Corona-Schnellteste - Verlässlichkeit

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Da ich mich heute grippig fühle habe ich mal so einen Coronaschnelltest probiert, den ich von der Arbeit noch habe. Negativ.

In der Beschreibung des Tests stand zu Sensitivität* 100 % (bei einem ct-Wert von 30) bzw. etwas um die 95% (bei einem ct-Wert von 32). (hab die genaue Beschreibung leider schon entsorgt)

Nun gibt der ct-Wert (cycle threshold) ja an, wie hoch die Virenlast ist (vereinfacht gesagt). Eine positive PCR mit einem ct-Wert von 32 entspricht glaube ich schon einer recht hohen Virenlast. Und selbst da findet der Schnelltest ja nur in 95 % korrekt die Infizierten. Mit einer noch niedrigeren Virenlast (entsprechend einem höheren ct-Wert) würde die Sensitivität noch weiter abnehmen.

Nun frage ich mich, wie verlässlich mein negativer Test ist. Kann man die 95 % Sensitivität ansetzen (entsprechend einem ct-Wert 32 in der PCR) oder muss man davon ausgehen, dass die Sensitivität trotz Symptomatik deutlich schlechter ist?

Es muss natürlich kein Corona sein, kann auch ein anderes Virus sein oder schlechten Tag erwischt. Da aber Lunge und Nase mitbetroffen sind, tippe ich schon auf eine virale Infektion.

* Sensitivität: Wahrscheinlichkeit, dass mein Infizierter positiv testet
 
wundermittel
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Wuhu G,
wie
... Es muss natürlich kein Corona sein, kann auch ein anderes Virus sein oder schlechten Tag erwischt. Da aber Lunge und Nase mitbetroffen sind, tippe ich schon auf eine virale Infektion.
wahr, zusätzlich sollte da wohl besser auch noch zB ein Influenza-Test gemacht werden... ;)

foxnews.com/health/cdc-labs-covid-tests-differentiate-flu
(Google-Übersetzung) Veröffentlicht Vor 1 Tag - CDC fordert Labore auf, COVID-Tests zu verwenden, die sich von Grippe [Influenza] unterscheiden können - Labore haben bis Ende des Jahres Zeit, ihre Testpraktiken zu ändern...

Ins Deutsche übersetzter Artikel dazu: uncutnews.ch/cdc-widerruft-die-genehmigung-fuer-den-notfalleinsatz-von-pcr-tests-fuer-covid/
 
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26.07.09
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CDC fordert Labore auf, COVID-Tests zu verwenden, die sich von Grippe [Influenza] unterscheiden können - Labore haben bis Ende des Jahres Zeit, ihre Testpraktiken zu ändern...

Wie ist es dann bisher, alibiorangerl, wird die Influenza praktisch mit-getestet?
Also sind die Ergebnisse Covid-19 + Influenza?
 
regulat-pro-immune
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Wuhu Gerd,
lt CDC sind SARS-CoV-2-PCR-Tests (lt FDA genauso wie "C"-Impfungen nur "Notfall"-Zulassungen) Anscheins nicht so "spezifisch", um zwischen "Corona" und "Influenza" zu unterscheiden, also könnte man wenn man "positiv" getestet wurde entweder "C" oder Influenza haben; Und dass gleichzeitig Influenza-Tests auch gemacht werden hab ich bisher nicht aufgeschnappt...
 
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Wie ist es dann bisher, alibiorangerl, wird die Influenza praktisch mit-getestet?
Also sind die Ergebnisse Covid-19 + Influenza?
Nein, es ist gemeint, daß eventuell bisher zwei separate Tests gemacht werden mußten, einer für Sars-CoV-2 und einer für Influenza, damit man herausfinden konnte, was von beidem zutraf.

Künftig sollen vermehrt kombinierte Tests verwendet werden, die auf einen Rutsch anzeigen können, ob Corona oder Influenza oder nichts von beidem. Das ist aber nur eine Empfehlung.

CDC encourages laboratories to consider adoption of a multiplexed method that can facilitate detection and differentiation of SARS-CoV-2 and influenza viruses.
Das CDC ermutigt Labore, die Einführung einer Multiplex-Methode zu erwägen, die den Nachweis und die Differenzierung von SARS-CoV-2 und Influenza-Viren vereinfachen kann.
Quelle: https://www.cdc.gov/csels/dls/locs/...-Changes_CDC_RT-PCR_SARS-CoV-2_Testing_1.html
 
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Im Übrigen wird auch nicht der PCR-Test abgeschafft, sondern ein Fabrikat von Hunderten aus dem Angebot genommen.
 
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lt CDC sind SARS-CoV-2-PCR-Tests ... nicht so "spezifisch", um zwischen "Corona" und "Influenza" zu unterscheiden, also könnte man wenn man "positiv" getestet wurde entweder "C" oder Influenza haben;

...das meinte ich mit "praktisch mit-getestet", alibiorangerl.
Also sind sogenannte Fallzahlen aus positiven "Tests" ja noch weniger wert, was die Aussage zu Covid-19 betrifft.

Also sowas wie eine "gemischte Pandemie", oder?
 
regulat-pro-immune
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Es geht hier eigentlich weniger um den PCR-TEST, als um die Schnelltests.

Dazu folgender Artikel:

In der Regel bescheinigt sich der Hersteller eine hervorragende Qualität selbst. Schnelltests schlagen aber nicht bei über 90 Prozent der Testpersonen mit Infektion an, wie behauptet, sondern nur bei 42. Das besagt eine Studie der Universität Würzburg.
Eine Studie der Institute für Hygiene und Mikrobiologie sowie für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg sowie des dortigen Universitätsklinikums (UKW) stellt den Herstellerangaben ein vernichtendes Zeugnis aus. „Demnach liegt die Sensitivität der Antigen-Schnelltests im klinischen Praxiseinsatz mit 42,6 Prozent signifikant unter den Herstellerangaben“, heißt es in einer Mitteilung der Universität. In der Studie wurden 5.068 Fälle analysiert, bei denen die Teilnehmer sowohl per Schnelltest als auch per PCR-Test auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus hin untersucht wurden. Anschließend wurden die Resultate beider Testverfahren miteinander verglichen.
Der Studie zufolge eignen sich Schnelltests dazu, Hochinfektiöse, also Personen, die bereits mitten im Infektionsgeschehen stehen, zu identifizieren. „Unsere Auswertung zeigt, dass Sars-CoV-2-Infizierte mit sehr hoher Viruslast – potenzielle ‚Superspreader‘ – sehr zuverlässig mittels Antigen-Schnelltests als positiv erkannt werden“, sagt Studienleiter Manuel Krone. „In Sars-CoV-2-Proben mit niedrigen Viruslasten hingegen werden Infektionen so gut wie nicht erkannt.“

 
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Wuhu Gerd,
.... und wie sieht das für die Schnelltests aus?
Reagieren die auch "gemischt"?
vermutlich nicht; Wobei diese Schnelltests meinem Verständnis nach auch nur einen indirekten Blick auf das Geschehen zulassen und keine sichere Diagnose darstellen; Nicht umsonst soll nach einem solchen "positiven" Schnelltest ein "Goldstandard"-PCR-Test gemacht werden ;)
 
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regulat-pro-immune
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Huhu,
In der Beschreibung des Tests stand zu Sensitivität* 100 % (bei einem ct-Wert von 30) bzw. etwas um die 95% (bei einem ct-Wert von 32). (hab die genaue Beschreibung leider schon entsorgt)
CT Wert wird beim PCR Test angegeben. PCR kann nur im Labor ausgewertet werden.
Wenn Du gleich ein Ergebnis hattest ("Schnelltest"), war es ein Antigen.
Antigen würde erst anschlagen, wenn der CT irgendwo bei <10 liegt (also sehr hohe "Schnipsel"last). Allerdings wird CT Wert bei Antigen nicht ermittelt, da er anders arbeitet (da wird nicht vervielfacht vorm Test).
Nun gibt der ct-Wert (cycle threshold) ja an, wie hoch die Virenlast ist (vereinfacht gesagt). Eine positive PCR mit einem ct-Wert von 32 entspricht glaube ich schon einer recht hohen Virenlast. Und selbst da findet der Schnelltest ja nur in 95 % korrekt die Infizierten. Mit einer noch niedrigeren Virenlast (entsprechend einem höheren ct-Wert) würde die Sensitivität noch weiter abnehmen.

Bei anderen Erregern wird meist 25 als obere Grenze genommen. Wieder so ein "Corona Sonderfall" (da wird tlw. bis 40+ getestet und als pos. gewertet).
30 heißt, dass man sehr sehr wenig Material gefunden hat.

In Ö darf Gesundheitspersonal (KH; Pflege-/Altenheime...) mit einem CT >=30 arbeiten gehen, sofern symptomfrei (allerdings nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und auch in der Freizeit niemanden treffen. Der österreichische Amtsschimmel... Sollte ein Normalsterblicher >=30 haben wird er als Coronafall geführt und muss für 10 Tage in Selbstisolation...)

lg togi
 
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In Ö darf Gesundheitspersonal (KH; Pflege-/Altenheime...) mit einem CT >=30 arbeiten gehen, sofern symptomfrei (allerdings nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und auch in der Freizeit niemanden treffen. Der österreichische Amtsschimmel... Sollte ein Normalsterblicher >=30 haben wird er als Coronafall geführt und muss für 10 Tage in Selbstisolation...)
Daraus würde folgen:
Arbeit in KH bzw Pflege-/Altersheim = Selbstisolation ≠ ÖPNV / Freizeit 🤓
 
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In Ö darf Gesundheitspersonal (KH; Pflege-/Altenheime...) mit einem CT >=30 arbeiten gehen, sofern symptomfrei (allerdings nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und auch in der Freizeit niemanden treffen. Der österreichische Amtsschimmel... Sollte ein Normalsterblicher >=30 haben wird er als Coronafall geführt und muss für 10 Tage in Selbstisolation...)
Diese Aussage ist unvollständig.

Ein Ct- Wert von über 30 kann zu Beginn einer Infektion, genauso wie beim Abklingen gefunden werden.

Bei ersterem folgt deshalb eine Selbstisolation um den Verlauf zunächst zu beobachten. Ist man bereits in Quarantäne gewesen und ist asymptomatisch, wird aber danach noch positiv getestet mit einem Wert über 30, darf arbeiten gehen, weil er nicht mehr als ansteckend gilt.

Einer Presseaussendung des Gesundheitsministeriums von 2. November 2020 zufolge können SARS-CoV‑2 positive Personen „in der Regel frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und 48 Stunden Symptomfreiheit ohne weitere Auflagen aus der Quarantäne entlassen werden und dürfen somit auch ihrer Arbeit wieder nachgehen”. Für Gesundheits- und Pflegepersonal gilt das auch, zusätzlich müssen sie aber für den Arbeitsantritt einen negativen PCR-Test oder einen sogenannten Ct-Wert von über 30 nachweisen. Diese Regelung gibt es, weil Personen der Aussendung zufolge wochenlang einen positiven SARS-CoV-2-Test aufweisen können, aber nicht mehr ansteckend sind – was der Ct-Wert anzeigt.

So betrachtet, sieht die Situation wieder ganz anders aus, wie zuerst dargestellt.

Und der PCR-Test für Covid-19 reagiert nicht auf das Influenzavirus - da wird nichts vermischt. Möchte Mal gerne wissen, welchen Beleg es dafür gibt, dass der Test auch auf Influenza A und B reagieren soll.
 
Themenstarter
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25.08.20
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CT Wert wird beim PCR Test angegeben. PCR kann nur im Labor ausgewertet werden.
Wenn Du gleich ein Ergebnis hattest ("Schnelltest"), war es ein Antigen.
Der Antigentest wurde doch gegen PCR-positive Proben validiert, darauf bezog ich mich.
Antigen würde erst anschlagen, wenn der CT irgendwo bei <10 liegt (also sehr hohe "Schnipsel"last).
Das ist offensichtlich falsch, da der von mir verwendete Schnelltest gegenüber ct-30 positiven PCR-Proben eine Sensitivität von 100% aufweist, bei ct32 immer noch um die 95%. Ich denke ein negativer Test (bei Symptomen) sollte wohl schon Corona mit hoher Sicherheit ausschließen.
 
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28.06.21
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Huhu,
Der Antigentest wurde doch gegen PCR-positive Proben validiert, darauf bezog ich mich.
Kenn mich aus (kam bei mir im Ursprungspost so nicht an). Ist mir auch neu, dass ein neg. Antigen bestätigt wird.

Rest: widerspricht allem, was ich bislang über Antigen/PCR gelesen/gehört habe (bin aber diesbezüglich kein Maßstab ;)).
Habe einen der vielen "Experten" im Ohr, der erklärt hat, dass beim PCR (CT >30) ein paar Bruchstücke/wenige dutzend bis 100 genügen.
Allein bei 2 als Ausgangsbasis hat man bei CT>30 ja dann schon mehrere 100 Mio.
Beim Antigen müssten hunderttausende vorhanden sein, damit der anschlägt. Er hat es verglichen mit ein paar frei sichtbaren Sandkörnern am Tisch (PCR) und einem Kübel Sand (Antigen). Das Bild ist bei mir hängen geblieben.

Das mit den "Antigen schlägt bestenfalls bei CT bis 10 an" habe ich von einem Kliniker/Interview im TV, der erzählt hat, wie sie das im Spital nachgetestet haben/beide Tests verglichen haben (andere Aussagen waren unter 15 bzw. unter 5. Der besagte Kliniker hat lt. eigener Angabe nachgetestet, somit halte ich mich an den, bis ich andere Info bekomme). Auch Zeitaublauf haben sie getestet. Antigen war lt. seiner Aussage für 6 Stunden "gut" (max. 12), PCR für 12 (max 24). Auch da haben sie Personen in Stundenintervallen getestet, und Entwicklung CT verglichen + wann Antigen anschlägt.
Studie zu dem Thema ist mir nicht bekannt.
Gelebt wird in Ö: Antigen 48, PCR 72.

Oft ist es ja ein Unterschied, ob etwas unter Laborbedingungen oder im realen Leben verwendet wird und die Tests haben ja auch unterschiedliche Qualitäten.

Ist zwar OT, aber ich will es so nicht stehen lassen:
So betrachtet, sieht die Situation wieder ganz anders aus, wie zuerst dargestellt.

Sehe ich anders. An meiner Grundaussage ändert sich wenig: Gesundheitspersonal mit CT>30 darf arbeiten. Normalsterbliche wandern in Quarantäne (und ja, ich hab es verkürzt dargestellt).

Background: in etlichen Gesundheitseinrichtungen in Ö waren MitarbeiterInnen viele Male in Quarantäne. Es hat gereicht, dass auf einer Normalstation 1 Person positiv war und schon war die Station gesperrt und alle in Selbstisolation.
Somit laufend massive, selbstgemachte, Engpässe.
Bei Nachtestungen gab es bei uns gut dokumentierte Fälle, die bis zu 6 Wochen (das ist das längste was mir zu Ohren gekommen ist), pos. PCR Tests hatten, ohne jemals Symptome gezeigt zu haben und während sie ohne Unterbrechung in Selbstisolation waren.

Die neue Regelung soll(te) helfen, Personalengpässe zu verhindern. Und ja, Erwartung war: jene, die es schon hatten, haben uU noch wochenlang inaktive Bruchstücke die nicht ansteckend sind. (Dazu gab es weitere Regelungen, dass nach Erkrankung 2-3 Monate keine Testung vorgenommen werden sollte, aber das ist in dem Fall irrelevant, weil es je nach Bereich sehr unterschiedlich gelebt wurde. Schreibe es nur, damit nicht wieder der Vorwurf kommt etwas ausgelassen zu haben ;).)
Wir Ö sind eher faul, wenn es um offenen Widerstand geht, aber sehr gut/geübt im passiven Widerstand, ergo im Ausnützen von Lücken. Vor allem wenn man außerhalb der Bundeshauptstadt lebt.
Wenn man die Regelung genau liest, lässt sie offen, dass "nach 10 Tagen" auch nach 200 Tagen ist. Ist ja mathematisch korrekt.

Praktische Anwendung an einem Beispiel:
wenn 1 Mitarbeiter im April 2020 2 Wochen symptomlos dank pos. Test in Quarantäne war und dann im Dez 2020 (und Jänner, und Feb und...) wieder pos. war, gilt die Regel ebenfalls. Und ja, es hängt natürlich auch von den beteiligten Personen ab, wie sie es jeweils auslegen.
Mein Stand ist 1 Spital in NÖ, dort die Covid und Intensiv Station (gleiches Team). Und einige Alten-/Pflege-/Behindertenheime ebenda.
Prozedere war: wenn zum 2 Mal pos. Test (also davor schon mal als "Fall" geführt), dann Wiederholungstest (bin mir nicht sicher ob nach 24 oder 48 Stunden), wenn der wieder >30 (+ weiterhin symptomfrei +Personalenpass), dann Antritt zum Dienst.

1 Krankenschwester (aus besagtem Spital - Einsatz auf Intensiv oder auf Covid Station, sofern die offen war) wurde bis Anfang 2021 >4x pos. getestet (genau Zahl müsste ich nochmal nachfragen). Hatte nie Symptome. CT Wert bei den ersten Tests ist unbekannt (wurde damals noch nicht gemacht). War die ersten Male in Selbstisolation und konnte sich bei den weiteren Malen dann dank der Regelung jeweils freitesten.
Regelung wird vermutlich kaum mehr zur Anwendung kommen, da viele/manche/einige/alle? im Gesundheitsbereich (kann nur mein kleines Umfeld abschätzen, da dürfen es die meisten machen), vor dem Test mit Chlorhexamed gurgeln bzw. Nasenspülungen mit div. Substanzen machen. Manche "privat" im stillen Kämmerchen. Manche "im Team" hochoffiziell bevor sie testen gehen.
Die besagte Krankenschwester hat bis heute keine AKs. Ltt hat sie nicht messen lassen, da er nicht anerkannt ist. Das nur nebenbei.

In Wien hab ich nur Ausläufer aus Patientensicht miterlebt. Patient, Oktober 2020 SarsCov2 (mit Symptomen).
Eine geplante OP wurde 2x abgesagt, da jeweils Station kurzfristig geschlossen werden musste, wegen "Corona Fall" (=pos. Test).
April - 3er Anlauf - Routine OP (zu dem Zeitpkt. wurden nur leichte Fälle operiert, um Intensiv nicht zu belasten).
Vor OP mehrere PCR Tests (neg.), hoher AK Titer.
Nach OP pos. PCR (kein CT ausgewiesen). Sofort ganze Maschinerie in Gang (Meldung Gesundheitsamt, Absonderung, Contact Tracing...) Dank aufmerksamem Jungarzt Probe wieder auftauen lassen, CT nachmessen lassen (lag bei >37).
Deal zwischen Gesundheitsamt und Station: wenn an 2 Tagen hintereinander neg. PCR+symptomfrei, würde der Fall beendet und er dürfe ohne Quarantäne heim.
Contact Tracing wurde "on hold" gestellt (es wäre auch Zimmernachbar betroffen gewesen + uns als Besucher, wären wieder K1 gewesen. Wir hatten SarsCov2 allerdings zu dem Zeitpkt. auch schon hinter uns, mit guten Titern).
Vor dem 2 Test kamen einige vom Personal alleine/unabhängig voneinander und gaben ihm Tipps, wie er Nase spülen sollte, damit der Folgetest nicht wieder pos. anschlagen würde. Nasenspray hat er auch geschenkt bekommen.
Also gehe ich davon aus, dass zumindest in diesem Wr. Spital das Spülen/Gurgeln vorm Test nicht ganz unbekannt ist *hüstel*.

Im konkreten Fall ging es nicht vorrangig um Altruismus (dem Patienten ggü., der völlig verzweifelt war schon wieder eingesperrt zu sein/nicht heim zu können, nicht im Garten spazieren zu können, sondern bei guter Gesundheit auf wenigen m2 eingesperrt zu sein). Es war vA für die Station unendlich mühsam - wäre er zu einem "bestätigten" Fall geworden (die CT>30 Regelung hätte für ihn nicht gegolten, da er kein Gesundheitspersonal ist), wäre für die Station/die Mitarbeiter/OP Ärzte wieder die ganze K1 Selbstisolation/Freitesten Trallala Maschinerie in Gang gesetzt worden, wieder OPs abgesagt, usw...

Zur APA als Faktenchecker könnte ich ein Buch schreiben, aber ich denk mir mein kleiner "Erklärungsroman" zeigt gut, welche Welten zwischen Theorie und Praxis liegen.

OT Ende

lg togi
 
regulat-pro-immune
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Ein sogenannter Lolli-Test soll in Schulen zur Regel werden. 30 sec lutschen an einem Tupfer auf einem Stäbchen. Da kein Antigen - sondern PCR-Test, schneller (reagiert bereits nach 2 Tagen einer Infektion) und sicherer (soll schwere und mittlere Viruslast zuverlässig ermitteln) als ein Schnelltest.

Zumindest stelle ich mir das angenehmer als ein Nasenbohrer vor. Wäre das nicht auch etwas für dich @Grantler ? Obwohl eingeschickt werden muss das Ganze dann auch... Leider nichts zum selbst ablesen..

Ich denke zu Beginn einer Infektion könnte ein Schnelltest (noch) negativ sein, auch wenn bereits Symptome da sind. Dann würde ich den Test nach ein paar Tagen wiederholen (der Test reagiert ca. ab dem 4. Ansteckungstag).
 

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