Selenmangel

Kate

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16.095
Hallo zusammen,

in meiner unter https://www.symptome.ch/threads/kaliummangel.16667/ erwähnten Vollblut-Mineralstoffuntersuchung stellte sich auch ein Selenmangel heraus. Der ist mit

60 µg/l (80-130, als "präventivmedizinischer Normbereich" wird sogar 140- 160 angegeben)

auch deutlich. Empfohlen wird seitens des Labors Natriumselenit 50 - 200 µg. Diese anorganische Verbindung hätte im Vergleich zu Selenhefen o.ä. den Vorteil der schnelleren Verfügbarkeit des Selens. Die orale Bioverfügbarkeit wird mit 50-75% angegeben.

Was die Ursachen betrifft, könnte es bei mir sowohl immer noch eine Schwermetallbelastung sein, als auch mangelnde Aufnahme (die klassischen Selenbomben esse ich wohl alle nicht so sehr) oder Absorption (jahrelange Darmprobleme).

Meine Fragen an Euch:
  • Was nehmt Ihr gegen Selenmangel, wie sind Eure Erfahrungen?
  • Bedeutet NATRIUMselenit nicht auch, dass da ein Natrium-Anteil drin ist? Wie hoch ist der? (Mein Natrium ist erhöht, passend zum verringerten Kalium (und meinem Wassermangel/permanenten erhöhten Wasserverlust)
  • Habt Ihr einen Tipp für preiswerten Einkauf?

Was im Wikipedia über Selen-Substitution steht, ist nicht ganz prickelnd. Gegen einige Tumorarten sei es vermutlich wirksam, andere scheine es eher zu fördern, ebenso wie Diabetes. Aber so ganz ernst nehme ich das nicht, sind halt Studien (also nur Statistik, die keine Kausalzusammenhänge beweisen kann) - und als solche oft mit systematischen Fehlern versehen und je nach Auftraggeber häufig nicht frei von Geschäftsinteressen.

Grüße
Kate
 
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Natriumselenit ist wahrscheinlich das beste, aber auch recht teuer. n der CH zahlt es neuerdings die kasse, wenn es verschrieben wird.
Erfahrungen sind gut.
Selen ist sehr wichtig, empfehle die Einnahme
 
Hallo Kate,

ich nehme seit über 10 Jahren 43 mcg Selen (entspricht in etwa unserem Wiki). Bis vor einem Jahr als Selenhefe, aber dann hab ich Selen-Methionin entdeckt, und das ist mir sympathischer als „Hefe“.

Viele Grüße
Baffomelia

Lieferant: supplementa.com
Artikelnr. 93210
100 Tabl a 100 mcg = 15,50 Euro
Hersteller: KAL (USA)
 
Hallo und danke für Eure Antworten :)

Beat, wenn Du eine Schachtel Natriumselenit zu Hause hast, könntest Du bitte mal nach dem Natriumgehalt schauen? Wird zwar wenig sein, tät mich aber trotzdem interessieren.

Baffo, wie kriegst Du denn 43 mcg aus den 100 mcg herausgedröselt? Hast du 'ne Goldwaage? ;) Dass unser Wiki auch 43 mcg wiegt... äh, wir überhaupt ein Wiki über Selen haben, wusste ich noch garnicht, muss ich mal kucken...

Was mir noch beim Stöbern im Forum über den Weg lief:

Zink sei ein "Gegenspieler" von Selen... Das würde bei mir allerdings einiges erklären - neben der Tatsache, dass ich außer kleinen Mengen Fleisch, Broccholi, ab und an Pilze (keine Champignons) keinerlei Selenreiche Nahrungsmittel esse/vertrage.

Selenreiche Nahrungsmittel sind Fleisch, Eier, Milch und Meeresprodukte. Selenreiche Gemüse sind in Abhängigkeit vom Selengehalt des Bodens: Broccoli, Knoblauch, Pilze und Vollkorngetreideprodukte.
Aus: https://www.huenerberg-running.de/pages/deutsch/dr_nachtigall.html#Selen


Grüße
Kate
 
Hier noch ein kurzer Thread aus der KPU-Rubrik zu den Selen-Verbindungen.

Günter schreibt dort, dass Selenmethionin und Selenhefe synonym benutzt
werden! Und Irnee bemerkt, dass ihr die -hefe wegen ihrer HI nicht bekommt. Da horche ich natürlich auf...

Über die Meinung der KEAC dazu schreibe ich dort:

Man sollte laut KEAC bei KPU kein Selenmethionin nehmen, es sei denn, man hat Histadelie (zu hohen Histaminspiegel). Wohl wegen des Methionins, das eine Histaminsenkende Wirkung hat. Es wird Natriumselenit empfohlen.

Siehe:https://www.symptome.ch/threads/selenhefe.4144/

Bei mir wurde ein niedriger Histaminspiegel festgestellt. Obwohl ich keine Ahnung habe, ob das noch so ist bzw. wie verlässlich der Wert ist, werde ich es wohl zunächst mit Natriumselenit probieren. Hefe ist zudem erfahrungsgemäß überhaupt nicht mein Fall.

Grüße
Kate
 
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Hallo Kate,

Dein Link ist putt.
Habt Ihr einen Tipp für preiswerten Einkauf?
Der war gut:))):))):))):))):lachen2::lachen2:
Guckst Du hier:
Medikamententhread
Ich hatte beide Formen da und hatte weder bei der Einnahme noch beim kinesiologischen Test einen Unterschied bemerkt.
Ich empfehle 50mcg-Tabletten. Vorsichtig einschleichen. Vorsicht mit Dosierungen über 150mcg pro Tag.
Liebe Grüße

Günter
 
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Kate schrieb:
Wie kriegst Du denn 43 mcg aus 100 mcg herausgedröselt?

Hallo Kate,

ich drösele mir Mo, Mi und Fr eine ganze Pille ein,
macht 3 x 100 = 300.
Das entspricht 300 : 7 = 43 mcg pro Tag.
Funktioniert auch bei anderen Pillen.

Viele Grüße
Baffomelia
 
Kate schrieb:
Selenmethionin und Selenhefe synonym?

Glaub ich eher nicht, Kate. Bei dem von mir genannten Produkt steht im supplementa-Katalog

Das Produkt ist hefefrei und kann daher auch von Personen verwendet werden, die bisher aus Überempfindlichkeit gegen Hefekulturen auf Selen-Präparate verzichten mussten.

Viele Grüße
Baffomelia
 
Hallo Kate,

Dein Link ist putt.

Der war gut:))):))):))):))):lachen2::lachen2:
Guckst Du hier:
Medikamententhread
Ich hatte beide Formen da und hatte weder bei der Einnahme noch beim kinesiologischen Test einen Unterschied bemerkt.
Ich empfehle 50mcg-Tabletten. Vorsichtig einschleichen. Vorsicht mit Dosierungen über 150mcg pro Tag.
Günter, was'n mit Dir los? Naja, wenn Du Deinen Spaß hattest ;) Deine Tipps sind gut, aber ich bin auch nur ein Mensch und denke nicht immer an alles. Außerdem könnte es ja eventuell sein, dass noch ein anderer Forumsuser einen Tipp hat.

Was Deine Verträglichkeitssituation betrifft: Soweit ich weiß, hast Du weder HI noch Histapenie(?) Dann spielt es vielleicht wirklich keine Rolle. Bei einem Teil der organischen Produkte kommt für mich noch dazu, dass sie aus Paradiesnuss hergestellt werden und ich Nuss-Allergikerin bin.

Ich habe zum Probieren gestern erstmal was von Taxofit aus dem dm-Drogeriemarkt geholt (da hat man wenigstens keine Versandkosten). 50 µg zum Frühstück genommen, keinerlei Nebenwirkungen.

Den Link habe ich heile gemacht, Danke für den Hinweis.

Baffomelia schrieb:
ich drösele mir Mo, Mi und Fr eine ganze Pille ein,
macht 3 x 100 = 300.
Das entspricht 300 : 7 = 43 mcg pro Tag.
Funktioniert auch bei anderen Pillen.
Wow, Baffo, Du bist ja pfiffig. Da wär ich jetzt nicht drauf gekommen. Danke :)

Interessant, was Du über Selenhefe und -methionin schreibst. Vielleicht wird es ja aus Hefe hergestellt und es gibt Verfahren, die Hefe zu entfernen? So dass es Selenmethionin mit und ohne Hefe gibt? Eventuell werde ich diese Selenverbindung auch noch probieren, schaun wir mal.

Grüße
Kate
 
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Selen und Hg

Noch ein Hinweis, den ich per Mail von Lukas erhielt:

Natriumselenit kann sich mit Hg zu Quecksilberselenid verbinden und man weiß nicht, was mit dem Komplex passiert. Selenmethionin bildet keine Komplexe mit Hg.

Es gibt auch noch Selencystein.

Grüße
Kate
 
hi kate!

ich hatte ein einem letzten Labor auch niedriges Selen (108 micg/l bei Ref. 75-140 micg/l); meine HP hier in Freiburg hat gemeint, dass ein wirksamer Schutz vor Karzinomen z.B. erst ab ca 140 micg/l aufgebaut werden würde;

ich hab seither verschiedene präparate probiert, u.a. natriumselenit von regulafit, was mit 100 micg/tablette recht ordentlich dosiert ist; da ich mich oft an kuklinski orientiere, hab ich nach seinem buch anfangs 2-4mal 100 micg genommen, dann 1-2 mal pro tag.

jetzt bin ich auf selenomethionin (nature's way) umgestiegen, was mit 200 micg laut kuklinski vergleichbar ist mit 400 micg natriumselenit; die bioverfügbarkeit soll von der aminosäurevariante (methionin) wohl höher sein- ist in D scheinbar nicht zugelassen...

was meine HP auch noch gemeint hat ist, dass man bei hoch-dosis vit.c therapie einerseits die aufnahme von selen hemmt, und man pro molekül vit.c ein molekül glutathion brauchen würde, dessen regeneration von einem enzym abhängt (glutathion-peroxidase), das selen abhängig arbeitet;
d.h. scheinbar gibt es wohl bei hohen vit.c dosen einen höheren selen-bedarf bei schlechter resorption! daher soll man wohl vit-c (wie auch zink im übrigen die resorption von selen beeinträchtigt) zeitlich deutlich getrennt einnehmen.

ich hatte im übrigen auch mal ein niedriges histamin, was überaupt nicht mit meinen multiplen allergischen reaktionen zusammenzupassen scheint...

liebe grüße,

ali
 
Hallo Kate,

Naja, wenn Du Deinen Spaß hattest
Ja, ich hatte herzlich gelacht, es war einfach köstlich: die Mitmoderatorin der KPU-Rubrik vergißt den Medikamententhread.
aber ich bin auch nur ein Mensch und denke nicht immer an alles
Verlangt doch niemand von Dir. Freu Dich doch lieber, daß Du mich zum Lachen gebracht hast.
Außerdem könnte es ja eventuell sein, dass noch ein anderer Forumsuser einen Tipp hat.
Das kann natürlich sein. Da bin ich nun gespannt, ob jemand die Preise im Medikamententhread unterbieten kann.
Was Deine Verträglichkeitssituation betrifft: Soweit ich weiß, hast Du weder HI noch Histapenie(?)
Richtig, in der Beziehung habe ich Glück. Ich habe keine nennenswerte Unverträglickeit, keine nennenswerte Allergie und konnte mich immer noch auf Arbeit schleppen. Wenn ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen berichte, dann kann man das natürlich nicht immer auf Andere übertragen, davor möchte ich auch ausdücklich warnen.
50 µg zum Frühstück genommen, keinerlei Nebenwirkungen.
Ich hatte allen Warnungen zum Trotz beim ersten Mal 200mcg genommen und tierischste Hitzewellen bekommen.
Liebe Grüße

Günter
 
Günter schrieb:
Ja, ich hatte herzlich gelacht, es war einfach köstlich: die Mitmoderatorin der KPU-Rubrik vergißt den Medikamententhread.
Ja, ich sollte wohl wirklich mal überlegen, meinen Hut dort zu nehmen :rolleyes:

Ali schrieb:
ich hatte ein einem letzten Labor auch niedriges Selen (108 micg/l bei Ref. 75-140 micg/l); meine HP hier in Freiburg hat gemeint, dass ein wirksamer Schutz vor Karzinomen z.B. erst ab ca 140 micg/l aufgebaut werden würde;
Hallo Ali, danke für den interessanten Beitrag. Auf meinem Laborbefund steht wie gesagt auch drauf, dass der "präventivmedizinische Optimalbereich" ab 140 µg/l beginnt (bis 160). Wenigstens da scheint dann wohl Einigkeit zu herrschen.

ich hab seither verschiedene präparate probiert, u.a. natriumselenit von regulafit, was mit 100 micg/tablette recht ordentlich dosiert ist; da ich mich oft an kuklinski orientiere, hab ich nach seinem buch anfangs 2-4mal 100 micg genommen, dann 1-2 mal pro tag.
Welches Buch meinst Du? Ich habe "Das HWS-Trauma" und "Schwachstelle Genick". Kannst Du zufällig auch die Seitenzahl nennen :eek:) :) ? Die Dosierungen (bis zu 4 mal 100 µg?) scheinen mir ganz schön hoch. Und 4 mal wird auch schwierig bei mir, wenn es nicht mit Vitamin C aus Lebensmitteln "kollidieren" soll.

Ali schrieb:
jetzt bin ich auf selenomethionin (nature's way) umgestiegen, was mit 200 micg laut kuklinski vergleichbar ist mit 400 micg natriumselenit; die bioverfügbarkeit soll von der aminosäurevariante (methionin) wohl höher sein- ist in D scheinbar nicht zugelassen...

Das ist allerdings spannend, denn für Natriumselenit soll nach einigen Quellen gerade die bessere Bioverfügbarkeit sprechen. In dem unten stehenden Link steht z.B.
Welche Verbindung ist für den Körper besonders günstig?
Entgegen der früheren Auffassung, organische Selenverbindungen seien für den Körper besonders günstig, weiß man heute, dass anorganischem Selen (Natriumselenit) der Vorzug zu geben ist, da es für den Organismus besonders gut und schnell bioverfügbar ist und in der Therapie des Selenmangels besonders zielgerichtet eingesetzt werden kann.

Wie kann man sich die gute Verwertbarkeit von Natriumselenit erklären?
Diese Selenverbindung kann von unserem Organismus ohne großen Aufwand in aktive Selenoproteine eingebaut werden. Sie braucht chemisch nur unwesentlich verändert zu werden - und schon kann das Spurenelement in Selenoenzyme integriert werden und dort zur Tat schreiten. Im Vergleich dazu ist organisches Selen "schwerfälliger". Es muss vom Körper zunächst in anorganische Vorstufen überführt werden, bevor es in aktive Selenoproteine eingebaut werden kann. Das kostet Stoffwechselenergie und wertvolle Zeit!

Lukas bestätigt Kuklinski in dem Punkt, er hat sehr gute Erfahrungen mit der Bioverfügbarkeit von Selen-Methionin (Laborwerte wurden überprüft).

was meine HP auch noch gemeint hat ist, dass man bei hoch-dosis vit.c therapie einerseits die aufnahme von selen hemmt, und man pro molekül vit.c ein molekül glutathion brauchen würde, dessen regeneration von einem enzym abhängt (glutathion-peroxidase), das selen abhängig arbeitet;
d.h. scheinbar gibt es wohl bei hohen vit.c dosen einen höheren selen-bedarf bei schlechter resorption!
Auch sehr interessant. Dann habe ich wohl in den letzten Jahren meinen Selenspiegel herunter gedrosselt ohne es zu ahnen... Hochdosiertes Zink 2004 bis Anfang 2007, Vitamin-C-Hochdosistherapie 2005, jetzt regelmäßig 225 mg natürliches Vitamin C. Man sieht mal wieder, was für ein komplexes "Mobile" so ein Stoffwechsel ist: zieht man am einen Ende, wackelt es auch an allen anderen Enden. Und ich werde einmal mehr daran erinnert, mit "Mono-Therapien auf Verdacht hin" verdammt vorsichtig zu sein.

ich hatte im übrigen auch mal ein niedriges histamin, was überaupt nicht mit meinen multiplen allergischen reaktionen zusammenzupassen scheint...
Nach Kamsteeg schon, aber er scheint da allein auf weiter Flur. Bei mir ist's auch so: Histapenie kombiniert mit HI und ca. 30 festgestellten Allergien (Typ I und Typ IV).

Hier fand ich noch einen netten Link:

Selen und Krebs 101 Fragen / 101 Antworten - Informationen für Patienten, Familienangehörige und Gesundheitsbewußte

101 Fragen / 101 Antworten zu Selen, u.a. welche Einnahmeformen es gibt, warum man Natriumselenit nicht zusammen mit Vitamin C nehmen soll (mindestens eine Stunde Abstand) etc.. Alles sehr einfach erklärt.

Einen schönen Sonntag wünscht
Kate
 
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Hi Kate,

danke für den Link mit den 101 FAQ zu Selen, das ist wirklich sehr verständlich geschrieben.

Welches Buch meinst Du? Ich habe "Das HWS-Trauma" und "Schwachstelle Genick". Kannst Du zufällig auch die Seitenzahl nennen :eek:) :) ? Die Dosierungen (bis zu 4 mal 100 µg?) scheinen mir ganz schön hoch. Und 4 mal wird auch schwierig bei mir, wenn es nicht mit Vitamin C aus Lebensmitteln "kollidieren" soll.


Ich mein "Das HWS-Trauma", da schreibt er (Kuklinski) u.a. auf Seite 193 "Für Kinder sollte die Dosierung bei 1 micg/kg liegen. Für Erwachsene liegt die Tagesdosierung bie 100-200 micg ORGANISCH gebundenen Selens, z.B. Selenmethionin. Bei Verwendung von Natriumselenit (Na2SeO3) sind Dauerdosierungen von 400 micg/Tag möglich"

Da könnte im übrigen die Antwort auf deine Frage mit dem Natriumghalt von Natriumselenit liegen: (Na2SeO3) müsste eigentlich nach meinen bescheidenen chemischen Kenntnissen heißen 2 Natriumionen pro Selenion; Da sich das ganze hier im Mikrogramm-bereich abspielt und Natrium eher im hohen Milligramm- bis Grammbereich belasten wird, wie ich meine, sollte das glaub ich hier eher eine Untergeordnete Rolle spielen?


Das ist allerdings spannend, denn für Natriumselenit soll nach einigen Quellen gerade die bessere Bioverfügbarkeit sprechen. In dem unten stehenden Link steht z.B.


Wurde eigentlich Kuklinski nicht mal Anfang der Neunziger als der deutsche
"Selen-Papst" bezeichnet, weil er als einer der ersten Deutschen Studien zu dem Thema gemacht hat? Ich meine, ich hätte auf seiner Homepage auch was dazu gelesen, allerdings gibt es da keinen Link zu den Selen-Beiträgen;


Lukas bestätigt Kuklinski in dem Punkt, er hat sehr gute Erfahrungen mit der Bioverfügbarkeit von Selen-Methionin (Laborwerte wurden überprüft).


Das ist ja interessant, steht das irgendwo in einem anderen Thread mit seinen Werten?

Im übrigen hab ich noch gelesen, dass das zweite Selen-abhängige Enzym im Körper (scheinbar sind bislang nur die zwei bekannt) neben der Glutathion-Peroxidase, die für die Entgiftung sehr wichtig ist, eine sogenannte Dejodase ist, die aus dem inaktiven T4 mittel Abspaltung von einem Jod-Atom das viel aktivere T3 macht- vielleicht ein Grund, warum ich manchmal dein Eindruck habe, nach Selen-Einnahme etwas fitter und wacher zu sein?

(gehört nicht wirklich hierher, aber hattest du nicht mal eine Darmsanierung mit Effektiven Mikroorganismen gemacht? Was hattest du davon für einen Eindruck?)

Schönen Abend,

ali
 
Hallo ali,

danke für die Nennung der Textstelle. Dann hast Du also hochdosiert angefangen und dann runter dosiert. Da bin ich vorsichtiger, weil zu wacklig auf den Beinen und außerdem mit vielen Unverträglichkeiten "gesegnet". Ich steigere langsam, halte dann die hohe Dosis eine Zeit, und gehe dann ggf. auf eine Erhaltungsdosis.

Da könnte im übrigen die Antwort auf deine Frage mit dem Natriumghalt von Natriumselenit liegen: (Na2SeO3) müsste eigentlich nach meinen bescheidenen chemischen Kenntnissen heißen 2 Natriumionen pro Selenion; Da sich das ganze hier im Mikrogramm-bereich abspielt und Natrium eher im hohen Milligramm- bis Grammbereich belasten wird, wie ich meine, sollte das glaub ich hier eher eine Untergeordnete Rolle spielen?
Danke für den Hinweis - ich fürchte, meine Chemie-Kenntnisse sind noch deutlich bescheidener als Deine... :eek:) Aber Du wirst wohl recht haben. Ich versuche halt, Salz an anderer Stelle zu reduzieren und das ist auch kein Problem.

Wurde eigentlich Kuklinski nicht mal Anfang der Neunziger als der deutsche "Selen-Papst" bezeichnet, weil er als einer der ersten Deutschen Studien zu dem Thema gemacht hat?
Das höre ich zum ersten Mal, beschäftige mich allerdings auch erst seit ca. 2 Jahren mit Kuklinskis Veröffentlichungen und das auch nur selektiv.

Kate schrieb:
Lukas bestätigt Kuklinski in dem Punkt, er hat sehr gute Erfahrungen mit der Bioverfügbarkeit von Selen-Methionin (Laborwerte wurden überprüft).
Das ist ja interessant, steht das irgendwo in einem anderen Thread mit seinen Werten?
Das weiß ich auch nicht, er schrieb es mir in einer Mail. Die Werte waren halt dann sehr weit oben im Referenzbereich, teils auch drüber (auch im Serum).

Im übrigen hab ich noch gelesen, dass das zweite Selen-abhängige Enzym im Körper (scheinbar sind bislang nur die zwei bekannt) neben der Glutathion-Peroxidase, die für die Entgiftung sehr wichtig ist, eine sogenannte Dejodase ist, die aus dem inaktiven T4 mittel Abspaltung von einem Jod-Atom das viel aktivere T3 macht- vielleicht ein Grund, warum ich manchmal dein Eindruck habe, nach Selen-Einnahme etwas fitter und wacher zu sein?
Könnte sein! Und wohl auch ein Grund, warum viele "Hashis" Selen nehmen?

(gehört nicht wirklich hierher, aber hattest du nicht mal eine Darmsanierung mit Effektiven Mikroorganismen gemacht? Was hattest du davon für einen Eindruck?)
Ich bin mit 5 Tropfen pro Tag ganz gut gefahren, der Durchfall wurde besser, ich hatte eine leichte Gewichtszunahme (wünschenswert bei mir). Ich habe es dann wieder gelassen, weil mir der Bodenhilfsstoff in meinem Darm nicht uneingeschränkt sympathisch ist und weil ich's mal mit Multidophilus versuchen wollte.

Schönes Wochenende wünscht
Kate
 
Selen und Hg

Noch ein Hinweis, den ich per Mail von Lukas erhielt:

Natriumselenit kann sich mit Hg zu Quecksilberselenid verbinden und man weiß nicht, was mit dem Komplex passiert. Selenmethionin bildet keine Komplexe mit Hg.

Woher hat Lukas diesen Hinweis ? Weder Daunderer noch Mutter haben jemals einen Unterschied erkannt. Es hieß immer: Selen bildet Komplexe...wieso aber sollte Selenmethionin keine Komplexe bilden ?
Das wäre für mich sehr wichtig, da dies meine einzigste Sorge ist beim Thema Selen.
 
ich bekomme von mienem doc - wohl auch wegen der vielen UVs und SD-UF selenase 50 auf kassenrezept verschrieben.

lg monika
 
Hallo tito,

tito schrieb:
... bildet Selenmethionin sehr wohl Komplexe mit Quecksilber, jedoch ist dann wieder das Problem was mit den Komplexen passiert

Ich habe von Lukas noch einen Hinweis bekommen. Hier wurde das schonmal diskutiert: Agenki :: Gesundheitsforum :: hilfe ich werde ständig krank

Die nach meiner Ansicht hierfür interessanten Aussagen der Diskussion habe ich hier einmal zusammen gestellt. Rot markiert habe ich die Stelle, wo über das gesprochen wird, das "mit den Komplexen passiert" (die sich möglicherweise tatsächlich auch aus Selenmethionin und Hg bilden können, ich kann das nicht beurteilen). Nach den japanischen Studien sollte man wohl mal fragen...

DG schrieb:
Wie sollte man Schwermetalle entgiften?
Hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. In den letzten Jahren hat man hier viele Erkentnisse gewonnen, die die Therapieansätze um 180 Grad geändert haben. Man weis, das Selen sich mit Schwermetallen zu Komplexen zusammenballt und diese so inaktivert und abbindet. Selen geht durch die Bluthirnschranke und gelangt somit voll ins Nervensystem. Früher glaubte man, dass diese Selen-Komplexe dann nicht mehr ausscheidungsfähig waren und hat deshalb fälschlicher Weise vor der Einnahme von Selen gewarnt.

Nun ist es aber so, dass Schwermetalle unglaublich viel Selen im Körper verbrauchen und so alle Schwermettalvergifteten extrem niedrige Selenspiegel im Blut haben. Deshalb findet dann auch keine Entgiftung mehr satt und der Zustand wird immer schlimmer. Nimmt man nun aber Selen ein (dies wir seit einigen Jahren von fast allen alternativen und schulmedizinischen Therapeuten empfohlen) so steigt der Selenspiegel und die Schwermetalle können gebunden und unschädlich gemacht werden. Hat der Selenspiegel eine gewisse Höhe erreicht (vermutlich so über 130mcg/l im Vollblut) wir ein spezielles Enzym (Selenprotein-P) gebildet, welches zur Ausscheidung der Selenkomplexe führt. Und dies AUCH aus dem Gerhir und den Nerven. Dies wurde von Studien in Japan bewiesen!!! Daunderer erkennt dies nicht an, warum auch immer. Selbst Klinghart empfieht heute neben Algen, Bärlauch und Koriander noch unbedingt die Einnahme von Selen und teils auch Zink.

Medizinmann99 schrieb:
Ich hätte gerne entsprechendes Informationsmaterial zur "Selen-These", daß also Selen zur Schwermetallentgiftung geeignet ist, also z. Bsp. Links zu Studien oder sonstiges Informationsmaterial,

Lukas schrieb:
ich weiß nicht, ob Du schon damals im alten Daunderer-Forum mit von der Partie warst... aber im Symptome-Forum habe ich es wohl auch schon geschrieben, ebenso wie im Amalgam-Forum, dass sich meine Quecksilberausscheidungen nach bzw. während Seleneinnahme erhöht haben (bewiesen durch Laboruntersuchungen), und das, obwohl Daunderer felsenfest behauptet, dass Seleneinnahme eine weitere Ausscheidung von Quecksilber unmöglich macht.

DG schrieb:
Es freut mich, dass Sie so klar Stellung nehmen, denn oft bin ich der Einzige, der sich klar gegen Daunderer mit den Selenthesen stellt. Für mich ist auch der Beiweis bei den Patienten am meisten Wert.

Ich habe dann zuerst hohe Hg Werte nach DMPS Mobilisationen.
Dann wir monatelang Selen genommen und wieder mit DMPS getestet.
Danach sind die Werte viel niedriger. Aber nicht nur die Werte, sondern vor allem der Zusatand der Patienten verbessert sich und darum geht es doch eigentlich. Wir wollen gesund werden und nicht Theorien beweisen.
Da Selen auch Gehirn gängi ist, ist gerade bei den Nervenerkrankungen das Selen so wichtig. Ich glaube fast sagen zu können, dass es ohne Selen nicht geht. Deshalb haben auch Daunderer-Anhänger so Probleme die Nervenerkrankungen zu stoppen!

Lukas schrieb:
Möchte aber noch dazu sagen, dass ich selber die organische Form von Selen, Selenmethionin, bevorzug(t)e (wie ich üblicherweise organische Formen bevorzuge), und dass es sich bei der Form von Selen, die diese angeblich für immer und ewig im Körper verbleibenden Quecksilberkomplexe (Quecksilberselenid) bilden soll, ja um das anorganische Natriumselenit handelt. (...)

Artikel vom 30.05.2007:

Als eine clevere Arzneimittelfirma Zahnärzten, die mit Amalgam arbeiten empfahl, als Gegengift Selen Trinkampullen täglich zu schlucken, liefen unsere Telefone heiß mit Beschwerden von Zähnärzten mit Impotenz, Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Zittern und Gereiztheit. Als sie hörten, dass Selen Quecksilber so "entgiftet", dass es ins Hirn eingelagert wird und dort natürlich Schäden anrichtet, waren alle sprachlos. Bis es sich herumgesprochen hat, hatte sich die Firma jedoch dumm und dämlich verdient. Das BGA konnte nichts machen, da es "Nur ein Nahrungsergänzungsmittel ist. Künstlich an Natrium gebundenes Metall oder Vitamin ist jedoch viel schädlicher als natürliches in der Nahrung, das an Eiweiß gebunden ist wie im Fisch.

1989 Vitaminschäden entdeckt

(Hervorhebung - fett, unterstrichen - durch mich)

Selbstverständlich ist es auch möglich, organisches, natürliches, nicht an Natrium gebundenes Selen als Nahrungsergänzung einzunehmen...

Lukas schreibt mir noch: Selenmethionin ist an Eiweiß (Methionin = Aminosäure) gebundenes Selen, eben so, wie es auch in der Nahrung vorkommt. Daunderer empfiehlt ausdrücklich selenreiche Nahrung.

Eigener Gedanke: Ob weitere Bestandteile (außer dem Methionin) der "selenreichen Nahrung" eine Rolle spielen für die Schädlichkeit? Ein NEM ist nie dasselbe wie Nahrung, aber für mich gehe ich erst mal davon aus, dass das Risiko überschaubar ist bzw. dass mein Selenmangel gefährlicher ist als die Einnahme von Selen. Dummer Weise vertrage ich auch all die Selenbomben unter den Nahrungsmitteln nicht (Fisch, Hülsenfrüchte,...).

Ich hörte mal, dass Sesam sehr selenreich ist. Den vertrage ich, aber ich finde es schwierig, ihn trocken löffelweise zu essen... Hat jemand von Euch ein Rezept, um aus Sesam und Honig "Sesam-Riegel" herzustellen? Es gibt von Allos welche zu kaufen, die sind aber schweineteuer. Ich habe Sesam hier und Honig :lolli:

Es grüßt
Kate
 
Hallo Monika,

SD-UF (Schilddrüsen-Unterfunktion, Anm. Kate) ist wahrscheinlich eine der Aussnahme-Indikationen. Generell darf sowas ja nicht mehr verschrieben werden.

Es grüßt
Kate
 
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