Strommast direkt vor dem Haus

Themenstarter
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08.07.05
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hallo leute, wollte mal fragen wie schädlich das ist wenn direkt vor dem haus, naja 30 meter etwa, ein strommast steht. wie hoch ist die belastung ?! kann man etwas machen ?

ciao
 
Beitritt
16.02.05
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1.842
Je nachdem ob es eine Hochvolt Überlandleitung oder nur eine Versorgungsstrecke zum Nachbarhaus ist kann man direkt darunter schon mit einer Belastung rechnen. Ich hatte mal ein Foto wo in einer Nachtaufnahme so an die 50-100 Neonröhren unter einer Überlandleitung senkrecht im Acker steckten und alle geleuchtet haben. Ich persönlich würde in eine Hütte über die eine Überlandleitung geht nicht einziehen. Eine kleine Versorgungsstrecke ist aber aus meiner Sicht harmlos. Kannst Du eine Bild davon machen ?

Über die Schädlichkeit lässt sich streiten denn Leute die im Kraftwerk oder Umspannwerk arbeiten leben nicht kürzer als andere (zumindest mir nicht bekannt). Wieviel Leistung da effektiv durch geht hängt auch davon ab welche Verbraucher da dran hängen (Stadtteil/Fabrik/Galvanisierungsbranche). Es sind etliche Faktoren vom Wetter (Regen) bis hin zur Empfindlichkeit des möglicherweise Betroffenen. Es soll Menschen geben die unter einer Überlandleitung ein vibireren nebst leichter Ladung bemerken und Leute denen schon das Brummen des Traffohäuschens Angst bereitet.

Aus meiner Sicht scheint es wichtig bei solche einer Fragestellung rational an die Sache ran zu gegen. Denn durch die vielen Informationen im Netz wird man recht zügig verunsichert. Es ist nicht verkehrt mal den KRankenstand in der Umgebung abzufragen aber man sollte nicht gleich das ganze erspaarte in (aus meiner Sicht) nutzlose Plastikdinger zum neutralisieren stecken.
 

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.
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Beitritt
24.10.05
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4.982
Belastung des Menschen durch elektromagnetische Felder

Mit einem im Handel erhältichen Meßgerät für elektromagnetische Felder, das diese in fünf Stufen in logarithmischer Teilung über LED-Technologie anzuzeigen vermag, vermag man das Risiko abzuschätzen. Hierzu seien lediglich einige Anhaltspunkte gegeben:

- Bei Hochspannungsleitungen kommt es entscheidend auf die übertragene Leistung an: diese ist bei einer 400-kV-Hochspannungsleitung deutlich größer als bei einer 15-kV-Mittelspannungsleitung.

- Bei Mittelspannung 15 kV ist es bezüglich des elektromagnetischen Feldes ein Unterschied, ob es sich bei 3AC 15 kV 50 Hz um eine Drehstromleitung handelt, deren drei Leiter hoch oben auf einem Mast befestigt sind, oder um den hier bei Bahnelektrifizierungen verwendeten Einphasenwechselstrom 1AC 15 kV 16,7 Hz, wobei ein Leiter als Oberleitung über den Schienen verlegt ist, der andere dagegen durch die Schienen gebildet wird. Hält man sich z. B. auf einem Bahnübergang zwischen diesen beiden Leitern auf, ist ein kräftiges elektromagnetisches Feld wahrzunehmen. Da die Eisenbahnwagen im Regelfall aus Stahl bestehen, ist man dort gegen dieses elektromagnetische Feld abgeschirmt.

All diese Felder sind dagegen vergleichsweise harmlos gegenüber dem, was sich in einem normalen Haushalt vorfindet, und vor allem dort sollte man abschirmen bzw. Abstand halten:
- Mobiltelefon bei Sendung bzw. bei Empfang,
- eingeschaltetes Mikrowellengerät,
- elektrische Geräte für 230 V Netzspannung im Bettbereich,
- konventionelle Braunsche Röhren (Bildschirm, Fernseher),
- Halogen-Lampen in Parallelschaltung an parallel geführten Leitungen und vieles andere mehr.

Schließlich: ein elektromagnetische Feld entsteht nur bei Wechselspannung bzw. bei gepulster Gleichspannung, bei einer hinreichend geglätteten Gleichspannung (Straßenbahn, Stadtbahn, S-Bahn Berlin oder Hamburg) dagegen nicht.

Alles Gute!
Gerold
 
Beitritt
07.05.04
Beiträge
1.918
Hallo Gerold,

Schließlich: ein elektromagnetische Feld entsteht nur bei Wechselspannung bzw. bei gepulster Gleichspannung, bei einer hinreichend geglätteten Gleichspannung (Straßenbahn, Stadtbahn, S-Bahn Berlin oder Hamburg) dagegen nicht.
Das stimmt so nicht ganz! Ein elektrisches Feld entsteht dort, wo Potentialdifferenzen herrschen. Sobald man irgendwo eine Spannung anlegt oder erzeugt, entsteht ein elektrisches Feld. Magnetische Felder entstehen erst, sobald Strom fließt. Gleichförmige elektrische Felder gelten als relativ harmlos, da es ähnliche natürliche Felder (Schönwetterfeld) gibt. Sich ändernde elektrische Felder und alle Formen der künstlichen Magnetfelder sind aber mit großer Vorsicht zu genießen, wobei magnetische Wechselfelder als gefährlicher als magnetische Gleichfelder gelten. Wenn ich der Gleichspannungsoberleitung der Straßenbahn pulsierend Strom entnehme (Thyristoransteuerung), dann entsteht natürlich ein sich änderndes magnetisches Feld, welches hohe Oberwellen enthalten kann, bedingt durch die steilen Ein- und Ausschaltflanken. Verursacht durch den Spannungsabfall, ändern sich dann auch geringförmig die elektrischen Feder.

Bei Hochspannungsleitungen gibt es aber offensichtlich noch eine zweite gesundheitliche Gefahr. Es gab vor Jahren mal eine statistische Untersuchung bezüglich gesundheitlicher Störungen und Schäden im Umfeld von Hochspannungsleitungen. Da hat man festgestellt, daß ein 400m-Bereich in Haupt-Windrichtung als besonders signifikant gilt. Das hat mit elektrischen oder magnetischen Feldern wohl nicht mehr viel gemein. Man muß da eher an Ionen oder schädliche Aerosole denken, die sich durch die Felder bilden.
Liebe Grüße

Günter
 
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