"Splittertest" zur Diagnose von Metall-Unverträgli...

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Das Thema Allergie spielt bei vielen Vergifteten eine Rolle, weil die Allergien als Folge der Vergiftung häufig auftreten. Entsprechend bilden sie sich nach einer Entgiftung auch wieder zurück, was dann sehr erfreulich ist.
Bei Zahnmaterialien wird von den dt. gesetzlichen Krankenkassen ein positiver Epikutantest (öfters) anerkannt, d.h. die Kosten der Entfernung dieser Materialien werden übernommen. Trotzdem ist der Epikutantest bekannterweise sehr unzuverlässig und es kann durchaus passieren, daß trotz eines unauffälligen Epikutantests der Mensch dann auf genau dieses unauffällige Material reagiert. Ein LTT-Test (Lymphozyten-Transformationstest) ist da oft aufschlußreicher, aber auch dieser Test ist nicht 100 %ig zuverlässig.
Ein Basler Professor (Dr. Jakob Wirz) hat nun in der DZW 46/03, S. 9 von diesem "Splittertest" berichtet. Der Artikel klingt vielversprechend...:

"Datum 11.11.2003
Zeitschrift DZW
Ausgabe 46/03
Titel Präzise Angaben zu Legierungstyp, Lötstellen und Haftoxiden
Thema "Splittertest" zur Diagnose von Metall-Unverträglichkeiten:
Autor
Beitrag Metall- und legierungsbedingte Erkrankungen in der Mundhöhle sind in Anbetracht der Vielfalt der verschiedenen im Dentalhandel erhältlichen Legierungen, so Prof. Dr. Jakob Wirz, Basel, recht häufig anzutreffen.

Leider werden aber die Ursachen, die den genau beschriebenen Krankheitsbildern (meist lokaltoxischer und nicht allergischer Natur) zu Grunde liegen, oft nicht oder nur ungenügend erkannt. Ferner sind in vergangener Zeit, insbesondere in der Alternativmedizin und -zahnmedizin, zahlreiche diagnostische und prognostische Hilfsmittel anzutreffen, die aber streng wissenschaftlichen Kriterien nicht oder nur beschränkt standhalten können.
Bei der Abklärung einer vermuteten Metallunverträglichkeit stellt vor allem der festsitzende Zahnersatz den zuständigen Zahnarzt vor große Probleme, da jener zur qualitativen Analyse nicht ohne weiteres aus der Mundhöhle entfernt werden kann. Auch bringen Epikutantests mit Legierungen oder gar mit Metallsalzen, die in der angewendeten Form in der Mundhöhle kaum anzutreffen sind, mit Ausnahme von nickelhaltigen Produkten keine Hilfe.
Daten oder Informationen aus so genannten Legierungspässen bieten in der Regel keine zuverlässige Auskunft.
Zur Identifizierung von Metallen und Legierungen von festsitzenden und abnehmbaren Werkstücken kommt am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Basel seit geraumer Zeit ein eigens entwickelter Test, der so genannte Splittertest, mit Erfolg zur Anwendung.
Dieser Test ist einfach und kostengünstig und gibt dem Zahnarzt quantitative und qualitative Angaben über den Legierungstyp, etwaige Lötstellen, unerwünschte Haftoxide bei Aufbrennlegierungen und in vereinzelten Fällen auch über das Korrosionsgeschehen.
Beim Splittertest wird mit einem neuwertigen Karborundumsteinchen bei geringer Tourenzahl von der zu identifizierenden Legierung oder Lötstelle eine geringe Menge von Schleifstaub erzeugt, der mit einer grafitierten, leitenden und selbstklebenden Folie aufgefangen wird.
Mittels EDX-(energiedispersiver) Röntgenpunktanalyse lässt sich im Rasterelektronenmikroskop (REM) der Legierungstyp aus dem EM- und NEM-Bereich eindeutig identifizieren. Die Genauigkeitsgrenze liegt bei etwa 1 Prozent.
Studienergebnisse aus mehr als 1.600 Splittertests und deren Ausweitung an der Universität Basel mit Zahnärzte-Befragung (SSO/ 2003; 69 Prozent weibliche und 31 Prozent männliche Patienten) zeigen, dass Schleimhautbrennen (29 Prozent) und Geschmacksirritationen (26 Prozent) die häufigsten Beschwerden sind, gefolgt von Schmerzen verschiedenster Art (21 Prozent) und Mundtrockenheit (21 Prozent).
Parodontale Probleme um die Kronen- und Brückenpfeiler sind die häufigsten Befunde (51 Prozent), darüber hinaus Verfärbungen und Tätowierungen.
Die auf Grund des Splittertests eingeleiteten Therapien hatten zur Folge, dass mehr als 210 festsitzende Rekonstruktionen entfernt werden mussten und durch Werkstücke aus biokompatiblen Alternativmaterialien ersetzt wurden.
Insgesamt führte die Therapie auf Grund der Splitteranalyse in 63 Prozent der Fälle zu einem vollen Therapieerfolg, in 27 Prozent zu einem Teilerfolg und nur in 10 Prozent konnte sie zu keinem Behandlungserfolg beitragen. "
 
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