D or not to D - Aspekte zur Einnahme und Wirkung von Vitamin D (Dr. Schmiedel)

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U.a. sagt Dr. Schmiedel hier, daß Vitamin D (auch andere Vitamine) immer mit Fett zusammen eingenommen werden soll, damit es überhaupt aufgenommen wird! - Das wenige Öl in einer Vitamin-D-Kapsel reicht nicht aus, um die Fettverdauung in Gang zu setzen. - Er sagt, daß die Aufnahme von 1x/Woche von 20 000 Einheiten nicht funktioniert und belegt das mit Graphiken. Gleiches gilt für die monatliche Aufnahme von entsprechenden Einheiten, wenn die volle Wirkbreite des VD eintreten soll. - Vitamin D und Corona: Studie Alipio von den Philipinen: vielversprechend! - ...
Grüsse,
Oregano
 
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Interessant. Ich nehme es 2-4 Mal die Woche. Je nach Jahreszeit und wie oft ich draußen bin. Einheiten a 10.000 IE. Es macht wohl Sinn, wenn man es mit einer Mahlzeit kombiniert, wenn ich deine Ausführungen so lese. Ansonsten würde ich Vitamin D immer mit K und optional mit Magnesium und Vitamin A kombinieren...
 
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Besonders für Menschen mit einer Grunderkrankung oder bei Älteren kann jedoch eine Supplementierung sinnvoll sein, da die Eigenproduktion von Vitamin D im Alter abnimmt.

Folgende Bedingungen sind notwendig für die Eigensynthese von Vitamin D. Betrachtet man sich diese genauer, erkennt man wie schwierig die Bildung von Vitamin D sein kann.

  • Direkter Sonnenkontakt: Die Vitamin D-Eigensynthese wird durch bewölktes Wetter, Glas, Bekleidung und Sonnenschutzmittel vermindert.
  • Unbedeckte Haut: Mind. 1/4 der Hautoberfläche darf nicht bedeckt sein.
  • Intensität der Sonne: Wenn der Schatten länger als die Körpergröße ist (Oktober bis März), kann im Körper kaum Vitamin D gebildet werden, da die Sonneneinstrahlung in einem zu geringen Winkel auf die Haut trifft.
  • UVB-Strahlung: Nur zwischen 10 und 16 Uhr ist genügend UVB-Anteil in den Sonnenstrahlen enthalten.
  • Dauer der Sonneneinstrahlung: Abhängig vom Hauttyp variiert auch die Dauer. Dunklere Haut (hoher Gehalt an Melanin) benötigt länger, um Vitamin D zu synthetisieren als helle Haut.
Quelle: Newsletter von Neurolab von heute

Grüsse,
Oregano
 
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Ja, Vitamin D soll man unbedingt täglich nehmen!
Warum? Vitamin D ist ein Speichervitamin. Es genügt völlig eine Dosis die Woche oder maximal 2.
Die dosis ist um ein Vielfaches geringer als die Maximal empfohlene Maximaldosis von bis zu 240.000 Einheiten.
Wichtig ist das man sie nach einer Mahlzeit nimmt da Fette gebraucht werden um D aufzunehmen.

Wird Vitamin D nicht vertragen, Schwermetalle ausleiten.
 
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Warum? Vitamin D ist ein Speichervitamin. Es genügt völlig eine Dosis die Woche oder maximal 2.
Das habe nicht ich mir ausgedacht. Hier wird es begründet, warum:
Die einzelnen Vitamin-D-Formen haben dramatisch unterschiedliche Halbwertszeiten: Für Vitamin D sind es 24 Stunden, für 25(OH)D drei Wochen und für das Hormon ein bis drei Stunden. Also brauchen wir für alle nicht-kalzämischen Wirkungen des parakrinen Wirkweges tägliches Vitamin D, entweder durch die Sonne oder durch eine entsprechende orale Aufnahme.

mit aktiven und nicht aktiven Vitamin D
Was meinst du damit?
 
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...
In letzter Zeit sind zahlreiche Assoziationsstudien zu möglichen Effekten einer Vitamin-D-Substitution erschienen. Das Nahrungsergänzungsmittel soll bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Infektionen einschließlich COVID-19, bei Tumorerkrankungen und bei Typ-2-Diabetes Vorteile bringen. Prof. Dr. Matthias M. Weber, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und Leiter des Schwerpunktes Endokrinologie / Stoffwechselerkrankungen am Universitätsmedizin Mainz, bewertet im Gespräch mit Medscape die Datenlage.

Viele Assoziationen, wenig Kausalität

„Das große Problem bei der Vitamin-D-Diskussion ist, dass es viele Studien gibt, die Assoziationen niedriger Vitamin-D-Spiegel mit unterschiedlichen Outcomes zeigen“, sagt Weber. „Daraus entsteht die Hypothese für einen Nutzen von Supplementationen.“

Der Kompromiss: Niedrig dosierte Supplementation bei Patientenwunsch

„Zusammenfassend bleibt die Datenlage auch im Februar 2021 ohne eindeutigen Beweis für einen Vorteil von hochdosiertem Vitamin D außerhalb der belegten Wirkung auf Knochen“, sagt der Endokrinologe. „Nach Ansicht der DGE erscheint eine routinemäßige Bestimmung der Vitamin-D-Spiegel oder eine hochdosierte Behandlung der Allgemeinbevölkerung mit Vitamin D außerhalb der gesicherten Indikationen zu Lasten der Krankenkassen als nicht gerechtfertigt.“

Aus unserer Sicht spricht als Kompromiss nichts dagegen, Vitamin D in niedriger Dosis zu empfehlen. Prof. Dr. Matthias M. Weber
Doch was sollten Ärzte Patienten mit Supplementationswunsch empfehlen? „Aus unserer Sicht spricht als Kompromiss nichts dagegen, Vitamin D in niedriger Dosis zu empfehlen“, so Weber. „Es spricht auch nichts dagegen, bei Patienten mit vermutlichem Mangel, weil sie etwa immobil oder mangelernährt sind, großzügig auf die Versorgung zu achten.“ Ohne wissenschaftliche Grundlagen könne man aber keine allgemeine Forderung nach Supplementation der gesunden Gesamtbevölkerung ableiten.
Nun bedeute Assoziation bekanntlich keine Kausalität. „Wir kennen auch etliche reverse Confounder, die [einen Mangel an] Vitamin D nicht zur Ursache von Erkrankungen machen, sondern möglicherweise zur Folge“, ergänzt der Experte. Er spricht von einer „extrem schwierigen, komplexen Situation“, wie folgendes Beispiel zeigt: Risikopatienten, etwa alte, gebrechliche Menschen, kommen kaum noch in die Sonne und ernähren sich oftmals schlecht. Allein dies führt zu niedrigen Vitamin-D-Spiegeln. Diese Gruppe ist auch prädestiniert für unterschiedliche Erkrankungen.

„Außerdem sinken die Vitamin D Spiegel bei akuten Entzündungen rasch, aber nur kurzfristig“, ergänzt Weber. Sein Fazit: „Auf der Grundlage epidemiologischer Assoziationsstudien ist es nicht möglich, derzeit eine Aussage zu treffen.“

Randomisierte, kontrollierte Studien seien der einzige Ausweg. „Nur hat bislang keine der veröffentlichten großen RCTs positive Effekte hinsichtlich eines primären Endpunkts gezeigt“
...

Da ich Vitamin D nicht wirklich gut vertrage, kommt mir so ein Artikel entgegen. Anderen mag es ähnloich ergehen. Wieder andere werden auf ihre Vitamin D-Substituation nicht verzichten wollen.
Letzten Endes muß jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit Vitamin D umgeht.

Grüsse,
Oregano

 
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12.10.18
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„Außerdem sinken die Vitamin D Spiegel bei akuten Entzündungen rasch, aber nur kurzfristig“,

es gibt bei versch. vitaminen usw. schon mal einen vorübergehenden scheinbaren mangel, der aber nicht substituiert werden sollte, weil er notwendig ist um eine akute krankheit oder störung zu beseitigen.

z.b. eisen

"Bei geringen Eisenwerten steht den Bakterien weniger Eisen zur Verfügung, das sie zum Wachstum benötigen."

"Verschiedene Studien, in denen größere Bevölkerungsgruppen beobachtet wurden, bestätigen den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Eisenzufuhr und einem gesteigerten Krebsrisiko."

"Kritisch bewertet werden Eisenpräparate auch wegen ihrer häufigen Nebenwirkungen."

"Wenn vermehrt Eisen zugeführt wird, blockiert es den gemeinsamen Transportweg, so dass weniger Zink in die Körperzellen gelangt. "



außerdem benötigen alle stoffe für die optimale verwertung im körper auch die notwendigen begleitstoffe (oft mehr als nur 3 oder 4), die in den natürlichen nahrungsmitteln enthalten sind, aber nicht in pillen usw.


lg
sunny
 
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28.01.20
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Hallo Oregano,

sind Studien zu Vitamin D3 die Grundlage für die Aussagen, dass es besser sei, Vit. D3 niedrig zu dosieren und es täglich einzunehmen?

Liebe Grüsse
zausel
 
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Hallo Zausel,

... Auf der Grundlage epidemiologischer Assoziationsstudien ist es nicht möglich, derzeit eine Aussage zu treffen.“

Randomisierte, kontrollierte Studien seien der einzige Ausweg. „Nur hat bislang keine der veröffentlichten großen RCTs (*) positive Effekte hinsichtlich eines primären Endpunkts gezeigt“, berichtet Weber. Trends sehe man allenfalls in Subgruppenanalysen oder Metaanalysen methodisch unterschiedlicher RCTs. Hypothesen auf molekularer Basis gebe es viele; diese seien jedoch für die klinische Entscheidung wenig hilfreich. Einige Beispiele aus der aktuellen Diskussion:

Vitamin D und Krebs​

Schon länger ist bekannt, dass Patienten mit malignen Erkrankungen niedrigere Vitamin-D-Spiegel im Blut haben. „Ob es sich um die Ursache oder die Wirkung der Krankheit handelt, ist aber unklar“, gibt Weber zu bedenken.
...
Das steht im oben genannten Link.

*
Was ist RCT?
Die randomisierte kontrollierte Studie (randomized controlled trial, RCT) ist die hochwertigste Form einer klinischen Studie, um den Effekt einer Behandlung ( z.B. ein Medikament) auf ein definiertes Ereignis, z.B. Heilungsraten, aber auch Nebenwirkungen, Komplikationen oder Todesfälle, zu untersuchen.

Wenn der Artikel ernst zu nehmen ist, heißt das doch, daß anscheinend keine wirklich seriösen Studien da sind, die belegen, daß niedrige Vitamin D-Spiegel unbedingt erhöht werden müssen?!

Grüsse,
Oregano
 
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28.01.20
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Wenn der Artikel ernst zu nehmen ist, heißt das doch, daß anscheinend keine wirklich seriösen Studien da sind, die belegen, daß niedrige Vitamin D-Spiegel unbedingt erhöht werden müssen?!
Danke für die Antwort Oregano,

ja sicher könnte vielleicht stimmen, aber es kann aus meiner Sicht auch das Gegenteil bedeuten.

Wenn angeblich hohe Dosierung nichts bringt, warum gehts mir besser, wenn ich hohe Dosen D3 einnehme?

Mein HA empfahl mir, gerade jetzt, da wir kaum noch Freiheiten haben, ich vorerkrankt bin, den Körper UND die Psyche mit hoher Vit. D Dosis (20000IE 2x pro Woche) zu unterstützen.

Bei meinem letzten, schlechten Allgemeinbefinden (ende 2017), testete er bei mir den Vit. D3 Wert bei 30.
Zu der Zeit ging es mir nicht besonders gut. Hatte einige, mir unerklärliche Symptome.

Der Dok. verschrieb mir Vit. D3, 20000IE,
Dosis: 2 Wochen lang, jeden 2. Tag 1 Kapsel D3 und 1 Tabl. Vit. K2, 200 Mikrogramm.
Mein Allgemeinbefinden hat sich danach spürbar verbessert.

Dann folgend: 2 Wochen lang jeden 3. Tag 1 Vit. D3 und 1 K2. Ich fühlte mich danach wesentlich wohler und hatte viel mehr Energie. Einige der o.g. unerklärlichen Symptome waren verschwunden.
Anschliessend war grosses Blutbild, mit dem Ergebnis, der Vit. D3 Wert hatte sich auf 70 erhöht.

Diesen Wert nannte mein Dok ok und seit dieser Zeit verordnete er mir, 2x pro Woche je 1 D3 und 1 K2, um den Wert zu halten. Und zwar über den gesamten Winter. Im Sommer brauche ich diese Dosis nicht, weil ich viel draussen bin.

Ich vermute eher, das es in dem Artikel um eine fadenscheinige und irreführende Erklärung handelt, um die Gesamtbevölkerung nicht mit D3 versorgen zu müssen und dann auch noch die Krankenkassen damit zu belasten!?

Viele Menschen sind an Krebs erkrankt, und wenn D3, wovon ich überzeugt bin, tatsächlich verschiedene Krebsarten und deren Wachstum hemmen könnte, würden sicher viele Rezepte geschrieben. (So wie bei mir)
Da die Krankenkassen, (sprich die Lobby) dass sicher nicht gut finden würden, "muss Vit. D3 mal eben niedergemacht" werden. Genau so, wie viele andere alternative Mittel auch!

So denke ich darüber.

Liebe Grüsse
zausel
 
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08.11.10
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Hallo Zausel.

"den Körper UND die Psyche mit hoher Vit. D Dosis (20000IE 2x pro Woche) zu unterstützen."

Das ist keine hohe Dosis!

Warum berechnest du dir nicht deine Dosis nach deinem selbst gewählten Zielwert und hörst auf eine pauschale Dosis zu nehmen?
 
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10.01.04
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Hallo zausel,

ich kann nicht mehr als mich soweit möglich zu informieren. Die Entscheidung, ob und wer Vitamin D in welchen Dosen zu sich nimmt, muß jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn es Dir gut getan hat, finde ich das wunderbar!

Da es mir mit mehreren Versuchen gar nicht gut getan hat, interessieren mich eben Berichte über niedrige oder gar keine Einnahme besonders.

Grüsse,
Oregano
 
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25.09.13
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Ich finde Vitamin D ist kein teures Supplement. Ich habe ein Produkt mit 365 Tabletten à 10000 iE VD und 200 Mikrogramm K2 für unter 30 Euro.
Die Kontrolltests sind teurer.

Gibt es eigentlich auch relativ gesunde Menschen, die von Natur aus kein VD vertragen? Leute, die hier von schlimmen Reaktionen auf die Einnahme berichten, sind meist schon chronisch krank.

Schönen guten Morgen euch! 🌞
 
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12.10.18
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schlimmen Reaktionen auf die Einnahme

liegen oft an den zusatzstoffen.

da ich schon seit einigen jahrzehnten garnicht mehr in die sonne gehen darf, nehm ich auch vit d und hab mehrere mittel nicht vertragen.
seitdem nehm ich vigantol-öl.
im sommer, weil man ja auch im schatten uv-strahlung abbekommt, einmal pro tag eine kl. dosis, im winter mehrmals pro tag und das geht gut, obwohl ich ja sehr viele chem. mittel nicht vertrage.


lg
sunny
 
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09.09.08
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Wuhu O.,
... interessieren mich eben Berichte über niedrige oder gar keine Einnahme besonders ...
wie Du eh schon weisst, aber für andere Leserinnen hier gedacht, ist es ua lt Dr Spitz https://www.symptome.ch/threads/mikronaehrstoffe-online-kongress-29-2-1-3-20.142224 bzw spitzen-praevention.com/2015/05/31/achtung-taegliche-vitamin-d-einnahme-schlaegt-woechentliche-oder-monatliche-gabe/ ja wichtiger, täglich zumindest kleinere bis normale (1.000 bis 10.000iE) Dosen einzunehmen als seltener hohe bzw sehr hohe...

Wenn man auch normalere/kleinere Dosen nicht gut verträgt, fehlen eventuell die Co-Faktoren (zusammen mit Vitamin D3 auch Vitamin A, das/die K-Vitamin/e sowie Magnesium und Zink)? https://www.symptome.ch/threads/vitamin-d-co-zusammen-sind-sie-stark.139596/
 
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17.10.18
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Hallo,

„Oregano: Da es mir mit mehreren Versuchen gar nicht gut getan hat, interessieren mich eben Berichte über niedrige oder gar keine Einnahme besonders.“

Es gibt Therapeuten, die die Einnahme von dem Vit./Hormon D nicht Pauschal als „gut“ oder „schlecht“ einschätzen, sondern je nach Krankheit unterscheiden:

„ Was bei Autoimmun-Erkrankungen wie zB Multiple Sklerose durchaus erwünscht sein kann – und sogar einen Teil der Wirkung des Coimbra-Protokolls erklären könnte – ist für Krebs-Erkrankte katastrophal:

Fresszellen können ihren Job nicht mehr erfüllen.

Im Gegenteil: sie sind so „behindert“ dass sie sogar von den Bakterien befallen werden –> siehe Bild daneben.




Weil ich ME/CFS habe, nehme ich auch kein D-Hormon. Die Immunsupressive Wirkung ist für mich unerwünscht.

Grüße, Panacea.
 
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