Was hilft bei Laktoseintoleranz?

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zuallererst muss man sich klar machen, dass eine Intoleranz keine Allergie ist. Ein Anti-Histaminikum hilft nicht bei einer Laktose-Intoleranz, da die Laktose nicht als Fremdkörper angesehen und vom Immunsystem bekämpft wird, sondern "nur" nicht richtig verarbeitet wird. Ähnlich, wie bei Diabetes Typ I, wo das Hormon Insulin zur Zuckerverarbeitung fehlt, fehlt bei Laktoseintoleranz das Enzym Laktase zur Milchzuckerspaltung. In beiden Fällen kann der entsprechende Baustoff (Zucker) nicht verarbeitet werden. Im Fall von Laktoseintoleranz wird der Baustein Laktose nicht in Glukose und Galaktose gespalten. Die Spaltarbeit übernehmen stattdessen Bakterien und zwar erst viel zu spät im Darm. Dadurch entstehen die Symptome.
Genauer:
www.libase.de/thread.html?threadid=40&boardid=27&rpage=1&sid=5bsulks6st18dpsffl1nt89lu2

Ist man Laktoseintolerant, kann man zwei Dinge tun:

1.) Man läßt Laktose komplett weg, achtet auf Zutatenlisten und ißt nur die Sachen, die nix enthalten.
Dies ist die beste Lösung, da man z.B. lernt mehr auf seinen eigenen Körper zu hören. Außerdem nimmt man keine Chemie, um künstlich die Dinge zu essen, die eigentlich nicht gut für uns sind. Man schädigt den Darm nicht weiter und findet evtl noch weitere Gründe für die Beschwerden, die bei einer sekundären LI vielleicht als Auslöser gesehen werden können.

2.) Man nimmt Laktase-Tabletten (Rossmann, Reformhaus, Apotheken, Internet. Gibt verschiedene Sorten.)
Diese haben verschiedene Nachteile: 1. man kann sie ganz schlecht dosieren (zuviel ist oft genauso schlecht, wie zuwenig.)
2. Nimmt man die falsche Menge, treten die Symptome trotzdem auf.
3. man muss sie vor jedem Essen nehmen (gibt auch andere Lösungen, die muss aber jeder selbst austesten. Helfen nicht bei jedem und auch nicht bei allen Mengen Laktose)
4. Wenn man ständig Laktasetabletten nimmt, wird dies auf die Dauer sehr teuer.
5. Man kann trotz Tabletten nur eine gewisse Menge Laktose zu sich nehmen, muss also ungefähr wissen, wieviel man verträgt und in welchen Lebensmitteln welche Mengen drin sind.
6. Man signalisiert seiner Umwelt: Laktoseintoleranz ist eigentlich nichts. Man muss nur genügend Tabletten nehmen. (Auf der nächsten Geburtstags-Party gibt es dann nur Sahnetorten... und die sind selbst mit Tabletten nicht drin. Und dann erklär mal, dass du die nicht darfst!)
7. Einige Symptome können auch mit Tabletten auftreten (z.B. Kopfschmerzen, Heißhungerattacken, Müdigkeit)
8. erwischt man zu oft die falsche Menge, schädigt man seinen Darm weiter. Man findet keine weiteren Probleme (Allergien, Intoleranzen), die evtl für eine sekundäre Laktoseintoleranz verantwortlich sind. Dadurch treten bei einer sekundären Laktoseintoleranz evtl. keine Besserung ein.

Die Entscheidung muss jeder selbst treffen. Laktasetabletten sind aber auf jeden Fall dann eine Alternative, wenn man nicht genau weiß, ob etwas drin ist. (z.B. im Restaurant oder wenn man zum Essen eingeladen ist) oder wenn man krank ist und laktosehaltige Medikamente nehmen muss (dann sollte man aber zusätzlich darauf achten, dass man sonst keine Laktose erwischt, da Durchfall die Wirkung der meisten oral eingenommenen Tabletten beeinflusst.)

weitere links:
www.libase.de/thread.html?threadid=54&boardid=27&rpage=1&sid=5bsulks6st18dpsffl1nt89lu2
https://www.laktonet.de/LaktoNet.htm

Laktasepräparate:
https://www.libase.de/board.html?boardid=116&sid=5bsulks6st18dpsffl1nt89lu2
 
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