Schützen vor Mikroplastik im Wasser

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19.09.12
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Hallo ihr Lieben
wie schützt ihr euch.?
Kann man Wasser irgendwie reinigen vor dem Trinken.?
Habt ihr Ideen?
 
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Vielleicht waren damit die bekannten Rückstände aus Plastik Flaschen gemeint, die sich im Körper ansammeln und auch labortechnisch messbar sind! Die Lösung wäre, nur noch Glasflaschen Produkte zu kaufen …lG!
 
Ich denke, dass aus Kunststoffbehältern vorwiegend irgendwelche Monomere, evlt. Farbstoffe, Stabilisatoren ... in das Lebensmittel übergehen.
Unter Mikroplastik verstehe ich komplette (sehr kleine) Partikel.

Weichmacher ist u.U. in Folien in Frischetheken noch ein Problem.
Was wir machen:
- wenn möglich Glas
- Plastikflaschen nicht in die Sonne stellen
- keine Heißgetränke aus Einwegbechern
- kein Backpapier

Wenn man ein paar Komposit-Füllungen hat, kann man den Monomeren leider sowieso nicht ganz entkommen.
 
Mit Wasser aus Glasflaschen ist man eigentlich auf der sichereren Seite (allerdings wurden auch da Plastikpartikel gefunden, sogar mehr als in Plastikeinwegflaschen)?

  1. Wasser aus Glasflaschen: 204 Partikel pro Liter
  2. Wasser aus Plastikflaschen: 1.410 Partikel pro Liter
Darüber hinaus wurden unterschiedliche Behältnisse aus Kunststoffen miteinander verglichen:

  1. Wasser aus Mehrweg-Plastikflaschen: 118 Partikel pro Liter
  2. Wasser aus Einweg-Plastikflaschen: 14 Partikel pro Liter
  3. Wasser aus Getränkekartons: 11 Partikel pro Liter


aber eigentlich ist es überall, vor allem in der Luft.

Entscheidend jedoch ist die Tatsache, dass Mikroplastik heute fast überall in der Natur zu finden ist. Und das sind nicht nur die Zersetzungsprodukte großer Plastikteile. Das meiste Mikroplastik entsteht beim mechanischen Abrieb von Reifen. Rund ein Drittel des Mikroplastiks in Deutschland gelangt auf diese Weise in die Umwelt, zu dem Ergebnis kam das Fraunhofer-Institut in einer im Juni 2018 veröffentlichten Studie. Mehr als 70 Quellen von Mikroplastik wurden identifiziert und untersucht.

Unter den Top-Ten-Quellen für Mikroplastik ermittelten die Wissenschaftler den Abrieb von Asphalt und Fahrbahnmarkierungen (Plätze 3 und 9), die Verwehung der Beläge von Sport- und Spielplätzen (Platz 5) sowie den Abrieb von Schuhsohlen (Platz 7) und die beim Waschen von synthetischen Textilien frei werdenden kleinen Faserteile (Platz 10).
Auch wir Menschen nehmen längst Mikroplastik auf, nachweislich über Nahrungsmittel wie Meeresfrüchte, Meersalz und Mineralwasser. Zugleich atmen wir Mikroplastik ein, das in Stäuben vor allem in Städten durch die Luft schwebt. Dabei scheint die Mikroplastik-Belastung durch Hausstaub größer zu sein als etwa durch den Verzehr von Muscheln. Was das alles insgesamt für Folgen für die menschliche Gesundheit hat, ist noch unklar.


Die Frage wäre dann wahrscheinlich eher, gibt es eine Möglichkeit Mikroplastik im Körper loszuwerden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirklich sauberes Wasser bekommt man, wenn man es mit einer Umkehrosmoseanlage filtert. Wem das zu teuer und aufwändig ist, der kann es durch verschiedene Schichten aus Aktivkohle, Zeolith und feinem Filterpapier laufen lassen.
 
Mit Wasser aus Glasflaschen ist man eigentlich auf der sichereren Seite (allerdings wurden auch da Plastikpartikel gefunden, sogar mehr als in
Die Frage wäre dann wahrscheinlich eher, gibt es eine Möglichkeit Mikroplastik im Körper loszuwerden?

Danke für die Links, das ist ernüchternd und wie ich sehe weis man es und die Politiker, die es doch soo gut meinen mit dem Volk tun nichts dagegen, aber eine Gerechtigkeit gibts dabei, sie atmen dieselbe Luft, trinken dasselbe Wasser.

Ja, die Frage ist wie den Körper reinigen.
 
Die Frage wäre dann wahrscheinlich eher, gibt es eine Möglichkeit Mikroplastik im Körper loszuwerden?
Evtl. DMSO-Infusionen? Aber das müsste man dann vermutlich dauerhaft machen, und es wird nicht bei allen Kunststoffen funktionieren.
Man bräuchte halt endlich ein besseres Umweltbewusstsein - und das weltweit. Die verdreckten Flüsse aus Asien kennen vermutlich viele - aber das gibt es auch in Europa (Hier Bosnien-Herzegowina):
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Bei Kleidung würde nur der Weg zurück zu natürlichen Fasern helfen - das dürfte nicht leicht werden, damit die Weltbevölkerung einzukleiden.
Auch die Landwirtschaft ist daran beteiligt: Zum einen durch das "düngen" mit Klärschlamm, aber auch durch Kunstdünger: In einigen sind die Düngestoffe an Kunststoffe gebunden, damit die zeitverzögert abgegeben werden. Dazu noch das Coating des Saatgutes ...

Unsere Äcker sind voll Plastik

In unseren Böden ist viel mehr Mikroplastik als in den Meeren. Teilweise wird es bewusst aufs Feld gebracht. Warum das gefährlich ist.

Mit Schnüren gefesselte Schildkröten, Wal-Mägen voller Tüten – diese Bilder haben Menschen weltweit auf das Problem Plastikmüll im Meer aufmerksam gemacht. Dass auch Bodenlebewesen wie Pilze oder Würmer Plastikmüll ausgesetzt sind, ist dagegen kaum ein Thema. Dabei zeigen Forschungen, dass unsere Böden weitaus stärker mit Mikroplastik verschmutzt sind als die Meere. Eine neue Studie schätzt, dass jährlich mindestens 19.000 Tonnen Kunststoffe auf Wiesen und Felder gelangen. 81 Prozent werden von außen eingetragen, 19 Prozent entstammen dabei direkt aus der Landwirtschaft.

 
Hier noch ein Link dazu, was man generell tun kann:


Aber das müsste man dann vermutlich dauerhaft machen, und es wird nicht be
Denke ich auch, da hilft wohl nur, so gut wie möglich reduzieren, vollständig entgehen wird man dem nicht.

Aber anscheinend wurden Bakterien entdeckt, die Plastik zersetzen und zwar im Kuhmagen:

Eine Forschergruppe der Universität Wien erforschte nun, wie effektiv Bakterien des Pansens künstliche Polymere abbauen können. Dafür untersuchten sie die Wirkung der Mikroben auf PET-Plastik und bioabbaubare Plastik. Das Ergebnis: alle Materialien wurden erfolgreich zersetzt. Die Details der Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Frontiers in Bioengineering and Biotechnology.

Bereits 2016 fanden japanische Forscher ein Bakterium namens „Ideonella sakaiensis“, welches Plastik zersetzen kann. Dieses benötigt etwa 40 Tage, um 60 Milligramm PET-Plastik vollständig zu vernichten. Die Bakterien aus Kuhmägen könnten eine kosteneffiziente Alternative sein. Denn von der Magenflüssigkeit bleiben jedes Jahr Millionen von Litern in Schlachthöfen übrig, welche meist einfach vernichtet statt weiterverarbeitet werden. Die riesigen Mengen von Bakterien, welche daraus gewonnen werden könnten, würden helfen diese biologische Form der Plastikvernichtung großräumig einzusetzen.


Doch auch beim Menschen wurden im Speichel zersetzende Enzyme gefunden:

Im menschlichen Speichel wurde ein Enzym entdeckt, das PET in seine Grundbestandteile zersetzen kann. Unklar ist jedoch, welches Bakterium das Enzym erzeugt.

Der Speichel eines Menschen könnte ein Enzym enthalten, das den Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) zersetzen kann. Diese Entdeckung machte ein Forschungsteam um Bhumrapee Eiamthong vom Vidyasirimedhi Institut für Wissenschaft und Technologie (VISTEC) in Thailand, als sie in einer Datenbank für mikrobielle Genome nach einer Hydrolase suchten.

Vielleicht passt sich der Mensch auch bereits an, wie hier nach 3 Generationen diese Mücken:

 
Aber anscheinend wurden Bakterien entdeckt, die Plastik zersetzen und zwar im Kuhmagen:
dann müsste man die in seinem Magen/Darmtrakt haben wollen. Wer weiß, was (je nach Kunststoff) dann doch an noch giftigeren Substanzen entsteht.
Doch auch beim Menschen wurden im Speichel zersetzende Enzyme gefunden:
Direkt Enzyme zu nehmen, kann ich mir da schon eher vorstellen - das Experiment kann man ja dann auch schnell beenden.
Dazu habe ich auch schon einige Hinweise gelesen. Auch zum Thema Graphen/Graphenoxid. Da soll angeblich die Kombination Bromelain und NAC abbauend wirken.
Enzyme können ja eine ganze menge - in uns sollen ca. 70.000 arbeiten und wirken. Je nach Enzym braucht es da vermutlich auch noch die passenden katalytischen Metalle - vermutlich dann auch Platin, Gold, Iridium, Palladium ...
 
Wieder eine furchtbare Nachricht.....

Im Dezember hatte ein Frachter bei heftigem Seegang mehrere Container mit weißer Mini - Kugeln , sogenannte Pellets , im Atlantik verloren. Die Pellets waren in Plastiksäcken verpackt, die im Meer aufrissen und von der Strömung nun ans Land gespült werden.
So kann die Plastik in die Nahrungskette gelangen, wenn es mit der Zeit zu Mikroplastik zerfällt und von Pflanzen und Tieren aufgenommen wird.



 
ja, ich hab das heute gerade in den Nachrichten gehört, die Fische könnten diese Kügelchen essen und daran sterben.
Der Mensch macht alles kaputt und statt besser, wird alles noch schlimmer und es kommt immer mehr dazu, das Jahr 2023 hat alle Rekorde geschlagen an negativen Umweltzerstörungen und Auswirkungen., ich versuche nur noch jeden Tag zu geniessen, man weis ja nicht wann die Erde den Parasiten "Mensch" ganz abschüttelt.
 
Mikroplastik in Teebeuteln:

Das zeigte auch eine Studie von kanadischen Forschenden aus dem Jahr 2019. Allein bei einem Tee-Aufguss mit einem Kunststoffbeutel bei einer Temperatur von 95 Grad Celsius würden rund 11,6 Milliarden Mikroplastik-Teilchen und 3,1 Milliarden Nanoplastik-Partikel freigesetzt werden. Zusammen seien das 16 Mikrogramm. Die Menge der freigesetzten Partikel sei deutlich „höher als die zuvor in anderen Lebensmitteln festgestellten Kunststoffbelastungen“, hieß es im Forschungsbericht.

Laut Öko-Test bedeutet das bei Teebeuteln: Gerade schnurlose Teebeutel würden eine Kunststoff-Klebenaht aufweisen. Dagegen würden Bio-Marken meist auf kunststofffreie und abbaubare Teebeutel achten. Zweikammerbeutel seien oft mit einem geringen Kunststoff-Anteil versehen. Am sichersten sei es aber, auf losen Tee zurückzugreifen. Das spart nicht nur Mikroplastik, sondern auch Verpackungsmüll.

In Deutschland habe ich auch tea drops gesehen. Da wird der lose Tee in Kügelchen zusammengepresst - hat das jemand ausprobiert und wie gesund sind diese? (Aber auch ziemlich teuer im Gegensatz zu Teebeuteln)
 
Zu den Produkten, die überall als Mikroplastik auftauchen, gehört auch Polyester. U.a. werden heute viele Kleidungsstücke aus Polyester hergestellt. Obwohl die Versuchung ja groß ist, weil sehr günstig, sollte man sich so einen Kauf mindestens 10 x überlegen . ...
... Plastik aus dem Kleiderschrank auf den Teller
Kunstfasern feuern die Mikroplastikproblematik an: Textilien sind für rund ein Drittel des Mikroplastiks im Meer verantwortlich, denn beim Waschen wird Mikroplastik freigesetzt. Dieses landet dann in Gewässern, in der Nahrung von Fischen und somit auch auf unseren Tellern. Kläranlagen können die kleinen Fasern nicht herausfiltern, weshalb es im Umlauf verbleibt und sogar schon in Leitungswasser und Meersalz nachgewiesen wurde. ...

Grüsse,
Oregano
 
Zwei Erfahrungsberichte in den Beiträgen #699 und #700

 
Ja, was macht unser Körper mit den 5 g Plastik = einer Kreditkarte, die wir jede Woche zu uns nehmen?
Das kann man sich wirklich fragen.... in was für einer Zeit leben wir. Furchtbar. Kein Wunder werden viele depressiv: Seit 50 Jahren hat sich die Menschheit mehr als verdoppelt...gleichzeitig sind 70 % der Tierpopulationen in der Luft, auf der Erde und im Wasser eingebrochen.. 😖

Aber eben - gemäss dem Thema: Die Menschen sind wohl nicht das Problem, sondern was wir "veranstalten".
 
Diese weit verbreitete Zahl 5 g pro Woche (genauer eigentlich 0,1 g bis 5 g pro Woche) stammt aus einer Abschätzung, die von anderen Forschern als unzuverlässig kritisiert worden ist:

Beispielsweise setzt die urspüngliche Berechnung voraus, daß im Jahr 219 Liter Wasser aus Plastikflaschen getrunken und 3 bis 4 Kilo Salz gegessen werden.

Für die Berechnung der Plastikmenge in Trinkwasser hat der Autor die Partikelzahl aus Trinkwasser-Untersuchungen und das Partikelgewicht aus Ozeanwasser-Untersuchungen entnommen. Das ist doch Irrsinn.

Eine neuere Untersuchung von 2021 hat dagegen zum Ergebnis (Zitat aus dem oben verlinkten Artikel von M. Pletz):
Umfassendere Daten zur aufgenommen Mikroplastik-Menge (mi,MP) finden sich in einer aktuellen Studie (Mohamed Nor et al., 2021), in der die aufgenommene MP-Masse mit dem Ziel bewertet wird, die Anreicherung von MP im menschlichen Körper vorherzusagen. Mohamed Nor berücksichtigt die Größenbereiche der verwendeten Studien sowie die Partikelformen und ermittelt einen Medianwert von mi,MP von 4,1 μg/Woche für Erwachsene. Sie zitieren Senathirajah und den WWF-Bericht und stellen lapidar fest, dass ihr mi,MP von bis zu 5 g/Woche „nicht die Aufnahme einer durchschnittlichen Person repräsentiert”. Tatsächlich ist der mi,MP von 5 g/Woche um einen Faktor von etwa 10^6 [= 1.000.000] höher als ihr Medianwert, was bedeutet, dass ein Mensch nicht jede Woche, sondern alle 23.000 Jahre Mikroplastik mit dem Gewicht einer Kreditkarte zu sich nimmt.

Ich bin übrigens auch vehement dagegen, die Umwelt mit Mikroplastik zu verschmutzen und verwende deshalb so wenig Kunstfasertextilien wie irgend möglich. Aber mit solchen Kindergarten-Zahlen zu arbeiten, wie es der WWF hier tut (natürlich in guter Absicht), finde ich auch unverantwortlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

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