Borreliose und Hpu - Mangan ja oder nein

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Hi!

Ich hoffe ich bin hier im Unterforum richtig. Denke, dass es aber ein bisschen besser hierhin anstatt in das Hpu Unterforum passt.

Ich leide seit 5 Jahren an Borreliose. Mal mehr, mal weniger belastend.

Nun habe ich die Diagnose HPU erhalten.

Die Behandlung bei Hpu schließt die Einnahme von Zink, Vit. B6 (P5P) und Mangan mit ein. Alles hochdosiert.

Jetzt bin ich einmal bei einem Borreliosespezialist, der mich erst auf Hpu aufmerksam gemacht hat und einer anderen Ärztin, die sich sehr mit HPU auseinander gesetzt hat, aber dafür keine Ahnung von Borreliose hat.

So. Mein Problem ist nun, nehme ich Mangan oder nehme ich es nicht?

Hab wohl schon ein Mangel. Schwangerschaftsstreifen obwohl kinderlos und eine starke Überbeweglichkeit.

Mein Borreliosespezialist meint, ich soll kein! Mangan nehmen.
Die Ärztin die sich auf die Hpu spezialisiert hat sagt, es ist wichtig.

Ich möchte die Borrelien nicht füttern. Andererseits hab ich Sorge, dass mein Immunsystem ohne Mangan nicht mehr leistungsfähig wird. Ich brauche doch ein gutes Immunsystem. Nehme seit 3 Wochen Zinkpicolinat und vertrage das schonmal sehr gut.

Was meint ihr, habt ihr diesbezüglich Erfahrungen?

Danke für euren Rat.

Lieben Gruß

Helleri
 
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Hallo Helleri,

Ich kann deine Frage nicht beantworten. Musste selbst erstmal im Netz suchen und es scheint so, dass dein Borreliosearzt einen guten Grund hat, warum du kein Mangan nehmen sollst:

Wie das Team aus Wissenschaftlern der Johns Hopkins University, der Woods Hole Oceanographic Institution und der University of Texas aktuell im Fachmagazin "The Journal of Biological Chemistry" berichtet, könne die Entdeckung dabei helfen, einige der Rätsel rund um die Borreliose-Erkrankung zu lüften - etwa jenes, warum sich die Krankheit so langsam entwickelt und so schwer zu erkennen ist. Zugleich eröffne die Erkenntnis neue Wege in der Behandlung von Borreliose.

"Wenn wir uns mit sonstigen Krankheitserregern infizieren - von Tuberkulose bis hin zu einer Hefepilzinfektion - besitzt unser Körper natürliche Immunreaktionen", erläutert Valeria Culotta. "Die Leber produziert Hepicidin und damit ein Hormon, das Eisen daran hindert, im Magen absorbiert zu werden und so in den Blutkreislauf zu gelangen. Wir werden anämisch (kraftlos) und fühlen uns schlecht. Der Effekt ist jedoch der, dass die Krankheitserreger regelrecht ausgehungert werden, da sie das Eisen benötigen, um zu wachsen und zu überleben." Borrelien haben jedoch einen Weg gefunden, diesen Abwehrmechanismus zu umgehen.
Schon die Sequenzierung des Borreliengenoms durch James Posey und Frank Gherardini von der University of Georgia konnte 2000 zeigen, dass das Bakterium keine eisenhaltigen Proteine aufweist und auch keine nachweisbaren Mengen an Eisen anhäuft.
Statt Eisen, so zeigen es die neuen Studien, nutzen Borrelien nun den chemisch betrachtet nächsten Nachbarn im Periodensystem: Mangan. Zugleich schützt sich der Krankheitserreger mit Hilfe der sogenannten Superoxid-Dismutase vor einer weiteren Abwehrtaktik des Immunsystems, wenn dieses den Erreger mit superoxiden Radikalen bombardiert, die eigentlich im Innern des Krankheitserregers Schäden verursacht. Die Superoxid-Dismutase wirkt nun jedoch wie ein Antioxidant und neutralisiert die Superoxide, wodurch der Erreger weiterhin wachsen kann.
Würde es gelingen, den Borrelien neben dem Eisen auch das Mangan zu entziehen, könnten gänzlich neue und wahrscheinlich erfolgreiche Behandlungsmethoden vor allem der gefürchteten Lyme-Borreliose, die Organe, das Nervensystem, Gelenke und das Gewebe befallen kann, entwickelt werden.

grenz|wissenschaft-aktuell: Borrelien unterscheiden sich von sonstigen irdischen Lebensformen

Schwangerschaftsstreifen obwohl kinderlos

Könnten Bartonellen sein. Zeckenfotoalbum

Grüsse
derstreeck
 
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02.04.16
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Hallo Helleri,
mein Sohn (11) und ich leiden seit einigen Jahren an Borreliose. Wollte mal wieder nachlesen, ob es etwas Neues gibt, und bin auf Deinen Beitrag gestoßen, möchte Dir unsere persönliche Erfahrung mitteilen. Im Herbst 2015 wurde von einer Ärztin HPU bei meinem Sohn festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war er sehr unkonzentriert und wegen Kleinigkeiten sehr schnell aufgebracht, sein bis dahin sehr schönes Schriftbild wurde grauenvoll. Ich komme aus Österreich, und das ist - leider - in medizinischen Kreisen ein Borr-Entwicklungsland. Die Ärztin sprach allerdings auch das Thema "Mangan bei Borreliose" an, und wir haben doch einige Zeit überlegt, ob er das "Kompaktmedikament" inkl. hochdosiertem Mangan nehmen soll. Wir haben uns dann dafür entschieden, er erhält Depyrrol für Kinder, inkl. Mangan. Innerhalb von einigen Wochen haben sich alle HPU-Symptome merklich gebessert. Er nimmt nun seit ca. 1/2 Jahr Depyrrol. Zuerst 1 Kps täglich, aufgrund der guten Symptomatik bekommt er zur Zeit nur noch 1/2 Kps täglich. Falls es Dir hilft: Ich konnte nicht feststellen, dass sich Mangan negativ auf die Borreliose ausgewirkt hat, was wir zunächst befürchteten. Vermutlich gibt es doch einen Unterschied von Versuchen, die in-vivo und in-vitro ausgeführt werden. Wir haben schon viele Therapien inkl Antibiotika durch, nix hat dauerhaft geholfen, nun sind wir bei der Homöopathie gelandet. Das stabilisiert ihn momentan recht gut, zusätzlich helfen wir uns mit Vitalfeldtherapie. Wünsche Dir alles Gute!
LG Biene1A (habe einige Bienenstöcke zu Hause, so ein Stich ist ab und an auch nicht schlecht bei Borre-Schmerzen ;))
PS: die homöopath. Behandlung macht übrigens ein Heilpraktiker aus D. Bin sehr froh, diesen gefunden zu haben.
 
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27.12.18
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Au weia.......Bakterien und Boerelien essen mein ganzes Eisen und Mangan auf und wachsen dabei.
Immer wieder diese Geschichten.
Das entbehrt jeder Logik und ist nirgendwo wirklich bewiesen.

Ein Räuber hat mir meinen Mantel gestohlen.
Jetzt ziehe ich nie wieder einen Mantel an, dann kann mir kein Räuber mehr den Mantel weg nehmen.
Auch wenn ich dabei erfriere................aber der Räuber bekommt wenigstens keinen Mantel mehr.

Ich tot....Räuber lebt aber immer noch.......:confused:

.
 
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12.03.18
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Ja es ist bewiesen, schau mal bei guten Ärzten,.
Frau Dr. Lorenz aus Minden, Dr. Bodo Kuklinski
Rostock, Fr. Dr. Schwarz, Gebesee usw.
Wer aber unsicher ist dem würde ich einen Teelöffel Saft am Tag als Kur und Zistrosetee 3x am Tag eine Tasse empfehlen, kann man nix falsch machen und bezahlbar.
 
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12.03.18
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Bis in die 90ger war der Lymphozyten-transformationstest für Viren, sowie Bakterienanalysen noch Standard, heute gibts wenn der Arzt nix findet Psychopharmaka. Und wie soll er was finden ohne den Test? Laut Ärztezeitung sind Borrelien oder Spirochäten zu 84 % nicht nachweisbar im Liquor. Ha, da kann aber einer Pillen verkaufen und die neue Generation mit gleichem Wirkstoff ist doppelt so teuer. Fragt mal die Apotheker...mit zwei Staatsexamen.
 

Malve

Zur Info -

Hier wurden zwei Beiträge aufgrund von Werbung für ein bestimmtes Produkt gelöscht.

Gruß
Malve
 
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27.12.18
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Ja es ist bewiesen, schau mal bei guten Ärzten,.
Frau Dr. Lorenz aus Minden, Dr. Bodo Kuklinski
Rostock, Fr. Dr. Schwarz, Gebesee usw.
Wer aber unsicher ist dem würde ich einen Teelöffel Saft am Tag als Kur und Zistrosetee 3x am Tag eine Tasse empfehlen, kann man nix falsch machen und bezahlbar.

Du hast mich, so glaube ich, nicht richtig verstanden.

An welcher Stelle sagt oder schreibt Kuklinski davon, daß man Bakterien oder Borrelien aus hungern kann wenn man ihnen Eisen oder Mangan vorenthält?

Angenommen die ungebeten Gäste verbrauchen wirklich alles an Eisen und Mangan welches eigentlich Dein Körper braucht.
Und Du führst deinem Körper wissentlich auch nichts mehr zu.
Was glaubst Du wohl wer diesen Krieg gewinnt?

Bevor die Bakterien und Borrelien den Geist auf geben, bleibst wohl eher Du wegen des eklatanten Mangels an Eisen und Mangan auf der Strecke.
Die kann man nicht so einfach aushungern.
Schön wäre es ja.
Das ist aber zu naiv gedacht.
Da muss man leider weit aus kompliziertere Wege gehen wenn man Erfolg haben will.

Auch die Sache mit dem Zistrosentee ist sehr fraglich.
Aber Du hast natürlich recht damit, wenn Du schreibst das man da nichts falsch machen kann.
Nur sollte man immer daran denken welche falschen Hoffnungen man damit auch bei Betroffenen auslösen kann.
Welche dann vielleicht wertvolle Zeit damit verlieren.

https://www.top-fit-gesund.de/pressemitteilungen/201006-Mit-der-Zistrose-gegen-Borrelios--Warnung-vor-Behauptungen-wissenschaftlich-fragwuerdige-Natur.htm

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31.10.15
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Hallo,
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25709405

Es mehren sich die Hinweise, dass Antihistaminika Borrelien irreversibel schädigen. Da gibt es Studien von Donta und Wagh et al. die diese BmtA-Hemmer erforscht haben. Selber suchen
Diese BmtA-Hemmer betreffen Mangan. Borrelien benutzen einen BmtA Transporter, um Mangan in Wirtszellen zu nutzen.. Die angegebenen Antihistaminika blockieren wahrscheinlich das Mangan-Transportsystem.
Grüße, die Bizzi
 
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