette usw.

Außerdem sind wir heutzutage permanent der Mobil-Strahlung ausgesetzt, die es früher so auch nicht gab. Diese erzeugt zusätzlich Zellstress und man benötigt immer mehr antioxidative Schutzstoffe, um diesen ganzen Einflüssen noch irgendwie trotzen zu können! Ich versuche mich bspw. wirklich gesund mit allen möglichen über Nahrung enthaltenen Nährstoffen zu ernähren, ergänze aber dennoch insbesondere auch antioxidative Schutzstoffe!

Liebe Grüße Latschen-Kiefer
 
Soweit ich weiß ist der Unterschied zwischen
frischem Hafer durch die Flockenpresse
und gekauften Haferflocken genau das:
Haferflocken sind aber meines Wissens meistens erhitzt worden, und ihre Enzyme sind tot (dient der Haltbarmachung, damit die Flocken nicht sofort ranzig werden). Da findet beim Einweichen vermutlich viel weniger Stoffwechsel statt.
Allerdings gibt es Hersteller, die Flocken nur "dämpfen", wobei die enzymtötenden Temperaturen womöglich unterschritten werden. Ich habe so etwas ab und an mal nachgefragt (wie auch bei Trockenobst wegen der Rohkostqualität).

Medien-Informationsflut
Ja, den Umgang damit muss jeder für sich finden. Soweit ich das sehe, sind wir Menschen da sehr unterschiedlich gestrickt.
 
Ich bilde mir ein, daß meine früheren Haferflockenfrühstücke mit frischem Hafer durch die Flockenpresse nicht diese Wirkung hatten. Ist aber eher Spekulation....

Zu den verschiedenen Haferflocken-Formen bzw. -Konsistenzen sowie den Zubereitungsformen:
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Ich mache manchmal ganze Haferkörner mit oder anstelle von Reis. Ich wasche sie mehrmals, lass sie ein paar Stunden einweichen und koche sie dann bis sie weich sind.
 

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