Der Gesundheit auf den Zahn gefühlt

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Wie kann man den Verfall der Zähne verhindern oder aufhalten?
Auf diese Frage erhielt Johann Georg Schnitzer während seines Zahnarztstudiums in Freiburg im Breisgau nie eine zufriedenstellende Antwort. So machte er sich selber daran, Ursachen kranker und gesunder Zähne herauszufinden.

Zum Glück hatte Student Schnitzer ein Buch über "Die Biologie der Zahnkaries" gefunden - es enthielt ein reich dotiertes Literaturverzeichnis. Er studierte die Quellen und stellte eigene Untersuchungen an. Wie beim Mikroskopieren drang er vom ersten Überblick ins Kleinste vor und ging von hier aus wieder zurück,, um gewonnene Einblicke ins Gesamtbild einzuordnen. Dieses Vorgehen offenbarte, dass zur Erhaltung gesunder Zähne und zur Verhütung des Gebissverfalls bei der Ernährung angesetzt werden musste, und nicht beim Ausbau der letztlich hoffnungslosen Reparaturversuche einer "Zahnheilkunde", die das in degenerativer Auflösung befindliche Kauorgan doch nicht heilen kann, sondern den scheinbar unaufhaltsamen Verfall nur flickend begleitet - 2 mal pro Jahr.

Schnitzers wichtigste Erkenntnis lautet: "Die Zusammensetzung der Nahrung und ihre Zubereitungsweise sind entscheidend für die Erhaltung der Zahngesundheit. Auf keinem anderen Wege gelangt täglich eine solche Menge an Wirkstoffen aus der Umwelt in den Organismus wie durch die Nahrungsaufnahme."

Schnitzer fand bald heraus, dass dies nicht nur für die Zahngesundheit, sondern für die ganze konstitutionelle Gesundheit des Menschen gilt - auch für die Reproduktionsfähigkeit. Das heißt, es geht um die Fähigkeit der vollständigen Weitergabe der genetischen Information an die nachfolgende Generation ohne Auftreten von Degenerationsmerkmalen wie den heute verbreiteten Zahnfehlstellungen und Kiefermissbildungen. Das Kauorgan erkannte er als "den empfindlichsten Gradmesser und ein Frühwarnsystem der gesamten konstitutionellen Gesundheit des Menschen".

Aufklärung und Gerichtsverfahren
Johann Georg Schnitzer wurde 1930 in Freiburg i.Br. geboren. Der Vater war Zahnarzt und hätte es gern gesehen, wenn sein Sohn denselben Beruf gewählt hätte. Das geschah: Die Promotion zum Dr. med. dent. erfolgte 1956. Es schlossen sich Assistententätigkeiten bei Dr. Hans von Weissenfluh in Zweisimmen (Erfinder zahnärztlicher Hilfsmittel wie der ersten Munddusche und der "Settima"-Zahnpasta) und danach bei Dr. Walter Herzog in Solothurn an, ebenso in der Praxis seines Vaters in St.Georgen im Schwarzwald.

1962 eröffnete der junge Zahnarzt seine erste Praxis im nahen Mönchweiler. Weil dort der Gebissverfall schon bei 18 Monate alten Kleinkindern begann, startete er in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Günter Sick eine Aufklärungsaktion "Gesundheit für unsere Jugend", die in den 6 Jahren ihrer Durchführung einen gewaltigen Rückgang der Karies bewirkte. Diese Aktion trug ihm schon 4 Wochen nach Beginn ein Berufsgerichtsverfahren der Zahnärztekammer ein, die ihn mit allen Mitteln an der Fortführung dieser Aufklärung hindern wollte.

Das vollständige Interviev von Walter Hess hier: Der Gesundheit auf den Zahn gefühlt

Interessant nicht nur, weil Schnitzer einer der ersten war, der vor Amalgam warnte, sondern auch seine durchaus gut nachvollziehbaren Ausführungen zu den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krankheit sind seehhr! aufschlussreich........

Gute Gesundheit wünscht
jo
 
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