Stressbedingte Einschlafprobleme - was wisst Ihr dazu und welche Erfahrungen habt Ihr?

  • Themenstarter Themenstarter Itoh
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Bin erst um ca. 05.30 Uhr eingeschlafen und nur mit viel Medis. Ich werde hier nach wie vor seit bald 3 1/2 Jahren schikaniert, terrorisiert und gemobbt! Zusätzlich zur schweren Rheumakrankheit ist das fatal...
 
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Da bin ich voll bei dir obwohl er tagsüber schon längst mitläuft zeigt sich vermutlich der Stress nachts nur am lautesten. Drücke ich den Tag nur irgendwie durch räumt der Kopf abends halt nach. Daher liest sich für mich dieser Ausgleich tagsüber fast wichtiger als noch ein neues Abendritual.
Das zeigt sich dann im Bett eben genau deshalb, weil man sonst nichts zu tun hat und mit seinen Gedanken alleine ist. Tagsüber hat man genug Ablenkungen, da bekommt man es oft nicht so mit. Erst wenn man dann im Bett liegt, trifft es einem voll.
Genau daher auch mein Ansatz, alles dafür zu tun, dass es erst gar nicht eintritt und sich schon vorab einen Ausgleich sucht. Da sagt man ja auch dazu: Man will den Kopf frei bekommen. Durch was auch immer, aber das will man im Grunde erreichen. Dann kommt da im Bett auch nichts auf einem zu.
Ich mein - früher hat man ja stets geraten, dass man "Schäfchen zählen soll".

Ist heute nicht mehr so en vogue...aber eigentlich gar nicht so schlecht!
Das Zählen soll ja nur der Ablenkung dienen. Damit man eben nicht alleine mit seinen Gedanken ist, Die monotone Wiederholung lenkt ab und soll müde machen. Dann hat man keine Zeit für andere Gedanken sondern muss sich auf das 143 Schäfchen konzentrieren.
En Voge deshalb nicht mehr, weil es ja andere Möglichkeiten gibt. Denke man geht abends lieber eine Runde spazieren, geht zum Sport oder liest noch etwas. Wohl etwas spannender wie Schäfchen zählen - und wohl auch hilfreicher.
 
Die einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit gut einzuschlafen stammt von Kneipp. Er hatte sie bei seinem Besuch in Rom dem Papst empfohlen. In dem Filmausschnitt "4.2 Kneipp in Rom" bedankt sich der Papst bei Kneipp (ab Minute 2:10) mit den Worten: "Ich danke Ihnen, ich habe herrlich geschlafen."

Man zieht vor dem Schlafengehen nasse Socken an und dicke trockene Strümpfe darüber. Dann legt man sich ins Bett und deckt sich zu. Nach kurzer Zeit werden die Füße angenehm warm und man schläft ein.

Durch das kalte Wasser an den Füßen verbessert sich die Durchblutung und die Füße werden warm. Das Blut strömt aus dem Kopf in die Füße und vermindert den Druck im Kopf, der das Einschlafen erschwert.
 
Denke man geht abends lieber ... zum Sport ...
Zu intensiver oder zu später Sport kann sich auch nachteilig auswirken, weil eher hoch-pushend. Für mich hat sich Sport nach ca. 18 Uhr als ungünstig erwiesen. Einen Spaziergang (geruhsam, kein Walken) zähle ich da nicht dazu.
 
ich denke @Itoh , du wirst dir deine stressbedingte innere Unruhe, früher oder später, genau anschauen müssen um Mittel und Wege zu finden, diese zu minimieren bzw. aufzulösen / entschleudern und dann kommt auch wieder guter, entspannter Schlaf, vielleicht nicht gleich, aber mit der Zeit.

Vielleicht auch Prioritäten setzen, was könntest du entschleunigen, was weglassen oder mal liegen lassen - was genau stresst dich innerlich, magst du das erzählen, privat oder beruflich, oder beides?, oder einfach für dich, um für Klarheit zu sorgen.

Stress entsteht oft dort, wo wir denken, ständig mehr leisten zu müssen, als realistisch ist. Langfristig führt kein Weg daran vorbei, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und sich selbst nicht mehr zu überfordern. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen für dich selbst – aber nicht Selbstzerstörung.

Lernen, sich nicht mehr in Probleme hinein zu stressen, sondern bewusst Abstand zu schaffen: Was kann ich beeinflussen, und was nicht? Was ist wirklich wichtig, und was nur anerzogenes Pflichtgefühl?

Innere Ruhe entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Klarheit: Ich tue, was ich kann. Ich gebe mein Bestes. Und wenn das nicht reicht, dann ist es nicht mein Versagen, sondern ein Zeichen dafür, dass die Aufgabe größer ist als ein einzelner Mensch. Dann darf ich Grenzen setzen, Prioritäten setzen / ändern und mich selbst schützen. Dich nicht mit anderen vergleichen, eigene Grenzen erkennen, das ist immer individuell, bei jedem Menschen individuell, allein für dich.
 
Mir hilft neuerdings Lesen, aber nichts Erbauliches oder Spannendes, sondern etwas Schwieriges. Ich lese gerade von Sheldrake „Das Gedächtnis der Natur“, wie die Formen, Schneckenhaus, Schneeflocke, Spinnennetz entstehen. Ich komme dabei nur 2-3 Seiten weit, dann kann ich nur noch den Arm ausstrecken und das Licht ausknipsen und bin weg. Das hilft bei mir. Ob es bei anderen auch hilft - ausprobieren.

Ein anderes Problem ist das Durchschlafen. Ich werde oft gegen 3:00 wach und kann dann nicht mehr einschlafen, oder erst, wenn es Zeit zum Aufstehen ist. Ich ziehe mir dann einen Morgenrock an, löse Sudokus und lege mich wieder hin. Dann kann ich meist gegen 4:00 wieder einschlafen, nicht immer.
 
Heute (leider?) immer weniger en vogue:

Beten.

Wenn man am Ende des Tages seine Sorgen "nach oben abgeben" kann, ist das natürlich eine gute Sache.
Ob es immer gelingt eine andere..


..nur so als "Input" einen Tag vor Auffahrt...:)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Remy: auch wenn Beten bei mir nicht automatisch naheliegt versteht ich mit dem Abgeben der Sorgen schon. Aber dieses Bild, am Abend nicht mehr alles selbst festhalten zu müssen, hat etwas. Ob man das religiös, mit Natur, einem ruhigen Satz oder Schäfchenzählen macht ist vielleicht fast zweitrangig. Aber sobald ich kämpfen will, werde ich erst recht wach.
 
@Kate: Das mit dem Hirn hirnt trifft den Nagel leider ziemlich gut auf den Kopf. Ich merke ja selbst, dass je mehr ich ihm zu denken verbieten will, desto lauter wird es. Vielleicht ist so ein harmloses Ersatzthema wirklich besser als dieses angestrengte dass es sich jetzt entspannen muss. Später Sport zu treiben wäre bei mir wohl auch eher Öl ins Feuer, ein ruhiger Spaziergang klingt in meinen Augen realistischer.
 
@Eptome: Bei mir ist es exakt so, dass es dann im Bett einen voll trifft. Tagsüber schiebe ich weg und natürlich das natürlich auch weil ich beschätigt bin, abends liegt alles ohne Ablenkung vor mir. Das Prinzip des Schäfchen zählens hab ich es jetzt besser geschnallt geht es doch drum den Kopf zu beschäftigen, ohne ihn hochzufahren. Lesen oder ruhig gehen passt bei mir wohl eher als Sport.
 
@vigesimo: Das mit den nassen Socken hat jetzt für mich auf den ersten Blick etwas strange geklungen. Aber ja die Logik mit warm werdenden Füßen verstehe ich. Kalte Füße machen mich nachts tatsächlich eher wacher. Als kleiner, harmloser Versuch wäre das wohl machbar.
 
@Mara1963: Ja, vermutlich komme ich genau um dieses Hinschauen nicht herum. Nachts helfen die verschiedenen kleinen Tricks vielleicht, aber wenn der Tag dauernd zu voll ist, räumt der Kopf eben später auf. Bei mir ist es wohl beides, beruflich und dieser innere Gedanken dass ich noch muss. Das Setzen von Grenzen klingt simpel, abes es fühlt sich noch ziemlich ungeübt an.
 
@Locke 38: Das schwierige Lesen ist nicht spannend genug zum Wachwerden, aber gleichzeitig schwer genug, damit der Kopf nicht zu Sorgen abbiegt. Sudokus um 3 Uhr wären bei mir riskant, da würde ich wohl ehrgeizig werden. Aber als Umlenken versteh ich den Ansatz.
 
Bei mir ist es wohl beides, beruflich und dieser innere Gedanken dass ich noch muss.
was musst du genau @Itoh , noch bis zur Rente arbeiten?

Gibt es hier keine Möglichkeit anzusetzen, evtl. einen Abteilungswechsel oder Arbeitszeitverkürzung, wobei das auch immer so eine Sache ist, oft bleibt dieselbe Arbeit an einem hängen, die man dann in der kürzeren Zeit schaffen soll.
Nicht mehr so perfekt sein wollen, lockerer sein, weil in ein paar Jahren evtl. die Rente ansteht und man nicht mehr hoch hinauf zu steigen braucht auf die Karriereleiter und Arbeiten evtl. abgeben, loslassen, falls das möglich ist in deinem Job?

Du könntest dich mal eine Zeit lang krank schreiben lassen um zur Ruhe zu kommen. Das steht dir zu, auch wg. psychischer, emotionaler Belastung oder eben den Schlafproblemen.
Du solltest achtsam sein mit dir, ein Burnout muss natürlich hoffentlich nicht, aber könnte die Folge sein.
Vielleicht kannst du mit deinem Hausarzt gut darüber sprechen?

Der Kreislauf sollte durchbrochen werden, stets müde zu sein am Tag, wegen schlechtem Schlaf in der Nacht, stresst jeden auf Dauer.
 
Ja, wie schon mal geschrieben - beim Schlafen (von er-schlaffen) geht es darum loslassen zu können.
In unserer Zeit ist loslassen können oft schwierig geworden (Aeussert sich u.U. auch bei Verstopfung, oder...ja - Frauen, die keinen Orgasmus erleben können...und da gibt es viele)
Aber das sind natürlich andere Problembereiche...

Ok. und manchmal helfen doch auch die Bachblüten - Notfalltropfen...

kann man versuchen.

Ok. - seit über drei Jahren terrorisiert mich die Nachbarin über mir mit mutwilligem Lärm und anderen Schikanierereien, weil ich sie einmal darauf hingewiesen habe, dass sie nicht bis 23.00 Uhr waschen darf, und eigene Waschmaschinen nicht erlaubt sind. Sie hat mich dann auch noch beim Vermieter angeschwärzt mit drei falschen Anschuldigungen, und der kam auf mich zu mit eingeschriebenem Brief. Als ich ihm mehrmals mitgeteilt habe, wie es wirklich ist, nämlich eben - systematisches Mobbing ihrerseits - sie hat ja einer ehemaligen Nachbarin gesagt, dass sie früher Hauswartin gewesen sei, und die, die sie nicht mochte, rausgeekelt hätte - genau das erlebe ich seit dieser langen Zeit - jetzt habe ich alles zusammen auf ein A-4-Blatt geschrieben, und das geht in den nächsten Tagen an sie direkt, weil ja sonst niemand mir zu Hilfe kam - ich muss alles selber machen.
Es wird wohl wieder hohe Wellen werfen...aber es muss eben endlich etwas geschehen, damit diese Ungerechtigkeit ein Ende hat...zumindest mal raus ist, denn sie hatte sich bisher noch nie rechtfertigen müssen, und konnte immer so weiter machen. Ich muss das ja machen - egal, was dann passiert...es ist die Wahrheit, und bisher hat man nur ihr sofort geglaubt, und bei mir hiess es dann: "wo sind die Beweise"

weil ich hatte ja immer gehofft und wieder verzeiht...und nett und so.
Aber es gibt eben auch Menschen, die lassen sich viel zu viel gefallen - .und Täter kommen leider auch immer wieder ungeschoren davon, weil sie ihre Machenschaften geschickt vertuschen oder verniedlichen usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Ich muss das ja machen - egal, was dann passiert...es ist die Wahrheit, und bisher hat man nur ihr sofort geglaubt, und bei mir hiess es dann: "wo sind die Beweise“ ...
Hallo Remy,

wenn Du von Beweisen sprichst: hast Du denn die Geräusche, die Du aus der oberen Wohnung hörst, schon einmal aufgenommen?

Viel Glück!
Oregano
 
Ok. - seit über drei Jahren terrorisiert mich die Nachbarin über mir mit mutwilligem Lärm und anderen Schikanierereien, ...
Ich möchte darauf hinweisen, dass es dazu einen schon ziemlich langen Thread gibt:

Damit wir uns hier nicht von @Itoh 's Thema "Stressbedingte Einschlafprobleme - was wisst Ihr dazu und welche Erfahrungen habt Ihr?" entfernen, wäre es gut, Details zu @Remy 's Situation dort zu diskutieren.
 
Bei mir ist es exakt so, dass es dann im Bett einen voll trifft. Tagsüber schiebe ich weg und natürlich das natürlich auch weil ich beschätigt bin, abends liegt alles ohne Ablenkung vor mir. Das Prinzip des Schäfchen zählens hab ich es jetzt besser geschnallt geht es doch drum den Kopf zu beschäftigen, ohne ihn hochzufahren. Lesen oder ruhig gehen passt bei mir wohl eher als Sport.
Wenn man immer was zu tun hat und keine Minute mit seinen Gedanken alleine ist, hört man die auch seltener. Liegt man dann alleine im Bett und wartet nur auf das Einschlafen, hört man die Gedanken schon viel eher. Ziel sollte halt sein, dass man sich das alles auch gar nicht so zu Herzen nimmt und es einem eben nicht so ablenkt.
Ja was auch immer, da muss jeder schauen was zu einem passt. Wenn es für dich lesen ist, passt das ja auch. Kann mir da auch gut vorstellen, wenn man da im Bett noch etwas liest, dann drehen sich die Gedanken danach eher darum und nicht um die Sorgen des Alltags. Dazu eventuell noch einen Beruhigungstee und Lavendel im Schlafzimmer aufstellen. Tagsüber eventuell noch Passedan oder Baldrian etc. und auch die normale Ernährung etwas anpassen. Dann sollte das in den meisten Fällen schon gut helfen. Wenn nicht, muss man eh einen Schritt weitergehen und sich Hilfe suchen.
 

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