Sind Vitalpilze als Arzneimittel zu betrachten?

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nach vielen anderen Dingen wird nun auch "Schema F" bei Vital- (oder auch Heil-) Pilzen durchgezogen:

Sind Vitalpilze als Arzneimittel zu betrachten? - Yamedo BLOG
Sind Vitalpilze als Arzneimittel zu betrachten?

8. Juni 2015 | Von René Gräber

Neuerdings sind Forderungen laut geworden, die sogenannten Vitalpilze (auch Heilpilze genannt) als Arzneimittel einzustufen. So zumindest nach Meinung der Gemeinsamen Expertenkommission zweier Bundesbehörden: Dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Weitreichende Folgen hätte dies für Hersteller und Verbraucher: In umfangreichen und kostspieligen Studien müssten Produzenten die Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und mögliche Nebenwirkungen nachweisen, sowie das Risiko-Nutzen-Verhältnis darstellen. Die bisher als Nahrungsergänzungsmittel eingestuften Präparate wären (wenn sie zugelassen sind) apothekenpflichtig. Bislang moderate Preise derartiger Pilzprodukte würden dann erheblich in die Höhe schnellen, nicht zuletzt wegen der enormen Investitionskosten.

In einer Stellungnahme der Gemeinsamen Expertenkommission von BfArM und BVL vom November 2014 geht es um drei verschiedene Pilzprodukte: Den Lackporling (Ganoderma lucidum), den Raupenpilz (Cordyceps sinensis) und die Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor). In den Handel kommen die Zubereitungen als Kapseln, Tabletten und Pulver sowie als Tee. Die von BfArM und BLV berufenen Wissenschaftler stellen in ihrer Verlautbarung fest, dass diesen Produkten eine „positive Wirkung bei Rheuma, Impotenz oder Depressionen zugeschrieben“ wird. In manchen Internet-Shops werde darüber hinaus auch mit nicht belegten Heilversprechen wie „Wirkung gegen Krebs“ geworben.

Behörden nehmen seit jeher an derart fantastischen Deklarationen Anstoß, denn solche Behauptungen sind in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel auch per Gesetz untersagt. Und die Expertenkommission rügt weiter, dass diese und ähnliche medizinische Wirkungen nur in den Online-Shops propagiert werden, dass aber auf den Produkt-Verpackungen oft keine Inhaltsangaben gemacht oder Indikationen genannt werden.
Genau das kritisieren auch einige Pharma- und Lebensmittel-Experten. Und sie argumentieren: Der Verbraucher könne denken, es handle sich nicht um Nahrungsergänzungsmittel, sondern um Arzneimittel. Und weil dies die Konsumenten-Meinung wäre, müssten die Pilzpräparate ein Zulassungsverfahren für Arzneimittel durchlaufen.

Aha: Wenn ich also behaupte, dass mein Salbei im Garten eine Heilwirkung hat, dann darf ich das also nicht. Gut. Dann darf ich doch aber immer noch Salbei verkaufen? Oder? Nicht wenn es nach den „Pharmaexperten“ geht. Denn das dient jetzt anscheinend als Grund den Vitalpilzen den Garaus zu machen. Für mich ein weiteres Beispiel, wie ein sehr hilfreiches Naturmittel mittels allerlei Bürokratie aus dem Verkehr gezogen werden soll. Mit Konsumentenschutz hat das für mich ebenfalls nichts zu tun. Dazu wäre es völlig ausreichend, Hersteller und Shops entsprechend zu „ermahnen“ und zu kontrollieren.

Die Behörden haben es bislang aber unterlassen, die unlautere Werbung mancher Online-Shops zu unterbinden. Es bleibt abzuwarten, ob die Gemeinsame Expertenkommission des BfArM und des BLV sich mit ihrer Forderung durchsetzt oder ob eine Versachlichung der Diskussion möglich ist.

Fazit
Man darf nicht „behaupten“, dass Vitalpilze bzw. Heilpilze eine umfassende Heilwirkung haben. Dafür dürfen wir uns aber jeden Tag in den Medien die Werbung für Medikamente ansehen, die ungeniert damit werben dürfen. Und zu Risiken und Nebenwirkungen sollen wir dann unseren Apotheker oder Arzt fragen – wie putzig!

Na, vielleicht darf ich wenigstens noch darüber berichten, welche Wirkungen diese Vitalpilze haben. Oder ist das bald auch verboten? Mehr dazu in meinem Beitrag: Heilen mit Pilzen.

Klar ist auch: bei den Vitalpilzen muss man schon schauen, woher die kommen. Aber auch hier gibt es ausreichend Hersteller, denen vertraut werden kann.
 
https://www.gesundheitspraxis-hasloh.de/wissen/naturheilkunde/heil-und-vitalpilze.html

Heil- und Vitalpilze

Heilpilze haben in der traditionellen chinesischen Medizin seit über 1000 Jahren einen festen Platz. Auf Grund der überaus positiven Wirkungen horcht die westliche Medizin zunehmend auf, so dass die Heilpilze auch in unseren Breiten immer mehr Verwendung finden.

Die Pilze beinhalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpene und vor allem Polysaccharide (Mehrfachzucker). Gerade diese Polysaccharide, die Beta-Glukane sind für die Hauptwirkung der Immunmodulation verantwortlich.

Die Hauptwirkung der Pilz-Glukane ist auf Zellebene erst teilweise erforscht. Sie wirken nicht nur modulierend, also aktivierend oder besänftgend auf das Immunsystem, sondern beeinflussen auch die Ausscheidungen, den Stoffwechsel, Durchblutung, Entzündungsgeschehen und Säure-Basen-Haushalt in den Geweben.

Die zweite wesentliche Substanzklasse stellen die Triterpene dar. Sie sind in der Natur weit verbreitet und haben einen charakteristischen ätherischen bitteren Geschmack.

Die Triterpene wirken anti-allergisch indem sie die Histamin-Ausschüttung hemmen, die Leberentgiftung verbessern, den Blutdruck senken und antibakteriell sowie antiviral wirken.

Die Vitalpilze enthalten essentielle Aminosäuren, die Vitamine der B-Reihe, wichtige Mineralien und essentielle Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Selen. Gerade letztgenannte Spurenelemente werden von wichtigen Entgiftungsenzymen wie Superoxid-Dismutase und Glutathion-Peroxidase benötigt.

Die Entgiftung kann aber auch direkt durch verschiedene Enzyme aktiviert werden.

Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff ist das Adenosin, welches gefäßerweiternd wirken kann und die Durchblutung am Herzen verbessert.

Einige Pilze haben auch direkten positiven Einfluss auf die Psyche wie Hericium, Reishi und Cordyceps.

Neben den typischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Herzinfarktprophylaxe, Leberstörungen, Übergewicht, Nervenschwäche und Schlafstörungen, finden die meisten Heilpilze ihre Verwendung in der begleitenden Tumortherapie.

Die Pilze gehören zu der Substanzklasse der Adaptogene, von denen es nur wenige gibt, wie z.B. noch Rhodiola rosea oder Ashwaganda aus dem Ayurveda.

Adaptogen bedeutet: Dies sind Substanzen, die zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit dienen und die Widerstandskraft (Resilienz) erhöhen. Der Organismus kann sich damit an Stress-Situationen besser adaptieren also anpassen.



Die wichtigsten Pilze möchte ich Ihnen vorstellen:

Reishi / Ling Zhi "Pilz der Unsterblichkeit"

Der Reishi enthält neben wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor allem wichtige Polysaccaride (Mehrfachzucker) und Terpene. Vor allem die Terpene bewirken eine Hemmung der Histaminfreisetzung. Daher ist dieser Pilz sehr gut bei allen typischen allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen, Asthma, Urtikaria einsetzbar. Aber auch bei Schlaflosigkeit oder Nervosität vor dem Schlafengehen kann dieser Pilz eine hervorragende entspannende Wirkung hervorrufen und zum besseren Schlaf beitragen.

Vorwiegend wird der Reishi bei Krebserkrankungen eingesetzt. In Japan ist er beispielsweise als offizielles Krebsmedikament zugelassen. Die Wirkung entfaltet sich über das Immunsystem, in dem die Tätigkeit der sogenannten T-Zellen aktiviert wird. Aber auch natürliche Killerzellen werden stimuliert sowie die Freisetzung von Interleukinen - also Botenstoffen, die die Immunabwehr fördern und regulieren.

Zielorgane sind: Herz, Lunge, Bronchien, Knochenmark, Immunsystem, Haut, Psyche

Interessant ist eine geringe anti-androgene Wirkung, die möglicherweise bei Prostatabeschwerden hilfreich sein kann.

Reishi ist auch einsetzbar zum Abmildern der toxischen Wirkungen bei Chemo- oder Strahlentherapie und wirkt Verminderungen der weissen Blutkörperchen entgegen (Leukopenie).

Die Triterpene des Reishi reduzieren die Vermehrung von Viren wie durch EBV, Herpes simplex o.ä. und haben zudem eine anti-mykotische Wirkung gegen menschenpathogene Kleinpilze.

Reishi hat eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel, es wird einem innerlich warm, beruhigt das Hirn (GABA) und stärkt die Leber.

Shiitake "König der Pilze"

Die Forschungsarbeit von Joachim Eder von der TU München konnte eine lange bekannte Wirkung des Shiitake aufzeigen:

Der Shiitake ist bei Störungen im Cholesterinstoffwechsel sehr gut einsetzbar. Durch den Stoff Eritadenin wird bewirkt, dass das schlechte Cholesterin LDL effektiv gesenkt und das gute HDL erhöht wird.

Die herausragende Antitumorwirkung des Shiitake wird vor allem Lentinan, einen im Shiitake enthaltenen Polysaccharid zugeschrieben. Es besteht hauptsächlich aus Beta-Glucan, welches z.B. in einer Studie die vollständige Rückbildung von verschiedenen Tumoren bei Mäusen bewirken konnte.

Darüber hinaus kann man diesen Pilz sehr gut bei Viruserkrankungen einsetzen, wie z.B. der Grippe. Auch hier sind es wieder die Polysaccharide, die das Immunsystem gezielt stärken. Bemerkenswert ist noch, dass neben den vielen Vitaminen der B-Gruppe vor allem Ergosterol (Provitamin-D) in hohem Maße enthalten ist. Neben der Cholesterinsenkung und der antiviralen Wirkung ist der Shiitake bei Brustkrebs adjuvant gut einsetzbar. Weiterhin konnte beobachtet werden, dass die Nebenwirkungen einer Chemotherapie sehr gut abgemildert werden konnten.

Coriolus "Schmetterlingstramete"

In der traditionellen chinesischen Medizin wirkt Coriolus als Leber und Milz stärkend und schleimreduzierend. Bei Krebs, chronischer Hepatitis und Müdigkeit, bei Infektionen der oberen Atemwege so wie als Herztonikum wird er empfohlen.

Die im Coriolus enthaltenen Polysaccaride PSP und PSK können nachweislich das Immunsystem stimulieren und Tumore hemmen. PSK wurde 1977 offiziell als erstes Krebsmedikament aus Pilzen durch das japanische Gesundheitsministerium zugelassen.

Zielorgane: Lunge, Leber, Immunsystem, Magen, Speiseröhre, chronische Infektionen

Fördert die Balance des Immunsystems TH1-TH2

Agaricus blazei murill - (ABM) "Pilz des Gottes"

Agaricus hat den höchsten Anteil an Beta-Glucanen aller Heilpilze, denen in vielen Studien eine eindeutige Krebs hemmende Wirkung bescheinigt wurde. Dadurch wird der Einsatz in der begleitenden Krebstherapie zur Unterstützung des Immunsystems plausibel. Vor allem werden NK-Zellen, also natürliche Killerzellen und körpereigene Fresszellen - Makrophagen - im Wachstum und Wirkung gefördert.

Zudem scheint der Agaricus eine entgiftende Wirkung zu haben, da Behandlungen mit Chemotherapie oder Bestrahlung mit dem Agaricus besser vertragen werden.

In Japanischen Untersuchungen wurden selbst bei weit fortgeschrittenen Tumor-Erkrankungen noch überraschende Ergebnisse erzielt. Der ABM ist dort als offizielles Anti-Krebs-Medikament zugelassen.

In den USA wird er u.a. auch zur unterstützenden Behandlung bei HIV eingesetzt.

Wahrscheinlich stärkste Wirkung am Immunsystem, auch bei akuten Infektionen, besonders reich an Verdauungs- und antioxidativen Enzymen.

Hericium - "Igelstachelbart"

Der Hericium eignet sich zum Entschlacken und Abnehmen und ist sehr nährstoffreich. Er enthält 19 Aminosäuren, darunter alle acht, die für den Menschen essentiell sind.

Spezielle Polysaccharide aktivieren das Immunsystem und scheinen antikanzerogene und antimetastatische Wirkungen zu haben.

Desweiteren wurde antimikrobielle Wirkstoffe im Hericium gefunden, die z.b. den Helicobacter pylori hemmen können, welcher bekanntermaßen im Zusammenhang mit Magenkrebs und Magengeschwüren steht.

Japanische Wissenschaftler wiesen den interessanten Inhaltsstoff Erinacin nach. Dieser soll Nervenwachstumsfaktoren stimulieren, also hilfreich sein bei Erkrankungen wie Alzheimer, Polyneuropathie und anderen Nervenstörungen.

Weiterhin ist der Hericium in der Lage günstig auf die Blutfette einzuwirken, indem Gesamt-Cholesterin, das LDL und die Triglyceride gesenkt werden.

Hervorzuheben sind die Wirkungen auf die Psyche - angstlösend, anti-depressiv, schlaffördernd sowie auf den Darm (Leaky gut).


Maitake - "Tanzender Pilz"

Sicher einer der bekanntesten Heilpilze. Die Wirksamkeit des Maitake ist Gegenstand vieler Studien. Auch er entfaltet viele immunologische Wirkungen, nicht nur über Ergosterin, der Vorstufe des Vitamin D, sondern auch über die Polysaccharide Grifolan, Grifolin und auch über Lektine, deren Wirkung für das Immunsystem ebenfalls von der Mistel bekannt ist.

Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs und Leberkrebs scheinen am besten anzusprechen. Eine weitere Wirkverbesserung gibt es wohl in Kombination mit Chemotherapie.

Positive Ergebnisse gibt es auch in Verbindung mit HIV zu vermelden. Bei Gabe des Maitake, werden weniger T-Helfer-Zellen durch das Retrovirus zerstört, was zu einer Krankheitsverzögerung hin zum AIDS-Vollbild führt.

Guten Einfluss kann dieser Pilz bei Bluthochdruck und Diabetes und zur Gewichtsabnahme nehmen. Eine Senkung des Cholesterin-Spiegels war bei regelmässiger Einnahme ebenso zu beobachten.

Cordyceps - "Chinesischer Raupenpilz"

Der Cordyceps zeichnet sich neben der üblichen immunstimulierenden Wirkung aller Heilpilze vorwiegend als Energielieferant aus! Er verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke. Aus der Sicht der TCM unterstützt der Cordyceps die Nieren, die im Sinne der TCM als Wurzel des Lebens gelten und die gesamte Energie, das Jing beinhalten, welches sich nicht erneuern lässt. Mit dieser Essenz des Lebens, die von den Eltern vererbt wird, muss daher sorgsam umgegangen werden.

Daraus erklären sich die positiven Wirkungen des Raupenpilzes. Er hilft bei Erschöpfungszuständen, Burn-out, trägt z.B. bei Sportlern zur schnelleren Regeneration bei, erhöht die Leistung bei Wettkämpfen. Man könnte den Cordyceps als legales Dopingmittel bezeichnen und lässt sich sinnvoll bei der Gewichtsreduktion ergänzen.

Eine Studie an der Medizinischen Fakultät in Peking konnte sogar die Wirkung als Aphrodisiakum bzw. die effektive Erhöhung der sexuellen Ausdauer nachweisen.

Durch die hemmende Wirkung des Enzyms Monoaminooxidase (MAO) wird der Pilz auch gegen Depressionen eingesetzt und hilft zur Verbesserung der Stress-Resistenz.

Vorsicht ist geboten bei akuten Infekten, Entzündungen und Schlafstörungen, da der Cordyceps aktivierend wirkt.

Zielorgane: Lunge, Leber, (Neben-)Niere, Sexualorgane

Auricularia polytricha - "Judasohr"

Er enthält viele bioaktive Stoffe, Eiweisse, wertvolle Spurenelemente wie Silizium, Zink, u.v.a. Ein Großteil der positiven Inhaltsstoffe ist aber noch gar nicht identifiziert.

Die Immunabwehr kann durch Auricularia deutlich angekurbelt werden. Speziell bei der Hemmung von bösartigen Tumoren aus dem Bindegewebe, wie Sarkomen konnten positive Erfahrungen gesammelt werden.

Ansonsten hat er eine insgesamt stabilisierende und ausgleichende Wirkung auf den Organismus und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Wegen der anti-thrombotischen Effekte wird der Auricularia gern eingesetzt zur Risikoverminderung von Herzinfarkt, Schlaganfall und jeglicher Form von Durchblutungsstörungen.

Auch wird Auricularia eine ausgeprägte entzündungslindernde und befeuchtende Wirkung der Schleimhäute nachgesagt, sowohl in der Lunge als auch im Darm. Dies kann bei trockenem Husten und Verstopfung hilfreich sein.

Coprinus comatus - "Schopftintling"

Wie alle Vitalpilze enthält Coprinus eine ausgewogene Mischung an Vitalstoffen und Spurenelementen. Er besitzt vor allem die höchste Lektinaktivität unter den Vitalpilzen. Lektine sind komplexe Proteine, die verschiedenste biochemische Reaktionen in der Zelle auslösen können.

Die starke anti-oxidative Schutzwirkung auf Zellwände, wie z.B. bei den Blutgefässen, wird auf den Stoff L-Ergothionein zurückgeführt. Daher rühren vermutlich die günstigen Effekte bei Einsatz des Pilzes bei Diabetes, indem Arterien geschützt werden durch Verminderung der Gykosilierungsprozesse und dadurch Absenkung des HbA1c. Folgeschäden des Diabetes wie Erblindung, Amputationen, Polyneuropathie, Herzinfarkt, etc. können hierdurch vermindert werden.

Günstigen Einfluss nimmt der Coprinus bei hormonabhängigen Tumoren wie Brust- oder Prostatakrebs.

Häufig ist eine Kombination von Heilpilzen gegeben. Kapseln oder Pulver sollten mit viel Flüssigkeit vor dem Essen eingenommen werden. Die Einnahme von 10-15g Pilztrockenmasse (Pulver) täglich sind keine Seltenheit.
 
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Pilzpulver versus Pilzextrakt

Unter den verschiedenen Anbietern von Pilzpulvern und Pilzextrakten herrscht ein Glaubenskrieg. Beide Lager beanspruchen mit Vehemenz für sich, dass nur ihre jeweiligen Produkte wirksam seien. Dies ist für die Kunden verwirrend und verunsichernd. Nachfolgend der Versuch einer objektiven Darstellung, da MykoGroup ja sowohl mit Pulver als auch mit Extrakten handelt.

Oft ist es sogar sinnvoll, Pulver und Extrakt miteinander zu kombinieren.

Pilzpulver
Alle Inhaltsstoffe sowie die Ballaststoffe bleiben unverändert erhalten, vorausgesetzt die Trocknung erfolgt bei moderaten Temperaturen unter 40°C.
Gerade das Zusammenwirken der verschiedenen Inhaltsstoffe des jeweiligen Pilzes wirkt oft geradezu erstaunlich und hat gegenüber dem Extrakt ein breiteres Wirkspektrum.
Will man eine entgiftende oder entschlackende Wirkung der Pilze, sollte man die ganzheitliche Kraft des Pulvers nutzen.

Pilzextrakte
Die wertgebenden Inhaltsstoffe (u.a. die Beta-Glukane!) werden je nach Pilzart 4 bis 15-fach konzentriert. Durch das lange Kochen werden die Inhaltsstoffe aus der Zellmatrix herausgelöst und sind dadurch verfügbar.
Extrakte können geringer dosiert werden als Pulver.
Bestimmte Inhaltsstoffe aber gehen bei der Aufbereitung verloren. Dafür werden andere, z.B. die Polysaccharide stark konzentriert und das sind genau diejenigen Stoffe, die in der Natur nachweislich am stärksten wirken und dadurch viel zur heilenden Wirkung der Vitalpilze beitragen. Die Wirkung von Extrakten ist in manchen Bereichen oft stärker und schneller. Oft ist auch die Kombination von Pulver und Extrakten sinnvoll.
Der überwiegende Teil der klinischen Studien wurde mit Pilzextrakten durchgeführt und deren Nutzen damit bewiesen.
Die Pestizidbelastung wird stark reduziert.

Nachteile der Extrakte: Mit Sicherheit gehen alle Ballaststoffe sowie vermutlich ein Teil der Vitamine und Mineralstoffe verloren.
 
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