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Aus #65:
Und offenbar hatte ich mich das hier schon einmal gefragt. Prompt kam von Jens F. selbst in den Kommentaren ein Link zu dieser kritischen Stellungnahme:
www.dkfz.de
Und in dieser wird dazu
Ich habe heute etwas zu dieser Studie gelesen (im Newsletter von Jens Freese) und mich sofort gefragt, was das - siehe fette Markierung von mir - denn für ein Studien-Design istEs handelt sich um den Vergleich der zur Vorsorge-Koloskopie eingeladenen Teilnehmer mit den nicht zur Vorsorge-koloskopie eingeladenen Teilnehmern, nicht um einen Vergleich von Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern. Die Mehrheit (58%) der eingeladenen Teilnehmer nutzte das Angebt also gar nicht, bei diesen konnte die Vorsorgekoloskopie daher auch nicht zu einer Risikoreduktion beitragen.
Randomisierte Studie unterschätzt Potenzial der Vorsorge-Darmspiegelung
Die kürzlich veröffentlichte erste randomisierte Studie zur Wirksamkeit von Vorsorge-Darmspiegelungen deutete eine vergleichsweise bescheidene Reduktion der Darmkrebsfälle von nur 18 Prozent an. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum decken nun Schwachstellen des...
Und in dieser wird dazu
Hätte man als Interventionsgruppe nicht besser den Teil der Eingeladenen definiert, der tatsächlich teilgenommen hat?
und zu anderen Verzerrungen der Studienergebnisse auch gerechnet:Vielleicht kann man anhand der Ergebnisse selbst errechnen, wie groß der Effekt bei dieser Untergruppe war. Ganz sicher gibt es auch andere Studien, die die Gruppen so definieren.
Quelle: wie obenBerechneten die DKFZ-Epidemiologen die NordICC-Daten unter Berücksichtigung der Prävalenz-Verzerrung und der tatsächlichen Teilnahmeraten der Screening-Gruppe, so kamen sie auf eine Risikoreduktion von über 50 Prozent. „Damit liegen wir in einem Bereich, der mit den Ergebnissen aus Beobachtungsstudien übereinstimmt“, sagt Michael Hoffmeister, Mitautor der Berechnungen der Heidelberger Epidemiologen.
Die Autoren plädieren daher dafür, neue Berechnungsarten für künftige Studien zu etablieren, die solche Verzerrungen vermeiden und sowohl Fachleuten als auch der breiten Öffentlichkeit das Potential der verschiedenen Screening-Untersuchungen verdeutlichen.