Akute Quecksilbervergiftung durch Altlast?

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21.07.14
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Hallo, ich habe mich vor ca. 19 Monaten für ein paar Stunden in einer alten Fabrikhalle aufgehalten, wo früher Leuchtstofflampen recycelt wurden. Die Halle steht seit 16 Jahren leer und ist eine Quecksilberaltlast. Als ich damals dort war wusste ich das allerdings noch nicht und habe es erst ein paar Tage später erfahren. Ich habe mir dann im Internet etwas über akute Quecksilbervergiftungen durchgelesen und habe gemerkt, dass ich keine der beschriebenen Symptome hatte. Dann habe ich die ganze Geschichte vergessen, doch vor ein paar Monaten wurde ich durch einen Bericht: Altlasten in Wiehl : Lokalzeit aus Köln vom 09.07.2014 - WDR MEDIATHEK , wieder daran erinnert. Jetzt habe ich Angst, dass durch das Quecksilber vielleicht noch Spätschäden bei mir hervorgerufen werden.
Und noch eine Frage: Es wird gesagt, dass die Gebäudesubstanz und untergeordnet der Boden belastet ist. Doch irgendwie verstehe ich nicht ganz wie es dazu kommt. Ziehen die Dämpfe in die Gebäudesubstanz ein? Und sind sie nicht dann darin gebunden? Sonst hätte sich das Quecksilber doch nach 16 Jahren eigentlich verflüchtigt haben müssen.
Mfg RentnerLifestyle
 
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12.11.06
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Wenn Du damals und heute keine typischen Beschwerden hattest, dann hast Du vermutlich Glück gehabt. Die Altlasten speichern das Quecksilber, es kann aber schon bei relativ niedrigen Temperaturen wieder verdampfen und dann wieder eingeatmet werden. Deshalb ist längerer Aufenthalt in solchen Altlasten, insbesondere wenn sie beheizt werden, immer noch gefährlich.

Gefährlich in Wohnräumen ist es zum Beispiel, wenn Hg in Ritzen eines Holzfußbodens fällt oder im Teppichboden einsickert.
 

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21.07.14
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Danke für die Antwort, ich war ja zum Glück nur einmal da und an dem Tag war es nicht besonders warm und dadurch, dass die Fenster kaputt waren ist da auch immer etwas frische Luft reingekommen.
 
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26.07.09
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Ich würde vielleicht versuchen, über das im Video genannte Umweltamt zu erfahren, welche Werte in dieser Halle gemessen wurden, um daraus abschätzen zu können, wieviel Du in ein paar Stunden überhaupt aufgenommen haben könntest - was ja nicht automatisch heißt, dass es im Körper gespeichert wurde.
Vergleichen könnte man diese Werte dann vielleicht mit Grenzwerten, die für entsprechende Arbeitsplätze gelten, dort dann aber für ganze Arbeitstage, und über Monate und Jahre. (Was nicht unbedingt heißen soll, dass solche Grenzwerte immer 'richtig' sind, aber vielleicht wäre das doch ein gewisses Maß dafür, was Du dort eventuell in ein paar Stunden aufgenommen hast.)

Vor kurzem hatte ich in ganz anderem Zusammenhang eine Geschichte gefunden, da geht es aber um andere Mengen von Quecksilber ...
DER SPIEGEL 49/1992 - Einfach Angst
... in den Mengen wird das in der Recycling-Halle nie angefallen sein.

Gerd
 
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21.07.14
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Danke für die Antwort, ich bin schonmal per e-mail mit dem Umweltamt in Kontakt getreten aber deren Antworten waren immer ziemlich nichtssagend... aber ich werde sie nochmal nach den Werten fragen! Der Artikel ist ja schon echt ein Extremfall wenn da das Quecksilber schon aus der Decke tropft!
 
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