Überkronung bei wurzelbehandeltem Zahn in Ordnung?

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Hallo,

ich hatte an einem Backenzahn eine Wurzelbehandlung.
In der Zwischenzeit ist mir Dieser zusammengekracht und das was übrig geblieben ist wurde von einem vertretenden Zahnarzt so geschliffen, dass ich mich nicht schneide und er meinte, dass sei unproblematisch.
Jetzt habe ich bald einen Termin bei meinem behandelnden Zahnarzt zur Überkronung.
Ich möchte natürlich sicher gehen, dass sich dort keine Entzündungen oder Bakterien befinden.
Ich habe den Eindruck, dass durch den Bruch der Zahn nicht mehr dicht abgeschlossen ist, vielleicht habe ich auch Füllmaterial (Kautschuk) verloren.
Aber das müsste mein Zahnarzt dann sehen.
Wie kann man denn sicher gehen, dass mit dem wurzelbehandelten Zahn alles in Ordnung ist, bevor ich ihn überkronen lasse?

Liebe Grüße,
Rauke
 

kopf

wann war denn die wurzelbehandlung ?
wenn das dicht ist ,die kanäle ,kann man so etwas gut aufbauen und es ist nichts zu befürchten .
ausser das natürlich ,was du wohl selbst weißt ,aber nach dem du nicht gefragt hast:) !

LG kopf.
 

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Hi kopf,

wann war denn die wurzelbehandlung ?
Die Wurzelbehandlung begann vor etwa einem Jahr in 3 Sitzungen und war vor etwa einem halben Jahr abgeschlossen.
wenn das dicht ist ,die kanäle ,kann man so etwas gut aufbauen und es ist nichts zu befürchten .
Das ist schon mal beruhigend.:)

Ich hoffe doch sehr, dass mein Zahnarzt jetzt genau schaut, ob die Kanäle
Schaden genommen haben, bevor er loslegt.
ausser das natürlich ,was du wohl selbst weißt ,aber nach dem du nicht gefragt hast:) !
Ja, genau.;)
Es ist einfach so eine Sorge, ob denn alles richtig gemacht wird, weil man die ganzen Horrorgeschichten mit wurzelbehandelten Zähnen hört.
Aber ich muss jetzt erst mal abwarten, was der Zahnarzt nächste Woche meint.

Liebe Grüße,
Rauke
 
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Windpferd

Hallo Rauke,

es tut mir sehr leid. Aber nach allem, was ich durch meine Umweltmediziner, Kieferdiagnostiker, Kieferchirurgen usw. usw., durch andere PatientInnen und bei mir selber gelernt habe:

NEIN! Es ist absolut nicht o.k. Auch nicht, wenn es die Schulzahnmedizin uns anders einreden möchte. Sie leidet, wie ein erfahrener Diagnostiker zu sagen pflegt, an chronischem "Zahnerhaltungswahn". Ökonomisch verständlich, denn an gezogenen Zähnen ist für ZÄ nicht mehr viel zu verdienen.

Wenn Du den Zahn stehen läßt, riskierst Du möglicherweise ein Herdgeschehen im umgebenden Kiefer. Solche - u.U. nachhaltigen - Krankheitsursachen werden häufig nicht erkannt (von der Schulzahnmedizin konsequent geleugnet) und sind, sofern erkannt, nur sehr aufwendig zu beseitigen.

Die Gefahr ist mittelfristig. Wahrscheinlich würdest Du eine ganze Weile ohne Symptome leben. Infektionen, Entzündungen, Nekrosen brauchen eine Weile. Sehr häufig machen sie keine lokalen Beschwerden, haben aber Fernwirkungen wie in der Herdlehre beschrieben.

Was Du im Zusammenhang mit diesem Zahn beschreibst, hört sich nach irreparablem Murks an. Am Ende machen sie Dir da noch eine Goldkrone drauf. Ein leider sehr berühmter Münchener ZA hat bei mir Ähnliches in großem Umfang praktiziert - um viele Tausender und zu meinem gesundheitlich schweren Schaden.

Das ist kein zahnärztlicher Rat (zu dem ich nicht befugt bin) sondern nur die Quintessenz meines Wissens und meiner Erfahrungen, die beide beschränkt sind. Leider bin ich selber diesem Wissen nicht immer konsequent gefolgt (meine persönliche Vogel-Strauß-Politik, tja) - und bezahle noch lange danach dafür. Nicht nur finanziell. Aber teuer.

Entgegen Deinen Hoffnungen kannst Du schlicht davon ausgehen, daß wurzelbehandelte Zähne auf Dauer NICHT in Ordnung sind. Auch wurzelspitzenresezierte nicht. Auch ohne Bruch sind wurzelgefüllte Zähne niemals ganz dicht; das ist rein technisch gar nicht möglich. Mit Sicherheit sind dort Toxine (z.B. Verwesungsgifte) und weniger zuträgliche Bakterien vorhanden. Gut, die könnte man mittels Biopsie im Labor bestimmen lassen. Aber in unserem "Gesundheits"-System wirst Du keinen ZA dazu kriegen, mit keiner Charme-Offensive. Und unnötig ist's zudem.

(Sei mir nicht bös: ein wenig kommt mir dieses Denken vor wie das mancher Menschen, die den Mund voller Amalgam haben und dann einen Speicheltest machen lassen: ob den da wirklich Amalgam drin sei? Vielleicht geschieht ja doch mal ein Wunder?)

Dir alles Liebe und vor allem Konsequenz,
Windpferd

PS: Vielleicht magst Du Dich ja ein wenig belesen, etwa bei Max Daunderer, Joachim Mutter, Holger Scholz u.a.
 
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Hallo Windpferd,

danke für deine Meinung.
es tut mir sehr leid. Aber nach allem, was ich durch meine Umweltmediziner, Kieferdiagnostiker, Kieferchirurgen usw. usw., durch andere PatientInnen und bei mir selber gelernt habe:

NEIN! Es ist absolut nicht o.k. Auch nicht, wenn es die Schulzahnmedizin uns anders einreden möchte. Sie leidet, wie ein erfahrener Diagnostiker zu sagen pflegt, an chronischem "Zahnerhaltungswahn". Ökonomisch verständlich, denn an gezogenen Zähnen ist für ZÄ nicht mehr viel zu verdienen.
Auf der einen Seite kann ich mir gut vorstellen, dass die Schulzahnmedizin
profitorientiert argumentiert, auf der anderen Seite erscheint mir aber auch die Zahnerhaltung schlüssig.

Wenn Du den Zahn stehen läßt, riskierst Du möglicherweise ein Herdgeschehen im umgebenden Kiefer. Solche - u.U. nachhaltigen - Krankheitsursachen werden häufig nicht erkannt (von der Schulzahnmedizin konsequent geleugnet) und sind, sofern erkannt, nur sehr aufwendig zu beseitigen.

Die Gefahr ist mittelfristig. Wahrscheinlich würdest Du eine ganze Weile ohne Symptome leben. Infektionen, Entzündungen, Nekrosen brauchen eine Weile. Sehr häufig machen sie keine lokalen Beschwerden, haben aber Fernwirkungen wie in der Herdlehre beschrieben.
Das sich ein Hergesehen bilden kann, ist auch meine Sorge.

Was Du im Zusammenhang mit diesem Zahn beschreibst, hört sich nach irreparablem Murks an. Am Ende machen sie Dir da noch eine Goldkrone drauf. Ein leider sehr berühmter Münchener ZA hat bei mir Ähnliches in großem Umfang praktiziert - um viele Tausender und zu meinem gesundheitlich schweren Schaden.
Ich bin bisher von einer Keramikkrone ausgegangen.
Die Zahnarzthelferin meinte, dass die Krankenkasse auch die Kosten dafür übernimmt, - ich werde es sehen.
Ich hoffe, dass der Zahnarzt ehrlich ist, falls jetzt schon Murks entstanden ist.
Ich werde jedenfalls nächste Woche genau fragen.
Entgegen Deinen Hoffnungen kannst Du schlicht davon ausgehen, daß wurzelbehandelte Zähne auf Dauer NICHT in Ordnung sind. Auch wurzelspitzenresezierte nicht. Auch ohne Bruch sind wurzelgefüllte Zähne niemals ganz dicht; das ist rein technisch gar nicht möglich. Mit Sicherheit sind dort Toxine (z.B. Verwesungsgifte) und weniger zuträgliche Bakterien vorhanden. Gut, die könnte man mittels Biopsie im Labor bestimmen lassen. Aber in unserem "Gesundheits"-System wirst Du keinen ZA dazu kriegen, mit keiner Charme-Offensive. Und unnötig ist's zudem.
Ja, genau das hatte ich gehofft.
Meine Vorstellung war, dass ich überkronen lasse, wie vorgeschlagen aber regelmäßig prüfe, ob sich ein Herdgesehen entwickelt hat.
Wie genau das geht, weiß ich allerdings noch nicht.

(Sei mir nicht bös: ein wenig kommt mir dieses Denken vor wie das mancher Menschen, die den Mund voller Amalgam haben und dann einen Speicheltest machen lassen: ob den da wirklich Amalgam drin sei? Vielleicht geschieht ja doch mal ein Wunder?)
Ja, ich weiß schon, wie du das meinst.;)

Dir alles Liebe und vor allem Konsequenz,
Die Konsequenz wäre ziehen. Damit kann ich mich derzeit noch nicht anfreunden. Mir fehlt noch Wissen und ich weiß auch nicht, was eine gute Alternative wäre für diese entstehende Zahnlücke.
Eine Brücke, ein Implantat oder die Lücke lassen?

PS: Vielleicht magst Du Dich ja ein wenig belesen, etwa bei Max Daunderer, Joachim Mutter, Holger Scholz u.a.
Ich danke dir für diese Empfehlungen und werde sie mir anschauen.

Liebe Grüße und auch alles Liebe für Dich.
Rauke
 
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An den beiden Antworten kann ich sehen, dass ich den Anschein erweckt habe,
nur irgendwie durchkommen zu wollen mit der Überkronung des wurzelkanalbehandelten Zahns und dabei die Gefahren ausblende ... und irgendwie war es auch so.

Windpferd hat mich da noch mal mit der Nase drauf gestoßen und wertvolle Hinweise gegeben.
Schade, dass Windpferd verschwunden ist.

Der neueste Stand bei mir ist, dass ich beim Zahnarzt war, er hat mir wieder Füllmaterial entfernt, erneut die Wurzelkanäle gereinigt und wieder provisorisch geschlossen.
Ich habe wieder von meinen Bedenken erzählt und wir sind so verblieben, dass ich mich mit meinen behandelnden Ärzten berate und dann eine Entscheidung treffen muss.
Der Zahnarzt ist aber nach wie vor der Meinung dass man den Aufbau gut machen kann, ein Implantat sei auch nicht ohne Risiko.

Mittlerweile kann ich aber auch den Gedanken zulassen, mich von dem Zahn zu trennen, um mir weitere Komplikationen zu ersparen, da mein Immunsystem eh schon genug belastet ist.

Kann mir jemand Hinweise geben, was man dann mit der Zahnlücke machen kann? (betroffen ist ein unterer Backenzahn, der wichtig für den Biss ist)

Eine Brücke kommt auch nicht in Frage, weil der Zahn davor und dahinter noch in Ordnung ist.

Bleibt dann nur ein Implantat?

Ich wäre für weitere Antworten dankbar.

Liebe Grüße,
Rauke
 
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Eine Brücke kommt auch nicht in Frage, weil der Zahn davor und dahinter noch in Ordnung ist.

Bleibt dann nur ein Implantat?
Rauke
Es gibt (metallfreie) Vollkeramik Implantate. Wäre meine erste Wahl.
Würde mir nie wieder Metall "einbauen" lassen, nach meinen Erfahrungen mit Amalgam.

Grüße
Martin
 
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Hallo Martin,

danke für deinen Hinweis.
Ich werde mich mal nach Materialmöglichkeiten wie Vollkeramik erkundigen.

Liebe Grüße,
Rauke
 
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