vor circa 10 tagen nahm ich das letzte mal zink ein (15mg)
allerdings auch kupfer (2mg)
Du nimmst bzw. nahmst Kupfer ein, wo Du zuviel Kupfer im Urin hattest?
Weswegen denn?
Und dann noch so viel?
2 mg ist viel für eine Kupfersubstitution.
Immerhin ist Kupfer, wenn man zuviel davon hat, toxisch, da es ein Schwermetall ist. Außerdem ist Kupfermangel höchst selten.
Hattest Du das Kupfer auch schon genommen, als dieser hohe Kupferwert im Urin festgestellt wurde?
Das würde natürlich die Bewertung des Wertes relativieren, denn wenn Du Kupfer einnimmst, scheidest Du auch im Urin davon mehr aus.
Zinkmangel hingegen ist häufig und die Dosis von 15 mg ist m. E. nicht zu viel. Wenn man allerdings sich auf M Wilson untersuchen lassen will, stört die Zinkeinnahme die Kupferwerte.
Denn Kupfer und Zink verdrängen sich gegenseitig.
Da Du Zink (und Kupfer) eingenommen hast, würde ich mit Untersuchungen auf Kupfer noch etwas warten.
Ich kann nicht einschätzen, wie sich das auf die Werte auswirkt, weiß aber, dass der M. Wilson-Experte George Brewer (USA) in seinem Buch zu der Krankheit schrieb, dass Zink noch monatelang das Kupfer im Urin absenken würde. Es ging bei dieser Aussage darum, wie es sich auf das Urinkupfer auswirkt, wenn jemand der hochdosiert Zink zur Therapie des M. Wilsons einnahm, das Zink absetzt. Er wollte damit sagen, dass Kontrollen des Urinkupfers unmittelbar nach dem Absetzen keine reellen Werte ergeben.
Wie es ist, wenn man, wie Du, eher wenig Zink eingenommen hat, kann ich nicht sagen. Natürlich kann die Auswirkung einer geringen Dosis nicht genauso sein, wie wenn man eine hohe Dosis genommen hat.
und du sagst also, dass got und gpt sowie ap zu vernachlässigen sind wenn es um die diagnose geht?
Hier auf Seite 5 rechts außen
drfalkpharma.de/uploads/tx_toccme2/FGK_4_10_MorbusWilson.pdf
steht, dass man beim M. Wilson auch normale Leberwerte haben kann.
Die Verfasser sind aus der Klinik, die als führend für die Diagnostik und Behandlung des M. Wilsons in Deutschland gilt.
Beim M. Wilson kommt es in erster Linie auf die Diagnosekriterien für diese Krankheit an.
Wenn die Leberwerte erhöht sind, stärkt dies natürlich einen Verdacht zusätzlich.
Aber es ist nicht zwingend, dass sie erhöht sind.
Wenn man andere Auffälligkeiten hat, die auf M. Wilson hindeuten könnten, so können die genauso eine Diagnostik sinnvoll erscheinen lassen.
Dein hoher Kupferwert im Urin ist m. E. so eine Auffälligkeit, bei der man angesichts der Tatsache, dass Du immer noch rumsuchst nach den Ursachen für Deine Beschwerden, sagen muss, dass man, wenn keine andere Diagnose bisher da ist, auch an diese Krankheit denken sollte.
Ich will damit nicht sagen, dass Du sie damit auch hast. Das wird sich m. E. erst zeigen, wenn man mal die Werte korrekt bestimmt hat.
Nicht immer ist es nämlich einfach bei dieser Krankheit die Diagnose zu stellen.
Evtl. kann auch der Gentest weiterhelfen. Doch der wird meist erst gemacht, wenn noch einige verdächtige Werte oder Ergebnisse vorliegen.
Wenn Deine AP erst 6 Wochen alt ist, so wird sie heute nicht unbedingt viel anders sein. Sie schwankt sicher auch. Gut, ein Wert zwischen 60 und 70 ist auch noch niedrig.
Wenn Du zuvor Zink genommen hast, hast Du allerdings die AP damit angehoben, so dass man den Wert vor der Zinkeinnahme betrachten sollte.
Aber letztlich ist eine niedrige AP nun kein Grund allein, einen M. Wilson zu suchen. Sie ist allenfalls bei noch weiteren Verdachtsmomenten ein zusätzlicher.
seit wann lebst du damit und wie geht es dir und vor allem ging es dir ?
Da ich noch andere -teils schwere- Krankheiten habe, die ähnliche Symptome wie ein M. Wilson machen, kann ich meine Beschwerden nicht genau zuordnen. Es ist müßig darüber nachzudenken, wie es mir gehen würde, wenn ich nicht therapiert würde. D. h. ob und wie sich die Therapie bei mir auswirkt, vermag ich nicht zu sagen.
Ich war bei der Diagnose des Mw schon verhältnismäßig alt und daher muss ich davon ausgehen, dass sich nicht alle Beschwerden zurück bilden werden.
Ja, der Penicillamin-Test wird vorzugsweise bei Kindern gemacht. Aber man kann ihn dennoch auch bei Erwachsenen probieren. Allerdings sollte ein erfahrener MW-Arzt das Ergebnis dann bewerten.
Es ist ein nicht standardisierter Test.
lg
margie