Selenmethionin unwirksam und evtl. schädlich lt. Dr. Mutter

Kate

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16.11.04
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16.008
Hallo zusammen,

durch einen User wurde ich auf einen aktuellen Vortrag von Dr. Mutter aufmerksam gemacht: Dr. Mutter - Amalgam, Ausleitung - Gesundheit (ist leider akkustisch teilweise sehr schwer zu verstehen).

Dort äußert sich Dr. Mutter zu Selenmethionin, das ja oftmals als bioverfügbarste Selenform gepriesen wird, die außerdem evtl. bei Quecksilber-Belastung günstiger sein könnte als anorganische Formen. Siehe dazu auch: https://www.symptome.ch/threads/selenmangel.16816/#post-135752.

Dr. Mutters Aussage (ungefähr ab Minute 52 des Vortrags) - in meinen Worten zusammengefasst:

Man sollte keine organischen Selenformen wie z.B. Selenmethionin einnehmen. Diese würden zum einen nichts gegen Quecksilber bewirken. Zum anderen würde Selenmethionin in die Erythrozyten eingebaut(!) als Methionin, der Körper erkenne es nicht als Selen. So würde es akkumuliert mit teilweise toxischen Wirkungen. Bei einer Einnahme von 200 µg pro Tag würden "ruckzuck" sehr hohe Selenspiegel erreicht. Er empfehle deshalb die Einnahme anorganischer Selenformen.

Die schnelle Akkumulation von Selenmethionin kann ich bestätigen und mindestens ein weiterer User.

Siehe dazu:
https://www.symptome.ch/threads/mikronaehrstofftherapie-nach-kuklinski.11730/page-3#post-318806
https://www.symptome.ch/threads/lef...nitrosativem-stress.50822/page-34#post-470784 f

Das macht mich schon nachdenklich, kann jemand von Euch diese Information (die Bindung an die Erythrozyten) bestätigen, gibt es weitere Quellen?

Gruß
Kate
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Kate,

Bedeutet das, dass Methionin bei Quecksilberbelasteten schlecht ist?

lg, laudanum
 
Bedeutet das, dass Methionin bei Quecksilberbelasteten schlecht ist?

Nein! So wie ich das verstehe, geht es um das Selen(methionin) - es wird eben nicht als Selen verstoffwechselt, sondern als Methionin und somit reichert es sich im Körper an (das Selen). Zumindest lt. Theorie...

Gruss
Karl
 
Hallo Karl,

danke. Hab schon verstanden, dass Selen thematisiert wurde und nicht Methionin. Hatte das aber so verstanden, dass durch das Einbauen von Methionin ein problem herrscht, nicht, dass das übriggebliebene Selen Schwierigkeiten verursacht. Also falsch verstanden scheinbar :)

lg, laudanum
 
Hallo Kate und Ihr Anderen,

wisst Ihr , welche Selen-Form im Präparat des "Se-Komplex" ist, dass Dr. K. verordnet, und das ich aus Österreich ("Stadt-Apotheke" Bruck) beziehe ?

Gruß von Hareeka
 
Hallo Hareeka

...wisst Ihr , welche Selen-Form im Präparat des "Se-Komplex" ist, dass Dr. K. verordnet, und das ich aus Österreich ("Stadt-Apotheke" Bruck) beziehe ?
Das weiß ich leider nicht. Steht es denn nicht drauf?

Für mich ist der entscheidende Punkt dieser:
Ich habe Dr. Mutter so verstanden, dass Selenmethionin in die Erythrozyten eingebaut wird (als Methionin, der Körper erkennt es nicht als Selen - siehe https://www.symptome.ch/threads/sel...l-schaedlich-lt-dr-mutter.104956/#post-844137) und es so auch nicht vom Blut (Erythrozyten) weiter in den Körper gelangen kann, dorthin, wo es gebraucht wird.

Dies würde bedeuten, dass die Höhe der Blutspiegel/Erythrozytenspiegel in keiner Weise mit der Versorgung des Organismus korreliert. Offensichtlich kann man toxische Blutspiegel vermeiden, indem man so wenig davon nimmt (das hat Lukas ja auch letztlich so gemacht), dass die Blutspiegel "gut" bzw. normal sind - aber der Körper würde dann eben nicht versorgt werden.
Und ich habe es auch so verstanden, dass es eben deshalb nicht hilft (und helfen kann) gegen eine Quecksilberbelastung. Das anorganische Selen dagegen hält er für sinnvoll bei Quecksilberbelastung, das sagt er ausdrücklich.

Ich sehe hier aber durchaus noch Klärungsbedarf, Dr. Mutter fasst sich im dem Vortrag leider sehr kurz bezüglich dieses Themas und führt auch keine Belege an (hört es Euch selbst an - ich denke, ich habe hier inhaltlich alles Relevante wiedergegeben).

Grüße 👋
Kate
 
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Hallo,

die Info ist richtig.
Selenomethionin kann schnell akkumulieren, da es im Gegensatz zu anorganischem Selen (Natriumselenit) aktiv resorbiert und dem Proteinaufbau zugeführt wird.
Ausserdem ist organisches Selen - also Selenomethionin oder Selenhefe - nicht direkt bioverfügbar, da es erst durch den Einbau in spezifische Selenoproteine aktiviert werden muss.
Ein zielgerichteter, schneller Einbau in spezifische Selenoproteine erfolgt nur durch anorganische Selenverbindungen.

Selenomethionin hat also eine deutlich schlechtere Bioverfügbarkeit als Natriumselenit und ist durch die unspezifische Anhäufung im Körper potentiell gefährlicher. Die therapeutische Breite von Selen ist eh ziemlich gering.

Als Arzneimittel zugelassene und seriöse Selenpräparate (erst Recht Ampullen) beeinhalten i.d.R. Natriumselenit.

l.G.
Haringer
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich habe es auch so verstanden, dass es eben deshalb nicht hilft (und helfen kann) gegen eine Quecksilberbelastung. Das anorganische Selen dagegen hält er für sinnvoll bei Quecksilberbelastung, das sagt er ausdrücklich.
Hallo Käte, :)
bei der Bindung (ausgeleitet werden kann es dann ja nicht mehr) von Quecksilber durch Selen im Blut, wird meines Erachtes mit Dosierungen gearbeitet, die höher sind als bei einer reinen Nahrungsergänzung. Diese "Überdosierung" ist nicht zur biologischen Verwertung gedacht, sondern als "Bindemittel" für das Quecksilber. Deswegen, denke ich, bekommt die anorganische Form den Vorzug. Das ist vielleicht etwas vergleichbar mit Cobalamin-Form HB12 beim Einsatz gegen NO.
 
Hallo zusammen,

durch einen User wurde ich auf einen aktuellen Vortrag von Dr. Mutter aufmerksam gemacht: Dr. Mutter - Amalgam, Ausleitung - Gesundheit (ist leider akkustisch teilweise sehr schwer zu verstehen).

Dort äußert sich Dr. Mutter zu Selenmethionin, das ja oftmals als bioverfügbarste Selenform gepriesen wird, die außerdem evtl. bei Quecksilber-Belastung günstiger sein könnte als anorganische Formen. Siehe dazu auch: https://www.symptome.ch/threads/selenmangel.16816/#post-135752.

Dr. Mutters Aussage (ungefähr ab Minute 52 des Vortrags) - in meinen Worten zusammengefasst:

Man sollte keine organischen Selenformen wie z.B. Selenmethionin einnehmen. Diese würden zum einen nichts gegen Quecksilber bewirken. Zum anderen würde Selenmethionin in die Erythrozyten eingebaut(!) als Methionin, der Körper erkenne es nicht als Selen. So würde es akkumuliert mit teilweise toxischen Wirkungen. Bei einer Einnahme von 200 µg pro Tag würden "ruckzuck" sehr hohe Selenspiegel erreicht. Er empfehle deshalb die Einnahme anorganischer Selenformen.

Die schnelle Akkumulation von Selenmethionin kann ich bestätigen und mindestens ein weiterer User.

Siehe dazu:
https://www.symptome.ch/threads/mikronaehrstofftherapie-nach-kuklinski.11730/page-3#post-318806
https://www.symptome.ch/threads/lef...nitrosativem-stress.50822/page-34#post-470784 f

Das macht mich schon nachdenklich, kann jemand von Euch diese Information (die Bindung an die Erythrozyten) bestätigen, gibt es weitere Quellen?

Gruß
Kate

Hallo Kate 👋

Ich habe den Vortrag nun nicht gesehen, nur ab Minute 52 die kurze Aussage von ihm zum hiesigen Thema gehört.

Meine Meinung dazu:

1.
GUT, dass das Selenmethionin NICHT gegen Quecksilber „wirkt“, denn wie wir wissen, ist die „Wirkung“ von Selen (in Form von Natriumselenit) ja keine Ausleitung von Hg, sondern ein Festhalten des Hg im Körper, und es ist bis heute nicht geklärt, was mit diesen Hg-Se-Komplexen im Laufe der Jahre dann weiter geschieht. Also doch bitte lieber kein Selen zur Hg-„Ausleitung“ verwenden, sondern die dafür vorgesehenen Präparate (DMPS, DMSA o.ä.), die nachgewiesenermaßen Hg-ausleitend wirken.

2.
Es ist schon lange bekannt, dass Selen in Form von Selenmethionin im Körper gespeichert wird und dass es sich daher leichter akkumuliert als die anorganische Form. Das heißt aber NICHT, dass das Selen dem Körper nicht zur Verfügung steht, sondern das Gegenteil ist der Fall, es steht dem Körper sogar langfristig zur Verfügung und kann nach Bedarf verwendet werden. Das ist zumindest die Essenz, die mir noch im Kopf ist von einem anderen Forum, in dem ein Chemiker mal darüber geschrieben hatte.

3.
Ich bin selber kein Chemiker, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Selen im Körper auf immer und ewig an das Methionin gebunden bleibt. Die Bindung an das Methionin dient ja lediglich als Resorptionshilfe im Darm, so wie man das mit anderen Mitteln auch macht (Zinkmetionin z.B. oder eben Stoffe gebunden an andere Aminosäuren, also Mineralstoffe in Chelatform). Ich denke, im Körper, nach der Resorption durch den Darm, wird sich das trennen, sonst hätte man vermutlich ziemliche Probleme mit den Mineralstoffen in Form von Chelaten (also alle Mineralstoffe, die an Aminosäuren gebunden sind). Wenn also der Methioninteil vom Selenmethionin in die Erythrozyten eingebaut wird, so sagt das rein gar nichts darüber aus, was mit dem Selenteil passiert... wobei nun auch nicht klar geworden ist, ob Dr. Mutter die Tatsache, dass die Erys Methinoin erhalten, als negativ betrachtet oder nicht...

4.
Wie erwähnt, ist schon lange bekannt, dass organische Selenformen im Körper mehr gespeichert werden und langfristig zur Verfügung stehen, während das beim anorganischen Natriumselenit nicht der Fall ist. Diese Speicherung ist aber kein Nachteil, wenn man mit der Dosierung aufpasst. Ich weise schon seit Jahren - auch in diesem Forum hier - darauf hin, dass die propagierten „200 µg Selen tgl.“ NICHT für Selen in Form von Selenmethionin gelten (AUCH wenn es oftmals so angeboten wird auf dem NEM-Markt!), da man damit ganz leicht in kurzer Zeit schon in Vergiftungsbereiche kommen kann. Mir persönlich genügen für optimale Serum- und Vollblutwerte tgl. 50 µg Selen in Form von Selenmethionin.

5.
Auch Dr. Mutter ist nicht fehler- und irrtumsfrei, wie man ja auch in diesem Forum schon mehrfach erfahren konnte. Und lediglich Behauptungen in den Raum stellen ohne Beweise zu liefern ist immer etwas suspekt.

6.
Mir persönlich widerstrebt es fürchterlich, wenn manche Ärzte, HPs, Biochemiker und was sie alle so sind oder sein wollen, so grundsätzlich von Menschen zu fehlerfreien Gurus hochstilisiert werden, nur weil sie vielleicht in einer einzigen bestimmten Sache etwas Gutes geleistet oder entdeckt haben (dazu zählen z.B. u.a. auch Daunderer, Cutler...). Dann ist plötzlich „alles“, was diese Leute von sich geben, für viele Menschen das Non plus Ultra und das einzig Wahre. Viele geben darüber das eigenständige Denken auf. Das ist schade...
Das trifft auf Dich natürlich nicht zu, Kate! :)

Liebe Grüße
Lukas
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was bitte sollen seriöse Präparate sein? Als Arzneimittel ist jeder Dreck zugelassen. Dieser Kredit ist vollständig verspielt.


Ja Rudi, ich hab mich sehr unglücklich ausgedrückt, da hast Du völlig Recht.

Was ich sagen will ist: Ich persönlich bevorzuge Selen als Monopräparat von Firmen, die auf diesem Gebiet vielleicht auch selber Forschung betreiben und eine gewisse Reputation im Bereich der Naturheilkunde haben.
Nicht umsonst ist Selen ab 300 mcg verschreibungspflichtig.
 
Danke, Lukas, genauso sehe ich das auch, auch nach umfangreicher Recherche.

Ich nehme ein bis zweimal die Woche 200µg Selenmethionin, zusammen mit NAC.

Das Natriumselenit in Mengen ganz einfach Hg oder auch Ag schnappen und wegschaffen, den Beweis sind se alle schuldig geblieben.

Viele Grüße
Datura
 
Hallo zusammen,

prima, dass so viele von Euch reagiert haben :)

Datura, ich mach's genauso: Nachdem ich mit 200 µg pro Tag mal (auch Herrn Kuklinski) erschreckende Blutspiegel nach kurzer Zeit erreichte, nehme ich zwei mal pro Woche Selenmethionin. Ich habe das jetzt hinterfragt, weil ich natürlich nicht möchte, dass das Selen in meinen Erys hängen bleibt ;) Andererseits dachte ich heute nacht bei mir: Wenn man jetzt immer mehr nachlegt, müsste es ja allein deshalb irgendwann da raus, oder?

Ich frage mich eben nur, warum Dr. Mutter sagt, Selenmethionin (ich nehme übrigens die L-Form, falls HRoesch hier mitliest) werde vom Körper nicht als Selen erkannt. Vielleicht sollte man ihn mal direkt nach Belegen dazu fragen.

1.
GUT, dass das Selenmethionin NICHT gegen Quecksilber „wirkt“, denn wie wir wissen, ist die „Wirkung“ von Selen (in Form von Natriumselenit) ja keine Ausleitung von Hg, sondern ein Festhalten des Hg im Körper, und es ist bis heute nicht geklärt, was mit diesen Hg-Se-Komplexen im Laufe der Jahre dann weiter geschieht. Also doch bitte lieber kein Selen zur Hg-„Ausleitung“ verwenden, sondern die dafür vorgesehenen Präparate (DMPS, DMSA o.ä.), die nachgewiesenermaßen Hg-ausleitend wirken.
Dazu sagt Dr. M. - meine ich - irgendwo (in der Nähe von Minute 52) auch etwas, aber es ist so schwer verständlich (Ohr am Computer), dass ich es beim "Überfliegen" des Vortrags nicht aufgenommen habe.

2.
Es ist schon lange bekannt, dass Selen in Form von Selenmethionin im Körper gespeichert wird und dass es sich daher leichter akkumuliert als die anorganische Form. Das heißt aber NICHT, dass das Selen dem Körper nicht zur Verfügung steht, sondern das Gegenteil ist der Fall, es steht dem Körper sogar langfristig zur Verfügung und kann nach Bedarf verwendet werden. Das ist zumindest die Essenz, die mir noch im Kopf ist von einem anderen Forum, in dem ein Chemiker mal darüber geschrieben hatte.
Dies wäre für mich der entscheidende Punkt.

3.
Ich bin selber kein Chemiker, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Selen im Körper auf immer und ewig an das Methionin gebunden bleibt.
Kann ich eigentlich auch nicht. Nur die Details sind mir unklar... Gibt es nicht irgendeine Möglichkeit, Selenspiegel im Körper (nicht im Blut) zu überprüfen? Womöglich über die Funktionsfähigkeit selenabhängiger Enzyme (da kenne ich mich aber nicht aus)?

5.
Auch Dr. Mutter ist nicht fehler- und irrtumsfrei, wie man ja auch in diesem Forum schon mehrfach erfahren konnte. Und lediglich Behauptungen in den Raum stellen ohne Beweise zu liefern ist immer etwas suspekt.
Ja - zumal er an anderen Stellen durchaus Studien oder Fallbeispiele nannte.

Dann ist plötzlich „alles“, was diese Leute von sich geben, für viele Menschen das Non plus Ultra und das einzig Wahre. Viele geben darüber das eigenständige Denken auf. Das ist schade...
Das sollte man wohl besser niemals tun. Ich hab nun auch nicht überstürzt das Selenmethionin abgesetzt (zumal Dr. Ku. auch nichts gegen diese Verbindung an sich einzuwenden hatte, und ich meine, er hat sich vor vielen Jahren mal intensiv mit Selen auseinander gesetzt).

Liebe Grüße
Kate
 
Ergänzung:

Dass Selenmethionin im Blut bedenklich kumuliert, scheint zumindest keine neue Erkenntnis zu sein: https://www.dr-kuklinski.info/publikationen/gefaehrlichkeit-vitamine-mikronaehrstoffe.pdf

(Gebt in die pdf-Suche "Selenmethionin" ein, dann gelangt Ihr zu der relevanten Textstelle - leider kann man dort nicht rauskopieren, sonst hätte ich es hier zitiert.)

Gruß
Kate






Hallo Kate,

Du hast zwar den Hinweis zum Selberlesen gegeben, aber vielleicht tut das nicht jeder, und so wie es jetzt da steht, könnte es vom Einen oder Anderen so verstanden werden, als riete Kuklinski von Selenmethionin ab oder hielte es grundsätzlich für gefährlich. Das ist aber nicht der Fall.

Er schreibt wörtlich:

In einer Tagesdosis von 200 µg kumuliert es und kann toxische Wirkungen entfalten.

Das ist also genau das, was ich - aus eigener Erfahrung (die Du in Deinem Fall später dann ja auch so bestätigen konntest) - schon vor Jahren schrieb, nämlich dass die Dosis von 200 µg Selen tgl. in Form von Selenmethionin zu Vergiftungen führen kann. Bei einer Dosis von tgl. 50 µg ist das aber sicher nicht der Fall (wenn man nicht gerade zusätzlich noch zentnerweise Paranüsse tgl. auf dem Speiseplan stehen hat). Es ist also wie bei Allem: die Dosis macht’s! Und das ist selbstverständlich das Gleiche auch beim anorganischen Natriumselenit. Wenn man hiervon dauerhaft eine zu hohe Dosis einnimmt, kann man sich damit genauso auch vergiften. Man muss eben die für den jeweiligen Stoff und die für die eigene Person richtige Dosis finden. Und mal ehrlich: dass man von Selenmethionin eine geringere Dosis benötigt, als vielmals angegeben, um optimale Selenwerte im Blut zu erhalten, ist doch nur von Vorteil... zumindest für den Geldbeutel. Warum also sollte man sich darüber beschweren?

Liebe Grüße
Lukas
 
...Du hast zwar den Hinweis zum Selberlesen gegeben, aber vielleicht tut das nicht jeder, und so wie es jetzt da steht, könnte es vom Einen oder Anderen so verstanden werden, als riete Kuklinski von Selenmethionin ab oder hielte es grundsätzlich für gefährlich. Das ist aber nicht der Fall.

Er schreibt wörtlich:

In einer Tagesdosis von 200 µg kumuliert es und kann toxische Wirkungen entfalten.
Du hast vollkommen recht, Lukas :) Danke für das Herauspicken des zentralen Satzes in diesem Zusammenhang. Hatte nicht die nötige Ruhe, als ich das hier postete. Immerhin hatte ich aber vorher schon erwähnt, dass Dr. Ku. mir persönlich das Selenmethionin "abgesegnet" hat - nur eben nicht mit 200 µg/Tag.

Und mal ehrlich: dass man von Selenmethionin eine geringere Dosis benötigt, als vielmals angegeben, um optimale Selenwerte im Blut zu erhalten, ist doch nur von Vorteil... zumindest für den Geldbeutel. Warum also sollte man sich darüber beschweren?
Auch hier stimme ich Dir zu. "Beschweren" tue ich mich allenfalls über die Unverantwortlichkeit, solche Dosen zu empfehlen und zu verkaufen, wenn doch die Fakten dazu offensichlich "auf dem Tisch" liegen. Wer lässt schon dauernd seine Selenspiegel überprüfen? Ich vermute, dass die meisten nicht auf orthomolekulare Medizin o.ä. ausgerichteten Ärzte (und auch die verschreiben Selen, z.B. bei Krebskranken), das evtl. garnicht untersuchen (und wenn, dann womöglich im Serum und nicht im Vollblut oder den Erythrozyten).

Liebe Grüße
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kate

Immerhin hatte ich aber vorher schon erwähnt, dass Dr. Ku. mir persönlich das Selenmethionin "abgesegnet" hat - nur eben nicht mit 200 µg/Tag.


Das habe ich wohl übersehen. :)



"Beschweren" tue ich mich allenfalls über die Unverantwortlichkeit, solche Dosen zu empfehlen und zu verkaufen, wenn doch die Fakten dazu offensichlich "auf dem Tisch" liegen.


Du hast recht, das ist leider ziemlich verantwortungslos.
Allerdings war das mit dem "Beschweren" auch nicht auf Dich gemünzt. Vielleicht ist "beschweren" auch nicht das richtige Wort, aber Dr. Mutter z.B. macht ja leider durchaus "negative Stimmung" (ob das nun besser ausgedrückt ist?) gegen Selenmethionin...




Wer lässt schon dauernd seine Selenspiegel überprüfen? Ich vermute, dass die meisten nicht auf orthomolekulare Medizin o.ä. ausgerichteten Ärzte (und auch die verschreiben Selen, z.B. bei Krebskranken), das evtl. garnicht untersuchen (und wenn, dann womöglich im Serum und nicht im Vollblut oder den Erythrozyten).


Ich habe Selen immer gleichzeitig jeweils im Serum und im Vollblut messen lassen, und das mindestens ein dutzend Mal bisher. Meine Erfahrung bzgl. Selens ist dabei die, dass die Messungen im Serum und im Vollblut ziemlich genau übereinstimmen. Also nicht vom absoluten Wert her, aber im Verhältnis zu den jeweiligen Norm- bzw. Optimalwerten. Ob das aber nur bei mir so der Fall oder ob das im Allgemeinen so ist, weiß ich nicht.

Liebe Grüße
Lukas
 
Dr. Mutters Aussage (ungefähr ab Minute 52 des Vortrags) - in meinen Worten zusammengefasst:

Man sollte keine organischen Selenformen wie z.B. Selenmethionin einnehmen. Diese würden zum einen nichts gegen Quecksilber bewirken. Zum anderen würde Selenmethionin in die Erythrozyten eingebaut(!) als Methionin, der Körper erkenne es nicht als Selen. So würde es akkumuliert mit teilweise toxischen Wirkungen. Bei einer Einnahme von 200 µg pro Tag würden "ruckzuck" sehr hohe Selenspiegel erreicht. Er empfehle deshalb die Einnahme anorganischer Selenformen.

na das ist doch logisch , das ist eine aminosäure ,ein protein ! natürlich wird das irgendwo eingebaut !

LG kopf .
 
Also, für mich ist auch logisch, dass das Mineral, an eine Aminosäure gebunden, besser aufgenommen wird, denn nur so kommt es beispielsweise in Paranüssen vor und nicht als Natriumselenit und so wird es als nötiger Baustein erkannt.

Datura
 
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