Amalgam: ein Geschäft mit der Angst?

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Das Thema "Amalgam" tritt immer mehr in den Hintergrund, weil immer weniger Amalgam-Füllungen gelegt werden. Trotzdem ist das Thema weiter umstritten. Hier eine Stimme für die Ungefährlichkeit - mit ein paar Einschränkungen - von Amalgam. Das kann man nun unterschreiben oder auch nicht.

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Eine wirkliche Gefahr kann dann entstehen, und auch das ist klar, wenn beim Legen oder dem Austausch von defekten Amalgamfüllungen die gebotenen Standards nicht eingehalten werden. Und gefährlich kann es erst recht dann werden, wenn ohne zahnmedizinische Notwendigkeit intakte Amalgamfüllungen ausgetauscht werden. Gerade das wird aber von Seiten der alternativen Zahnheilkunde oft propagiert. Die dabei entstehenden Gesundheitsgefahren sollen dann zum Beispiel mit Bärlauch- und Coriandrum-Globuli reduziert werden, alternativ könne man das Amalgam vorab mit Taurin, Vitamin C oder mit Ozon angereichertem Venenblut aus dem Körper ausleiten. Hier wird dem Patienten ein Dienst mit genau jenem Bären erwiesen, den man ihm zuvor aufgebunden hat. Denn es ist äußerst fraglich, ob auch nur eine dieser Maßnahmen irgendetwas gegen das Risiko einer anlasslosen Amalgamentfernung ausrichten kann.

Beim Amalgam wird ein Geschäft mit der Angst gemacht. Genau darauf zielte meine erste Kolumne ab, und in diesem Zusammenhang sprach ich von »Amalgammythen« und unnötigen Ängsten.

Obwohl das Amalgam heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielt und allein aus ästhetischen Gründen zu einem Nischenphänomen werden dürfte, soll und darf darüber diskutiert werden – auch Fachleute tun dies. Die alternativen Füllungsmaterialien verdienen übrigens ebenfalls einen kritischen Blick. Die mit dem Amalgam verbundenen Sorgen und Ängste der Patientinnen und Patienten und natürlich der Mitarbeitenden in Zahnarztpraxen müssen ernst genommen werden. Aber bitte nicht auf Basis von Behauptungen und persönlichen Unterstellungen. Die beste Füllung für unsere Wissenslücken sind nach wie vor Fakten. Denn nur so geht »echt gute Medizin«.
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(Von Coriandrum-Globuli habe ich noch nichts gehört. Zur Ausleitung nach Klinghardt gehört Koriander.)

Zur Autorin:
Natalie Grams
Die Autorin ist Medizinerin und ehemalige Homöopathin. Sie hat unter anderem das Buch »Was wirklich wirkt« verfasst. In ihrer Kolumne »Grams' Sprechstunde« schreibt sie regelmäßig über das Spannungsfeld zwischen Ärzten und Patienten.

Grüsse,
Oregano
 
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18.03.16
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Ich war selber äußerst skeptisch bis ablehnend, ob an den vielbeschworenen Gefahren von Amalgam etwas dran ist, als ich hier im Forum aufgeschlagen bin. Einige werden sich sicher noch daran erinnern. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass eine Branche über 200 Jahre lang die Menschen mit Zahnersatz vergiften und damit durchkommen konnte. Aber es ist so.

Spätestens seit ich mit einem alternativen Ausleitungsverfahren meine über 40 Jahre lang bestehende Kurzsichtigkeit losgeworden bin, ist der Fall klar. Des Weiteren sind meine Neurodermitis, meine immer wieder auftauchende Migräne und meine Konzentrationsstörungen verschwunden - alles Gesundheitsprobleme, für die die Ärzte keine Erklärung hatten und nur symptomatische Behandlung anbieten konnten. Gleichzeitig ging mein Entgiftungsprozess mit einer offensichtlichen allgemeinen Verjüngung von Körper und Geist einher. Das hat mich zu der Überzeugung kommen lassen, dass das, was wir als Altern kennen, zu großen Teilen in Wahrheit eine chronische Vergiftung ist.
 
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