Wie soll es nur weitergehen, ich kann einfach nicht mehr...

Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Ich melde mich jetzt mal wieder aktuell sehe ich vorne und hinten keinen Ausweg mehr da ich absolut kein erfülltes leben mehr habe.

Ich war von Anfang Januar bis Februar auf Reha mit Psychotherapie und das übliche eben.
Ich habe mich seit Jahren endlich mal wieder frei gefühlt harte einen geordneten Tagesablauf der mir Kraft habe und konnte Energie tanken. Damals habe ich mir viel vorgenommen doch das verläuft mehr und mehr im Sande.

Aktuell komme ich mir sehr verloren vor und alleine.
Am liebsten würde ich meine Sachen einfach packen Handy aus keinem was sagen und abhauen.
Ich komme einfach nicht aus mir raus es fällt mir schwer mich jemanden anzuvertrauen selbst meinem Neurologen obwohl er sehr nett ist.
Mir fällt es schwer mich für etwas aufzuraffen und etwas zu unternehmen ich merke an mir selbst das ich wieder mehr und mehr wieder vor allem Verschließe. Es fällt mir schwer mich wieder zu entspannen. Mir fehlt die zeit bei der Reha so, dennoch kommt es mir vor als wäre es Jahre her.

Aktuell warte ich noch auf meine berufliche Reha wo ich eine Ausbildung machen kann. Aber ich bin das Warten einfach nur noch satt... Ich habe 3 Jahre meines Lebens mehr mit Operationen verbracht und Krankenständen und dem daheim sitzen.
Ich bin jetzt 26 und fühle mich aktuell wie 45....Ich bin ständig müde, schlafe zwar sehr gut aber das Wassers auch schon.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter... Langsam bin ich am überlegen das ich mich einweisen lasse... Ich kann einfach nicht mehr....


:(

Web
 
wundermittel

Piratin

Hallo Web,

so eine Reha ist schön und gut, bringt aber nichts, wenn man daheim sofort wieder in alte Muster verfällt. Wichtig wäre es auch, zunächst mal alle körperlichen Ursachen auszuschließen. Es gibt vielfältige Ursachen, die eine Depression auslösen oder zumindest sehr begünstigen könne. Alleine schon eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Leider werden diese Dinge bei der Behandlung einer Depression vollkommen außer Acht gelassen. Lies dich mal durch hier im Forum.
Dann wäre es wichtig, was noch Ursachen deiner Depression sein kann. Diese Ursache gilt es zu verabeiten. So etwas kann man bspw. in einer Gesprächstherapie herausfinden. Du schreibst von einem Neurologen, aber nicht von einem Psychotherapeuten. Das wäre zumindest schonmal ein Schritt, sich durch Gespräche an tiefer liegende Themen heranzutasten.

Gruß

Piratin
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Ich habe am Mittwoch es endlich mal geschafft ein Erstgespräch zu vereinbaren. Der Schritt war für mich verdammt schwer. Bei der Reha hatte ich ja auch Psychotherapie. Hat mir gut geholfen.

Damals sind wir draufgekommen dass es für mich am besten wäre so weit weg wie möglich von daheim zu sein, und einfach mal Ruhe zu haben.
Doch ich habe das Gefühl dass ich seitdem komplett alleine dastehe meine Eltern (vorallem meine Mutter (hat MS)) will ich nicht wirklich damit belasten die hat selbst genug Probleme.
Eine WG käme mir aktuell nicht in Frage, da ich einfach nur die Ruhe geniessen will. Die Freiheit sich in seiner Wohnung entfalten zu können.
 
regulat-pro-immune

Piratin

Ich habe am Mittwoch es endlich mal geschafft ein Erstgespräch zu vereinbaren. Der Schritt war für mich verdammt schwer.

Das ist doch schon mal super! Du wirst sehen, es tut sehr gut jemanden zu haben, mit dem man einfach reden kann und der (wenn auch nur für eine begrenzte Zeit) nur für dich da ist.

Bei der Reha hatte ich ja auch Psychotherapie. Hat mir gut geholfen.

Damals sind wir draufgekommen dass es für mich am besten wäre so weit weg wie möglich von daheim zu sein, und einfach mal Ruhe zu haben.
Doch ich habe das Gefühl dass ich seitdem komplett alleine dastehe meine Eltern (vorallem meine Mutter (hat MS)) will ich nicht wirklich damit belasten die hat selbst genug Probleme.
Eine WG käme mir aktuell nicht in Frage, da ich einfach nur die Ruhe geniessen will. Die Freiheit sich in seiner Wohnung entfalten zu können.

Tja, das mit den Eltern ist immer so eine Sache. Du bist ja in dem Alter, wo man sich endgültig abnabelt. Meist schleppen wir unbewusst auch noch die Probeleme unserer Eltern mit rum. Ich würde mir an deiner Stelle auch noch einen guten Heilpraktiker suchen und mich mal auf die üblihen Verdächtigen durchchecken lassen (Borrelien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schwermetallbelastung, gerade, wenn deine Mutter MS hat).

Wie lebst du denn jetzt? Noch zu Hause?
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Zwangsweise da ich seit 3 Jahren Arbeitssuchend bin, und mich klarerweise bei meinen damaligen Krankenständen mich kaum ein Arbeitgeber nehmen würde.

So etwas wie Privatsphäre gibts hier quasi nicht.

Höchstens im Bad,WC und am Abend wenn ich ins Bett gehe bin ich allein. Ich habe aber keinen Raum für mich wo ich sagen kann mir geht es schlecht lasst mich in Ruhe. Es ist immer wer da. Habe das bei der Reha sehr genossen alleine sein zu können.

Ich bin quasi daheim das Mädchen für Alles, ich geh Einkaufen mache Besorgungen. Gehe mit dem Hund Spazieren. Und es wird von vornherein angenommen das ich immer gleich Springe wenn mich jemand braucht ohne dass mich jemand mal fragt.

Dass mit dem Heilpraktiker habe ich noch garnicht in Erwägung gezogen muss da mal schauen wies bei uns da aussieht.

Momentan warte ich jetzt auf den Lehrgang IMBUS beim BBRZ. Vor September - Oktober wird es da allerdings nichts.

Mir fällt die Decke einfach nur auf den Kopf. Nicht einmal, nicht zweimal sondern eher schon 4 oder 5 mal.
Ich kann die Selben Wände, die selbe Umgebung einfach nicht mehr sehen. Sie erdrückt mich.
 

Piratin

Es gibt haufenweise Arbeitsuchende, die trotzdem eine eigene Wohung haben. Schonmal in Erwägung gezogen? Abstand ist oft sehr wichtig, um erstmal Klarheit zu bekommen.

Was ist denn das für ein Lehrgang? Vielleicht kannst du dich schon mit einem PRaktikum vorbereiten?
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
In dem lehrgang wird vorallem auf Die Psyche und die Körperlichen Probleme geachtet um wieder zurück ins Arbeitsleben zu kommen.
Kann dann dort eine Ausbildung nachholen.
Finanziell habe ich alles aufgebraucht was ich hatte.

Die stadt hilft mir absolut nicht.
 

Piratin

Weshalb hilft dir die Stadt nicht? Du hast mit 26 das Anrecht auf eine eigene Wohnung, zumindest in D-Land. Wenn du alleine mit dem ganzen Kram nicht klarkommst, bezüglich Antragsstellung etc., kannst du zu einer Beratungsstelle gehen.
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Ich habe absolut keine Ahnung ich komme mit der Sozialarbeiterin schon nicht klar.

Es fängt schon an wo ich das Geld für eine Kaution hernehmen soll bis zu den Möbeln.. :/
 

Piratin

Lebst du in Deutschland? Dann bekommst du wahrscheinlich ALG2? Du hast das Recht dir eine Wohnung zu suchen, zu einem bestimmten Satz. Den findest du im I-Net. Du bekommst auch eine Erstausstattung von ca. 1000€. Die Kaution kannst du beim Wohnungsamt bekommen. Du könntest dir eine Beratungsstelle für Arbeitslose in deiner Stadt suchen. Oder eine ambulante Betreuung für psychisch Kranke. Dann kriegst du eine Person zur Seite gestellt, die dir bei all deinen Belangen zur Seite steht.
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Bin in Österreich wies da aussieht ist wieder nei eigene Frage war auch schon am Überlegen mal zur Caritas zu gehen..
 

Piratin

Ok, mein Wissen bezieht sich auf Deutschland. Denke aber in Ö. müsste es ähnlich aussehen, so weit kann das Sozialsystem nicht von unserem entfernt sein. Ja, geh´zur Caritas! Lass dich nicht abwimmeln.
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
So melde mich mal wieder.

Zumindest habe ich jetzt es endlich mal Geschafft das Erstgespräch beim Psychologen zu haben.
Ab Dienstag bin ich in der Gruppentherapie.

Den Rest kläre ich nächste Woche, mal sehen ob das so läuft wie ich denke.
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Hallo, gestern hatte ich meine zweite Gruppentherapie muss sagen es tut gut. Wir sind nur eine kleine Gruppe mit 6 Leuten aber so ist es mir lieber :) Gestern habe ich das erste mal bisschen mehr über mich geredet. Bin draufgekommen dass ich mir ziemliche Sorgen um meine Zukunft mache und vor allem wie das mit meinen nervenschmerzen weitergeht. Auch in Bezug auf Ausbildung und Arbeit. Es Erdrückt mich richtig. Dazu die ständige Angst dass es wieder schlimmer wird und mir nicht mehr geholfen werden kann. Ich fühle mich in dem Punkt etwas allein gelassen.
 
Beitritt
17.04.09
Beiträge
252
Hallo Webmay;
du könntest die Zeit bis zur REHA beim BBRZ mit einem Kurs ausfüllen. Was hast du bisher gerne gemacht - dich dort vertiefen. Oder eine ehrenamtliche Tätigkeit für ein paar Stunden übernehmen z.B. bei der Caritas, beim Hilfswerk...
Du würdest neue Leute kennen lernen, du kämest auf andere Gedanken...
FG
Rheingold
 

ory

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.533
hallo webmay ,

ich möchte dir nur alles gute wünschen ,das endlich die zeit kommt wo du wirklich alles loslassen kannst ,auch den schmerz .

alles liebe ory
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
@Rheingold

Ja das auf andere Gedanken kommen fällt mir aktuell sehr schwer. Heute ist wieder so einT ag wo ich mich gefragt habe für was ich überhaupt noch aufstehe und ob es überhaupt noch Sinn macht.

Ich glaub ich muss mit meinem neurologen endlich mal klartext reden, nur das hinzubringen ist für mich sehr schwer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Ja ory,

das würde ich mir auch. Wenn nur nicht mein verdammter Schädel wäre der immer gleich drauf denkt wenn ich wieder ins Krankenhaus komme.

Jeden Tag sehe ich dieses Teil, mal mehr mal weniger. Und komischerweise jedesmal sage ich mir schon im Geiste bald liege ich wieder da drin. Bis jetzt hatte ich jedes verdammte mal Recht. Das ist verdammt schon langsam unheimlich.

Dann immer diese Fragereien wies mir geht, obwohl sie es eh alle wissen.
Am liebsten würde ich mein handy nehmen, verschwinden und nie mehr zurückkommen.

Es interessiert mich einfach nicht mehr, Tag für Tag der selbe Ablauf. Tag für Tag die Frage was bei mir schiefgelaufen ist und was ich verbrochen habe dass ich die letzten Jahre das alles noch durchmachen musste bzw. noch muss (ja ich weiss selbstmitleid hilft mir nicht).
Ich habe weder jemanden etwas getan, noch was angestellt. Ich weiss das es Menschen da draussen gibt denen es verdammt noch mal schlechter geht. Aber aktuell habe ich so das Gefühl das alles langsam keinen Sinn mehr macht.

Die heutige Gesellschaft wenn ich mir die so ansehe, sehen nur noch auf eines.
Geld. Hast du eines gehts dir gut, hast du keines bist du quasi ein Loser. Und gehst unter.

So Sachen wie Arbeiten zu gehen da bekomme ich aktuell die Krise.
Fängt schon bei den zwei Wochen geplanten Praktikum im BBRZ Lehrgang an wo ich mich frage wie ich bitte es schaffen soll 8-10 Stunden durchzuhalten.
Und ich mich frage ob ich das machen sollte, den das mit dem Ellenbogen könnte ja wieder schlimmer werden.
Wie damals im WIFI.

Zumindest Schlafen kann ich aktuell, wenn auch das einschlafen schwer fällt.
Mich erdrücken diese Ganzen Sorgen aktuell so sehr das ich das Gefühl habe jemand sitzt bei mir auf dem Brustkorb.
Das letzte mal wo ich das hatte war der Tag der Abreise in Ottenschlag. Wo du mich gefragt hast wie es mir geht und auch geantwortet hast.

Ich weiss das es mir nicht helfen wird hier wegzukommen, aber wenn dir das was sagt. Obwohl nie daheim sonderlich was vorgefallen ist am Tag der Anreise hätte ich vor lauter Zittern den Schlüssel der Eingangstüre fast abgebrochen.

Aktuell isses einfach so eine extrem verkorkste Situation für mich. Ich komme mir vor wie vor einer Stahlbetonwand und ich kratze mit nem Löffel mal die an damit ich durchkomme.
 
regulat-pro-immune

ory

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
04.02.09
Beiträge
9.533
hallo webmay ,

Jeden Tag sehe ich dieses Teil, mal mehr mal weniger. Und komischerweise jedesmal sage ich mir schon im Geiste bald liege ich wieder da drin. Bis jetzt hatte ich jedes verdammte mal Recht. Das ist verdammt schon langsam unheimlich.
Das eigenartige ,aber auch das interessante an solchen vorstellungen ist ,das sie sich bewahrheiten .
ein ständiger gedanke bringt dich in genau in die richtung in der du denkst.

Das gute daran ist , es klappt auch im positivem sinn .

umgibt dich mit dingen und sachen die dir gut tun .
lies etwas oder rufe dir etwas in erinnerung, das dich inspiriert ,das lenkt deine gedanken ab.
wenn es irgendeine gute sache gibt, die du schon immer tun wolltest, beginne sie.
mach dir einen plan, und halte dich daran, pack es an ,auch wenn es im moment noch schwer fällt ……………..niemand ,niemand holt dich aus deinem tief raus ,nur DU kannst das und du schaffst das .:kiss:

aber versuche dir eins zu merken ; habe nie mitleid mit dir selbst - es hat eine verheerende wirkung auf dein weiteres fortkommen im leben .“

liebe grüße
ory
 
Themenstarter
Beitritt
06.01.11
Beiträge
349
Danke für deine Antwort, dass Problem ist halt nur das ich aktuell absolut nicht weiss was mir gut tut. Ich fühle mich wie in einem tiefen Wald wo ich nicht weiß wo ich hin gehen soll...
 
Oben