Wie lässt man B12-Spiegel richtig bestimmen?

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Liebe Community,
ich möchte als Vegetarierin, die in letzter Zeit auch Antibiotika nehmen musste, gerne einen Vitamin B12-Mangel als Ursache für meinen anhaltenden Tinnitus (jetzt schon 9 Wochen) ausschließen. Ich habe hier auf symptome.ch gelesen, dass man "Methylmalonsäure" bestimmen soll. Mein Labor bietet dies als Harn (2. Harn des Tages) oder als Serumtest an. Was von den beiden soll ich wählen, was ist aussagekräftiger? Und welche range wäre dann normal, ab wann ein Mangel?
Vielen lieben Dank im Voraus!!!
Andrea
 
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Hallo Andrea,

hier wird in einem Schema beschrieben, wie man Vitamin B12 bestimmen sollte:

https://www.labor-limbach.de/fileadmin/user_upload/LaborPfade_VitaminB12_V2_web.pdf
Das scheint mir recht kompliziert und bedeutet, wenn ich das richtig verstehe:

1. Holotranscobalamin
2. Methylmalonsäure
3. Bestimmung der Intrinsic- Factor-AK und Parietalzell-AK

Die nächste Stufe hängt jeweils vom Ergebnis der vorangehenden Stufe ab.

Diese Art der Untersuchung bietet u.a. das IMD in Berlin an:


Was nicht reicht, ist auf jeden Fall die Bestimmung von B12 aus dem Serum.

Grüsse,
Oregano
 
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wundermittel
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Vielen Dank, Oregano!
Wenn ich das richtig verstehe, zuerst Holotranscobalamin bestimmen lassen, und nur wenn das nicht passt, kommt Methylmalonsäure dran? Hier im Forum war mal die Rede davon, dass nur Methylmalonsäure wirklich aussagekräftig ist, und DER Wert ist, denn man feststellen lassen muss, um einwandfrei B12 zu bestimmen.
Die Frage war halt, Urin oder Serum?
 
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So nach einer Begutachtung des PDFs vom Labor, das du dankenswerterweise hochgeladen hast, würde ich tatsächlich den 1. Schritt überspringen und gleich das Methylmalonsäure bestimmen lassen. Grund: Ich muss mir das selber zahlen und ich will nicht unnötig 1. Zeit und 2. Geld verschwenden um in 3 Schritten rauszufinden, was in ein oder 2 Schritten möglich ist. Wenn ich einen B12 Mangel hab, muss er möglichst bald behoben werden. Warum sollte ich den 1. Schritt machen, wenn der 2. mit Methylmalonsäure viel genauer ist?
 
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regulat-pro-immune
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Ihr Lieben!
Ich habe heute das Ergebnis des Vitamin B12-Spiegels bekommen:
Methyl-Malonsäure:
98.5 nmol/LReferenzbereich: (73 - 271)

Ich liege in der Grafik im unteren, aber noch grünen Bereich. Laut den Grafiken, die Oregano geteilt hat, ist bei mir ein B12-Mangel unwahrscheinlich.
Ich habe die Monate davor übrigens supplementiert (nicht übertrieben, aber in den B-Complex von Pure ist schon ein Vielfaches der angeblichen "Tagesdosis" drin, zusätzlich noch flüssiges Methylcobalamin, das über die Mundschleimhaut aufgenommen wird).
Ich überlege nämlich, Vitamin B12-Injektionen (intramuskulär oder subcutan) zu machen. Aber anscheinend nehme ich die Supplemente eh gut auf bzw. wirds hinsichtlich Kopfgeräusche wohl nix bringen.
Würdet ihr mir von den Injektionen abraten oder findet ihr, ich kann ruhig noch etwas aufstocken?
 
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Hallo Andrea,

wenn Du B12 gut aufnehmen kannst, würde ich mit der Substitution weiter machen und dann nach einer Weile noch einmal den B12-Spiegel ohne Substitution bestimmen lassen.

Von Injektionen halte ich selbst nicht so viel, weil ich ziemlich empfindlich auf alles Mögliche reagiere und man bei einer Injektion erst einmal nichts tun kann, wenn man sie nicht gut verträgt.


Grüsse,
Oregano
 
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Von Injektionen halte ich selbst nicht so viel, weil ich ziemlich empfindlich auf alles Mögliche reagiere und man bei einer Injektion erst einmal nichts tun kann, wenn man sie nicht gut verträgt.
Da hast du recht, ich reagiere auch sehr empfindlich auf alles Mögliche, z.B. letzten Monat auf eine Mistelspritze, die mir ein alternativer Arzt verordnet hat. Das Injektat hat sich verkapselt oder verhärtet und es hat drei Wochen gedauert, bis das weggegangen ist. Ich bin da auch lieber vorsichtig.

Andererseits sollte B12 ja keine Nebenwirkungen haben, oder liege ich da falsch?

Injektionen machen für mich dann Sinn, wenn die Referenzwerte, wie sie das Labor angibt, wieder mal (wie bei Vitaminen allgemein üblich) viel zu eng angesetzt sind, und man in Wahrheit mehr Vitamin B12 braucht, als von WHO etc. empfohlen. Bei einigen Vitaminen, z.B. gerade bei Vitamin D, gibt es diese Diskussion ja. Wie steht es bei Vitamin B12? Braucht man da in Wahrheit auch mehr, als offiziell als Normwert angegeben wird?
 
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Hallo Andrea,

... Zusammenfassung: Potenzielle Risiken von Vitamin B12
Bei einer überdurchschnittlichen Versorgung mit Vitamin B12 und somit Blutwerten über den Referenzbereich hinaus, spricht man von der sogenannten Hypercobalaminämie. Ausgewählte Organerkrankungen sowie insbesondere Tumore stehen in Verbindung mit dem Auftreten dieses pathologischen Erscheinungsbildes.

Alimentär zugeführtes Vitamin B12 kann aus physiologischen Gründen generell keine Hypercobalaminämie verursachen. Die regelmäßige Einnahme hochdosierter Präparate hat möglicherweise kanzerogenes Potenzial, insbesondere unter Rauchern. Vitamin B12-Spritzen können in hochdosierter Form immunologisch bedingte Hautreaktionen hervorrufen, weshalb sich für die Supplementierung unter Veganern eine zielgerichtete Menge empfiehlt, die an den individuellen Blutwert angepasst wird, um mögliche Vitamin B12-Nebenwirkungen zu vermeiden. ...
(Hervorhebung durch mich)

Es gibt also evtl. Hautreaktionen, wenn man B12 spritzt. Ansonsten scheinen die positiven Wirkungen bei weitem zu überwiegen. Da B12 ja auch entgiftend wirken kann, ist es gut, sich zu beobachten, wenn man es einnimmt. Und da B12 zusammen mit den anderen B-Vitaminen besser aufgenommen werden kann, sollte man dazu auch einen B-Komplex einnehmen.

Grüsse,
Oregano

 
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