COMT- und MAO-Polymorphismen - Vorsicht bei Mikronährstoff-Einnahme

Kate

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Auf folgende Seite eines Kardiologen(!) wurde ich durch einen Link von @ory aufmerksam. Ich finde sie - soweit bisher durchgeblättert - sehr faszinierend in ihrer Vielfalt und dem Bemühen, Zusammenhänge herzustellen, die oftmals in normalen Arztpraxen nicht bedacht werden.

Viele hier im Forum sind von Polymophismen der COMT betroffen und/oder auch von anderen Enzymen, die am Neurotransmitter-Stoffwechsel beteiligt sind. Viele nehmen auch Mikronährstoffe ein, oftmals vermutlich ohne deren Auswirkungen in dieser Situation zu kennen und zu berücksichtigen.

Für diese könnte die Seite besonders interessant sein.

Daraus (Hervorhebung von mir):

Die Enzyme COMT, MAO und Aromatase beeinflussen die Bildung und den Abbau der aktivierenden Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und Serotonin. Dabei tragen verschiedenen Faktoren zur Regulation bei:
  • genetisch gebildete Enzyme
  • epigenetische Faktoren der Gene
  • Ko-Faktoren der Enzyme
... und unter der Überschrift MAO und COMT-Stoffwechsel – Vorsicht bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln:
Während die genetischen Voraussetzungen zur Bildung der Enzyme des Neurotransmitterstoffwechsels von Geburt an festgelegt sind, können die Gene über epigenetische Faktoren und die Enzyme über Ko-Faktoren auch therapeutisch beeinflusst werden. Zu diesen Faktoren zählen Hormone, Vitamine und Spurenelemente. Die erwünschten Wirkungen und die unerwünschten Nebenwirkungen sind von den individuellen genetischen Voraussetzungen abhängig. Eine ungezielte Modulation des vegetativen Nervensystems in Unkenntnis der genetischen Voraussetzungen kann daher auch schädlich sein.

Folgende Mikronährstoffe werden einzeln betrachtet: Vitamin D, Eisen, Vitamin B6, Kupfer, Vitamin C, Magnesium - samt dessen häufig verwendeter -Citrat-Form(!), Tryptophan, Vitamin B2.

Auch für mich persönlich erhellend, da meine COMT homozygot verringert ist und die MAO heterozygot. An einigen Stellen finde ich mich wieder, z.B. beim hohen Magnesiumbedarf samt der -Citrat-Unverträglichkeit. Zu hinterfragen habe ich demnach meinen hohen Vitamin D-Spiegel (den ich angesichts meiner Autoimmunerkrankung bislang als vorteilhaft ansah) und die Vitamin B6/P5P-Einnahme (die ich mal aufgrund der KPU/HPU und eines mittels Urin-Cystathionin nachgewiesenen Mangel begonnen hatte; hier war ich allerdings auch schon immer empfindlich gegen zu hohe Dosen).

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