unerträglicher Zustand nach Atlas- o. Chiropraktik

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Guten Tag liebe Forumsmitglieder,

ich habe seit 2 Jahren Fibromyalgie mit Erschöpfungssyndrom, extreme Hyperakusis (Überempfindlichkeit ggb. Geräuschen)u. evtl. Vergiftung (Wohngifte/Zahn-Ersatzmaterial).

Nachdem die Schulmedizin nicht weiterhilft beschäftige ich mich seit längerer Zeit mit den richtigen Schritten und bin nach diversen ärztl. Fehlbehandlungen, die mich immer wieder zurückgeworfen haben, dachte ich, nun auf der richtigen Spur und seeehr vorsichtig geworden. Mir ging es in Promille-Schritten sehr langsam etwas besser.

Ich werde nächsten Monat zu Dr. K. nach Rostock gehen, war schon 1x bei Prof. T. wegen Zahnmedizin in München und werde evtl. auch einen Termin in Bad Arolsen wegen meiner Ohren machen. Und zwar alles seeehr vorsichtig, da bei mir schon ein Vitaminbonbon Nebenwirkungen zeigt.

Vorher wollte ich hier in Köln schon mal eine Darmsanierung und Stärkung der Entgiftungsorgane vornehmen lassen, um auch da gut vorbereitet zu sein, für alles, was jetzt mit den Experten gemacht wird und habe mir auch viel Mühe bei der Auswahl des Arztes dafür gegeben.

Der Arzt, bei dem ich ausschliesslich die Darmsanierung mache, wie ich ihm auch mitgeteilt hatte, kennt all meine Symptome, die fast ein Buch füllen könnten und auch, dass ich alles mit Krümeln anfangen muss einzuschleichen.

Nun meinte er letztens, er würde gerne versuchen mich zu akupunktieren wegen meines so überempfindlichen Gehörs (bin vom Sozialleben wegen dieser Geräuschüberempfindlichkeit abgeschnitten). Ich stimmte zu, da er meinte, entweder es hilft oder ich spüre gar nichts. Mit einer Verschlimmerung sei nicht zu rechnen.
Ich ging dahin, musste mich auf die Liege setzen, er kommt von hinten und will mir hinter die Ohren stechen und umgreift erstmal mit beiden Händen völlig unerwartet und ohne Absprache kräftig meinen Hals von hinten und drückt links und rechts hinter den Ohren so stark, dass ich vor Schmerz fast in Ohnmacht gefallen wäre. Er meinte, das sei ein Zeichen dafür, dass mein Altlas nicht in Ordnung sei, also ein gutes Zeichen für die Behandlung und drückt, und drückt und drückt ca. 2 Minuten, wobei ich meinen Kopf nach Anweisung bewegen musste. Ich war so geplättet - auch von dem schier unerträglichen Schmerz - dass ich ich gar nicht daran gedacht habe ihm das zu untersagen.
Danach hat er mir Dauernadeln hinter die Ohren gesetzt und meinte, wenn das jetzt nichts bringt, könnte ich die Nadeln 3 Tage später einfach rausziehen.
Danach verabschiedete er sich in Urlaub für 2 Wochen.

Als ich aus der Praxis kam, fing schon alles an. Mir wurde schwindelig, trotzdem fuhr ich noch einkaufen. Bei Eintritt in den Supermarkt hörte ich schon 30 m weiter wie einer in ein Regal griff und zwar so laut, dass ich mir die Ohren zuhalten musste. In der Annahme, das ginge gleich wieder vorbei überstand ich alles mit Ohrstöpseln und fuhr nach Hause.

Das ist jetzt ca. 4 Tage her und ich erlebe seitdem die Hölle zu Hause. Panikattacken, Herzrasen, totale Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, Atemnot, mich darf keiner ansprechen dann raste ich vor Nervosität aus, viel größere Schwäche als zuvor, Schweissausbrüche usw.usw.

Dann hatte ich gedacht, der hat einfach eine Atlaskorrektur gemacht und im Internet gelesen, dass dies Folgeerscheinung/Erstverschlimmerung sein kann. Auf seiner Homepage steht über dieses Angebot der Atlaskorrektur aber gar nichts, sondern nur von Chiropraktik (ruckartige Bewegungen hat er aber bei der Behandlung nicht gemacht - nur gedrückt).

Sollte es Chiropraktik gewesen sein, ist damit ja auch gar nicht zu spaßen. Den Arzt würde ich am liebsten zur Rede stellen, weil das ja ein überraschender und unausgesprochener Eingriff war mit solchen Folgen. Jetzt ist der 5. Tag rum und mir geht es so hundsmiserabel.
Der Arzt ist jetzt 2 Wochen weg und ich lasse den eh nicht mehr an mich heran.

Kann sich jemand vorstellen, was das ist und, ob das passieren kann nach so einem Eingriff? Ich weiss nicht wie ich das weiter aushalten soll und hoffe, dass dieser Zustand verschwindet.

Viele Dank für Eure Erfahrungen!
Elliott
 
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Hallo Elliott,

das Vorgehen dieses Arztes scheint mir mehr als unseriös. Und ich würde da nicht einfach einen Rückzug machen sondern ihm zumindest schriftlich mitteilen, daß es Dir nach der Behandlung so schlecht geht.
Die Symptome deuten für mich sehr deutlich darauf hin, daß er viel zu grob und auch falsch vorgegangen ist, zumal er mit Dir über eine solche Behandlung ja gar nicht gesprochen hatte. - Hast Du irgendetwas unterschrieben?

Auch wenn er nur "gedrückt" hat, war das für Dich offensichtlich schon zu viel. Sicher macht es auch einen Unterschied aus, ob 1/2 Minute oder mehrere Minuten lang akupressiert wird.
...
Eine Akupressur sollten niemals direkt nach dem Essen, nach Alkoholgenuss und bei großer Müdigkeit stattfinden. Zeit und Ruhe sind wichtig – eine Massage unter Zeitdruck ist kontraindiziert. Die Akupressur sollte in entspannter Atmosphäre in einem frisch gelüfteten Raum stattfinden. Die Hände sind warm, die Fingernägel nicht zu lang. Konzentration auf das Tun ist wichtig. Aufkommende Gedanken werden am besten beiseite geschoben. Die Punkte werden immer auf beiden Körperseiten massiert (mit Ausnahme der Punkte auf der Symmetrieachse des Körpers). Jeder Punkt wird dreißig Sekunden bis maximal zwei Minuten lang bearbeitet. Bei Unwohlsein wird die Behandlung sofort abgebrochen.

In manchen Fällen stellt sich die gewünschte Reaktion nicht unmittelbar ein. Dies kann bis zu einer halben Stunde dauern. Nicht Jede/r reagiert auf die Akupressur gleich. Die Einen verspüren sofort und unmittelbar Erleichterung, bei Anderen wiederum dauert dies etwas länger. Auch kann es passieren, dass die Akupressur gar nicht wirkt. Manchmal muss ein Punkt öfter bearbeitet werden. ...
Akupressur - Punkte und korrekte Anwendung

Was hältst Du von Osteopathie oder Cranio-Sacral-Technik?

Grüsse,
Oregano
 
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15.06.17
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Liebe Oregano,

danke für Deine schnelle Mail, das hilft mit beim Durchatmen. Nein, ich habe nichts unterschrieben und alles kam überraschend von hinten. Ich dachte, der sticht jetzt, er hat aber einfach gedrückt.
Da ich die unerträglichen Schmerzen aufzeigte, meinte er, ja, normalerweise würde das kaum wehtun, aber das sei der Beweis, dass mein Atlas schief säße, das würde er fühlen und gab mir Anweisungen zur Kopfdrehung und drückte immer weiter so stark. Mein Hals war wie in einem Schraubstock.

Deshalb weiss ich nicht genau, ob das eine Akupressur war? Wie ich gerade in Deinem Link gelesen habe, wird da ja sanfter vorgegangen. Mit Massage war das keineswegs verwandt.

Ich habe jetzt in der Praxis angerufen und die Sekretärin hat sich trotz Urlaub gemeldet. Habe meinen Zustand mitgeteilt und sie war sehr erschrocken. Sie will ihm das in den Urlaub mailen, was mir nichts bringt, aber wenigstens hat er dann auch was davon.

Mir ist wichtig, ob da was Schlimmes passiert sein kann oder ob ich, wie bereits öfter nach ärztlichem Schlamassel, einfach wieder Lebens-Wochen und -Monate verliere und sich der Zustand dann wieder normalisiert. Vielleicht ist auch der Zustand zu erklären oder jemand anders hat diese Erfahrunge schon vor mir gemacht.

An Osteopathie habe ich schon gedacht, möchte es aber erst ausprobieren, wenn Drs. Kukl. und Tap. nix helfen. Ich halte mich ansonsten sehr an Dr. K. Empfehlungen: "Keine Experimente." Da muss ich ihm zur Zeit noch sehr Recht geben, denn da hatte ich nur Verschlimmerungen, die Monate dauerten bis sich alles einigermassen stabilisierte auf den "Normal-Schlechtzustand".

Gut, dass es dieses Forum gibt. Da kann man sich mal austauschen und ist nicht ganz so allein mit seinem Zustand. Danke Dir liebe Oregano!

Liebe Grüße
Elliott
 

James

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Hallo Elliott,

eventuell findest Du im Wiki Medizinische Behandlungsfehler – Symptome, Ursachen von Krankheiten einige Antworten.
Diese hohe Geräuschempfindlichkeit in Verbindung mit Schwindel, Herzrasen, Übelkeit und Brain-Frog kenne ich auch zu gut. Bei mir war die Ursache meine Wohnung und ging vom Parkettlack aus der stark mit Phthlaten belastet war und ich nur durch Zufall entdeckte, weil der Weichmacher eine Kreuzreaktion zu einem Formaldeydmessgerät (von Dreger) auslöste. Eventuell gibt es auch bei Dir ursächlich so ähnliche Zusammenhänge. Auch aus diesem Grund (weil die Ursache nicht ermittelt wurde) waren alle Behandlungsversuche völlig nutzlos, haben aber bei mir auch keinen großen Schaden angerichtet. Das geschah erst einije Jahre später als eine misslungene OP mir fast das Leben und eine Niere sowie ein Bein kostete. Kann also mitfühlen und drücke die Daumen...
 
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15.06.17
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Hallo James,

vielen Dank für Deinen Tipp! Ich habe ja schon im letzten August eine Hausstaubuntersuchung im Labor Bremen machen lassen, wo leicht überhöhte Werte auf Holzschutzmittel ermittelt wurden. Tatsächlich habe ich meine Symptome seit Einzug. Mir wurde empfohlen mal auf Zeit - ca. 6 Monate - auszuziehen und gestern ist dies geschehen. Ich werde noch hin und wieder dorthin müssen, aber nur 2x Wiche für wenige Stunden. Bisher war ich 3 Jahre lang fast 24 STd./Tag dort, wie ich aufgrund des Krankheitsbildes auch kaum noch rausgehen konnte. Das ist erst mal eine Geschichte, zu der ich die Exposition stoppe. Ich denke, es sind bei mir diverse Einwirkungen zusammengekommen über Jahre und das ist jetzt ein Zusammenwirken ungünstiger Einflüsse.
Ich werde alles, was ich bis jetzt aus Büchern verarbeitet habe und für mich resümiert habe angehen, was meiner Meinung nach erforderlich sein kann, aber keine Experimente mehr machen.

Der 2. Schritt ist jetzt Prof. Tapparo in München, der mir u.a. eine Brücke nachschaut und die will ich auch ersetzt haben. Kein Metall mehr im Mund. Dann noch UpRight MRT, weil ich einen schweren Autounfall kurz vor Krankheitsbeginn hatte, dann vorsichtiger Vitalstoffaufbau und Mitochondrien-Thema und dann vorsichtige Entgiftung. Auch wenn es dauert, es kann eigentlich nur besser werden. Ich werde bei allem seeeehr vorsichtig sein.
Bin aber mit o.g. Therapien genau bei DEN Ärzten, die das genauso sehen wie ich.

Deine Leidensgeschichte hört sich furchtbar an. Ich hoffe, dass sich Dein "fast" im letzten Satz auf alle angesprochenen Organe und Körperteile bezieht und am Ende noch gut für Dich ausgegangen ist!
Mir hat mal ein Arztsohn gesagt: "Willst Du gesund bleiben, halt Dich von Ärzten fern." Da ist auf jeden Fall was Wahres dran.
Vielen Dank für Deinen Tipp und ich bin auch sehr gespannt, ob sich alleine schon aufgrund des Auszuges etwas bei mir ändert.

Schöne Ostertage noch!!!
Elliott
 
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10.01.04
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Hallo Elliott,

hat eigentlich der Umzug etwas verändert bei Dir? Durch eine Gift-Entlastung statt einer Gift-Belastung könnte das gut sein.
Weißt Du eigentlich, ob Du alle Nahrungsmittel verträgst oder gibt es da Anzeichen dafür, daß Du Allergien bzz. Intoleranzen entwickelt hast?

Fibromyalgie:
Als mögliche Ursachen werdem angegeben:
... Einige Faktoren führen zu einer Verschlimmerung der Fibromyalgie. Dazu gehören Stress, Angstzustände, Wetterumschwung, feuchte Witterung, Kälte, Müdigkeit sowie eine länger andauernde schwere Arbeit.

Viele Betroffene nehmen aufgrund der Schmerzen eine Schonhaltung ein, die jedoch ebenfalls die Beschwerden verstärkt. Zumal die Passivität der Betroffenen zu einer stärkeren Fokussierung auf die Schmerzen führt.

Man hat festgestellt, dass die Betroffenen häufig schlecht schlafen oder sich morgens unausgeschlafen fühlen. Somit scheint die Schlafqualität in Verbindung mit Fibromyalgie zu stehen.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass psychosomatische Ursachen für das Fibromyalgie Syndrom in Frage kommen. Stress, Angst oder Depressionen verändern das Schmerzempfinden. Allerdings weiß man immer noch nicht, ob Fibromyalgie zu den psychosomatischen Krankheiten zählt oder eine Stoffwechselstörung des Gehirns zu psychosomatischen Störungen führt.
...
.https://www.schmerzhilfe.de/fibromyalgie/

Inwieweit sind denn die hier genannten möglichen Ursachen und Zusammenhänge untersucht worden?
Die hier genannten "psychosomatischen Ursachen", aber auch die Schmerzen an und für sich, könnten auch auf eine Histamin- und Salicylatintoleranz hindeuten. Hast Du Dich damit schon beschäftigt?
Histamin-Intoleranz – Symptome, Ursachen von Krankheiten


Grüsse,
Oregano
 
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15.06.17
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Hallo Oregano,

danke, dass Du bei mir noch weiter nachhakst. Und vielen Dank für den interesssanten link. Den werde ich mir noch genauer ansehen.

Also, der Umzug wurde vollzogen Ende März 18. Also schon ein halbes Jahr her. Ich wohne jetzt in einem neuen Haus Bj. 2010. Wir haben extra vom Vermieter Biofarbe als Anstrich gewählt, um unser Möglichstes zu tun.
Also, mir geht es kaum besser. Einzig meine Schmerzen sind evtl. 10 % besser geworden, aber ich bin noch weit entfernt von schmerzfrei.

Ich habe schon sehr viel getan:

Bin seit 6 Monaten bei Kukl., der natürlich alles auf seine HWS-Theorie stützt und bei mir auch einiges zu finden ist. Ich hatte schon einige Unfälle im Laufe meines Lebens - zuletzt hat mich 'ne Straßenbahn abgeschossen. Ungefähr seitdem ist over....

UpRight MRT in München dazu gemacht urprünglich für Dr. Tap.in M. (kann ich aber nicht empfehlen), aber das hat Dr. K. absolut Recht gegeben. Da ich aber schon vorher diverse Unfälle hatte und zum Zeitpunkt des letzten Unfalls auch noch viele andere mögliche (beteilgte) Ursachen dazukamen wie Psychostress seit Jahren, körperliche Überarbeitung seit Jahren, AB Unverträglichkeit mit starken Symptomen, diverse Traumata, Implantat mit Titan, diverse Kronen mit Metallgemisch drunter, evtl. Wohngifte und auch Entgiftungsstörung und so einiges, verlasse ich mich nicht ganz alleine auf Dr. K.
Schön wäre es, wenn es nur daran läge. Wird es aber sicher nicht. Ich mache seine Therapie auf jeden Fall weiter, da ich natürlich nicht ausschliessen kann, dass es bei mir einfach nur llänger dauert, und er ja auch sehr vorsichtig vorgeht, was ich gut finde. Ich befolge alles, was er mir vorschreibt.

Ich bin aber noch weiter unterwegs:

Endlich psychologisch wegen komplexer PTBS und Burnout.

Zum Burnout bin ich nächste Woche bei Dr. Neidert, der schon eine Nebennierenschwäche bei mir festgestellt hat und zwar Stadium III. DA will ich mal schauen, ob mir da was helfen könnte.

Zur möglichen Vergiftung mache ich noch nicht viel, da Dr. K. meint, das käme zum Schluss, ich müsste erst mal zu Kräften kommen. Ehrlich gesagt, habe ich mich da auch noch nicht weiter getraut, da ich anfangs mal selbst probiert hatte mit S-Acethylglutathion und gleichzeitig Selenmethionen. Das Ergebnis war nach erster Einnahme, Flush in den Kopf, und kein Gefühl mehr auf der Kopfhaut. Gesichtshaut und Körperteile waren taub. Die Taubheit ist wieder besser geworden nach 1.5 Jahren, aber der dadurch aufgetauchte Hyperakusis mit Berühungsproblemen ist noch kein Stück besser geworden. Also daher bin ich da jetzt sehr vorsichtig, mache derzeit da nichts, aber will ich unbedingt. Bin aber noch auf der Suche nach einer guten, passenden Möglichkeit und werde dazu hier bestimmt auch noch Fragen stellen.

Ich mache Gymnastik nach Liebscher Bracht, Yogaatmung gegen Stress, Esse nach Mito und nur Bio. Achte auf gute Nährstoffe usw.

Habe noch einen Termin bei Dr. Runte und will mir die Brücken/Kronen rausnehmen und durch Vollkeramik ersetzen lassen, um da auch eine mögliche Exposition zu stoppen. Hatte Kaugummitest in Bremen machen lassen und da gab es schon kleine Erhöhungen. Der Umweltmediziner Dr. Wortb. meinte dazu, bei mir wäre Toleranzgrenze "null" angesagt. Leider kann Dr. W. nichts mehr für mich tun - er ist 85 Jahre alt und zwar sehr, sehr erfahren, aber er hat schon seine Ruhe verdient und war nur mal so nett sich meiner kurz anzunehmen.

Eigentlich müsste ich noch längst Darmsanierung/Leber und Nieren machen lassen, aber Kukl. meint, das reguliere sich von selbst. Eine vorher begonnene hatte ich auch nicht vertragen. Ich warte da noch ein bisschen ab.

Hyperakusis war ich bei Dr. H. in Bad Arolsen. DER Guru in Deutschland auf diesem Gebiet. War für mich leider eine Enttäuschung.

Hyperakusis lasse ich voraussichtlich dennoch in Bad Arolsen in der Schön-Klinik mal stationär behandeln, obwohl ich noch nicht weiss, ob die mir helfen können. Aber da muss was passeiren, da ich ja nicht mehr unter Leute gehen kann. Die sollen auch sehr gut sein und sonst habe ich es wenigstens probiert. Denke bei Hyperakusis aber auch, dass es eine Auswirkung der Glutathion/Selen-Geschichte sein könnte. DA müsste ich dann das Gehirn entgiften ... keine Ahnung wie man sowas ungefährlich machen könnte.

Was Vitalstoff- und Stoffwechsel-Prozesse im Körper betrifft, bin ich so gut wie gar nicht im Bilde. Ich habe keine medizinische Vorbildung und da schlacker ich schon manchmalmit den Ohren, was die Experten hier so alles wissen.

Zu Histamin: Ja, habe zu hohes Histamin, aber meine DAO soll in Ordnung sein. Hatte ich schon zweimal in meinem Leben untersuchen lassen. Hatte vor Jahren mal hartnäcligen Hautauschlag von AB's.
Seit 2 Jahren esse ich histaminarm bis -frei in allen Richtungen, also auch Liberatoren usw. Da weiss ich mittlerweile Bescheid. Seit wenigen Wochen habe ich das Gefühl, dass ich mal eine Scheibe Tomate essen könnte ohne Nebenwirkungen. Ich bin aber da auch lieber weiter vorsichtig und entwöhne meinen Körper noch weiter. Meine große Hoffnung: Irgendwann mal wieder ein Glas Wein :)

Salicylate: Habe ich seit ca. 2 Jahren aus allen Kosmetikartikeln verbannt. Habe mich früher immer schön geschminkt und fast überpflegt, ohne mir jemals Gedanken über Inhaltstoffe zu machen. Seitdem ich ganz am Anfang meiner Erkrankung die Guaifensine-Therapie gelesen hab, habe ich sukzessive alles umgestellt und bin da auch schon seit vielen Monaten ohne SAL.

Also, ich bin weiter auf dem Weg und will schauen, ob mir etwas von den bisherig beibehaltenen oder zukünftig geplanten Therapien weiterhelfen kann. Wichtig ist mir immer, dass mein Körper nicht mehr durch ein Experiment belastet wird, deshalb bin ich auch bei der Entgiftung vorsichtig und werde da entweder mal 'ne Fettbiopsie machen lassen (aber wer macht sowas?) oder einfach demnächst mal mit Kohle anfangen. Aber damit beschäftige ich mich dann auch sehr vorsichtig.

Du merkst, ich hab ne Höllenangst vor falscher Behandlung, weil mir die Glutathion + Selen Kombi die nervliche Hölle beschert hat und die bin ich noch nicht los. Mit dem Rest könnte ich fast schon leben.

Vor Kurzem schrieb mich hier im Forum jemand an, der das gleiche genommen hatte und seitdem bettlägerig mit Lähmungserscheinung ist. Es ist eine Schande, dass manche HPs sowas einfach verschreiben und auch, dass es frei verkäuflich ist.

Dr. Daunderer hatet übrigens vor dieser Kombi eindringlich gewarnt. Leider habe ich das erst nachher gelesen.

Das ist jetzt leider ellenlang geworden. Eigentlich wollte ich nur Deine nette Frage beantworten.

Ich habe jetzt bestimmt den Rahmen gesprengt, aber eigentlich wollte ich nur dass Du weisst, was ich schon so gemacht habe und wo ich ungefähr stehe.

Ich glaube übrigens, dass mir Gymnastik nach Liebscher Bracht bei der Fibro was gebracht hat. Habe da etwas weniger Schmerzen.

Ganz liebe Grüße und Danke :)
Elliott
 
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10.01.04
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Hallo Elliott,

danke für den ausführlichen Bericht, auch wenn er traurig macht.

Nur, um das klar zu haben:
Zu Histamin: Ja, habe zu hohes Histamin, aber meine DAO soll in Ordnung sein. Hatte ich schon zweimal in meinem Leben untersuchen lassen. Hatte vor Jahren mal hartnäcligen Hautauschlag von AB's.
Seit 2 Jahren esse ich histaminarm bis -frei in allen Richtungen, also auch Liberatoren usw. Da weiss ich mittlerweile Bescheid.
Wenn Du mit dem Abbau von Histamin ein Problem hast (also eine HIT), dann ist es gut, so histaminarm wie möglich zu essen.
Kennst Du denn Deine Lebensmittelallergien, damit nicht die für eine Histaminausschüttung sorgen?
Es ist übrigens gut, wenn man auch Nickel testen läßt, weil Nickel ja in manchen Lebensmitteln enthalten ist und bei einer allergischen Reaktion eben auch für einen Histaminausstoß verantwortlich ist. Einsame Spitze ist die Peka-Nuss :schock:...

Nickelgehalt von Nahrungsmitteln - Allergien, Asthma, Neurodermitis, Psoriasis etc.

Ich kann sehr gut verstehen, daß Du vorsichtig geworden bist mit allen Medikamenten/Nahrungsergänzungsmitteln, die Dir genannt werden. Vorsicht ist wirklich besser als das Nachsehen-Haben :eek:), und durch Erfahrung wird man vorsichtig-ängstlich und klug ;).


Grüsse und eine gute Nacht!
Oregano
 

Piratin

Hallo Elliott,

wohnst du in Köln? Bin gerade von dort weggezogen. Ich könnte dir, wenn du magst, sehr gute Behandler für a) Kinesiologie, b) Traumatherapie (Körpertherapie) empfehlen. Könnte dir auch eine gute Kassentherapeutin empfehlen. Wenn du magst, gern PN an mich!
 
Themenstarter
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15.06.17
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Hallo ihr Lieben.

bin heute erst wieder im Netz.

Vielen Dank liebe Oregano für Deine Antwort und Deinen Tipp u.a. mit Nickel. Ja, ich habe eine Nickelallergie und daran habe ich natürlich noch gar nicht gedacht. Ich schaue mir nachher mal Deinen interessanten Link an.

Und hallo Piratin, ja ich bin aus Köln, bin gerade etwas raus gezogen, aber alle Ärzte und andere Anlaufstellen habe ich noch dort. Ich schaue mal, ob ich Dir eine PN schicken kann also ob ich dazu schon freigeschaltet wurde.

Ich finde das übrigens total klasse, dass es hier Anteilnahme und Antworten gibt. Ich lese übrigens schon länger mit :)

Euch allen einen schönen Sonntag noch!!!

Liebe Grüße
Elliott
 
Themenstarter
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15.06.17
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Hallo liebe Piratin, mal schauen, ob die PN bei Dir ankommt. :)

... hat nicht geklappt, daher der Text hier:

Du warst so lieb mich dazu einzuladen und mir hierüber mal Anlaufstellen in Köln zu nennen. Ich denke Du meinst Kinesiologisch für Vergiftungsvermutungen? Von einer Körpertraumatherapie habe ich noch nie gehört. Da wüsste ich gerne mehr.

Ich danke Dir für Deine Hilfe :)

Ganz liebe Grüße
Elliott
 

Piratin

Hallo Elliott!

Du brauchst noch genau einen Beitrag :-D Mit Körpertherapie für Trauma meine ich Somatic Experiencing. Es hat mir sehr geholfen am Anfang meines Burnouts, als ich wirklich emotional absolut am Boden war. Oder...ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Eigentlich fühlte ich mich so ein bisschen wie ein rohes Ei, aber ohne Schale, nur mit der ganz dünnen Haut. Ich kam da in einem höchst instabilen Zustand an und wurde innerhalb zwei, drei Sitzungen natürlich nicht geheilt, aber stabilisiert. Dort muss man nicht so viel reden und erzählen, was ja für einen Menschen mit PTBS im akuten Zustanden kontraproduktiv ist. In der Sitzung wird mit dem Körper gearbeitet, aber ohne Anfassen idR.
Leider konnte ich mir a) nicht so oft die Sitzungen leisten, wie ich es gern getan hätte (deshalb habe ich schlussendlich doch wieder eine Kassentherapeutin genommen) und b) bin ich dann auch weggezogen. Danach habe ich leider nicht wieder so eine Therapeutin gefunden. Es ist nicht direkt in Köln aber mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Meine ehemalige Kassentherapeutin ist direkt in Köln und eine richtige Koriphäe auf dem Gebiet.
Ich schicke dir gern die Namen per PN!
 

Piratin

PS: Habe gerade gelesen "komplexe PTBS". Gerade dann ist die Somatic Experiencing mMn auf jeden Fall Wert auszuprobieren. Sie wirkt dort, wo keine Worte gefunden werden. Also ganz tief im Unterbewusstsein und auch bei Ursachen in der frühesten Kindheit.
 
Themenstarter
Beitritt
15.06.17
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Guten Abend Piratin,

ich freue mich wirklich sehr, dass Du an mich denkst und mir eine interessante Adresse mitteilen könntest.

Jetzt müsste das mit der PN ja möglich sein und vielleicht kannst Du mir auch sagen, wie es Dir so geht.

Vielen, vielen Dank und ich bin sehr gespannt auf Deine Nachricht.

Liebe Grüße!
:)
Elliott
 
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26.07.09
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Habe gerade gelesen "komplexe PTBS" ...
Das hatte ich auch soeben im Profil gelesen, auf anderen Wegen und Umwegen,
und ein paar andere Beiträge überflogen,
woher stammt die Diagnose,
und sagst Du das auch den ÄrztInnen, mit denen Du Kontakt hast?
PTBS, und das auch noch komplex, ist ja auch ne "Hausnummer",
und ich denke mal eine große!
 
Themenstarter
Beitritt
15.06.17
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Hallo Gleerndil,

danke für Deine Aufmerksamkeit. Also, die Diagnose wurde bei den Alexianern in Köln gestellt und in einer Reha. Meine Psycho meint das auch....
Die anderen Ärzte.... ich habe schon so viele besucht. Dr. K. aus R. sagt: Lassen Sie sich sowas Psychisches nicht einreden :)..., obwohl er es ja gar nicht beurteilen kann. Er hat ja seine eigene Theorie wegen meiner diversen, teilweise schlimmen Autounfälle und seiner HWS-Theorie. Meine Erschöpfung lässt auf CFS schliessen. Die anderen Spezialisten sehen das alle durch ihre eigenen Filter. Einer sagt: Burnout, der andere Vergiftung, wieder ein anderer Fibromyalgie. Ich denke, ja, einzeln betrachtet stimmt das sicher, aber bei mir ist ein Konglomerat an Symptomen und von allem was dran. Daher werde ich auch parallele Wege gehen, aber nur die, die mir nicht noch weiter schaden können.
1. Ich brauche absolute Ruhe - Wochen bis Monate. Daran arbeite ich....
2. Ich mach Kukl. Plan weiter, der mir ehrlich gesagt bis jetzt (nach 8 Mon.) max. 10 % gebracht hat. Aber geschadet hat er noch nicht und vielleicht dauert es so lange bei mir.
3. Ich suche noch einen guten Zahnarzt, der mir meine Brücke erneuert und das Zahnfleisch begutachtet. Daunderer und Kreger gibt es ja nicht mehr und bei Dr. Tap./München war ein absoluter Reinfall. Da ich demnächst nach HH ziehe würde ich da gerne jemanden finden.
3. Nach absoluter Ruhe und Schonung mache ich eine stationäre PTBS Behandlung, wenn noch erforderlich. Suche noch gute Klinik
4. Danach mache ich eine stat. Hyperakusis-Behandlung, wenn die noch nicht weggegangen ist in Bad Arolsen.
Begleitend ist immer meine Psycho dabei.
Ernähung habe ich shcon umgestellt, da mache ich aber noch weitere Dinge, weil ich jetzt festgestellt habe, dass mir vegetraisch (am Abend?) die Shcmerzen zumindest in der Nacht nimmt.
Es gibt weitere Schritte und begleitende Schritte derzeit schon und ich hoffe, irgendwann ein Stück weiter zu kommen.
Derzeit bin ich auf der Suche nach Leber, Darm und Nierenstabilisierung, stehe aber nicht auf Hömeopathie. usw.usw. ...
Nach (hoffentlichem) Erreichen einer gewissen STabilität lasse ich mal meinen Schadstoffbelastung testen. Würde ich das jetzt schon machen, hätte ich Angst, dass ich das Zeug sofort loswerden wollte, aber noch nicht stabil dafür wäre. Also warte ich noch....

Derzeit ist am schlimmsten für mich, dass ich nirgends mehr hingehen kann wegen meiner extremen Geräuschempfindlichkeit. Kein Urlaub, Restaurant, Stadtbummel, Veranstaltung sowieso nicht. Kein TV oder Radio.
ABER:
Ich gebe noch nicht auf ... :) und ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich noch aufstehen und laufen und Autofahren kann. Da gibt es sicher Menschen, die können weniger.

Mein Ausführungen passen hier zwar gar nicht hin, aber ich war irgendwie in Schreiblaune.
War übrigens letztens bei Dr. N. aus Stockstadt. Also... das war auch nix vor allem nicht die Kinesiologie. Diese Art der Diagnosestellung stellte sich nun für mich schon mehrfach als nicht haltbar heraus.
Denke auch über Dr. Gahlen/Oberhausen nach.

Wollt ihr wahrscheinlich alle gar nicht wissen, aber vielleicht doch :)? Bin heute etwas besser drauf :))

Liebe Grüsse an Euch und Danke nochmal
Elliott

@Piratin, ich bin Deiner Empfehlung gefolgt und gehe morgen zum 3. Mal. bis jetzt merke ich noch nix, aber die Dame ist vertrauenswürdig, finde ich.
 

Piratin

Hallo Elliott!

Wie geht es dir?

@Piratin, ich bin Deiner Empfehlung gefolgt und gehe morgen zum 3. Mal. bis jetzt merke ich noch nix, aber die Dame ist vertrauenswürdig, finde ich.

Das ist schade, ich habe sofort Erleichterung gespürt. Naja, aber ich war auch wirklich sehr, sehr instabil damals. Ja, ich fand sie auch sehr sympathisch. Berichte doch weiter bitte!
Übrigens habe ich auch eine Reha gemacht und mir hat es sehr, sehr gut getan. Obwohl ich sowas niemals wollte, ging es mir doch nachher sehr viel besser.
Leider kamen danach halt auch wieder so viele Belastungen. Und du hast auch Recht mit Einschätzung der Ruhe. Ich brauche auch Ruhe, Ruhe, Ruhe...leider bin ich jetzt ausgesteuert.
Aber lass dir nicht einreden, du müsstest aktiv werden! Erst, wenn du soweit bist. Das wirst du dann schon merken.
CFS und Fibro sind für mich mittlerweile übrigens ganz typische Traumafolgestörungen. Ich denke mir halt, was bringen diese Diagnosen? Im Grunde gar nichts, außer, dass man sich noch mehr verrückt macht.

Liebe Grüße

Piratin
 
Themenstarter
Beitritt
15.06.17
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Hallo Piratin,

ja, werde Dir gerne weiterberichten. Jetzt, wo ich aber lese, dass bei Dir schon anfangs eine Veränderung spürbar wurde, denke ich, dass dies auch das Motiv Deiner Empfehlung war.

Ehrlich gesagt, wenn ich keine Besserung im Vergleich zu meiner Kassen-Psychochologin (die ich sehr toll finde) erkenne, werde ich das wieder einstellen. Dafür ist es mir wirklich zu teuer.
CFS und Fibro könnten tatsächlich mit der PTBS zusammenhängen. Mir wäre das sogar recht, denn dann gäbe es eine Aussicht auf Besserung.
Wofür die ganzen Einzeldiagnosen gut sind, ist wirklich die Frage...vielleicht für einen Schwerbehinderungs- oder Rentenantrag ;-)...

Ich melde mich mal wieder wegen Frau P aus R.
Liebe Grüße an alle!
Elliott
 
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