Zytokinsturm, Immunsystem, Autoimmun-Reaktionen

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1 Definition

Eine Zytokinsturm ist eine potentiell lebensgefährliche Entgleisung des Immunsystems, bei der es zu einer sich selbst verstärkenden Rückkoppelung zwischen Zytokinen und Immunzellen kommt. Sie ist eine schwere Verlaufsform des Zytokin-Freisetzungssyndroms (CRS).

2 Hintergrund

Die genauen pathogenetischen Ursachen eines Zytokinsturms sind zur Zeit (2019) noch unklar. Wahrscheinlich entsteht er durch eine extreme Empfindlichkeit des Immunsystems gegenüber bestimmten Proteinen. In der Folge schütten T-Zellen und Makrophagen ungebremst Zytokine wie TNF-alpha, Interleukin-1 oder Interleukin-6 aus, die im Gewebe eine massive Entzündungsreaktionhervorrufen.

3 Vorkommen

Ein Zytokinsturm kann in Rahmen von infektiösen und nicht-infektiösen Erkrankungen auftreten, z.B. bei

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ZYTOKINE
Zytokine sind körpereigene Stoffe, die entzündungsrelevant sind. Die Proteine regulieren vor allem Wachstum und Differenzierung von Zellen. Experten unterscheiden fünf Hauptgruppen: Interferone, Interleukine, Chemokine, Tumomekrosefaktoren und koloniestimulierende Faktoren. Interleukin-6 gehört beispielsweise dazu.

Zur Zeit liest man im Zusammenhang mit den Symptomen bei Corona-Erkrankungen öfters die These, daß es sich hier auch um die Folgen eines Zytokinsturms handelt.
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Die Expertengruppe konnte durch den Einsatz von Biomarkern im Blut zeigen, dass sich die Entzündung bei COVID-19 eindeutig von Zytokin-Sturm-Syndromen unterscheidet - eine mögliche Erklärung dafür, dass die Blockade einiger Immunprozesse, die die Medizin bei Zytokin-Sturm-Syndromen einsetzt, bei COVID-19-Patienten nicht vergleichbar gut wirkt. Die neuen Erkenntnisse, seit Dienstag [20.04.] veröffentlicht im Fachblatt Arthritis & Rheumatology, geben Aufschluss über die Eigenarten der überschießenden Immunreaktionen und sind ein neuer Baustein für die gezieltere Therapie von COVID-19.
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Das ist erst einmal eine Art "Stoffsammlung" zum Thema "Zytokinsturm". Der spielt sicher auch eine Rolle bei Erkrankungen wie MCAS, Intoleranzen, vor allem Salicylat- und Histaminintoleranz. und ist wohl bis heute noch nicht wirklich gut erforscht .

Grüsse,
Oregano
 
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24.02.18
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Zytokine sind kriegsentscheident für sämtliche Krankheiten. Sie aktivieren und hemmen unter anderen das Immunsystem. Bei Autoimmunerkrankungen sollten gewisse Zytokine gehemmt werden damit der Körper sich selbst nicht zerfrisst. Bei Immunsuppressiven Menschen sollten Zytokine entsprechend gepusht werden.

Meiner Meinung ach, sind Autimmunerkrankungen die Folge von Schadstoffe die der Körper beseitigt haben will. Sind die Schadstoffe raus, schüttet der Körper keine Zytokine mehr aus und der Körper zerfrisst sich nicht selbst. Die Forschung dahingehend steckt leider noch in den Kinderschuhen obwohl die Funktion von Zytokinen seit Jahrzehnten bekannt sind :-( Mit entsprechenden Therapien könnte man Millionen von Menschen leben retten und Menschenleben verlängern.
 
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18.11.09
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oder auch Folge eines Vitamin D Mangels.
Das Nachfolgende wird sicherlich nicht nur bei Covid eine Rolle spielen, sondern bei jeder Infektion.

Vitamin D reguliert unter anderem im Körper das Immunsystem und das sogenannte Renin-Angiotensin-System (RAS), das vor allem für die Regulierung des Blutdrucks wichtig ist. Im Falle einer Infektion sorgt Vitamin D dafür, dass diese beiden Systeme nicht aus dem Ruder laufen. „Da das Coronavirus eine wichtige Schaltstelle dieser Regelkreise befällt, halten sich pro-entzündliche und anti-entzündliche Prozesse nicht mehr die Waage“, erläutert Prof. Dr. Biesalski. „Das System gerät durcheinander. Und zwar besonders dann, wenn gleichzeitig ein Vitamin-D-Mangel besteht.“

Die Balance zwischen pro- und anti-entzündlichen Prozessen verschiebt sich zugunsten der pro-entzündlichen, die dann richtig Fahrt aufnehmen. „Die Folge sind gravierende Veränderungen in den Lungenbläschen, die zu einer schweren Komplikation der Covid-19-Erkrankung führen, dem sogenannten Akuten Atemnotsyndrom.“

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus solle daher unbedingt der Vitamin-D-Status geprüft und ein mögliches Defizit zügig behoben werden, empfiehlt der Mediziner. „Besonders für Menschen mit einer der Grunderkrankungen oder für ältere Menschen ist dies empfehlenswert. Bei Menschen in Seniorenheimen ist der Vitamin-D-Spiegel oft verheerend niedrig. In Zeiten des Homeoffice halten sich viele Leute längere Zeit in geschlossenen Räumen auf, was auch zu einer schlechten Vitamin D Versorgung beiträgt.“
https://www.lungenaerzte-im-netz.de...-kann-sterberisiko-bei-covid-19-mitbestimmen/
Man achte auf das Datum des Artikels.:cool:
 
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17.10.18
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Hallo,
oder auch Folge eines Vitamin D Mangels.
Das Nachfolgende wird sicherlich nicht nur bei Covid eine Rolle spielen, sondern bei jeder Infektion.

Oder die gestörten Stoffwechselprozesse bei chronischen Erkrankungen äußern sich darin, dass der Vit. / Hormon D – Stoffwechsel auch gestört ist. Diese Störung wird sich als Mangel manifestieren. Eine bloße Zugabe einer Substanz wird diese komplexen Stoffwechselketten nicht in Ordnung bringen können.

„…Die Ergebnisse aus den Beobachtungsstudien lassen allerdings die Frage unbeantwortet, ob die niedrigen Vitamin-D-Spiegel bei den genannten Erkrankungen lediglich eine Folge der Erkrankungen sind oder ob ein kausaler Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Inzidenz der Erkrankungen besteht.“

In den Beiträgen hier im Forum wird immer noch zu wenig berücksichtigt, dass die gleichen Substanzen unterschiedlich wirken im

  • gesunden Körper
  • bei akuter Krankheit
  • bei chronischen Krankheiten
  • bei individuellen Unterschieden
Warum ist es immer wichtig, bevor ein Arzt einem Patienten irgendwelche Substanzen verschreibt, eine Anamnese vorzunehmen? Es wäre doch so einfach, nur auf Grund der Wirkungsweise eines Medikaments einem Kranken zu verschreiben.

Vit. / Hormon D gilt als Immunsystemmodulator. Bei akutem C-Infekt kann er hilfreich sein, bei chronischen Zuständen eher kontraproduktiv.

„Es gilt zudem als Immunmodulator, der die angeborene Immunantwort stimuliert und das adaptive Immunsystem inhibiert.“

Vielleicht hilft Vit.D gegen Zytokinsturm bei akut-COVID, weil es die Produktion bestimmter Zytokine hemmt:

„Es hemmt die Synthese inflammatorischer Zytokine wie Interleukin IL-6, IL-12 oder TNFα."

„Obwohl der Hype groß ist: Verschiedene Studien zur Vitamin-D-Supplementierung deuten darauf hin, dass diese jedoch keine signifikanten therapeutischen Effekte bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Tumoren, Hypertonie oder kardiovaskulären und renalen Komplikationen hat.“

Der fehlende therapeutische Effekt spricht eher dafür, dass es sich um eine Korrelation handelt und nicht um einen kausalen Zusammenhang.

Bei akuten Zuständen ist es anders.

„Die Stimulation der angeborenen Immunantwort durch Vitamin D und die damit verknüpfte Verbesserung der antimikrobiellen Aktivität von Phagozyten ist eine naheliegende Erklärung für die beobachtete Verbesserung der Infektabwehr bei Vitamin-D-Supplementierung.“



So, wie ich es sehe, kann man die Frage der Supplementierung mit Vit. / Hormon D nicht einfach mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Es kommt immer auf die körperliche Situation an.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Supplementierung ist es, dass keine Defekte des Vit. D-Rezeptors vorliegen.

„Ein stark ausgeprägter Vitamin-D-Mangel, der mit Störungen des Knochenstoffwechsels und mit Rachitis einhergeht, lässt sich durch Supplementierung mit Vitamin D beheben. Voraussetzung ist allerdings, dass keine Defekte des Vitamin-D-Rezeptors oder von weiteren, an der Vitamin-D-Aktivierung beteiligten Genen vorliegen. In der Regel wird das Prohormon Vitamin D3 appliziert, das in der Leber in die Speicherform, das 25(OH)D3, umgewandelt wird und dann vom Organismus bei Bedarf in die aktive Form Calcitriol transformiert wird.“

Gerade bei chronischen Erkrankungen kann VDR-Blockade vorliegen.

Um das Ganze noch schwieriger zu machen, reagieren die Menschen auf Vit. D sehr unterschiedlich.

„Interessanterweise gibt es ausgeprägte interindividuelle Unterschiede in der Vitamin-D-Antwort. Dies ist darauf zurückzuführen, dass neben dem Vitamin-D-Rezeptor noch zahlreiche weitere Proteine an der Vitamin-D-Antwort beteiligt sind. Ferner wurde festgestellt, dass das Profil und die Intensität der ausgelösten Effekte, beispielsweise die Immunmodulation oder die Steuerung des Calciumstoffwechsels, von Patient zu Patient unterschiedlich sind.“


Grüße, Panacea.
 
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17.10.18
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Hallo Oregano,

ich habe diese Artikel sehr aufmerksam gelesen: „Zytokinsturm tötet…“ (#1). Dabei ist mir folgender Abschnitt ins Auge gefallen:

„Forscher aus den USA, China und Griechenland berichten bei vielen Patienten mit schweren Verläufen übereinstimmend von stark erhöhten Entzündungswerten bei gleichzeitigem Mangel an Lymphozyten. Lymphozyten sind wichtige Bestandteile der weißen Blutkörperchen und gehören zum Immunsystem.“

Es wird nicht nur über erhöhte Entzündungswerte berichtet, sondern über einen gleichzeitigen Mangel an Lymphozyten.

„Die zytokinbildenden Leukozyten im Blut werden durch bestimmte Auslöser, zu denen auch Sars-CoV-2 gehört, so stark aktiviert, dass sich die Immunreaktionen nicht mehr, wie üblich, automatisch beruhigen.“

Möglicherweise ist es genau der Mangel an Lymphozyten, der dazu führt, dass sich diese Reaktion „unkontrolliert“ weiterentwickelt.

Ich habe ein bisschen über Lymphozyten recherchiert und Folgendes gefunden:

„Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen, den Leukozyten. Sie sind zuständig für die Abwehr von Krankheitserregern.“

Das sind die Zellen, die auf „Befehl“ durch Zytokine ihre Vernichtungsarbeit gegen das C-Virus aufnehmen sollen. Nur dann wenn es nicht genug Lymphozyten gibt, produziert der Körper vergebens immer mehr Botenstoffe.

Aus diesem Artikel "Zytokinsturm tötet..." kann ich leider nicht herauslesen, dass es diesen Lymphozyten-Mangel schon vor der C-Krankheit gab.

Grundsätzlich gibt es Lymphozyten-Mangel bei:

„Sind die Lymphozyten zu niedrig, nennt man das Lymphopenie oder Lymphozytopenie. Sie kommt in folgenden Fällen vor:

Stressreaktionen

Therapie mit Kortikosteroiden ("Kortison")

körpereigene vermehrte Ausschüttung von Kortikosteroiden

nach einer Strahlentherapie

systemischer Lupus erythematodes

Erkrankungen des lymphatischen Systems wie Lymphknotentuberkulose oder Non-Hodgkin-Lymphom (eine Form von Lymphdrüsenkrebs)

Auch bei Erkrankungen des Immunsystems, zum Beispiel bei einer fortgeschrittenen HIV-Infektion (AIDS), sind die Lymphozyten niedrig.“

Grüße, Panacea.
 
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24.02.18
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Die Nummer ist ein klein wenig komplizierter hehe.
Es ist " fast" egal wieviel Lymphos man hat. Wichtig ist das die Nk Zellen gut arbeiten und das Immunsystem die Erreger korrekt erkennt. Hinzu kommen das die Tregzellen anständig arbeiten das die Immunreaktion angemessen ist. Bei Überreaktion neigt der Körper zu Autoimmunreaktionen. Im Falle von Corona ist das noch recht einfach. Das scheint sich nicht sonderlich gut verstecken zu wollen. Anders sieht es bei HHV EBV und Co aus.
 
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17.10.18
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Hallo knuddz,

„Es ist " fast" egal, wieviel Lymphos man hat. … Hinzu kommen das die Tregzellen anständig arbeiten das die Immunreaktion angemessen ist.“

Es ist mir nicht ganz klar, was Du sagst.

„Die regulatorischen T-Zellen, kurz Treg-Zellen, sind eine spezialisierte Untergruppe der T-Lymphozyten, meist CD4+-T-Zellen, die die Selbsttoleranz des Immunsystems regulieren.“

„Die regulatorischen T-Zellen unterdrücken in bestimmten Situationen die Aktivierung des Immunsystems bzw. hemmen nach Abschluss einer erfolgten Immunantwort die Fortsetzung dieser Reaktion. So regulieren sie die Selbsttoleranz und senken das Risiko für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen und Allergien. Außerdem verhindern sie die Abstoßung eines Organs nach einer Transplantation und die Abstoßung des Fetus durch die Mutter.“

Wie kann es egal sein, wieviel Lymphozyten man hat, wenn genau eine Unterart von T-Lymphozyten die Aufgabe hat, eine überschüssige Immunreaktion zu stoppen?

Nk Zellen sind auch Lymphozyten.
Deine Aussagen ergeben für mich keinen Sinn.

Grüße, Panacea.
 
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18.11.09
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Eine Zytokinsturm ist eine potentiell lebensgefährliche Entgleisung des Immunsystems, bei der es zu einer sich selbst verstärkenden Rückkoppelung zwischen Zytokinen und Immunzellen kommt. Sie ist eine schwere Verlaufsform des Zytokin-Freisetzungssyndroms (CRS).

2 Hintergrund​

Die genauen pathogenetischen Ursachen eines Zytokinsturms sind zur Zeit (2019) noch unklar. Wahrscheinlich entsteht er durch eine extreme Empfindlichkeit des Immunsystems gegenüber bestimmten Proteinen. In der Folge schütten T-Zellen und Makrophagen ungebremst Zytokine wie TNF-alpha, Interleukin-1 oder Interleukin-6 aus, die im Gewebe eine massive Entzündungsreaktion hervorrufen.

3 Vorkommen​

Ein Zytokinsturm kann in Rahmen von infektiösen und nicht-infektiösen Erkrankungen auftreten, z.B. bei

ARDS -Vitamin D https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25903964/
GVHR-Die Graft-versus-Host-Reaktion (GVHR) ist die Hauptkomplikation der allogenen Stammzelltransplantation.
Influenza-Vitamin D
Sepsis- Antibiotika, aber https://www.aaic.net.au/document/?D=20160098 und Text unten
SIRS:
Ziele: Vitamin D hat potente immunmodulatorische Effekte mit der Fähigkeit, als autokriner und parakriner Wirkstoff zu agieren, und hemmt die Entzündungssignalisierung. In dieser Studie war es unser Ziel, die Beziehung zwischen Vitamin-D-Spiegeln bei Patienten mit systemischem Entzündungsreaktionssyndrom (SIRS), Sepsis und septischem Schock und den Ergebnissen zu untersuchen. Patienten und Methoden: Insgesamt 45 Patienten, deren Vitamin-D-Spiegel innerhalb der ersten 48 Stunden nach Aufnahme auf der Intensivstation (ICU) gemessen wurden, und 20 gesunde Kontrollen wurden prospektiv untersucht. Die Patienten wurden in folgende Gruppen eingeteilt: SIRS (Gruppe-I,n=10), Sepsis (Gruppe-II,n=25), septischer Schock (Gruppe-III,n=10) und gesunde Probanden (Gruppe-IV,n=20). Die Serum-Vitamin-D-Spiegel wurden als Mangel (≤15ng/mL), Insuffizienz (16-29ng/mL) und Suffizienz (≥30ng/mL) kategorisiert. Demografische Merkmale, APACHE-II-Scores (Acute Physiology and Chronic Health Assessment II) und biochemische Parameter wurden notiert. Ergebnisse: Die Vitamin-D-Spiegel waren in allen Studiengruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger (p<0,01), waren aber in den Studiengruppen ähnlich. Die Verweildauer im Krankenhaus und auf der Intensivstation (LOS) sowie die biochemischen Parameter waren in den Studiengruppen ähnlich. Die Mortalitätsraten betrugen 40 % in Gruppe I, 57 % in Gruppe II und 80 % in Gruppe III. Schlussfolgerung: In unserer Studie hatten Patienten mit SIRS, Sepsis und septischem Schock im Vergleich zur Kontrollgruppe niedrigere Serum 25-OH Vitamin D-Spiegel. Unsere Ergebnisse stehen im Einklang mit der Literatur, die einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Entzündung unterstützt.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
Also gibt es bei doccheck keinen aufgeführten Zytokinsturm, ausser vielleicht Komplikationen bei der Stammzellentransplantation und HLH (dazu hab ich gar nichts gefunden, dass man Vitamin D auch nur getestet hätte) , der nicht mit Vitamin D positiv beeinflusst oder sogar verhindert werden könnte.

Wobei HLH genetisch bedingt, durch eine latente Virusinfektion, Autoimmunerkrankung und diverse andere Ursachen, aber auch durch iatrogene Vergiftung ausgelöst werden kann und ein sehr komplexes Krankheitsbild darstellt.
 
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Mag sein, knuddz.
Trotzdem spielen Lymphozyten und hier speziell ein Mangel an Lymphozyten eine Rolle:

...
Lymphozytopenie kann sein
  • Erworben
  • Hereditär

Erworbene Lymphozytopenie​

Die erworbene Lymphozytopenie kann mit einer Reihe anderer Krankheiten assoziiert sein (siehe Tabelle Ursachen für Lymphozytopenien).
Die häufigsten Ursachen sind:
  • Eiweißmangelernährung
  • AIDS und bestimmte andere Virusinfektionen
Die weltweit häufigste Ursache für eine erworbene Lymphozytopenie ist eine Eiweißmangelernährung.
...

Immerhin sollte man überprüfen, ob ein Eiweißmangel vorliegt oder Virusinfektionen.

Grüsse,
Oregano
 
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Die Vielzahl an Lymphozyten bringen Null wenn das Immunsystem nicht anspringt oder die NK Zellen nicht sachgemäß arbeitet oder Ungleichgewichte bestehen. -> T Zellexhousting als Beispiel speziell bei chronischer Virenbelastung ( typischer Marker ist HLADR). Die Nummer ist hochkomplex. Es gibt eine Vielzahl an Szenarien wo XYZ hoch niedrig oder durcheinander gewürfelt ist...

Bei gewissen Zellen kann man sagen: Klasse statt Masse. Dazu gehören die Nk Zellen die nur eine Subgruppe darstellen dazu. Das Immunsystem muss im Gleichgewicht sein. Zu aktiv bedeutet chronische Entzündungen was zur T-Zellexhaustion führen kann. Zu wenig kann ein unterdrücktes Immunsystem sein sodass sich ein Erreger ungehindert ausbreiten kann.

Wenn man wissen will ob ein Virus vorliegt, nimmt man am besten die sensitivsten Marker her.
MxA, EBI-2 mRNA, IFN Beta, RIG-1mRNA.

Diese Marker sind wesentlich sensibler als HS CRP, LBP, TNF Alpha sowie Immunglobuline und Co. Also sensibler was ein normaler Hausarzt veranlassen würde. Das Immunsystem ist nur so stark wie das schwächste Glied.
Anbei eine Liste über sämtliche Positionen

 
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Hallo,

die Milz ist ein Organ des lymphatischen Systems und spielt eine Rolle bei der Immunabwehr. Bei Patienten, die an Corona gestorben sind, hat man Abweichungen in diesem Organ gefunden. Das könnte zusätzliche Erkenntnisse zu dem Zytokinsturm geben.

„Die Gruppe um den Immunologen Shiv Pillai vom Massachusetts General Hospital (MGH) fand den perfiden Mechanismus bei der Autopsie von Opfern der von Sars-CoV-2 verursachten Krankheit Covid-19, berichtet sie im Fachjournal „Cell“.

Dabei nahmen die Forscher die Milz und die Lymphknoten aus dem Brustraum der Toten unter die Lupe und verglichen sie mit den gleichen Organen von Menschen, die aus anderen Gründen gestorben waren. Das Ergebnis überraschte Pillai und seine Kollegen. Sie hatten erwartet, in diesen Strukturen viele B-Zellen zu finden, die gegen die Eindringlinge gerichtete Antikörper erzeugen.“
Grüße, Panacea
 
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