ZA-Vorschlag: Goldlegierung unter Keramikrone ???

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Hallo ihr Lieben! :)

So muss ich euch einfach nennen, denn seit ein paar Wochen lese ich nun im Forum mit und hab schon sehr viel nützliches gelesen. Ganz dickes Lob an alle Beteiligten! :D

Als erstes Mal eine kurze Vorstellung und dann meine aktuellen Fragen:

Ich hab mir von Oktober bis Januar all mein Amalgan herausnehmen lassen. Mit der Zahnärztin und ihrem Praxismanagement kam ich persönlich nicht so klar, also habe ich mich in der Zwischenzeit nach einem neuen Zahnarzt umgeschaut ... und auch einen netten ZA gefunden. Empfohlen wurde er mir von meiner HP, die schon seit Jahren selbst bei ihm in Behandlung ist und auch von einigen ihrer anderen Patienten positive Rückmeldungen über diesen ZA bekommen hat. Im Moment habe ich überall Zement-Provisorien drin. Ich brauche 5 Kronen und 12 Inlays. Entschieden habe ich mich für Keramik. Die nächsten Tage kann ich mir Proben der Materialien abholen, die ich dann von meinem langjährigen Kinesiologen austesten lasse.

Nun war ich heut nochmal bei meinem ZA und er hat mich vor folgende Wahl gestellt:
a) Zwischen Keramik und Restzahn kommt eine Goldlegierung,
b) die Keramik wird reingeklebt, aber dafür verliere ich einiges an Zahnsubstanz. ~_~

Nun meine Fragen:
Eigentlich möchte ich metallfrei bleiben. Aber ich hab selbst gesehen was für kümmerliche Stummeln nach der Amalganentfernung noch dastanden. Was ist wenn das "metallfrei" nun gar nicht mehr machbar ist, da nicht mehr genug Substanz da ist? Oder ist metallfrei immer irgendwie :p machbar?

Weiterhin hat er mich gewarnt, dass eben durch diesen Zahnsubstanzverlust der Zahnnerv beschädigt werden kann. Ahhh Panik !!! (@) Ich hab zwar viel Karies gehabt, aber noch keinen einzigen wurzelbehandelten Zahn. Ich hab nun Angst, dass ich mir durch "metallfrei" und den entstehenden Substanzverlust dann einen aufgeregten Nerv einhandel, der eine WB, sprich im Endeffekt einen Zahnverlust bedeutet. Das reicht mir schon als Horrorszenario aus - aber die teure Krone wär ja auch noch umsonst gewesen ...

Und als letzte Frage: Soll ich vor dem Beginn der Behandlung noch ein Panoramabild verlangen? Vielleicht macht er eh noch eins, aber gesagt hat er nix und Fragen habe ich vergessen. Den Zweck des Bildes seh ich also nicht zur Vorbereitung seiner Behandlung sondern der Abklärung auf mögliche Herde (evt. bei einem anderen ZA?). Wär ja blöd wenn ich mir eine teure Krone machen lasse und kurz drauf lass ich mir den Zahn ziehen. #) Oder mache ich mir da nur selbst Panik? Wie gesagt, hatte nur Karies, noch keine Wurzelbehandlung, die Weisheitszähne wurden mir vor 10 Jahren gezogen. Immerhin durch einen Kieferchirurgen, aber wer weiss ob das so korrekt zuging, wie das in Miegs Buch beschrieben wurde ...

Ach vielleicht, könnt ihr mir ein paar meiner Ängste nehmen oder mir ein paar Tipps geben, wo ich nochmal nachhaken soll. Ich wünsch mir so sehr, dass endlich nach vielen Jahren krank sein, der Weg an die Sonne nun weiter geht und nicht durch einen Fehler in der Zahnsanierung wieder alles zunichte gemacht wird, was ich mir im letzten Jahr erarbeitet habe an Gesundheit ... wahrscheinlich bin ich deswegen so besorgt. (@)

Lieben Gruß
Karin
 
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05.01.04
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Hallo Katinka
Ich war nie in deiner Lage - ich kann dir aber nachfühlen, wie schwierig das für dich ist.
Grundsätzlich sollte tatsächlich kein Metall nach Amalagam rein. Ich kenne aber einige Zahnärzte, die haben mit mir schon über diese schwierigen Situationen gesprochen, wo es ohne Metall einfach nicht geht - auser alle Zähne raus. So einfach ist es halt in der Praxis dann doch nicht immer, dann nicht alle können sich mit einer Prothese abfinden.
Mit Gold im Körper wird das Quecksilber nicht richtig entgiftet. Ich kenne persönlich jemanden, der hat lange entgiftet, aber er hat noch Gold unter der Keramik und es geht ihm nicht sonderlich gut - die Symptome sind immer noch - oder wieder - da.
Falls Du keine andere Möglichkeit siehst, als das Gold, dann solltest Du die Sache so lange wie möglich herausschieben. Ein Zement-Dauerprovisorium so quasi. Damit dein Körper in der Zwischenzeit entgiften kann.
Metalle gehören nicht in den Mund und Gold schon gar nicht direkt nach Amalgam. Es kann dir daher niemand versprechen, dass dann alles gut gehen wird. Ich weiss von einer Frau, der ging es nach der Amalgamentfernung wieder gut. Teilprothese mit Metall rein, die Symptome kamen wieder. Prothese raus, Symptome verschwanden. Prothese rein, Symptome kamen, Prothese raus, Symptome verschwanden. Vollkunsstoffprothese - Symptome blieben weg.
Das kann leider auch dir passieren.
Deshalb die ganze Aktion, wenn sie denn sein muss, so lange wie möglich herauszögern, bis du dir selber sicher bist. Wenn es ohne das Gold nicht geht, so spät wie möglich mal einen Zahn machen lassen und dann ein paar Wochen warten. Und vorher so viel entgiften, wie nur möglich!
Es ist nicht die Frage, ob du das Gold verträgst - es ist die Frage, ob du mit Gold entgiften kannst!
Elisabeth

[geändert von Elisabeth am 05-17-04 at 07:49 PM]
 

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10.01.04
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Hallo Katinka,
ich verstehe nicht so ganz, warum Dein ZA Dir Gold unter die Keramik-Inlays einbringen will? :? So, wie ich das weiß, muß doch für Gold und Keramik der Raum geschaffen werden? Es ist ja nicht so, daß Gold in die Öffnung gegossen wird. Sondern auch das Gold-Inlay muß vom Techniker gefertigt werden.
Ich würde an Deiner Stelle mit diesem ZA noch mal sprechen und ihn fragen, warum denn nicht reine Keramik in den Zahn hinein kann.
Evtl. wäre es ja auch eine Möglichkeit, diese Zähne gleich zu überkronen, wenn sie schon so weit heruntergeschliffen sind?
Und im Zweifelsfall würde ich noch einen zweiten ZA befragen, der Erfahrung mit Keramik hat, oder mit einem Zahntechniker direkt.

Gruß,
Uta
 
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19.04.04
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Hallo Uta, hallo Elisabeth :)

vielen Dank für eure Antworten!

Bei dem Gold handelt es sich um eine dünne Legierung, die zwischen Krone und Zahn kommt. Und diese Verbindung verbraucht weniger Zahnsubstanz, als wenn der Zahn für die metallfreie Lösung noch extra tief zugeschliffen werden muss. Und da bei mir an den Backenzähnen wirklich nur Stumpen übrig sind - ich hab mir das angetan und mir die Zähne nach dem Ausbohren des Amalgans angesehen - befürchet mein ZA, dass ein weitere Zahnsubstanzverlust dann den Nerv beeinträchtigt. Ich werd auf jeden Fall nochmal einen Zahntechniker dazubefragen. Ich hab ja noch Zeit, es geht Mitte Juni frühestens los, da über Pfingsten die Praxis Urlaub hat.

Eine andere Sorge bin ich nun schon (fast) los. Ich bin heute mitttag zum ZA und hab eine Panoramaaufnahme machen lassen. Das Gebiss sieht bis auf die riesigen Löcher sehr gut aus. Auch die Ex-Weisheitszzahnstellen sehen gut aus. Ich hab mich gestern abend nochmal in Dr. Miegs Buch vertieft und mir die Beispielbilder eingeprägt. Aber mein Gebiss sah wirklich gut aus. Also unten an den Wurzeln und am Kiefer. :)

Ausserdem hab ich von meiner HP noch ein Mittel bekommen, dass Zahnherde aktivieren soll. Sie war die letzte Woche auf Fortbildung zum Thema Zahnsanierung und dort wurde das Mittel von einem Kollegen in einem Vortrag vorgestellt. Sollte man einen Zahnherd haben und das Mittel anwenden, dann beginnt innerhalb von 1-3 Tagen der Zahnherd sich sehr schmerzhaft zu melden. Man sollte das also besser nur unter der Woche, wenn der ZA nicht im Urlaub ist testen. *grins*. Es handelt sich bei dem Mittel um Spenglersan Kolloid Tropfen, die man sich in die Ellenbeuge reibt. Ich kenne diese Spenglersan Einreibungen bisher nur zur Erkältungsverhütung. Kennt hier jemand diese Methode zur Zahnherdaktivierung?

Da ich über die Feiertage selber eine Weiterbildung hab, werde ich mir das Mittel mal nächsten Montag antun und dann berichten. Wenn auch da nix reagiert, dann bin ich wenigstens beruhigt, dass ich nicht einen schon jetzt vorhandenen Zahnherd überkronen lasse. :D

Mit der Metallproblematik muss ich mich einfach noch etwas näher befassen... *seufz*

Lieben Gruß
Karin
 
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10.01.04
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Hallo Katinka,
welches Kolloid reibst Du denn ein? Ich schätze, es ist Kolloid G. Sei vorsichtig damit! - Ich reibe höchstens 5 Tropfen in die Ellbeuge ein, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß 10 mich schier umhauen.

Ich schätze die Spenglersan Kolloide sehr und reibe vor allem das G ab Anfang Herbst regelmäßig ein, um möglichst ohne Erkältung über den Winter zu kommen. Bis jetzt klappt das ganz gut.

Nochmal zu den Zähnen: es leuchtet mir weiter nicht so recht ein, vor allem, weil das ja noch teurer wird als eine reine Keramik-Lösung.
Es ist sicher gut, wenn Du noch jemand anderem gehst. Wenn Zahntechniker, dann aber nicht zu dem von Deinem ZA; denn die zwei wissen ja, was gewünscht wird. Und Zahntechniker (in Deutschland) sind abhängig von den Zahnärzten...
Gruß :) ,
Uta
 
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10.01.04
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Hallo Katinka,
inzwischen habe ich mit einem Zahntechniker gesprochen und ihm Dein Problem erzählt. Er meinte, daß diese Goldlegierung etwas elastisch ist, so daß sie sich gut in das Loch "hineinschmiegt". Trotzdem bleibt das Problem bestehen, daß bei einer tiefen Kavität die Ränder des Lochs irgendwie den Abschluß des Inlays aus Keramik bilden müssen, egal, ob nun Gold unten drin ist oder nicht. Der Zahntechniker sah das als größtes Problem an: daß die restliche Zahnsubstanz um das Loch herum evtl. dem Druck eines Inlays so oder so nicht standhält.
Und wenn das passieren würde (daß die Restzahnsubstanz bricht), dann hilft es auch nichts, wenn da unten drin Gold ist...
Vielleicht wäre es wirklich die bessere Lösung - wenn möglich von der übriggebliebenen Zahnsubstanz her - wenn der ZA gleich eine Krone auf das ganze setzen würde? Natürlich dann auch aus reiner Keramik ohne Metall?
Gruß,
Uta
 
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19.04.04
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Hallo ihr Lieben!

Bin grad kräftig am Rödeln, habe bald Projektabgabe, so dass ich mich jetzt nicht traue, das Spenglersan auszuprobieren. Werde das wohl erst 2 Wochen nach Pfingsten machen, wenn das Projekt vorbei und der ZA wieder aus dem Urlaub zurück ist.

Zur Info:
Es handelt sich hier um Spenglersan Kolloid D (10 ml für 7,60 Euro in der Apotheke).
"Anwendungsgebiete: Testung aller Herdinfekte an Zähnen, Tonsillen, Nebenhöhlen usw." (Packungsbeilage)

Also meine HP hat mich gewarnt, dass die Reaktionen extremst sein können. Also lieber vorsichtig sein. *grins*

So, ich mach mich wieder an meine Excel-Tabellen: ~z~

Lieben Gruß
Karin
 
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27.01.04
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Hi Katinka!

Ich habe das Mittel auch mal (zur Herdaktivierung - gilt nicht nur für Zahnherde) genommen, aber nichts gemerkt.

aqua
 
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