Über das Klima und wie man es überlebt

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Wetterexperte Kachelmann redet über verbreitete Wetter- und Klimairrtümer und gibt auch Tipps für Ältere, wie man die Hitzewellen überlebt.

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ja, es bleibt damit zu leben, ich hab zu beginn des Sommers angefangen mir den Glaubenssatz einzureden, dass ich die Hitze liebe ...und ich muss sagen, letztes Jahr hatte ich mehr Mühe mit den Hitzewellen..
dieses Jahr hab ich sie recht gut überstanden.

Und was tust du für dich und wie gehst du mit der pessimistischen Zukunftsvision von Kachelmann um?
 
Kachelmann spricht mir aus der Seele! Sehendes Auge rasen wir auf den selbst gemachten Untergang zu und scheren uns nicht um die Konsequenzen.
Ich denke, dass wir erst den Anfang des Klimawandels erleben und die Auswirkungen auf unsere Kinder und Kindeskinder viel gravierender ausfallen. Leider scheint die Politik in dieser Frage völlig blind zu sein.
Da Menschen kaum ohne Zwang solidarisch in eine Richtung agieren, ist es nach meiner Meinung nur politisch lösbar. In meiner Lebenszeit habe ich nur während der Montagsproteste gegen die DDR-Politik in Leipzig so etwas erlebt und die dort gewonnene Erfahrung gehört zu den bedeutesten und schönsten Momenten in meinem Leben. Ob solch Zusammenhalt auch in der Klimapolitik möglich ist?
Diese Frage lasse ich mal offen....und hoffe, dass sich -wie Kachelmann sagt- die Hundehaufen auf dem Fußballplatz der Kinder weniger werden.
 
@James: Da bin ich eher bei dir. Wegen ein paar heißen Tagen würde ich auch nicht gleich den Weltuntergang ausrufen. Ganz wegwischen würde ich das Thema inzwischen aber auch nicht mehr. Beim DWD ist von stärkeren oder häufigeren Hitzewellen ja nun auch nicht erst seit gestern die Rede.

Mit dem Ventilator zu Hause ist die Sache halt irgendwann auch nicht mehr erledigt. Wenn die Wohnung nach mehreren Tagen kaum noch runterkühlt oder jemand bei der Hitze draußen arbeiten muss, sieht das schon anders aus. Bei älteren Leuten sowieso. Ganz ohne irgendwelche Maßnahmen wird es deshalb wahrscheinlich nicht gehen. Was davon am Ende sinnvoll ist, darüber kann man sich dann immer noch genug streiten.
 
Und was tust du für dich und wie gehst du mit der pessimistischen Zukunftsvision von Kachelmann um?

Diese krassen Wetterwechsel machen mir ziemlich zu schaffen, sie triggern mein MCAS und ich bin dann krank. Das bekomme ich nicht weg, ich kann es nur mit allerlei Mittelchen abmildern. So lange sich nichts ändert, machen mir HItze und Kälte nicht so viel aus. Leider sind Temperaturgefälle von 10 bis 20°C von einem Tag auf den anderen mittlerweile normal, das gab es früher nur sehr selten.

Kachelmanns Zukunftsvision finde ich zutreffend, eher noch zu optimistisch, weil er die fast zwangsläufige Völkerwanderung gen Norden und viele weitere Nebenwirkungen des Klimawandels nicht erwähnt. Ok, er empfiehlt den (reichen) Deutschen, nach Dänemark auszuwandern - mal sehen, was die Dänen dazu sagen, wenn das wirklich Mode wird. Davon abgesehen stimme ich ihm zu, wir müssen uns darauf einstellen, dass es immer wärmer werden wird, dass Wasser knapp werden wird und dass Naturkatastrophen wie Waldbrände und Überschwemmungen zunehmen werden. Als Erstes wird hoffentlich der dümmliche Widerstand gegen Klimaanlagen wegfallen, notgedrungen. Vor ein paar Jahren bin ich noch per Gericht dazu gezwungen worden, meine Klimaanlage wieder abzubauen ...

Mit Altbauwohnungen scheint er Nachkriegsgebäude zu meinen. Vor dem 2. Weltkrieg wurde solider gebaut, mit hohen Decken und dickem Mauerwerk. In so einer Wohnung ist es eine gute Strategie, tagsüber die Fenster geschlossen zu lassen und nachts, wenn es kühler ist, durchzulüften.
 
Als Erstes wird hoffentlich der dümmliche Widerstand gegen Klimaanlagen wegfallen, notgedrungen. Vor ein paar Jahren bin ich noch per Gericht dazu gezwungen worden, meine Klimaanlage wieder abzubauen ...

Klimaanlagen schaden der Umwelt vor allem durch hohen Stromverbrauch, Treibhausgas‑Emissionen der Kühlmittel und zusätzliche Wärmeabgabe.
Mehr Klimaanlagen → mehr Stromverbrauch → mehr Emissionen → mehr Hitze → noch mehr Klimaanlagen. Ein klassischer Teufelskreis.

Mit Altbauwohnungen scheint er Nachkriegsgebäude zu meinen. Vor dem 2. Weltkrieg wurde solider gebaut, mit hohen Decken und dickem Mauerwerk. In so einer Wohnung ist es eine gute Strategie, tagsüber die Fenster geschlossen zu lassen und nachts, wenn es kühler ist, durchzulüften.

Kachelmann sprach über kleine Wohnungen von älteren Leuten, die sich den ganzen Tag darin aufhalten und dort mit der Zeit der Sauerstoff weniger wird und die Luftfeuchtigkeit steigt.
Ich meine auch, die sollten ab und zu eine Stoßlüftung machen, gegenüberliegende Fenster öffnen, am besten einen Ventilator mittig stellen, damit mal alles wieder durch- und abzieht, dann Fenster wieder schließen. Genügt ja 2 - 3 x tagsüber und nachts wieder auf.


Ich denke, die Natur bzw. Gott recht sich.
Wir hatten eine wunderbare, reiche Natur geschenkt bekommen und sind jeden Tag mehr dabei diese mutwillig zu zerstören.
Was wollen wir erwarten, Flugverkehr, Pestizide und industrielle Prozesse gehören zu den stärksten Treibern der Umweltzerstörung, Massentierhaltung, Flugverkehr, Klimaanlagen, Schiffsverkehr.... - Konsumgesellschaft, der Mensch will immer mehr und denkt in erster Linie an sein momentanes Wohlgefühl - das ist der Irrsinn unserer Gesellschaft.
 
Mehr Klimaanlagen → mehr Stromverbrauch → mehr Emissionen → mehr Hitze → noch mehr Klimaanlagen. Ein klassischer Teufelskreis.

Man kann seine Klimanlage mit Solarstrom betreiben, das beendet nicht nur diesen Teufelskreis, sondern führt auch den Stromüberschuss aus Wind- und Sonnenkraft im Sommer einer sinnvollen Nutzung zu.

Ich denke, die Natur bzw. Gott recht sich.

Solche Überlegungen führen zu nichts. Die Probleme sind da und lässen sich nicht wegbeten.
 
Man kann seine Klimanlage mit Solarstrom betreiben, das beendet nicht nur diesen Teufelskreis, sondern führt auch den Stromüberschuss aus Wind- und Sonnenkraft im Sommer einer sinnvollen Nutzung zu.
Das mag sein, dann bleibt immer noch dies Problem:
Mehr Klimaanlagen → ....... → mehr Emissionen → mehr Hitze → noch mehr Klimaanlagen. Ein klassischer Teufelskreis.

Solche Überlegungen führen zu nichts. Die Probleme sind da und lässen sich nicht wegbeten.
Ich meine durchaus, dass solche Überlegungen Sinn machen, dann wird dem Menschen bewusst, was für einen Schaden er anrichtet, das ist der erste Schritt für mehr.
 

Wo sollen diese Emissionen denn herkommen?

Ich meine durchaus, dass solche Überlegungen Sinn machen, dann wird dem Menschen bewusst, was für einen Schaden er anrichtet, das ist der erste Schritt für mehr.

Dafür ist es bereits zu spät. Sogar angenommen, wir würden einen sofortigen Stopp der Treibhausgasemissionen erreichen - was sowieso utopisch ist -, dann würde es 40 Jahre dauern, bis dadurch die Temperaturen wieder sinken würden. Bis dahin werden die Temperaturen immer weiter steigen und wir müssen lernen, damit umzugehen.
 
Wo sollen diese Emissionen denn herkommen?
das ist richtig MaxJoy,
deshalb bleibt immer noch der Schaden, Klimaanlage, Hitze nach draußen, noch mehr Klimaanlage.
Dafür ist es bereits zu spät. Sogar angenommen, wir würden einen sofortigen Stopp der Treibhausgasemissionen erreichen - was sowieso utopisch ist -, dann würde es 40 Jahre dauern, bis dadurch die Temperaturen wieder sinken würden. Bis dahin werden die Temperaturen immer weiter steigen und wir müssen lernen, damit umzugehen.
Es ist nie zu spät für Erkenntnis.
Auch wenn wir Menschen nichts mehr verändern können an der Situation.
 
Hier eine weitere Sicht auf das Thema:

Physik-Professor zerstört den Klima-Wahn – Gerd Ganteför im Gespräch​


24.05.2026

„Die Klimawissenschaft ist einfach keine Wissenschaft – Wissenschaft lebt von der Skepsis, die Klimawissenschaft bekämpft Skepsis mit allen Mitteln!“, rechnet Gerd Ganteför im Apollo News-Gespräch ab. Ganteför ist Experimentalphysiker, Klima-Wissenschaftler und einer der bekanntesten Wissenschaftserklärer im deutschsprachigen Raum. 25 Jahre lang lehrte er als Professor an der Universität Konstanz, heute betreibt er den YouTube-Kanal @GrenzendesWissens .Als er sein Buch „Klima – Der Weltuntergang findet nicht statt“ veröffentlicht, beginnen seine Probleme: Politiker fordern, Ganteför keine Plattform mehr zu geben, sogar seine Freunde sollen von Klimawissenschaftlern unter Druck gesetzt worden sein. Schließlich leitet die Universität Konstanz nach 25 Jahren Dienstzeit sogar ein Verfahren wegen angeblich „verfassungsfeindlicher Aussagen“ ein. Und das alles wegen seiner Einschätzung, dass der Klimawandel nicht zum Weltuntergang führen werde.

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Ohne Klimaanlagen wird es für viele schlichtweg nicht mehr gehen. In manchen Wohnungen werden es im Sommer 32 Grad und mehr. Ob wegen schlechter Lage, Isolierung...
"Ab und zu mal den Ventilator anschalten" und Nachts lüften bringt nicht viel, wenn die Hitze lange anhält wie dieses Jahr im Südwesten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Professor Ganteför bestreitet weder den Klimawandel noch die zunehmende Erwärmung, er wendet sich nur gegen überzogene Katastrophenszenarios. Er ist selbst Klimawissenschaftler und im Streit mit seinen Kollegen, die er für unwissenschaftlich hält.

Das ist aber nicht Thema des Threads. Hier geht es nicht um Zwistigkeien unter Klimawissenschaftlern, sondern um bereits existierende und für jeden sichtbare Veränderungen der Umwelt und wie man damit umgehen soll.
 
Professor Ganteför bestreitet weder den Klimawandel noch die zunehmende Erwärmung
Und er bestreitet nicht mal, daß der Klimawandel vom Menschen verursacht ist! Er ist allerdings kein Klimawissenschaftler, sondern normaler Physiker. Vielleicht ist sein populärwissenschaftliches Klima-Buch deshalb von der Klimawissenschaft kritisch aufgenommen worden.
 
Man kann viel von anderen Ländern lernen, die schon immer mit Hitze und Trockenheit leben mussten. Lehmhäuser z. B. bieten Schutz vor der Hitze und ein gesundes Innenraumklima. Kopftücher und weite Kleidung könnten in Mode kommen etc.
 

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