Seit Jahren behandlungsresistenter zäher Schleim im Hals

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Hallo zusammen,

ich bin 27 und habe seit etwa 12 Jahren einen Symptomkomplex aus mehreren Beschwerden, die ungefähr gleichzeitig schleichend eingetreten sind, ohne besonderen (mir bekannten) Auslöser.

Dazu gehört ein sehr zäher Schleim im Rachen (mein Hauptproblem), der sich kaum herunterschlucken und kaum hochwürgen lässt und wenn, dann nur in ganz kleinen Stücken (sieht weißlich und eben sehr zäh aus), zudem habe ich ständig das Verlangen zu Räuspern, da mein Kehlkopf sich sonst belegt anfühlt und durch den Schleim auch ständig das Gefühl, schlucken zu müssen.

Zur selben Zeit bekam ich auch einen Tinnitus auf beiden Seiten, stärker auf der rechten, welcher bis heute besteht, wobei ich damit sehr gut klar komme.

Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass mein Lymphknoten hinter dem rechten Ohr immer leicht angeschwollen ist, zumindest kann ich diesen gut tasten aber den auf der linken Seite nicht. Zudem habe ich sehr selten eine verschnupfte Nase aber mir ist aufgefallen dass bei normaler Nasenatmung fast immer entweder die linke oder die rechte Seite keinen bzw. einen sehr geringen Luftstrom hat.

Ich war von Jahr zu Jahr immer wieder bei verschiedensten Ärzten von vielen HNO Ärzten, zu Lungenfacharzt und Zahnarzt inklusive vieler Röngtenbilder und anderen gängigen Untersuchungen, leider alle ohne Befund und es hieß nur, ich solle nun damit klar kommen.

Die einzige, kurzfristige Linderung, die ich in diesen Jahren vernehmen konnte war, als mir vor 3 Wochen die Wurzel des Weißheitszahns im Oberkiefer auf der rechten Seite gezogen wurde, woraufhin ich 2-3 Tage komplett Schleimfrei war, welches nach diesen Tagen allerdings wieder und jetzt gefühlt schlimmer zurück kam, als es vorher war.
Mein Zahnarzt meinte darauf, dass der Schleim von einer Entzündung im Oberkiefer kommen kann bzw. wenn die Zähne dorthin streuen, allerdings sagte er auf dem Röngtenbild sieht alles okay aus und fertigte es somit dann ab.

Vielleicht kann mir ja hier jemand weiter helfen, vielen Dank schon im Voraus.
 
wundermittel
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Abgesehen von dem Hinweis mit der Zahn-OP könntest du einmal 1 Woche lang, oder auch 2 Wochen, alle tierischen Milchprodukte weglassen, vielleicht bis auf Butter, falls du die verwendest. Milch und Milchprodukte werden öfter im Zusammenhang mit Schleim / Verschleimung gesehen und auch so erlebt, also in der Erfahrungsheilkunde. Manchmal merken Leute schon nach wenigen Tagen einen Unterschied ohne tierische Milchprodukte. Falls du sie überhaupt verwendest.
 
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Mein Zahnarzt meinte darauf, dass der Schleim von einer Entzündung im Oberkiefer kommen kann bzw. wenn die Zähne dorthin streuen, allerdings sagte er auf dem Röngtenbild sieht alles okay aus und fertigte es somit dann ab.
Hallo Marc205,

auch wenn Dein ZA meint, daß laut Röntgenbild alles ok ist, würde ich da noch weiter schauen.
Was für ein Röntgenbild hat Dein ZA denn gemacht? Ein Einzelbild, ein Panoramabild oder ein Dental-MRT oder DVT.

Zum Dental-MRT würde ich Dir dringend raten, um ziemlich eindeutig ausschließen zu können, daß es nicht doch noch eine Entzündung bei Dir im Kiefer gibt. Denn der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Ziehen der Wurzel des Weißheitszahns und kurzer Schleimfreiheit ist doch auffallend. Vielleicht wohnst Du ja sogar in der Nähe von Heidelberg?

So ein Dental-MRT (es ist sogar strahlungsfrei!) wird nicht nur in Heidelberg sondern in so gut wie allen größeren Städten gemacht...

Inhalierst Du denn regelmäßig?

Grüsse,
Oregano
 
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regulat-pro-immune
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30.10.22
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Hallo Oregano, danke für deine informative Antwort.

Es wurde ein Panoramabild gemacht. Von einem Dental-MRT oder DVT habe ich bisher noch nichts gehört, leider wohne ich einige Stunden von Heidelberg entfernt aber werde mich gleich mal informieren ob es sowas bei mir in der Nähe gibt.

Ich wende regelmäßig eine Nasenspülung an und inhaliere hauptsächlich mit Kochsalzlösung oder Thymian, wobei ich bisher nicht regelmäßig inhaliert habe sondern immer mal Phasenweise, da ich das Gefühl hatte es würde nichts verändern.
Aber nach dieser extremen kurzen Veränderung nachdem mir der Zahn gezogen wurde, werde ich jetzt versuchen sehr darauf zu achten dies regelmäßig zu tun und meine Ernährung, wie auch Gleerndil erwähnt hatte, umzustellen.

Gruß,
Marc
 
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Hallo Marc,

viel Glück bei der Suche !
Es lohnt übrigens, verschiedene Anbieter zu befragen, weil die Preise ganz schön verschieden sein können.
Meistens bieten Kieferchirurgen solche Dental-MRTs bzw. DVTs an, weil sie das für das Einsetzen von Implantaten sehr gut brauchen können.

Grüsse,
Oregano
 
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09.04.16
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Zur selben Zeit bekam ich auch einen Tinnitus auf beiden Seiten, stärker auf der rechten, welcher bis heute besteht, wobei ich damit sehr gut klar komme.
Hallo Marc, kommt mir alles nur allzu bekannt vor. Wie genau äussert sich denn der Tinnitus? Bei mir auch alles einseitig, weder HNO noch Zahnärzte wussten Rat. Ein Kollege von mir tippt auf Gluten, aber trotz diszipliniertem Weglassen hat sich nichts geändert..
Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass mein Lymphknoten hinter dem rechten Ohr immer leicht angeschwollen ist, zumindest kann ich diesen gut tasten aber den auf der linken Seite nicht.
Ist bei mir genauso, wurde sogar schon vor 8 Jahren durch MRT der HWS bestätigt. Passiert ist ärztlicherseits seit dem nicht mehr viel. Denke aber, dass das ein wichtiges Indiz ist! Genauso wie eine nur unilateral atrophierte Rachenmandel!
Zudem habe ich sehr selten eine verschnupfte Nase aber mir ist aufgefallen dass bei normaler Nasenatmung fast immer entweder die linke oder die rechte Seite keinen bzw. einen sehr geringen Luftstrom hat.
Bei mir genauso! Hast du auch das Gefühl, dass die Tube betroffen ist (Stichwort Tubenkatarrh)?
Die einzige, kurzfristige Linderung, die ich in diesen Jahren vernehmen konnte war, als mir vor 3 Wochen die Wurzel des Weißheitszahns im Oberkiefer auf der rechten Seite gezogen wurde, woraufhin ich 2-3 Tage komplett Schleimfrei war,
Es ist ziemlich eindeutig, dass diese Massnahme dein Immunsystem kurzfristig entlastet hat! Es könnte noch ein zweiter (unerkannter), ebenfalls rechtsseitiger Zahnherd bestehen. Bist du denn mal auf die rechte Seite gefallen? Bei mir gab es zB einen Fahrradunfall. Schade, dass die Kassenärzte in Deutschland sowas scheinbar nicht abfragen :-( Es scheint übrigens so zu sein, dass man im Röntgenbild vieles nicht sieht! Grundsätzlich gibt es hier viele, die mit zähem hartnäckigem Schleim zu kämpfen haben, u.a. User MM15. Entweder im Hals, den Nebenhöhlen oder der Eustachschen Röhre..Zweite Idee, die ich gerade spontan habe: Telefonierst Du (viel) am rechten Ohr?? Nur so ein Gedanke …lG Aurelius
 
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