Baby der Nachbarin ausfahren?

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Da der Beitrag vielleicht auch zur Entlastung von Müttern beitragen könnte, denke ich, dass der hier in die Rubrik passen könnte, auch wenn es weniger um die Familie geht.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es in meiner Kindheit durchaus üblich war, dass etwa 10-12-jährige Mädchen mal bei der Nachbarin klingelten und fragten, ob sie denn mal das Baby ausfahren dürfen. Sie bekamen dafür nichts, sondern sie taten das einfach nur aus Freude und waren sehr stolz auf diese Aufgabe. Natürlich wusste die Mutti des Babys, dass das Mädchen vertrauenswürdig war. Ich frage mich gerade, warum das heute überhaupt nicht mehr und nicht mal unter Erwachsenen üblich ist. Manche Menschen holen sich Hunde aus dem Tierheim, um mit denen Gassi zu gehen und schaffen sie danach wieder hin. Warum sollte man nicht einfach mal für eine Nachbarin das Baby in der frischen Luft spazieren fahren. Die Nachbarin wird sich freuen, weil sie mal ein bisschen Freiraum hat und für die Ausfahrenden ist es ein Anlass, was für die Gesundheit zu tun.Es muss ja nicht unbedingt ein Hund sein. Dem Baby wird die frische Luft sicher auch gut tun. Eigentlich könnten alle nur gewinnen. Falls sich wirklich mal Probleme mit dem Baby unterwegs ergeben sollten, gibt es heutzutage ja sogar auch Handys.
Was meint ihr, ist so was heutzutage wirklich zu altmodisch? Oder hat niemand mehr Vertrauen?
 
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Hallo Anne,

ich glaube es hat tatsächlich damit zu tun, dass es altmodisch erscheint und die Person das Gefühl hat, sie bräuchte Hilfe. Heutzutage ist es so, dass man alles selbst schaffen möchte und seine Bedürfnisse in den Hintergrund steckt. Viele Frauen denken, dass über sie geredet wird, wenn jemand anders mit dem Kind sich beschäftigt. Ich finde es liegt wirklich daran, dass in der Gesellschaft immer noch Perfektionismus im Vordergrund steht. Selbst im Bekanntenkreis sehe ich es so, dass manche Frauen lieber 5 Termine auf einmal haben und alles mit den Kindern abarbeiten anstelle Hilfe anzunehmen und somit weiniger Stress zu haben. Eine sehr interessante Entwicklung.

Liebe Grüße Manuela
 
Hallo Ihr Beiden, hallo Anne,

ich denke, Vertrauen spielt da eine große Rolle, bzw. auch die schrecklichen Ereignisse, von denen man immer wieder hört.

Da wo das als Nachbarschaftshilfe noch möglich ist, finde ich es super!
Hier in unseren größeren Städten gibt es einen hohen Bedarf an Babysittern, der über die Nachbarschaft gar nicht gedeckt werden kann. Da gibt es ehrenamtliche (karitative) Vermittlungsstellen - das heißt, die Vermittlung ist kostenfrei. Die Babysitterinnen bekommen sogar eine kleine "Ausbildung" (vier Tage an der Volkshochschule), meine Tochter hat das in den vorletzten Sommerferien gemacht und ist ganz begeistert gewesen. Es gibt eine Art "Mindestlohn" (die Summe habe ich aber vergessen) und Grundvoraussetzung ist, dass man das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben muss.

Herzliche Grüße von
Leòn
 
Vielleicht kommt dieses Thema auch kaum zur Sprache, weil heute 12-13-jährige Mädchen meistens voll beschäftigt sind mit Schule, Reiten, Sport, Computer, Freundinnen, Shoppen ....
Langeweile kommt da eher nicht auf.

Gruss,
Uta
 
Das mit den Kindern stimmt sicher. Die haben mehr zu tun als früher.
Nur wie ist das mit Erwachsenen? Warum erscheint es naheliegender, einen Hund aus dem Tierheim zum Spaziergehen zu holen, als der Nachbarin mal für die Dauer eines geruhsamen Mittagsschlafes das Baby für einen Spaziergang abzunehmen.
 

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