Studie: Mistel bei Pankreaskarzinom - Überlebenszeit, Symptome

Kate

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Dies fand ich beim Lesen im Mitgliederrundbrief einer anthroposophischen Patientenorganisation (Gesundheit-Aktiv):

Viscum album [L.]-Extrakt (Iscador®) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom: eine randomisierte klinische Überlebenszeitstudie

Autoren: Wilfried Tröger, D. Galun, Marcus Reif, et al.

Zusammenfassung
Hintergrund: Die übliche Therapie des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms hat häufig starke Nebenwirkungen, so dass nach effektiven, aber nicht-toxischen therapeutischen Ansätzen gesucht werden sollte. Methoden: Dies ist eine prospektive, parallele, offene, monozentrische, gruppen-sequenzielle, randomisierte Phase-III-Studie. 220 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom wurden zu gleichen Teilen randomisiert zu einer Gruppe mit VaL-Therapie (Iscador® Qu) oder zu einer Gruppe ohne jede Krebstherapie zugewiesen. Iscador® wurde ansteigend von 0,01 mg bis 10 mg dosiert und dreimal pro Woche subkutan injiziert. Wir verglichen die Überlebenszeit (ÜZ) von Patienten, die VaL erhielten, mit der ÜZ von Patienten ohne jedwede Krebstherapie. Ergebnisse: Demographie- und Baselinecharakteristika der Patienten waren ausgeglichen. Die mediane Überlebenszeit war 4,8 Monate für die VaL-Patienten und 2,7 Monate für die Kontrollpatienten (Prognose-bereinigter Risikoquotient, HR=0,49; p<0,0001). In der Untergruppe mit günstiger Prognose war die mediane ÜZ 6,6 vs. 3,2 Monate (HR=0,43; p<0,0001); in der mit ungünstiger Prognose war die mediane ÜZ 3,4 vs. 2,0 Monate (HR=0,55; p=0,0031). Es wurden keine VaL-bedingten Nebenwirkungen beobachtet. Folgerungen: Die Therapie mit VaL ergab eine klinisch relevante und signifikante Verlängerung der ÜZ. Die Studienergebnisse legen nahe, dass VaL eine nichttoxische und effektive Zweitlinientherapie für Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom ist, die die ÜZ verlängert und die krankheitsbedingten Symptome mindert.
Quelle: Der Merkurstab - Inhaltsverzeichnis (übersetzte Version, das Orginal ist laut Rundbrief im European Journal of Cancer erschienen), Hervorhebung von mir

Hier scheint die Studie im Volltext veröffentlicht zu sein: Viscum album [L.] extract therapy in patients with locally advanced or metastatic pancreatic cancer: A randomised clinical trial on overall survival

Eine um wenige Monate verlängerte Lebenszeit mag manchem irrelevant erscheinen, eine Symptomlinderung ist bei dieser besonders aggressiven Krebserkrankung sicherlich viel wert. Üblicherweise werden zur Behandlung von Pankreaskrebs in fortgeschrittem Stadium wohl Chemotherapeutika mit starken Nebenwirkungen eingesetzt. Der - sicherlich interessante - Vergleich mit deren Wirkung auf Überlebensdauer und Symptome erfolgt in dieser Studie nicht.

Gruß
Kate
 
Hallo, Kate und Alle!
Dein Beitrag bringt mich dazu, einen Abschnitt aus "Das Antikrebsbuch" von David Servant- Schreiber (der seinen bösartigen Hirntumor um 18 Jahre austricksen konnte). (S 156-157) zu zitieren.

Es geht um die "Nutrazeutika", also Lebensmittel, denen eine (nachgewiesene) Tumor hemmende Wirkung nachgesagt wird.

"Lenny" hatte Bauchsp.drüsenkr. im Endstadium, nur noch wenige Monate zu leben.

"Lenny" mit einem dröhnenden Lachen und legendären Wutausbrüchen, liebte er seit jeher Poker und Spielhallen. Jetzt hatte er schlechte Karten, aber wieder einmal wollte er sein Glück bis zum Ende ausreizen. Konnte Beliveau ihm irgendeine Behandlungsmethode vorschlagen? Lenny war bereit, bis ans Ende der Welt zu gehen und bei jeder beliebigen Versuchsreihe mitzumachen.
Lennys Frau hatte am Telefon kaum sprechen können, so zugeschnürt war ihre Kehle. »Seit 33 Jahren leben wir zusammen«, flüsterte sie. »Wir sind nie getrennt gewesen. Ich kann nicht glauben, dass es so enden soll, so plötzlich. Wir brauchen noch Zeit, nur ein bisschen Zeit.«
Beliveau ließ sich die Krankenakten zufaxen, und gleich am nächsten Morgen machte er sich daran, die internationalen Datenbanken nach den neuesten Forschungsprogrammen zu durchkämmen. Aber zu Bauchspeicheldrüsenkrebs gab es nur sehr wenige, und die wenigen nahmen keine Patienten in einem so fortgeschrittenen Stadium der Krankheit. Schweren Herzens rief er am Abend Lennys Frau an und berichtete ihr von der ergebnislosen Suche. Sie weinte. »Ich habe gehört, dass Sie sich für die Auswirkungen der Ernährung auf Krebs interessieren. Ich werde mich von A bis Z um Lenny kümmern, jeden Tag, bis zum Ende. Er wird alles tun, was ich ihm sage. Wenn Sie Vorschläge haben, werden wir sie alle versuchen. Wir haben nichts zu verlieren.«
Es war in der Tat nichts zu verlieren. Wenn seine Ideen richtig waren, bot sich hier die Chance, jemanden davon profitieren zu lassen, der es wirklich nötig hatte. Das ganze Wochenende über surfte Beliveau durch die Datenbank MedLine* und lud Artikel aus allen möglichen Quellen herunter, in denen es um Lebensmittel ging, die bei Krebs eine Wirkung gezeigt hatten. Er rechnete aus, welche Konzentration der phytochemischen Bestandteile man mit den üblicherweise beim Kochen verwendeten Mengen erreichen konnte, machte sich Gedanken über die Aufnahme der Wirkstoffe im Verdauungsapparat und ihre Bioverfügbarkeit im Gewebe. Nach zwei Tagen intensiver Arbeit hatte er eine erste Liste von »Lebensmitteln gegen den Krebs« zusammengestellt; später wurde daraus ein Buch.2 Ganz oben auf der Liste standen die verschiedenen Kohlarten, Brokkoli, Knoblauch, Soja, grüner Tee, Kurkuma, Himbeeren, Heidelbeeren und dunkle Schokolode. Am Sonntagabend rief er Lennys Frau an und gab ihr die Liste durch, dazu ein paar Instruktionen: »Krebs ist wie Diabetes. Man muss sich jeden Tag darum kümmern. Sie haben einige Monate. Die Lebensmittel von dieser Liste müssen in dieser Zeit bei allen Mahlzeiten gegessen werden, ohne Ausnahme. Es geht nicht darum, sie nur >hin und wieder< zu essen. Sie müssen sich strikt an diese Liste halten.« Weiter sagte er ihr, dass alle Fette verboten seien mit Ausnahme von Olivenöl und Leinöl, um die Zufuhr von entzündungs-fördernden Omega-6-Fettsäuren zu verhindern. Er empfahl ihr einige japanische Gerichte, die er kannte und besonders mochte. Lennys Frau schrieb sich alles auf und versprach, die genannten Lebensmittel jeden Tag auf den Tisch zu bringen. Es war die einzige Hoffnung, an die sie sich klammern konnte.
In den ersten Tagen rief sie oft an. Sie hielt sich peinlich genau an alles, was sie versprochen hatte, aber sie hatte Angst. Am Telefon weinte sie immer noch: »Ich will ihn nicht verlieren, ich will ihn nicht verlieren.« Nach zwei Wochen klang ihre Stimme anders. »Zum ersten Mal seit vier Monaten ist er aufgestanden«, berichtete sie. »Heute hat er mit Appetit gegessen.« Jeden Tag ging es ein bisschen aufwärts. »Er fühlt sich besser. Er läuft. Er ist aus dem Haus gegangen.« Beliveau traute seinen Ohren nicht. Immerhin war es Bauchspeicheldrüsenkrebs, ein besonders aggressiver Krebs mit einem fou-droyanten Verlauf. Aber es gab keinen Zweifel: Etwas veränderte sich ihn Lennys erschöpftem Körper.
Lenny überlebte viereinhalb Jahre. Über lange Zeit blieb sein Tumor unverändert und ging sogar um fast ein Viertel zurück. Lenny nahm seine üblichen Aktivitäten wieder auf und reiste.

* Ein digitalisiertes Archiv aller medizinischen Artikel, die weltweit veröffentlicht werden, geführt von der National Library of Medicine in Washington D. C.

Ich finde das sehr vielversprechend und es ist eine Affenschande, dass von all dem Wissen nichts in der offiziellen Krebsmedizin ankommt.

Na ja, das Buch muss man einfach gelesen haben, ebenso gehört eigentlich dazu "Die neue Medizin der Emotionen", vom selben Autor.

Liebe Grüße
Datura

Eigentlich wollte ich nur sagen, dass man mit kombinierten naturheilkundlichen Therapien (Mistel, krebshemmende Nährstoffe, aktive Fiebertherapie, Sauerstoffmehrschritttherapie, Meditation und Entspannung womöglich die Überlebenszeit nicht auf dreieinhalb Monate ausdehene kann, sondern auf viele Jahre. Damit kann man nur keine randomisierten Studien machen.
 
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