Aluminium haftet am Ferritin, um ins Hirn zu kommen

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Ferritin bei Alzheimerpatienten mit Aluminium behaftet

Vor wenigen Tagen wurde jetzt publiziert, dass Ferritin im Blut von Alzheimerpatienten hauptsächlich (bis zu 62 Prozent) mit Aluminium beladen war. Das ist das Siebenfache des Durchschnittswertes von Gesunden. Mit Hilfe der Massenspektrometrie ist es heute problemlos möglich, auch einzelne Atome in Molekülen nachzuweisen. Der hohe Aluminiumgehalt des Ferritins bei Alzheimerpatienten ist in verschiedener Hinsicht ein bemerkenswerter Befund. Bereits in den achtziger Jahren gab es die so genannte Aluminiumhypothese des Morbus Alzheimers, nachdem man in den Hirnproben verstorbener Alzheimerpatienten erhöhte Aluminiumkonzentrationen fand. In den neunziger Jahren ist man von der Aluminiumhypothese wieder abgekommen, weil man sie für nicht ausreichend belegt hielt.

Der Nachweis einer hohen Aluminiumbeladung des Ferritins gibt jetzt eine gute Erklärung dafür, wie das Aluminium ins Gehirn gelangt. Die Aluminiumionen benutzen das Ferritinmolekül sozusagen als trojanisches Pferd und wandern auf diese Weise problemlos durch die Blut-Hirn-Schranke. Geladene Teilchen, wie z.B. Metallionen, können ansonsten die Blut-Hirn-Schranke nur sehr eingeschränkt passieren. Die Ergebnisse der Untersuchung der italienischen Wissenschaftler wirft auch die Frage auf, inwieweit Ferritin noch als Eisenspeicherprotein definiert werden kann, ganz offensichtlich kann Ferritin auch andere Metalle speichern und transportieren. Interessant ist jetzt natürlich die Frage, ob bei erhöhten Ferritinkonzentrationen tatsächlich ein Eisenüberschuss vorliegt oder ob das Ferritin möglicherweise vermehrt mit anderen Metallen beladen ist.

Studie
Wir im Diagnostischen Centrum planen eine Untersuchung, ob es einen Zusammenhang zwischen der Aluminiumkonzentration und der Ferrtinkonzentration besteht. Aus diesem Grund führen wir eine kleine Studie durch.
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Quelle: Newsletter von: Diagnostis​ches Centrum für Mineralana​lytik und Spektrosko​pie DCMS GmbH ([email protected])25.3.13

Während es beim Diagn. Centrum um eine geplante Studie geht, wird hier auf die STudie eingegangen, die sich mit dem Anhaften von Metallen an Ferritin beschäftigt hat:

n zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten wird beschrieben, dass im Zentrum zerstörter Alzheimergehirne ein überraschend hoher Gehalt an Ferritinmolekülen gefunden wird. Das legte den Schluss nahe, dass Eisen toxisch wirken kann. Andererseits war die Anwesenheit von Ferritin im Gehirn auch wieder keine Überraschung, erfüllt Eisen doch im Gehirnstoffwechsel vorwiegend sinnvolle Aufgaben. Für De Sole und seine Kollegen eröffnete sich nun aber eine neue spannende These: Was wäre, wenn diese Aluminiumionen gleichsam als blinde Passagiere im „Bauch“ des Ferritins ins Gehirn gelangen?
Deutsches Ärzteblatt: Morbus Alzheimer: Nach Jahren Auftrieb fr die Aluminiumhypothese (08.02.2013)

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

es gilt aber m.W. noch die Auffassung, daß die Giftigkeit von Al stark vom gleichzeitigen Vorhandensein von Hg abhängt. Ohne Hg scheint Al Alzheimer nicht zu fördern.

Also lohnt es sich wohl, sich auf die Ausleitung von Hg zu konzentrieren. Einige Untersuchungen weisen darauf hin, daß auch Al durch DMPS ausgeleitet wird (Johann Ruprecht: Dimaval. Produktmonographie. 7. Aufl. 2008. Berlin[Heyl]). Diese Untersuchungen sind aber mit Mängeln behaftet; das Mittel der Wahl für die Ausleitung von Al ist Desferal.

Gruß
Windpferd
 

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