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Diabetische Neuropathie: Erkennen, gegensteuern.

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10.01.04
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In letzter Zeit lese ich immer mal, daß die Diabetiker-Versorgung und -Information in letzter Zeit u.a. durch Corona schlechter geworden ist. Die Kurse, zu denen vor allem "neue" Diabetiker eingeladen wurden, werden nun per Video - wenn überhaupt - gemacht. Das ist ganz anders als wenn man mit anderen Diabetikern in einem Raum sitzt, Materialien anschaut, miteinander spricht, Fragen stellen kann ...
Vielleicht ist das ja nur eine Übergangszeit? Es wäre zu hoffen.

Abgesehen davon scheinen mir auch die regelmäßigen 3-Monats-Checks weniger Untersuchungen zu umfassen, so wird z.B. der Urin nicht mehr regelmässig untersucht. Das kann man zwar selbst machen (Sticks!), aber manchmal ist doch ein Gespräch mit dem Arzt sinnvoll, falls der Stick etwas anzeigt. Da muß man eben selbst die Initiative ergreifen.

In diesem Artikel werden einige Anregungen gegeben, was als Grundlage zur Diagnostik und Behandlung einer diabetischen (Poly-)Neuropathie sinnvoll ist.
U.a. die Bestimmung von Vitamin B1 und B12 (S. 35).
Es wird auch bei der Suche nach den Ursachen der Neuropathie angegeben, daß diese Untersuchungen gemacht werden können:
...
- Ruhetachykardie
- Störungen im gastrointestinalen Berfeich (dyspeptische Symptome, Ostipation, Diarroe, Stuhlinkontinenz)
- Blasenfunktionsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen
- gestgörte Hypoglykämiewahrnehmung
- Schweißsekretionsstörungen oder
- anderweitig nicht begründete Blutglukoseschwankungen, die weiter abgeklärt werden sollen.
- ... Herzfrequenzvariabilität ... Orthostase-Test ...

Gerade die Subtitution von B1 und B12 ist ja eigentlich kein Problem nach entsprechenden Tests. Trotzdem scheint das nicht gewollt zu sein. Wenn der Diabetiker z.B. seine Blutwerter für die vierteljährliche Untersuchung bei einem anderen Arzt (Hausarzt)machen läßt und die Werte dann zum Termin beim Diabetologen mitnimmt, ist das leichter möglich.

DAS meistens verordnete Medikament bei Neuropathie wegen B1-Mangel ist Benfothiamin:

Grüsse,
Oregano
 
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06.04.09
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Hallo Origano,

Interessante Infos! Untersuchungen wegen Nervenschäden, da muß man schon ziemlich drum betteln, vermute ich mal.

Daß sich der Thiaminmangel so drastisch auswirkt und sich auch noch selbst maskiert bei einer Blutuntersuchung wußte ich bisher noch nicht. Kuklinski hatte mir vor Jahren schon Benfotiamin verordnet, aber als ich herausbekommen hatte, daß es die DAO senkt (bei mir von 16 auf 12, Einheit weiß ich gerade nicht) Habe ich es nur ab und zu eingenommen.

Jetzt hat mein Quantum Analyser mal wieder einen Mangel angezeigt. (klarer Vorteil gegenüber Blutwerten) und ich werde das Benfo jetzt öfters nehmen.

Mein Plan ist die chronischen Infektionen zurückzudrängen, dann gibts weniger Histamin und ich kann mehr Benfo nehmen.

Wobei immer noch nicht klar ist, warum bei Diabetikern das vermehrt ausgeschieden wird, oder habe ich da was überlesen?

LG, Brigitka
 
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10.01.04
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Anscheinend kennst Du andere Neurologen als ich, sunny sunlight.

@Brigitka
Hast Du eigentlich schon mit Vitamin E versucht, Deine Infektionen zu bekämpfen?

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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Anscheinend kennst Du andere Neurologen

es waren im laufe von ein paar jahren insgesamt 4 ambulant und einer i der uni.

der in der uni und 1 ambulanter hatten null ahnung, haben nur wenig untersucht und das auch nicht zu den beschwerden passend.

die anderen 3 ambulanten haben gründlich untersucht, obwohl ich gesund aussah und nur etwas schwindel, kopfschmerzen und übelkeit und einmal einen komischen blutdruck hatte.
einer hat mich ambulant zur uni geschickt, einer wollte mich sofort stationär hinschicken, weil pupillenreaktion usw so daneben war, daß er dachte, ich hätte einen hirntumor o.ä. und der vierte hat mich zu einem spez. augenarzt geschickt, der prüfen sollte, ob die komische pupillenreaktion irgendwie was mit den augen zu tun hatte.

einen verdacht auf aip hatte nur der, der mich ambulant in die uni geschickt hat, aber da wurden die falschen untersuchungen gemacht, die nur bei einem akuten schub positiv sind und der lag aufgund der monatelangen wartezeit schon eine weile zurück.

neurologen sind also (wie alle ärzte usw.) nicht immer volltreffer, aber manche sind gut und manche zumind. im teilbereich brauchbar.

bei anderen sachen (augen, nieren, rheuma usw.) mußte ich seeeeehr viel mehr ärzte und fachärzte aufsuchen bis mal die richtigen untersuchungen gemacht wurden.


lg
sunny
 
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Hallo Brigitka,

anscheinend entsteht der B1-Mangel bei Diabetikern u.a. durch die vermehrte Ausscheidung über die Nieren (?).
Die vermehrte 'Ausscheidung von Harn entsteht meines Wissens durch den Versuch des Körpers, den erhöhten Blutzuckeer zu senken durch mehr Wasserausscheidung.

Anscheinend hilft als Vitamin B1-Substituion vor allem das Benfothiamin, das in Milgamma Protekt enthalten ist:


Grüsse,
Oregano
 
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06.04.09
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Hallo Origano,

spannend, was die an der ETH herausgefunden haben. Vitamin E nehme ich schon eine ganze Weile. Ich habe aber in Verdacht, daß bei starkem oxidativem Stress ganz schön hohe Dosen genommen werden müssen. Denn die Lef Ergänzungen sind nicht gerade niedrig dosiert.

Nach Netzhaut OPs dauert es meistens nicht lange, bis die Linsen wegen Katarakt raus müssen. Ist mir auch so passiert. Angeblich weiß man nicht, warum das so ist. Ich könnte mir vorstellen, wenn man nach der OP richtig viele Antioxidantien gibt, nicht nur Vitamin E, daß das dann verhindert werden könnte.

Das Milgamma hat mir Kuki damals auch verordnet. Habe dann aber das von Lef genommen, war billiger. Das billigste Angebot beim Medizinfuchs kostet gut 44€ für 90 St. Im Naturprodukte Shop kosten die von Dr. Best auch mit 300mg Benfo weniger als die Hälfte, wenn man noch den Mengenrabatt einrechnet.

Das mit der vermehrten Ausscheidung über die Nieren hört sich für mich schlüssig an. Schließlich muß ich seit Jahren viel zu oft aufs Klo. Nicht nur wegen Zucker, eher wegen Histamin und andren Giftstoffen. Mykotoxine (stark Nierentoxisch) Blei Cadmium und Quecksilber. Und beim Coimbra Protokolle soll man eh viel trinken...

Kuki schreibt in dem Mitobuch, daß zu viel trinken für CFS Kranke nicht so gut wäre, weil dann zu viele Eiweiße ausgeschwemmt werden.

LG, Brigitka
 
Themenstarter
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10.01.04
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Hallo Brigitka,

beachtest Du bei den Nahrungsmitteln auch die Oxalate und Salicylate? Da gibt es große Ähnlichkeiten mit den histaminbedingten Beschwerden, nur hört man davon eher noch weniger:

...
Symptoms of Oxalate and/or Salicylate Sensitivity & Toxicity
...

Das ist so viel, dass ich gar nicht wüßte, welche Auswahl davon ich zitieren sollte.

Grüsse,
Oregano
 

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