Süchtig nach falschem Essen?

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30.09.08
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Hallo,
wollte mich mal melden. Bastele immer noch am Histaminmodell. Da lief mir diese interessante Seite über den Weg:
Medizinische Differenzierung des Heroinuchtproblem
Darin der vielleicht wegweisende Absatz für unser Suchtthema:
In Hunderten von Gesprächen mit Patienten während der Entzugsbehandlung, nach Abbrüchen und Rückfällen und durch die Beobachtung handfester Symptome während des Entzuges wurde dem Autor klar, daß in den allerwenigsten Fällen die fehlende Bereitschaft zum Entzug die Ursache für das Versagen der Behandlung ist — dies sogar dann, wenn der Süchtige expressis verbis sagt, daß er gar nicht daran denkt, zu entziehen. Darin liegt nämlich insofern gar kein Widerspruch, als bei genauerer Exploration immer sehr deutlich wird, daß jeder dieser Abhängigen eine Reihe von Versuchen gemacht hat „clean" zu werden, daß ihm das aber nicht gelingen konnte, weil regelmäßig Symptome zutage getreten sind, die so schlimm sind, daß man lieber die Sucht in Kauf nimmt als diese Symptome.
Auch wenn man mit Drogen nichts am Hut hat und der Beitrag nicht mehr ganz neu ist, werden einem einige Zusammenhänge von Unverträglichkeiten, multiplen Beschwerden, Umwelteinflüssen, falschen Wahrnehmungen, ... mit Histamin immer deutlicher. Lest mal über Histadelie, Kryptopyrrolurie, reaktive Hypoglykämie, Hirnallergie ... vielleicht auch darüber, wie breit die Front von Verhinderern in Deutschland aufgestellt ist, wenn evtl. bahnbrechende Erkenntnisse etablierte Strukturen gefährden könnten. Ähnliches vermute ich bei der gebremsten Erkenntnis, dass Histamin und überschießende Reaktionen bei den meisten Erkrankungen eine zentrale Rolle spielen und dass man mit billigen Antihistaminika möglicherweise mehr erreicht, als mit immer wieder nötigen Schmerzmitteln bis zum bitteren Ende. Wo käme man denn hin, hätten wir nur noch billige Patienten? :)))

Liebe Grüße :wave:
Manfred
 
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10.01.04
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Den letzten Satz verstehe ich nicht wirklich - weder mit noch ohne Smiley ....

Grüsse,
Uta
 

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25.09.07
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Hallo Manfred,

ich finde das Beispiel mit den Heroinsüchtigen zwar krass, aber letztendlich ist es in gewisser Hinsicht wohl doch vergleichbar... :schock:.

weil regelmäßig Symptome zutage getreten sind, die so schlimm sind, daß man lieber die Sucht in Kauf nimmt als diese Symptome
Wenn man seine Ernährung umstellt, und das jetzt nicht (nur) wegen dem Histamin hat man durchaus auch "Entzugssymptome". Das merke ich gerade im Moment wieder bei der Umstellung auf Logi-Kost.
Vor wenigen Monaten habe ich das bereits schon einmal gemacht und hatte eine ganze Woche lang jeden Abend massive Kopfschmerzen... :mad:, danach war gut. Inzwischen habe ich wieder geschludert und esse erst seit dieser Woche wieder ähnlich - und siehe da, seit gestern wieder Kopfschmerzen.

Ich befürchte es ist wohl egal wie man die Ernährung umstellt, sofern man sich nicht optimal ernährt, der Körper "entzieht" und so mancher gibt auf und denkt "das kann doch wohl nicht das Richtige sein... :cool:"!

Vor zwei Jahren habe ich übrigens aufgehört zu rauchen, nach über 20 Jahren. Es gab bereits einige Versuche vorher und nie hat es länger als ein paar Tage bis wenige Wochen gedauert bis ich aufgegeben habe. Gut, ich hatte zu dieser Zeit wirklich den entsprechenden Ansporn (Krankheit in Familie), doch trotzdem, es hat mir eigentlich gar nix ausgemacht :).

Also sieht man an diesem Beispiel widerum: Sucht ist nicht gleich Sucht :idee:!

Ich glaube dieses Thema wird unendlich laaaange... :D


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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30.09.08
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Hallo Uta,

der letzte Satz bezog sich weniger auf das Thema. Mich beschäftigt immer wieder der Gedanke, dass die Kommerzialisierung unseres Gesundheitswesens den gesunden Patienten eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kann. Und deshalb vermute ich an allen Ecken Fallstricke für den nach Gesundheit suchenden Betroffenen. Er nämlich ist die Geldquelle, die das System am Laufen hält!

Was liegt da näher, als z. B. an Stelle von wirksamen Heilmitteln symptomlindernde „Neuentwicklungen“ mit bis zu homöopathischen Wirkstoffverdünnungen in immer glänzenderen Verpackungen und zu immer höheren Preisen und mit immer tiefer greifenden Werbebotschaften an den Mann zu bringen? Oder warum wird so standhaft verschwiegen, dass es sich lohnt, eine Arthritis wenigstens versuchsweise mit DAO und anderen Antihistaminika zu bekämpfen? (Misserfolge bei Letzterem halte ich eigentlich nur deshalb für möglich, weil man sich eine selbstverordnete höhere Dosis nicht traut.)

Gruß Manfred :wave:
 
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30.09.08
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Hallo Heather,

zu Deinem Statement, was unseren derzeitigen Kenntnis-/Vermutungsstand zur Sucht anbetrifft, habe ich erst mal nichts hinzuzufügen.

Gruß Manfred :wave:
 
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30.09.08
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Hallo Uta und Heather!

>Allerdings hat sich ja eine MCS auch nicht einfach so entwickelt, sondern sie hat auch wiederum Ursachen. Und die Hauptursache dürfte die Exposition gegenüber Giften sein: Wohngiften, Umweltgiften usw.
Wer da in seiner Geschichte "hier" rufen kann, dürfte an einer Ursache sein.

Die Frage dann ist: was tun?
Eine der möglichen Therapie-Ansätze dürfte das Entgiften mit Rizinusöl sein (s. Wiki bzw. Rubrik).<
Danke für diesen Beitrag. Damit ist Rizinusöl ja größter Beachtung wert! So etwas läuft bei mir allerdings auf eine Mutprobe hinaus, weil ich einmal zur Darmentleerung ein braunes Abführmittel bekam, das mich mit stundenlangen Bauchkrämpfen traktiert hat. Die beschriebenen Misshelligkeiten habe ich in diesen Stunden alle erlebt und als äußerst unangenehm gespeichert. Vielleicht ist dies aber wirklich ein Mittel, den schleichenden Abwärtstrend in Gestalt einer Verlängerung der Liste von Unverträglichkeiten zu unterbrechen!?

Doch zu der Frage „was tun“ bei MCS möchte ich ergänzen, dass das Vermeiden von schädlichen Expositionen an erster Stelle stehen muss. Da hier die Regel, vor dem Schaden klug zu sein, nicht gilt, sollte man nicht auf den Gedanken kommen, dass man also keine Chance hat, nachdem es nun passiert ist.

Nach meiner Selbsterfahrung kann man sich (und kein anderer) damit wesentlich helfen, dass man
1. versucht zu erkennen (oder wenigstens zu spekulieren), welcher Stoff der Auslöser - so zu sagen der Initialzünder - der MCS gewesen ist (gewesen sein könnte) und diesen strikt zu meiden. Dieser ist in der Lage, die schlimmsten Reaktionen auszulösen.
2. täglich versucht, die Liste von einmal erkannten schädlichen Stoffen zu respektieren und allen neuen Haushalts-, Reinigungs-, Toiletten-Chemikalien, Gerüchen, Geschmäckern, Kosmetika, Körperreinigungsmittel, auch Medikamenten, Schuppenhaarwäsche, mit bestimmten Wasch-/Spülmitteln behandelte Wäschestücke, Riechstoffe z.B. als Kaufanreiz, ... - auch Gerüche, die wir gern riechen und immer mal gern genommen haben, wenigstens 2 -3 Tage lang mit erhöhter Aufmerksamkeit bezüglich Körperreaktionen zu begegnen, um notfalls die Liste zu verlängern. (Leider verlängert sich diese Liste bei einem MCS-ler ständig.)
3. die gewohnte Umgebung besonders auf mögliche Ausdünstungen kritisch zu betrachten. (Hierher gehören Möbel, Farben und Lacke, Teppiche, Wachstuchdecken usw. - oft mit einem gesundheitsgefährdenden Potential über Jahre)

Während der Kontakt mit dem MCS-Auslöser nach 1. schnell erkannt wird, sind die weiteren schwerer zu erkennen. Anfangssymptome bei 2. sind Reizhusten, Niesattacken, Atemnot, starker Puls (so als ob das Blut doppelt so dickflüssig ist) schwellende Finger, Kraftlosigkeit, Hautröte, tränende Augen, später schwellende Unterschenkel und entzündliches Aufflammen von bekannten Gelenkproblemen. Diese Palette nimmt bei gleichbleibender Exposition und kleiner Dosis in ihrer Ausprägung über 3 Tage zu. Bei größerer Dosis geht’s schneller, im Falle von 1. haben bei mir 30 min gereicht. Schlecht sind diejenigen dran, die bereits nach einem Atemzug einen anaphylaktischen Schock erleiden.

Nach allem, was wir bereits zusammengetragen haben, habe ich wieder das Histamin-Modell vor Augen, nach dem schädliche Reize vom Körper eine Histaminantwort bekommen. Diese fällt wohl dosiert und lokalisiert aus, wenn der Reiz der Immunabwehr bereits bekannt ist - bei kleinen Befunden also wenig Histamin und an die richtige Stelle, bei größeren notfalls viel Histamin z. B. bei sich ausbreitenden Erregern direkt in die Blutbahn, aber bei unbekannten schädlichen Reizen - etwa einem chemischen Angriff auf Nervenbahnen oder Gehirnzellen - werden alle Depots in Blut und Gewebe angezapft und der Körper mit Histamin überschwemmt. Die Nebenwirkungen betreffen dann Symptome, meist mit Herdcharakter, aber mit Autoimmunreaktionen gegen körpereigenes Gewebe.

Und um das noch abzurunden: Bei einer MCS bedarf es einer Anfangsvergiftung durch einen Stoff nach 1. - einer Sensibilisierung. Dieser kann im Wiederholungsfall bereits in kleinen Dosierungen eine Panikreaktion mit den größten Mengen Histamin auslösen und zwar ohne einen erkennbaren Nutzen, aber mit dem größten Schaden bezogen auf die Nebenwirkungen und die lange Abbauzeit. Die Stoffe nach 2. und 3. entfalten ihre Wirkung nur als Folge einer Sensibilisierung nach 1. und sind in ihren Wirkungen moderater und dosisabhängiger. Doch sollten ihre Langzeitwirkungen ernst genommen werden.

Für die Analytiker unter uns noch diesen Gedanken: Während das freie „Bluthistamin“ schnell abgebaut wird und dann im Bluttest nichts mehr bringt, ist dies in den sogenannten Herden noch lange wirksam und wird dort in einem Rückkopplungseffekt über Entzündungsreaktionen immer wieder neu generiert.

Nach dieser Vorstellung müsste ein Betroffener im akuten Fall sich also sofort um „Flucht“ aus der Situation kümmern und dann gleich um das schnelle Absenken des Histaminspiegels mit allen Mitteln.

Nach meinen jetzigen Überlegungen bin ich mir ziemlich sicher, dass die Chemikalienunverträglichkeit gegen Stoffe nach 2. auf der selben Ebene liegt wie alle anderen Unverträglichkeiten. Nur müsste man darüber nachdenken, wie z. B. Fruktose in diese negative Rolle geraten ist. Was ist hier der Anfangsvergiftung gleichbedeutend?

Auf Eure Reaktionen gespannt grüßt
Manfred. :wave:
 

Christiane22

Nur müsste man darüber nachdenken, wie z. B. Fruktose in diese negative Rolle geraten ist. Was ist hier der Anfangsvergiftung gleichbedeutend?
Da ich keine Fructose-Intoleranz habe muss ich ganz dumm fragen: Reagiert der Körper denn auch mit Histamin-Ausschüttung auf Fructose?

Im Generellen würde ich sagen: Alles kann als Gift oder als "guter Stoff" wirken, es ist nur eine Frage der Dosis als was es letztlich vom Körper wahrgenommen wird. Wenn der Organismus an den Stoff nicht angepasst ist - und da kommt wieder meine Überlegung zu weitergegebenen, möglicherweise über Generationen entwickelte Anpassungen des Organismus an Umweltbedingungen ins Spiel - mag er einen Stoff in einer Dosis, die ihm so unbekannt ist, als "Gift" erkennen.

Und jetzt brauchen wir nur überlegen, was wir in unseren Breitengraden seit erst wenigen Jahrzehnten essen, obwohl unsere Organismen seit Hunderten von Jahren an eine gänzlich andere Kost gewöhnt und eingestellt sind. Dabei würde es dann auch nicht weiter verwundern, wenn die Erstreaktion möglicherweise sogar eine Generation vorher stattgefunden hat, die volle Anti-Reaktion des Organismus aber erst die nachfolgende Generation mit voller Breitseite erwischen mag (1). Vielleicht ist es aber auch gar nicht so, und unsere erwachsenen Organismen haben sich noch eher langsam an das immer breiter werdende Angebot gewöhnen können, die jetzige Kindergeneration aber wurde den Stoffen, welche eben in Maßen lebenswichtig, in Mengen aber giftig sind, schock-exponiert, da bei ihrer Geburt das gesamte Angebot bereits zur Verfügung stand und Eltern den Kindern natürlich immer gerne Gutes tun wollten, so auch mit Obst, das hier und für diese Organismen aber erst einmal unnatürlich ist, weil nicht über viele Generationen daran angepasst (2).

Was jedenfalls ein Ansatz wäre zu verstehen, warum so viele Kinder unter Allergien und Intoleranzen leiden, während es die Älteren nur nach und nach trifft.


Und dazwischen gibt es dann noch Organismen welche aufgrund verschiedener Herkunft (Völkerwanderungen etc., schaut nur mal wie weit in den Westen sogenannte "Mongolenflecken" bei Geburt verbreitet sind) möglicherweise zwar seit Generationen in diesen Ländereien leben, ihre Vor- und Vorvorfahren aber wiederum eine Anpassung an ganz andere Lebensbedingungen eingeprägt haben, welche immer wieder mal durchkommen kann.


So weit ein paar Gedanken ...
Lieben Gruss
Christiane
 
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Interessante Frage, ob der Körper bei einer Fruktose-Intoleranz-Reaktion auch mit Histamin reagiert? Der Durchfall, der oft zu den Symptomen gehört, würde darauf hindeuten. Gleiches gilt für die Laktose-Intoleranz und Gluten-Intoleranz.

Es kann aber genauso gut sein, daß durch die mangelhaften enzymatischen Vorgänge bei diesen Intoleranzen (z.B. Mangel an Laktase bei LI) der Darm so geschädigt wird, daß er Substanzen durchläßt ins Blut, die da nicht hin gehören und dadurch eben auch Entzündungsvorgange in Gang kommen, die u.a. Histamin zur Ausschüttung bringen.
Oder: durch die Wirkung von Giften und auch von mangelhafter Nährstoffversorgung ergeben sich dann auch Mängel an wichtigen Stoffen, wie z.B. Kupfer. Da Kupfer z.B. bei der Bildung der DAO beteiligt ist, könnte es sein, daß dadurch der Histaminabbau nicht mehr genügt.

Also scheint es bei allen Intoleranzen ganz wichtig zu sein, den Darm zu sanieren und damit "abzudichten" und auch Leber und Galle zu "ertüchtigen", damit sie so gut wie nur möglich in Sachen Entgiftung funktionieren.

Daß bei all diesen Fehlfunktionen auch der noch nicht angepasste Organismus eine Rolle spielen kann, könnte ich mir sehr gut vorstellen.
Ich weiß z.B., daß zur Zeit der Einführung des Yogurts in den 50iger Jahren manche Leute heftigen Durchfall bekamen, weil sie auf einmal viel mehr Milch aßen in Form von Yogurt als jemals davor.
Gleiches dürfte für Orangen und andere Südfrüchte gelten, die vorher unbekannt waren.

@Manfred:
Einverstanden mit den Punkten 1-3.
Ich würde als wichtigen Punkt beim Thema MCS aber noch hinzufügen, daß
- die Leber/Galle gestärkt werden, evtl. durch eine gezielte Entlastung und Entgiftung von Schwermetallen, falls eine Belastung bekannt ist
- die Niere gepflegt und gehegt wird
- der Körper insgesamt viele Möglichkeiten geboten bekommen sollte , um sich zu regenerieren: Bewegung, Sport, gesunde und verträgliche Ernährung, Harmonie im Leben, Entspannung , evtl. Spurenelemente, Aminosäuren, Vitamine (Bei Bedarf)...

Was hier noch gar nicht angesprochen wurde, ist die Histapenie, die vor allem im Zusammenhang mit psychischen Auffälligkeiten interessant zu sein scheint:
http://www.orthomedis.ch/histapenie.htm

Gruss,
Uta
 
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25.09.07
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Hallo,

ich sehe das Problem in den immer öfter werdenden Reaktionen auf Nahrungsmittel eigentlich wie Christiane und Uta.
Meiner Meinung nach ernähren wir uns schlicht und ergreifend nicht mehr "artgerecht". Bzw. die Generationen in der diese Nahrungsumstellung stattfand waren derer viel zu wenige, der Zeitraum um viele tausende Jahre zu kurz.
D.h. unser Körper ist mit diesen vielen Reizen, der immer größeren Auswahl an Lebensmitteln, ganz einfach überfordert. Was dabei wirklich noch "gut" ist und was "schlecht" vermag ich allerdings keinesfalls zu beurteilen.

@Manfred
Die Sache mit dem Rizinus finde ich ungeheuer spannend. Ich habe gerade diese Woche meinen ersten Versuch hinter mir:
http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/1804-rizinusoel-284.html#post263550
http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/1804-rizinusoel-285.html#post264067
Nur so mal zu Deiner Info :).


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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30.09.08
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Hallo Heather und Uta!

Danke sehr für Eure Hinweise zur Darmsanierung und speziell mit Rizinus. Ich hatte vor längerer Zeit einmal Abfälliges über solche Anwendung gelesen und dies nicht ganz vergessen. So hatte ich in diesem Forum immer einen Bogen darum gemacht, ohne zu bemerken, wie lang dieser Thread bereits geworden ist. Nachdem ich nun gelesen habe, wie souverän Gerold dieses Thema mit den vielen Fragern diskutiert, und ich nun auch Heather in den Reihen weiß, werde ich wohl nicht mehr lange zögern.

Bezüglich Unverträglichkeiten kann ich mir übrigens vorstellen,
- dass besonders Nervengifte im Kindesalter,
- Fehlernährung durch falsche "Pädagogik" ("wenn der Kleine keine Kuhmilch trinken will, dann hilft Süßen" - oder so ähnlich; oder der stolze Vater: "unser Jan (1 Jahr) ißt schon einen ganzen Kloß und auch eine Bratwurst")
- eine ungesunde Umgebung, der das Kind nicht entgehen kann,
- Düfte mit gefährlichen Inhaltsstoffen, die die Bezugspersonen tragen und das angeborene Alarmsystem korrumpieren,
- und andere
Fehlprogrammierungen und Gewöhnungsreaktionen aller Art hervorrufen können, die dann jahrelang unterschwellig das Abwehrsystem beschäftigen :schlag: und schließlich überfordern.

Uta, dass dies mit Histamin-Überdosierungen zu tun hat, liegt nach meiner Meinung nahe und soll bei meinem Histaminmodell im Zentrum der Überlegungen stehen. Als Beispiel sehe ich die Laktoseunverträglichkeit und die Auseinandersetzung des Forums LIbase.de mit der HIT ebenso wie meine eigene Erfahrung mit dem Wiederaufflammen meiner Gelenkprobleme durch eine schädliche Chemikalie, die ich durch Antihistaminika überwinden konnte. Aber dass dies auch bei FI so läuft, ist nur eine Vermutung von mir. Ich habe nur mal auf den Busch geklopft!

Ich will hier noch einmal herausstellen, dass nach meiner Auffassung die Begriffe Histamin-Intolleranz HIT oder auch Histamin-Unverträglichkeit unzutreffend und irreführend sind, weil Histamin in freier Form und in der richtigen Konzentration im Blut ein lebensnotwendiger Stoff ist. Dass also nur die Falschdosierung freien Histamins im Blut für Unverträglichkeiten sorgt, die man jedoch der auslösenden, vorgelagerten Unverträglichkeit (z.B. LI, FI,... aber auch jedem anderen Stressor) zuzuschreiben hat. Damit liegt diese vermeintliche "Unverträglichkeit" gegen Histamin auch nicht auf derselben Ebene wie die gegen äußerliche Stressoren. -

Eines wäre aber zu diskutieren: gibt es jemanden, der hier Beweise für einen Rückkopplungseffekt kennt, nämlich den, dass die von Histamin ausgelösten Symptome vom Körper als Stressor wahrgenommen und wieder mit Erhöhung des Blut-Histamins beantwortet werden? In Entzündungsherden ist das ja wohl der Fall.

Ausschließen möchte ich auch nicht die Histapenie, nur hier geht es wohl um die weit schwierigere Erklärung von Ursachen. Man müsste hier über ein spiegelbildliches Modell nachdenken, bei dem die Störung des Alarmsystems nicht durch Überempfindlichkeit sondern durch Unempfindlichkeit gekennzeichnet sein könnte oder aber durch Überempfindlichkeit der nachgelagerten (und immer viel zu oft vergessenen) Histamin-Abbau- und Abtransportprozesse. Letzteres wäre dann aber die Erweiterung meines Modells und kein gespiegeltes.

Liebe Grüße :wave:
Manfred
 
Themenstarter
Beitritt
25.09.07
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Hallo Manfred,

wie souverän Gerold dieses Thema mit den vielen Fragern diskutiert, und ich nun auch Heather in den Reihen weiß, werde ich wohl nicht mehr lange zögern
Ich kann Dir sehr empfehlen es ebenfalls zu versuchen. Meine enorme Verbesserung der Rückenschmerzen hält immer noch an :rolleyes:, ich bin super happy :freu:.

Beweise für einen Rückkopplungseffekt kennt, nämlich den, dass die von Histamin ausgelösten Symptome vom Körper als Stressor wahrgenommen und wieder mit Erhöhung des Blut-Histamins beantwortet werden?
Vermutlich hat mir dieser Effekt "in meiner ganz üblen Zeit" schon so manche Panikattacke beschert... :rolleyes:, das könnte ich mir zumindest sehr, sehr gut vorstellen .
Ich habe quasi "schlecht" gegessen und mein Körper bekam den ersten Histaminschub wodurch meine Herzfrequenz deutlich anstieg. Durch das Herzrasen wiederum wurde ich nervös und bekam Angst, hatte also Stress, was dann auch wieder Histamin freisetzt. Und zwar so sehr, dass es noch schneller schlug, bis ich Panik bekam. Ein regelrechter Kreislauf von Ursache und Wirkung :cool:.
Ich bekam diese Reaktionen damals erst mit einem Beta-Blocker unter Kontrolle, welchen ich jahrelang einnahm, aber vor etwa einem Jahr wieder loswurde :kraft:.


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
Beitritt
10.05.12
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hallo,
ich sehe dass der beitrag schon recht alt ist.
ich habe über die einträge nur quer drüber gelesen, daher wird dies ein recht eigenständiger beitrag, in dem ich nicht auf alles eingehe.

ich hatte einen sehr ähnlichen leidensweg mit immer krank sein, nesselausschlägen (das leidige Histamin), unverständnis von ärzten und regelrechten panikattaken nach jeder medikamentseinahme, da ich einmal einen allergischen schock hatte.

doch seit einem jahr habe ich ruhe von alle dem und zwar weil ich den richtigen arzt gefunden habe.
einen ganzheitsmediziner in der nähe von wien.
er hat die ware und eigentlich sehr simple ursache für all meine probleme gefunden...ein "zusammengefallenes" immunsystem. er vermutet dass es von einer zeckenimpfung hervorgerufen wurde, was zusammenpasst, da ich auf fast alle impfungen mit fieber (mind 1 woche) reagiert habe. er hat mir damals nur ein hochpotentes homopatisches mittel mitgegeben...skptischer hätte ich die praxis gar nicht verlassen können.
doch jetzt knapp ein jahr später, bin ich mir sicher, er hatte recht und hat mich richtig behandelt. er war der erste der einen klaren zusammenhang zwischen dem histamin und dem ewigen krank sein erkannt hat und mich nicht wegen psychischer probleme zu therapeuten schicken wolle (beliebt bei ärzten die keine erklärung parat haben).


vll haben sich eure probleme auch schon gelöst, doch ich wollte unbedingt darauf antworten, weil mein leidensweg sich über 15 jahre gestreckt hat und ich bin erst 25.
und die lösung letztenendes so einfach war, ich musste nur den richtigen arzt finden.

lg
lisa
 
Beitritt
31.01.11
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Hallo,sasaparilla,

danke, daß Du über Deinen so mutmachenden Erfolg berichtest!!
Mich würde nur interessieren- hast Du lediglich ein einziges Mittel bekommen und sonst nichts geändert? Gesunde Ernährung z.B. -- und achtest Du beim Essen nicht auf Histaminhaltiges? Mußtest auch keine Darmsanierung machen?

Ich entnehme Deinem Posting, daß dann bei Dir die Ursache eben nicht im Bauch, sondern im immunsystem lag, oder? Würde mich sehr interessieren. liebe Grüße Su
 
Beitritt
10.05.12
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hallo Su,
musste weger mehr auf die Ernährung achten, noch eine Darmreinigung.
Jedoch hat der Magen in meinem "Krankheitsverlauf" keine allzu große Rolle gespielt, jedoch habe ich auch einmal eine ernährungsumstellung vollzogen, auf anraten einer anderen Ganzheitsmedizinerin (hat einer freundin von mir sehr geholfen). Hat bei mir keinen Erfolg gebracht.

Mein Bericht passt ja auch nicht zur Überschrift, doch beim durchlesen der Kommentare habe ich gesehen dass ich viele gleiche Symptome hatte (von einigen Beiträgen, der thread ist ja wirklich sehr umfassend).

Lg Lisa
 

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